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between the lines.

(© Amazon / FISCHER Tor)

Vier Farben der Magie (Shades of Magic #1)
von V.E. Schwab

Bewertung: ★★★★★

YA Fantasy, 494 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. April 2017
Verlag: FISCHER Tor


Inhaltsangabe:
Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.
Als einer der wenigen Antari springt Kell zwischen den verschiedenen Welten hin und her. Doch er führt ein Doppelleben: Er ist Botschafter der Könige, aber auch ein Schmuggler. Eines Tages wird ihm als Bezahlung für einen außergewöhnlichen Botengang ein schwarzer Stein zugesteckt. Dass es sich um ein mächtiges magisches Artefakt handelt, merkt er erst, als er sich von einem gefährlichen Feind verfolgt sieht, der ihm das gute Stück abjagen möchte und dabei vor keinem Mittel zurückschreckt.
Auf der Flucht trifft der Magier die gewitzte Diebin Delilah Bard, die Kell zunächst ausraubt, ihm dann aber hilft. Allerdings erwartet sie eine Gegenleistung von ihm ... (© Amazon / FISCHER Tor)

Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

Nachdem ich durch "This Savage Song" auf die Autorin aufmerksam geworden bin und begeistert war, musste ich als nächstes einfach "Vier Farben der Magie lesen".

Am Anfang hat es etwas gedauert, bis ich so richtig verstanden habe, wie das mit diesen vier verschiedenen Londons genau funktioniert und wie Kell als Antari es überhaupt schafft, durch diese Welten zu reisen. Als ich mir dann einen Überblick verschaffen konnte über diese Welt, die Schwab geschaffen hat, hat mich die Story direkt in ihren Bann gezogen. Schwab sticht einfach immer wieder durch ihr orginelles und fesselndes Worldbuilding auf - das ist mir schon in "This Savage Song" aufgefallen. Sie hat es erneut geschafft, mir eine Idee zu präsentieren, die ich so in dieser Form noch in keinem anderen Buch gelesen hatte. Und das ist bei der Masse an Fantasy Büchern sicher kein einfaches Unterfangen, also Hut ab!

Die Charaktere fand ich wiederum sehr gut ausgearbeitet und sehr vielschichtig. Kell - ein ehrlicher Weltenwanderer aus der Königsfamilie - und Lila - eine hinterhältige Diebin, die nicht auf den Mund gefallen ist und lügt und betrügt - könnten nicht unterschiedlicher sein. Und dennoch ergänzen sie sich wunderbar.

Trotz all den positiven Aspekten, hat meine Begeisterung gegen Ende des Buches ein klein wenig nachgelassen. Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass ich einfach zu müde zum Lesen war und deshalb unaufmerksam wurde, oder ob mich die Ereignisse am Schluss nicht überzeugen konnten. Aber dieser Plottwist, dass Astrid und Athos Dane aus dem weissen London hinter der Jagd auf diesen ominösen, schwarzen Stein stecken fand ich jetzt nicht so überwältigend. Ich fand auch, dass das Ende relativ schnell abgehandelt wurde und es Kell und Lila fast ZU einfach gefallen ist, die Astrid und Athos zu töten und in Sicherheit zu gelangen. Ausserdem dürften Schwabs Bücher meiner Meinung nach gerne etwas mehr Romantik enthalten. Es ist zwar eine nette Abwechslung, mal KEINE Insta-Love zu lesen, aber in Schwabs Werken blieb die Romantik bisher fast gänzlich aus. Ein bisschen mehr dürfte es gerne sein ;)

Nichtsdestotrotz ist diese Kritik Jammern auf hohem Niveau und ich kann es kaum abwarten, auch den zweiten Teil der Reihe zu lesen. 4.5 Sterne gibt es von mir für dieses Buch.
4 Kommentare
(© Amazon / Thienemanns)

Die unendliche Geschichte
von Michael Ende

Bewertung: ★★★☆☆

Childrens, Fantasy, Classics, 428 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Januar 1979
Verlag: Thienemanns


Ich muss zugeben: Ich habe als Kind weder das Buch gelesen, noch jemals den Film gesehen. Ich kannte "Die unendliche Geschichte" bis vor kurzem nicht einmal, so dass mir jegliche nostalgische Erinnerungen an das Werk fehlen, die vermutlich bei anderen dazu geführt haben, das Buch als Erwachsene (immer noch) zu lieben.

Inhalt:
Die Geschichte dreht sich um den 12-jährigen Jungen Bastian, der von seinen Schulkameraden - die ihn ständig mobben - auf seinem Schulweg in einen kleinen Buchladen flüchtet, um sich vor ihnen zu verstecken. Im Laden entdeckt er dann ein Buch mit dem ungewöhnlichen Titel "Die unendliche Geschichte". Der Titel fasziniert ihn so, dass er das Buch heimlich einsteckt und verschwindet.
Er verschanzt sich schliesslich auf dem Dachboden seiner Schule und beginnt, die unendliche Geschichte zu lesen. Als Leser liest man also eine Geschichte in der Geschichte. Man taucht in die Welt Phantasiens ein, das zusammenzubrechen droht, weil die kindliche Kaiserin - die Phantasien regiert - erkrankt ist. Um sie zu heilen, muss sie einen Namen erhalten. Atreju, eine Figur aus der Geschichte, wird deshalb beauftragt, der kindlichen Kaiserin zu helfen und sich auf die Suche nach einem Namensgeber zu machen. Er begibt sich daraufhin auf ein Abenteuer, auf dem er allerhand fantasievolle Gestalten trifft.
Diese erste Geschichte endet überraschend nach der ersten Hälfte. Der Leser - und Bastian - erfährt zu diesem Zeitpunkt, warum das Buch "die unendliche Geschichte" heisst. Durch diese Enthüllung wird Bastian schliesslich selbst Teil der Geschichte. Er taucht in die Welt Phantasiens ein, in der er nun sein eigenes Abenteuer erlebt, das in der zweiten Hälfte der Geschichte erzählt wird.

Meine Meinung:
Ich fand die erste Hälfte ganz wunderbar und habe die vielen fantasievollen und mit Liebe geschaffenen Figuren direkt ins Herz geschlossen. Ich fand es bemerkenswert, mit welcher Fantasie der Autor die Welt Phantasien geschaffen hatte und konnte verstehen, wieso viele Leute das Buch so lieben.
Die zweite Hälfte hat meine Begeisterung aber dann erheblich gedämpft. Das lag einerseits daran, dass ich Bastian während der gesamten Geschichte unsympathisch fand. Andererseits hat die zweite Hälfte auch irgendwie den Charme verloren, so dass ich nach einer Weile einfach ganze Seiten übersprungen hatte.

Alles in allem handelt es sich um ein schönes Buch, das aber nach der Hälfte hätte enden können. (Und so wie ich das mitgekriegt habe, endet der Film auch an dieser Stelle). Ich kann nachvollziehen, weshalb viele die Geschichte lieben, denn als Kind hätte ich sie sicher auch geliebt. Jetzt als Erwachsene, war mir der Plot manchmal etwas zu langatmig. Aufgrund der zweiten Hälfte kann ich leider auch nicht mehr als 3 Sterne vergeben.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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