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| (© Droemer) |
Die Einladung
von Sebastian Fitzek
Bewertung: ★☆☆☆☆
Thriller, 382 SeitenErscheinungsdatum: 25. Oktober 2023
Verlag: Droemer Knaur
Inhaltsangabe:
Marla Lindbergs Erinnerungen sind An die seltsame Nachricht, die sie in eine stillgelegte Geburtsklinik lockte. An die Gestalt, die versuchte, sie zu töten. Das seltsam pfeifende Husten des Psychopathen beim Kampf auf Leben und Tod.
Nach Jahren der Psychotherapie hat die hochintelligente junge Frau Das alles sind falsche Erinnerungen. Marla leidet unter Gesichtsblindheit. Ihr Gehirn spielt ihr in Extremsituationen Streiche, wenn es vergeblich versucht, Menschen an ihrem Gesicht zu erkennen.
Als Marla die Einladung zum Klassentreffen in den Alpen bekommt, hofft sie darauf, mit ihren ehemaligen Mitschülern in schönen und echten Erinnerungen schwelgen zu können. Bei ihrer Ankunft in dem verschneiten Berghotel sind alle Zimmer bereits bezogen. Benutztes Geschirr steht auf dem Esstisch, der Kamin flackert, doch es ist niemand da. Marla beginnt die anderen zu suchen. Und dann hört sie es wieder. Wie jemand pfeifend hustet, draußen, in der eisigen Dunkelheit …
Nach Jahren der Psychotherapie hat die hochintelligente junge Frau Das alles sind falsche Erinnerungen. Marla leidet unter Gesichtsblindheit. Ihr Gehirn spielt ihr in Extremsituationen Streiche, wenn es vergeblich versucht, Menschen an ihrem Gesicht zu erkennen.
Als Marla die Einladung zum Klassentreffen in den Alpen bekommt, hofft sie darauf, mit ihren ehemaligen Mitschülern in schönen und echten Erinnerungen schwelgen zu können. Bei ihrer Ankunft in dem verschneiten Berghotel sind alle Zimmer bereits bezogen. Benutztes Geschirr steht auf dem Esstisch, der Kamin flackert, doch es ist niemand da. Marla beginnt die anderen zu suchen. Und dann hört sie es wieder. Wie jemand pfeifend hustet, draußen, in der eisigen Dunkelheit …
Meine Meinung:
Fitzeks Bücher stand ich immer schon ambivalent gegenüber: Sie sind alle
keine literarischen Meisterwerke und die Auflösungen am Ende waren jedes
Mal zu viel des Guten. Aber, seine Bücher sind meistens richtige
Pageturner, die sich, ohne viel nachzudenken, schnell weglesen lassen.
Bei "Die Einladung" habe ich sich aber zum ersten Mal anders erlebt: Hier kam einfach keine Spannung beim Lesen auf. Die Gründe dafür waren vielfältig: Zum einen hat mir dieses Mal ein Plot gefehlt, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Die Geschichte beginnt zwar mit einem schrecklichen Erlebnis, das neugierig macht, aber danach verliert sich die Story in unterschiedliche Szenen, die teilweise wie willkürlich zusammengewürfelt wirkten. Es hat dabei auch nicht geholfen, dass die Erzählung etliche Zeitsprünge macht. Das kann bei einem Thriller zwar für mehr Spannung sorgen, indem sich Vergangenheit und Gegenwart einander annähern und man als Leser:in die einzelnen Puzzlestücke zu einem grossen Ganzen zusammenfügen kann, aber Fitzek ist es gänzlich misslungen, diese Erzählmethode richtig einzusetzen. Statt zunehmender Spannung hat sich durch die Zeitsprünge bei mir eher zunehmende Verwirrung eingestellt. Es war fast so, als wüsste Fitzek selbst nicht, wohin er mit seiner Erzählung eigentlich will.
Aber der Mitte des Buches wird dem Ganzen dann die Krone aufgesetzt, nachdem der Schauplatz des Buches in eine abgeschiedene, verschneite Berghütte verlagert wird. Grund dafür ist ein Klassentreffen, bei dem die Protagonistin teilnimmt, obwohl absolut nicht nachvollziehbar ist, was ihre Beweggründe sind, überhaupt dorthin zu gehen, denn diese Einladung kam aus dem Nichts und hatte absolut keinen Zusammenhang mit den Themen, die in der ersten Buchhälfte präsentiert wurde. Und das war dann auch der Zeitpunkt, an dem mich Fitzek komplett verloren hat. Es hat mich nicht nur gestört, dass die Handlung plötzlich eine komplett neue und willkürlich wirkende Richtung einnimmt, der Schauplatz und die Idee mit der von der Zivilisation abgeschnittenen Berghütte hätte auch nicht ausgelutschter sein können. Einfach alles hat mich an einen 0815-Horrorfilm erinnert, der sich jedem Klischee bedient, dass das Genre zu bieten hat.
Wie man sich denken kann, handelt es sich natürlich nicht um ein einfaches Klassentreffen, denn die ehemaligen Mitschüler:innen und die Protagonistin wurden unter falschen Tatsachen an diesen abgeschiedenen Ort hergelockt und es wird ein Spielchen gespielt, das an "Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast", erinnert. Doch Fitzek wäre nicht Fitzek, wenn er nicht mit jedem Kapitel eine Schippe drauflegen würde, und die Handlung nimmt so absurde Züge an, dass ich den letzten Drittel nur noch genervt quergelesen habe. Die Auflösung war dabei aber einfach nur haarsträubend und absurd. Fitzek versucht zwar einen Bogen zu den Ereignissen aus der ersten Hälfte zu schlagen, aber das wirkt so weit hergeholt und konstruiert, dass sich alles wie ein schlechter Film angefühlt hat, statt einem "Aha"-Erlebnis, wie es eigentlich bei einem guten Thriller sein sollte.
Abgesehen von der aberwitzigen Handlung, fand ich aber auch, dass das Buch viel zu viele verschiedene Charaktere einführt, die in dieser Menge für die eigentliche Story nicht wirklich von Relevanz waren. Sie haben die Story nur unnötig verwirrender gemacht, als ohnehin schon.
Bei "Die Einladung" habe ich sich aber zum ersten Mal anders erlebt: Hier kam einfach keine Spannung beim Lesen auf. Die Gründe dafür waren vielfältig: Zum einen hat mir dieses Mal ein Plot gefehlt, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Die Geschichte beginnt zwar mit einem schrecklichen Erlebnis, das neugierig macht, aber danach verliert sich die Story in unterschiedliche Szenen, die teilweise wie willkürlich zusammengewürfelt wirkten. Es hat dabei auch nicht geholfen, dass die Erzählung etliche Zeitsprünge macht. Das kann bei einem Thriller zwar für mehr Spannung sorgen, indem sich Vergangenheit und Gegenwart einander annähern und man als Leser:in die einzelnen Puzzlestücke zu einem grossen Ganzen zusammenfügen kann, aber Fitzek ist es gänzlich misslungen, diese Erzählmethode richtig einzusetzen. Statt zunehmender Spannung hat sich durch die Zeitsprünge bei mir eher zunehmende Verwirrung eingestellt. Es war fast so, als wüsste Fitzek selbst nicht, wohin er mit seiner Erzählung eigentlich will.
Aber der Mitte des Buches wird dem Ganzen dann die Krone aufgesetzt, nachdem der Schauplatz des Buches in eine abgeschiedene, verschneite Berghütte verlagert wird. Grund dafür ist ein Klassentreffen, bei dem die Protagonistin teilnimmt, obwohl absolut nicht nachvollziehbar ist, was ihre Beweggründe sind, überhaupt dorthin zu gehen, denn diese Einladung kam aus dem Nichts und hatte absolut keinen Zusammenhang mit den Themen, die in der ersten Buchhälfte präsentiert wurde. Und das war dann auch der Zeitpunkt, an dem mich Fitzek komplett verloren hat. Es hat mich nicht nur gestört, dass die Handlung plötzlich eine komplett neue und willkürlich wirkende Richtung einnimmt, der Schauplatz und die Idee mit der von der Zivilisation abgeschnittenen Berghütte hätte auch nicht ausgelutschter sein können. Einfach alles hat mich an einen 0815-Horrorfilm erinnert, der sich jedem Klischee bedient, dass das Genre zu bieten hat.
Wie man sich denken kann, handelt es sich natürlich nicht um ein einfaches Klassentreffen, denn die ehemaligen Mitschüler:innen und die Protagonistin wurden unter falschen Tatsachen an diesen abgeschiedenen Ort hergelockt und es wird ein Spielchen gespielt, das an "Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast", erinnert. Doch Fitzek wäre nicht Fitzek, wenn er nicht mit jedem Kapitel eine Schippe drauflegen würde, und die Handlung nimmt so absurde Züge an, dass ich den letzten Drittel nur noch genervt quergelesen habe. Die Auflösung war dabei aber einfach nur haarsträubend und absurd. Fitzek versucht zwar einen Bogen zu den Ereignissen aus der ersten Hälfte zu schlagen, aber das wirkt so weit hergeholt und konstruiert, dass sich alles wie ein schlechter Film angefühlt hat, statt einem "Aha"-Erlebnis, wie es eigentlich bei einem guten Thriller sein sollte.
Abgesehen von der aberwitzigen Handlung, fand ich aber auch, dass das Buch viel zu viele verschiedene Charaktere einführt, die in dieser Menge für die eigentliche Story nicht wirklich von Relevanz waren. Sie haben die Story nur unnötig verwirrender gemacht, als ohnehin schon.
Fazit:
Dieses Buch war von vorne bis hinten einfach eine Nullnummer. Es gibt keinen erkennbaren roten Faden und die Ideen wirken wie willkürlich zusammengewürfelte und geklaute Szenen aus bekannten Horrofilmen wie der Saw-Reihe oder "Ich weiss, was du letzten Sommer getan" hast. Die Story ergibt auch nach der Auflösung keinen Sinn und ich frage mich, ob dieses Buch überhaupt lektoriert wurde? Für mich eine Enttäuschung auf ganzer Linie und ich werde vermutlich auch keine weiteren Bücher des Autors mehr lesen.
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