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between the lines.

(© Kösel)

Schöner streiten* Der kleine Paarberater
von Berit Brockhausen

Bewertung: ★★★★☆

Nonfiction, Self-Help, 48 Seiten
Erscheinungsdatum: 03. Oktober 2016
Verlag: Kösel


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Kösel Verlag.

Inhaltsangabe:
Selbst glückliche Paare haben mal Krach. Sie beherrschen aber die Kunst der Auseinandersetzung besser, oder können, kurz gesagt, schöner streiten. Wie das gehen kann, zeigt die erfahrene Paarberaterin Berit Brockhausen in diesem Buch praktisch und mit viel Humor. Dabei erfährt man, wie man den Ursachen für Streit auf die Spur und miteinander ins Gespräch kommt, wie es gelingt, den anderen zu verstehen und sich selbst verständlich zu machen, wie jeder erfolgreich Konflikte lösen kann und die Beziehung trotzdem rund läuft. (© Kösel)

Meine Meinung:

Ich glaube, ich kann davon ausgehen, dass jede:r schon einmal einen Streit in irgendeiner Art von Beziehung erlebt hat und weiss, wie herausfordernd sowas manchmal sein kann. Obwohl man die Streitpunkte möglichst konstruktiv besprechen und im besten Fall lösen will, machen uns unsere Gefühle oftmals einen Strich durch die Rechnung und führen dazu, dass ein Konflikt möglicherweise hitziger oder vorwurfsvoller abläuft, als man es sich am Anfang vorgenommen hat.
Und genau diesem Thema widmet sich dieser kleine Paarberater und bringt uns Leser:innen auf knapp 50 Seiten näher, welche Strategien man anwenden kann, damit ein Streit nicht - oder zumindest nicht so schnell oder so häufig - eskaliert. 

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Hervorhebung der verletzten Gefühle, die hinter einem Konflikt stecken können, in dem oftmals in der Hitze des Gefechts nur die Wut zum Ausdruck kommt. Anhand von alltagsnahen und verständlichen Beispielen schafft es die Autorin aufzuzeigen, dass hinter der Wut meistens ganz andere Gefühle stecken, wie etwa Verletzung oder Angst, dem:der andere:n nicht mehr wichtig zu sein. Leider ist es schwierig, diese sekundären Gefühle auf Anhieb zu erkennen und sich in einem Streitgespräch nicht von seiner Wut leiten zu lassen - erst recht, wenn das Gegenüber sich auch angegriffen fühlt und mit Vorwürfen reagiert. So können sich Streitgespräche hochschaukeln, dass letztendlich beide frustriert aus dem Gespräch gehen. Und sehr oft ist auch nur eine Kleinigkeit der Auslöser (wie etwa die Schuhe, die man mal wieder im Flur hat stehen lassen), die das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Die Botschaft der Autorin ist sehr klar: Sie normalisiert Konflikte in Partnerschaften und zeigt auf, dass Streitereien in jeder (guten) Beziehung vorkommen, da immer zwei Personen aufeinander treffen, die unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse haben können. Wichtig ist es, darüber sprechen zu können und im besten Fall Kompromisse zu finden. 
Im Buch sind dazu konkrete Übungen enthalten, die einem dabei helfen sollen, Streitgespräche auf konstruktivere Weise zu lösen - also kurz gesagt: um schöner zu streiten. Die Übungen sind sehr klar und verständlich beschrieben, setzen aber meiner Meinung nach eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraus, die sich im Buch leichter anhört, als sie es in der Realität vielleicht ist. 
Das Buch liefert aber insgesamt ein paar gute Inputs, wie man regelmässig üben kann, damit Streitgespräche nicht eskalieren. Wobei darauf hingewiesen werden muss, dass zu einem Streit immer zwei gehören und man als Einzelperson gewisse Voraussetzungen schaffen kann, damit ein Streit nicht (so schnell) eskaliert. Das bedeutet aber nicht, dass der andere sich dann auch zwingend daran halten muss. Gerade wenn das Gegenüber schnell Vorwürfe macht, stelle ich es mir sehr herausfordernd und schwierig vor, nach den Anleitungen aus dem Buch vorzugehen. Damit ein Streit "schöner" verlaufen kann, braucht es also immer die Mitarbeit von beiden Parteien und auch die Bereitschaft, etwas ändern zu wollen. 
Ausserdem setzen die Übungen ein bisschen voraus, dass man nicht nur Teilnehmer:in eines Streitgesprächs ist, sondern gleichzeitig auch permanent auf der Meta-Ebene die eigenen Gefühle und das eigene Verhalten, genauso wie die des Gegenübers reflektieren soll. Das mag in der Theorie einleuchtend klingen, ist aber erfahrungsgemäss in der Realität extrem schwierig. Bei sehr festgefahrenen Konflikten empfiehlt sich deshalb oftmals auch eine Paarberatung, in der eine Fachperson als Mediator dient und genau diese Rolle einnehmen kann. Dieser Hinweis hat mir in diesem Buch etwas gefehlt.

Fazit:

"Schöner streiten" enthält genau das, was der Titel verspricht. Auf knapp 50 Seiten erläutert die Autorin, was hinter Paarkonflikten stecken kann und welche Strategien und Möglichkeiten es gibt, um bei ein Streitgespräch konstruktiver zu gestalten. Was in der Theorie sehr einleuchtend und verständlich klingt, ist in der Realität aber oftmals herausfordernder - gerade weil viele der im Buch enthaltenen Übungen eine grosse Selbstreflexionsfähigkeit voraussetzen, die man nicht einfach als gegeben annehmen kann. Nichtsdestotrotz ein nettes, kleines Büchlein, das ich sicher auch mal Patient:innen mitgeben könnte, die ihr Konfliktverhalten in Beziehungen verändern möchten.
Keine Kommentare
(© cbj)

Feuer über Nasira* (The Age of Darkness #1)
von Katy Rose Pool

Bewertung: ★★★★☆

YA Fantasy, 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 21. September 2020
Verlag: cbj


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den cbj Verlag.

Inhaltsangabe:
Einst lenkten sieben Propheten die Welt, doch sie sind längst verschwunden. Geblieben ist nur ihre letzte, geheime Prophezeiung. Sie sagt ein Zeitalter der Dunkelheit voraus und die Geburt eines neuen Propheten, der die Welt entweder retten oder ihr Untergang sein wird. Fünf junge Menschen führt die Prophezeiung zusammen: einen Prinzen in der Verbannung, eine Mörderin, die ihre Opfer mit der »Blassen Hand« zeichnet, einen getreuen Paladin zwischen Pflichtgefühl und Herz, einen Spieler mit der Gabe, alles und jeden zu finden, und ein sterbendes Mädchen, das kurz davor ist, aufzugeben. Einer von ihnen hat die Macht, die Welt zu retten – oder sie in den Untergang zu stürzen.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich nur Dank einer tollen Werbeaktion vom cbj Verlag aufmerksam geworden, bei der man anfänglich ein Quiz ausfüllen konnte, um zu sehen, welchem der fünf Hauptcharaktere man am ähnlichsten ist. Nachdem bei mir das Ergebnis "Der Prinz" herausgekommen ist, musste ich natürlich im Anschluss das Buch lesen, um herausfinden, welche Rolle er in dieser Geschichte spielt. 

Die Story wird abwechselnd aus den unterschiedlichen Perspektiven unserer fünf Protagonist:innen erzählt, wodurch man nicht nur ihre Charaktereigenschaften besser kennenlernt, sondern auch die  Hintergrundinformationen zu ihren jeweiligen Lebensgeschichten. Einerseits hat mir das ermöglicht, einen guten Zugang zu den einzelnen Charakteren zu bekommen und andererseits hat man durch die unterschiedlichen Sichtweisen ein gutes Verständnis vom Worldbuilding erhalten, da jeder Hauptcharakter eine andere Rolle darin einnimmt. 

Die Autorin hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der das Lesen trotz unglaublicher 576 Seiten sehr kurzweilig hat erscheinen lassen. Die Seitenanzahl erklärt sich allein nur schon an der hohen Anzahl an Protagonist:innen, die sich am Anfang fast alle noch an unterschiedlichen Schauplätzen befinden. Obwohl die Autorin relativ viel Infodumping in die jeweiligen Kapitel hat einfliessen lassen, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt, sondern sehr gespannt verfolgt, wie sich die einzelnen Puzzleteilchen allmählich zu einem ganzen Bild zusammenfügen. Natürlich kreuzen sich die Wege des einen oder anderen Hauptcharakters im Laufe der Geschichte, wobei sich nie alle gleichzeitig am selben Ort befinden, was ich anfangs eigentlich erwartet hätte - mich aber umso positiver überrascht hat. Pool gelingt es, jedem Charakter den für ihn notwendigen Raum zur Verfügung zu stellen, ohne dass einer davon zu kurz kommt. Ausserdem konnte man bereits in diesem ersten Band bei jedem Einzelnen eine Charakterentwicklung beobachten, die mich neugierig auf die Fortsetzungen gemacht haben.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Umstand, dass die Autorin es schafft, die unterschiedlichen Sichtweisen auch tatsächlich verschieden erscheinen zu lassen und man in den jeweiligen Kapiteln, die Eigenheiten eines jeden Protagonisten heraus spürt. Der Prinz war mir zum Glück, wie es das Quiz vorausgesagt hat, sehr sympathisch und ich hätte ihn aufgrund seiner Rolle in der Geschichte viel langweiliger erwartet, als er letztendlich war. Dennoch gab es mit Anton einen Charakter, den ich noch ein bisschen mehr in mein Herz geschlossen habe. Alles in allem mochte ich aber tatsächlich mal alle Hauptcharaktere, gerade weil sie auch nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Und natürlich muss auch positiv hervorgehoben werden, dass die Autorin bei der Gestaltung ihrer Charaktere Diversität bewiesen hat. 
Anders, als man es vielleicht bei einem Buch aus dem Young Adult Genre erwarten würde, gab es in hier kaum Romantik und es hat sich kein Instalove-Liebespaar gebildet, was ich mal herrlich erfrischend gefunden habe. Es gab jedoch die eine oder andere subtile Andeutung, dass sich vielleicht zwischen dem einen oder anderen Charakter in der Zukunft noch etwas entwickeln könnte, was dafür spricht, dass die Autorin sich Zeit lässt, damit sich die potenziellen Gefühle langsam und realistisch entwickeln können.

Der Plot an sich ist sehr typisch für einen Young Adult Fantasy Reihenauftakt und enthält viele Elemente, die man auch in ähnlichen Reihen findet. Das Buch ist insgesamt weniger handlungs- als vielmehr Charaktergetrieben und fokussiert sich vor allem auf die einzelnen Schicksale der Protagonist:innen, was dazu geführt hat, dass ich das Buch zwar gerne gelesen habe, es aber nicht so war, dass der Plot mit derart gefesselt hätte, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Nachdem die Autorin sich viel Zeit für die Einführung in ihre Welt und das Kennenlernen der Charaktere lässt, war mir der Schlussteil trotz actiongeladener Szenen, etwas zu hastig erzählt. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass dies vermutlich bewusst so gemacht hat, damit das Buch nicht noch länger wird, aber dennoch war mir das Erzähltempo am Ende etwas zu schnell. Es gab aber dafür aber einen Plot Twist, der zwar typisch für Young Adult Fantasy ist, ich aber irgendwie dennoch nicht vorhergesehen habe.

Fazit:

"Feuer über Nasira" ist ein sehr umfangreicher, aber interessanter Reihenauftakt zu einer neuen Young Adult Fantasy Reihe, die uns Leser:innen in eine Welt mit Magie und politischen Machtkämpfen entführt. Das Buch enthält für das Genre sehr typische Fantasyelemente, punktet aber vor allem durch die sehr sympathischen und gut ausgearbeiteten Protagonist:innen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Das Erzähltempo war meiner Meinung nach nicht immer ganz perfekt, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt, wie die Reise der Hauptcharaktere weitergehen wird. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
6 Kommentare
(© Audio Media Verlag)

Love Letters to the Dead*
von Ava Dellaira
Gelesen von Annina Braunmiller

Bewertung: ★☆☆☆☆

YA Contemporary Fiction, Audiobook 
Spieldauer: 6 Stunden 10 Minuten
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2015

Verlag: Audio Media Verlag

* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten. Doch erst, als Laurel die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Meine Meinung:

"Love Letters to the Dead" habe ich schon einmal 2015 begonnen, also im selben Jahr als es ursprünglich erschienen war. Damals habe ich das Buch nach 15% abgebrochen und es mit den harten, aber ehrlichen Worten "Das liest sich wie eine total langweilige Beschreibung des Alltags einer 12-Jährigen (die eigentlich 16 Jahre alt wäre)! Abgebrochen!" begründet. Manchmal habe ich aber Lust solchen Büchern eine zweite Chance zu geben, wenn es davon eine Hörbuchversion gibt - was in diesem Fall so war.

Natürlich war ich durch meine damalige Kurzmeinung zum Buch schon etwas voreingenommen, aber trotzdem hatte ich auch bei diesem zweiten Versuch anfänglich grosse Mühe mit der Protagonistin Laurel. Und der Grund dafür war wieder derselbe Kritikpunkt, den ich damals hatte: Laurel wäre eigentlich als Highschool Schülerin eine Teenagerin, wirkt aber stellenweise wie ein naives Kind - teilweise sogar noch jünger als eine 12-jährige. Und leider wird dieser Eindruck noch zusätzlich durch die Sprecherin unterstützt, die zwar angenehm vorliest, aber doch eine Stimme hat, die diese kindlichen Anteile von Laurel ungünstig verstärkt und sie dadurch manchmal noch naiver und kindischer wirken lässt, als es von der Autorin vermutlich beabsichtigt war.
 
In der ersten Hälfte des Buches passiert nicht wirklich viel. Man begleitet Laurel in ihrem normalen Schulalltag und erfährt zwar am Rande, dass ihre Schwester verstorben wird, es wird jedoch nicht weiter darauf eingegangen. Stattdessen wird über mehrere Kapitel hinweg geschildert, wie sich Laurel in einen Jungen namens Sky verliebt und sich ihre Gedanken fast ausschliesslich um ihn drehen.
Als Besonderheit dieses Romans hat sich die Autorin entschieden, die Erzählung als Briefe an verstorbene Berühmtheiten zu schildern. Was wie eine tolle Idee klingt, war in der Umsetzung aber eine Katastrophe, denn die Briefe beginnen zwar mit „Liebe:r Kurt Cobain, River Phoenix, Amy Winehouse oder Amelia Earhart...“, aber was dann folgt, sind eine Art Tagebucheinträge, die keinerlei Substanz haben und teilweise Fremdschampotenzial für mich hatten, weil sie in etwa das Niveau haben, wie meine eigenen Tagebucheinträge als 10-jährige. Die verstorbenen Berühmtheiten würden sich wohl im Grab umdrehen, wenn sie wüssten, dass ihre Namen für eine so nichtssagende Geschichte missbraucht worden sind. Ergänzt werden die Einträge manchmal dadurch, dass die Lebensgeschichten der Verstorbenen kurz umrissen werden, was sich so gelesen hat, als hätte die Autorin einfach Auszüge aus den jeweiligen Wikipediaseiten kopiert.

Ihr könnt euch also vorstellen, welche Tortur dieses Buch vor allem am Anfang für mich war. Ich musste mich wirklich beherrschen, es nicht ein zweites Mal abzubrechen, weil so gar nichts passiert ist, das irgendwelche Relevanz hatte und dem Buch eine Daseinsberechtigung gegeben hätte.

Irgendwann, ungefähr im letzten Drittel, hat mich die Autorin dann doch noch überrascht, indem sie plötzlich ein sehr ernstes und schwerwiegendes Thema raushaut, das die Protagonistin Laurel in ihrer Vergangenheit erlebt hatte und aus meiner Sicht unbedingt eine Triggerwarnung benötigt hätte. Erst durch diese Enthüllung, konnte ich Laurels kindische Verhaltensweisen etwas besser nachvollziehen, obwohl ich gerade ihre kindlichen Anteile eher als pathologische Folge ihrer traumatischen Erfahrungen eingeordnet hätte, was ihr Verhalten umso besorgniserregender gemacht hätte.
Diese überraschende Wendung hat Laurel zwar für mich zum Lesen nicht unbedingt erträglicher gemacht, aber wenigstens hatte sie neu mein Mitgefühl für das gewonnen, was sie erleben musste. Diese Enthüllung dient auch als Puzzleteilchen dafür, was mit Laurels Schwester geschehen ist, wobei ich bis zuletzt immer noch nicht ganz verstanden habe, was letztendlich zu Mias Tod geführt hat.

Obwohl die Autorin es durch diesen Schluss schafft, der Story ein bisschen Tiefgang zu verpassen, ist es ihr in meinen Augen aber nicht gelungen, dieses ernste Thema am Ende des Buches realistisch und sensibel genug umzusetzen. Kurz nachdem man erfährt, was Laurel zugestossen ist, macht diese nämlich eine 180-Wendung im Eiltempo durch, schafft es, sich ihrem Umfeld gegenüber zu öffnen und alles wie durch ein Wunder hinter sich zu lassen. Diese Entwicklung war total unglaubwürdig und in meinen Augen auch eine Faust ins Gesicht für Betroffene, die tatsächlich mit solchen traumatischen Erfahrungen zurechtkommen müssen. Es gibt zwar durchaus Personen, die so etwas leichter wegstecken können, aber da wir Laurel in den ersten zwei Dritteln des Buches so kennengelernt haben, dass sie das eben nicht geschafft hat, war es einfach nur lächerlich, dass sie ihre Vergangenheit innerhalb weniger Seiten einfach so verarbeiten konnte.

Das alles hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die Autorin zwar gute Ideen gehabt hätte, sie aber mit der Thematik ihres eigenen Buches heillos überfordert gewesen war. Hier hätte es vielleicht geholfen, sich mit Betroffenen mit ähnlich traumatischen Erfahrungen auszutauschen, um ihre Erlebnisse nicht nur authentischer, sondern auch mit der nötigen Sensibilität beschreiben zu können. Das ist hier der Autorin leider nicht gelungen.

Fazit:

„Love Letters to the Dead“ ist ein Buch, das in Form von Briefen an verstorbene Berühmtheiten erzählt wird. Was interessant klingt, war in der Umsetzung aber leider eine Katastrophe, denn die Briefe sind auf dem Niveau von Tagebucheinträgen einer Grundschülerin, die bloss ihren öden Schulalltag und ihre Schwärmereien für einen Jungen beinhalten. Im letzten Drittel haut die Autorin schliesslich doch noch ein ernstes Thema raus, mit dem sie allerdings überfordert zu sein schien, da die Umsetzung nicht nur unglaubhaft, sondern auch unsensibel für Betroffene mit ähnlich traumatischen Erfahrungen wirkt. Das Buch hätte gute Ansätze gehabt, die aber leider alle schlecht umgesetzt wurden. Ich kann deshalb nur 1,5 Sterne vergeben und von diesem Buch nur abraten.
4 Kommentare
(© Hörbuch Hamburg)

Der Gesang der Flusskrebse*
von Delia Owens
Gelesen von Luise Helm

Bewertung: ★★★★☆

Historical Fiction, Audiobook 
Spieldauer: 11 Stunden 28 Minuten
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2019

Verlag: Hörbuch Hamburg

* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
In den 1960er-Jahren schwirren viele Gerüchte über Kya Clark durch die ruhige Küstenstadt Barkley Cove. Isoliert lebt sie im Marschland mit seinen Salzwiesen, Sandbänken, Buchten. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Zwei junge Männer werden auf die wilde Schöne aufmerksam, und Kya öffnet sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Als einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich die Bewohner sicher: Das "Marschmädchen" ist schuld.

Meine Meinung:

"Der Gesang der Flusskrebse" stand schon lange auf meiner Leseliste und als ich entdeckt habe, dass das Hörbuch von der wunderbaren Luise Helm gelesen wird, war klar: Ich muss die Geschichte hören! Dieser Debütroman wurde sowohl in der englischen, als auch in der deutschen Buchcommunity hochgelobt - dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an die Geschichte.
 
Die Handlung wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, die vor allem zu Beginn des Buches verschiedene Lebenssituationen fokussieren. 
Eine Zeitebene beginnt in den 1950er Jahren und gibt uns Leser:innen einen Einblick in die Vergangenheit von Protagonistin Kya, die bereits in ihrer Kindheit von ihren Familienmitgliedern verlassen wurde und sich alleine im Marschland durchschlagen musste. Dadurch lernt man nicht nur Kya besser kennen, sondern begleitet sie auch beim Erwachsenwerden und sieht, welche prägenden Ereignisse sie zu dem Menschen gemacht hat, den wir in der späteren Zeitebene kennenlernen. Diese spielt nämlich Ende der 1960er Jahre, als Kya bereits in ihren Zwanziger ist und behandelt zunächst eine Ermittlung, die aufgrund einer Leiche ausgelöst wurde und sie zu einer Tatverdächtigen werden lässt. 
Die beiden Zeitstränge nähern sich mit der fortlaufender Geschichte einander an und wir erfahren häppchenweise, was sich in dieser vermeintlichen Tatnacht zugetragen hat und in welchem Zusammenhang Kya mit diesem Todesfall stehen könnte. Der Plot nimmt stetig an Spannung zu und gipfelt als Höhepunkt schliesslich in einem aufregenden Gerichtsprozess, in dem Kyas (Un-)Schuld bewiesen werden soll. Die ausführliche Schilderung des Gerichtsprozesses erlaubt uns Leser:innen, uns selbst eine Meinung zu bilden, ob Kya das getan hat, was ihr vorgeworfen wird.

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und es ist mir durch die tragischen Lebensereignisse von Kya sehr rasch gelungen, einen Zugang zu ihr zu finden und mit ihr mitzufühlen. Ich fand es bewundernswert, wie sie es als junges Mädchen geschafft hat, im öden Marschland zu überleben und sich durch Tauschhandel selbst zu versorgen. Trotz ihrer Unabhängigkeit und Stärke, hat sie auf mich immer ein bisschen einfältig und naiv gewirkt, was aber wiederum gut zu ihrer Hintergrundgeschichte gepasst hat, in der sie nie ein erwachsenes Vorbild gehabt hatte, an dem sie sich hätte orientieren können.
Im Mittelteil hat mich die Geschichte dann ein bisschen verloren, denn Kyas Teenagerjahre waren unter anderem von einer Liebschaft geprägt, die zwar authentisch beschrieben wurde, aber für mich sehr zäh und langatmig zu lesen war. 
Erst als der Gerichtsprozess im letzten Drittel des Buches losgeht, war ich wieder etwas mehr gefesselt, doch insgesamt hat mir einfach der "Wow"-Effekt gefehlt, der die Geschichte zu etwas besonderem hätte werden lassen, das ich bei all dem Hype erwartet hätte.

Vielleicht war es etwas ungünstig, dass ich erst vor kurzem einen historischen Roman von Jojo Moyes gelesen habe (dessen Hörbuchversion ebenfalls von Luise Helm gelesen wurde). Es gab nämlich einige Parallelen zwischen den beiden Geschichten, die vermutlich Zufall sind, aber dafür gesorgt haben, dass mich das Debüt von Owens so kurz nach Moyes Werk nicht richtig beeindrucken konnte, da es sich für mich fast wie eine Wiederholung angefühlt hat.

Owens Schreibstil ist angenehm und flüssig. Luise Helm macht das Vorlesen wie immer zu einem perfekten Hörerlebnis, der Plot an sich konnte mich allerdings nicht vom Hocker hauen. Einzig eine Enthüllung am Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mir das fast schon gedacht hatte.

Fazit:

"Der Gesang der Flusskrebse" ist ein Debütroman von Delia Owens, der in den 1960ern spielt und das Leben eines einsamen Marschmädchens erzählt, das sich durch das Leben kämpft. Der Beginn hat mir noch gut gefallen, im Mittelteil hatte das Buch allerdings seine Längen, wodurch ich den Hype um diese historische Fiktion nicht ganz teilen konnte. Die Sprecherin Luise Helm macht das Hörbuch, wie gewohnt, zu einem tollen Hörerlebnis, so dass man sich das Hörbuch durchaus mal anhören kann. So beeindruckt, wie viele andere Leser:innen, war ich allerdings nicht, deshalb gibt es von mir 3,5 Sterne.
Keine Kommentare
(© Luchterhand Verlag)

Normale Menschen*
von Sally Rooney

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Fiction, 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 17. August 2020
Verlag: Luchterhand


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Luchterhand Verlag.

Inhaltsangabe:
Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.

Meine Meinung:

"Normale Menschen" war mal wieder ein Buch, auf das ich aufgrund des Hypes auf Goodreads aufmerksam geworden bin. Ich habe mich vorgängig nicht sehr intensiv mit dem Inhalt auseinandergesetzt und mich einfach mal von Rooneys Werk überraschen lassen. 
 
Was mir direkt zu Beginn aufgefallen und auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig war, war der Schreibstil der Autorin. Zum einen ist er sehr simpel und umgangssprachlich gehalten, was zwar zur Geschichte gepasst hat, mich aber relativ unbeeindruckt zurückgelassen hat. Zum anderen verzichtet Rooney auf Anführungszeichen bei direkter Rede, was ich anfangs beim Lesen als etwas anstrengend empfunden habe. Scheinbar trifft man dies neuerdings öfters bei europäischen Autor:innen an. Für mich war es allerdings das erste Buch dieser Art und mir hat sich der Sinn hinter dem Weglassen dieser Rechtschreib- bzw. Grammatikregel nicht ganz erschlossen - auf mich hat so gewirkt, als wollte die Autorin dadurch etwas zu gewollt "edgy" wirken. Der Schreibstil ist insgesamt gekennzeichnet durch kurze, einfache Sätze im Präsens, die sehr dialoglastig sind, wobei die direkte Rede immer mit der immergleichen Wortwahl "sagt sie" und "sagt er" beendet wird, was das Lesen manchmal ein bisschen eintönig gemacht hat.
 
"Ich weiss nicht, was mit mir nicht stimmt (...). Ich weiss nicht, warum ich nicht einfach wie ein normaler Mensch sein kann." (S. 217)
 
Die Story an sich fokussiert sich auf die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Connell und Marianne, die wir Leser:innen während mehreren Jahren begleiten. Die Kapitel werden immer im Abstand von mehreren Monaten erzählt, wobei ich es sehr hilfreich fand, dass nicht nur jeweils das Datum genannt wurde, sondern auch in Klammern ergänzt wurde, wie viel Zeit seit den Ereignissen aus dem letzten Kapitel vergangen sind. Der Liebesplot beginnt in der Highschool Zeit der beiden Protagonisten und erstreckt sich bis ins Studentenleben, wobei sich der Plot fast ausschliesslich auf Szenen fokussiert, in denen Marianne und Connell aufeinander treffen. Die geschilderten Episoden enthalten viele erotische Szenen, wobei insbesondere Mariannes Sexualleben für zarte Gemüter stellenweise etwas verstörend sein könnte. Dadurch, dass sich die Geschichte fast ausschliesslich auf diese beiden Hauptcharaktere fokussiert, ist es mir aber sehr leicht gelungen, einen Zugang zu ihnen zu finden und insbesondere mit Mariannes mitzufühlen, die von einer toxischen Beziehung in die nächste stolpert - auch wenn sie dadurch auf mich manchmal ein bisschen sehr naiv gewirkt hat.
 
"Ich weiss nicht, warum ich andere Leute nicht dazu bringen kann, mich zu lieben. Ich glaube, mit mir hat schon etwas nicht gestimmt, als ich geboren wurde" (S. 218)
 
Die Liebesgeschichte an sich würde ich fast schon als Paradebeispiel für eine typische Beziehung unter Millenials bezeichnen - oder anders gesagt: Generation Beziehungsunfähig. Rooney (die, wie ich selbst auch, ebenfalls der Generation Y angehört) ist es gut gelungen, die Herausforderungen realitätsgetreu zu beschreiben, die aus der Unfähigkeit entstehen, sich fest binden zu wollen. Ich habe den Eindruck, dass es dieses Phänomen gerade unter uns Millenials sehr häufig gibt. Diese Bindungsunfähigkeit stört mich bereits in der Realität und hat mich hier, schwarz auf weiss, fast wahnsinnig gemacht - was aber natürlich nur dafür spricht, dass es der Autorin gelungen ist, das Beziehungsverhalten der beiden Protagonisten authentisch zu schildern. Trotzdem war es offensichtlich, dass sich vor allem Connell selbst im Weg steht, denn obwohl er Marianne nicht nur sexuell, sondern auch emotional begehrt, schafft er es nicht (aufgrund seiner Bindungsunfähigkeit?), dies ihr gegenüber auch zu zeigen oder zu äussern. Und dadurch haben die meisten Begegnungen der beiden im Buch einen eher enttäuschenden Ausgang, bei dem ich Connell liebend gerne einfach mal an den Schultern gepackt und geschüttelt hätte.

Fazit:

Insgesamt war das Buch durch seinen einfachen Schreibstil, und des nicht sehr komplexen Plots mit einer kleinen, überschaubaren Anzahl an Charakteren, sehr flüssig und kurzweilig zum Lesen, aber das war es dann auch. Ich hätte mir bei all dem Hype deutlich mehr erwartet, denn was ich hier zu lesen bekommen habe, war weder vom Schreibstil, noch von der Story her sehr überragend, sondern schlicht und ergreifend Durchschnitt. Es ist deshalb wahrscheinlich kein Buch, das mir länger in Erinnerung bleiben wir und von mir 3 Sterne bekommt.
2 Kommentare
(© Fischer FJB)

Das Mädchen, das die Zeit durchbrach* (Vortex #2)
von Anna Benning

Bewertung: ★★★★☆

YA Dystopia, 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 23. September 2020
Verlag: Fischer KJB


*Danke für das digitale Rezensionsexemplar von Netgalley.

Inhaltsangabe:
Elaines Welt wurde von Vortexen erschaffen. Sie formten Städte aus Bäumen, Lagunen aus Licht – und Menschen, die mit Feuer, Luft, Wasser und Erde vermengt wurden. Elaine dachte, sie hätte diese Welt gerettet. Was ein Sieg für die Freiheit sein sollte, droht jedoch, zu einem furchtbaren Krieg zu werden. Als ihr Widersacher Varus Hawthorne seine Vortexläufer zurück in die Vergangenheit schickt, bleibt Elaine und Bale keine Wahl: Sie müssen ihnen folgen. Doch jede Zeit, in der sie landen, offenbart neue Geheimnisse. Bis Elaine in der Luftstadt Sky City etwas erfährt, was ihr Vertrauen zu Bale erschüttert und ihr klarmacht, dass ihre Liebe das Schicksal aller entscheiden wird …

Meine Meinung:

Nachdem ich erst vor kurzem den ersten Band der Vortex-Reihe gelesen habe, war ich froh, dass ich die Fortsetzung schon griffbereit auf meinem eReader hatte, damit ich Ellies Abenteuer nahtlos weiterverfolgen konnte. Obwohl es der Autorin gelungen ist, die Handlung auf dem fast gleichen Niveau wie sein Vorgänger weiterzuerzählen, hat mich dieser zweite Band doch etwas weniger begeistert.

Grund dafür war hauptsächlich der (einzige) Kritikpunkt, den ich schon beim ersten Band erwähnt hatte: Und das war der abenteuerliche Schlussteil, als Ellie, Bale und einige Nebencharaktere wie wild durch etliche Vortexe und Rifts gesprungen sind und der für meinen Geschmack etwas zu langgezogen war. Leider hat sich die Autorin zu meinem Pech dazu entschieden, dass Varus nach seinem gescheiterten ersten Versuch nicht von seinem Plan ablässt, so dass sich ein Grossteil des zweiten Bandes noch einmal den Zeitsprüngen in die Vergangenheit widmet, was meine Geduld beim Lesen ein bisschen auf die Probe gestellt hat, da sich vieles wie eine Wiederholung angefühlt hat.

Natürlich gab es aber auch Elemente, die mir gut gefallen haben. Durch die Reise in die Vergangenheit lässt die Autorin einige neue Hintergrundinformationen zu den Vermengten einfliessen, die noch einmal ein besseres Verständnis für das dystopische Worldbuilding aus der Zukunft bietet. Nachdem der Fokus im ersten Band vor allem auf dem Sanktum und den Grundern gelegen hatte, wurden im zweiten Band die Schwimmer und die Wirbler etwas mehr in den Fokus gerückt, was viele neue interessante Aspekte in die Handlung eingebracht hat - neben einigen neuen Nebencharakteren, die dadurch eingeführt wurden.

Obwohl Bennings Schreibstil weiterhin sehr flüssig zu lesen war, fand ich vor allem die erste Hälfte etwas langwierig, zumal ich einige der Enthüllungen gar nicht so überraschend fand, wie die Autorin vermutlich gehofft hatte. Das hat sich in der zweiten Hälfte etwas verändert, und der Schlussteil war nicht nur spannend, sondern hat mir durch eine Wendung, die ich nicht hätte kommen sehen, sprichwörtlich den Mund offen stehen lassen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der verspricht, dass Band 3 noch einmal eine ganz neue, interessante Richtung einnehmen könnte. Ausserdem hat die Autorin eine düstere Prophezeiung gewagt und ein Teil von mir hofft so sehr, dass sie auch den Mut hat, diesen Plan tatsächlich durchzuziehen, selbst wenn es bedeuten würde, dass ich ein paar Tränchen verdrücken müsste. Andernfalls wäre ich nach dieser Ankündigung schwer enttäuscht, denn ein kitschiges Happy End würde sich für mich einfach nicht mehr stimmig anfühlen und Benning würde ihrer eigenen Theorie widersprechen, dass Dinge aus der Vergangenheit nicht mehr verändern werden können.

Was die Charaktere angeht, so kennen wir die meisten bereits aus dem ersten Band. Ironischerweise konnte dieses Mal ein Charakter Sympathien bei mir gewinnen, dem ich im Vorgänger kaum Beachtung geschenkt hatte - und er hat es auch geschafft, Bale neben sich ein bisschen blass aussehen zu lassen. Shipper des Bale und Ellie Pairings werden auch in diesem Buch voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn die Beziehung mehrere Belastungsproben über sich ergehen lassen muss. Der einzige Kritikpunkt an diesem Pairing bleibt nach wie der Umstand, dass Bale Ellie weiterhin "Barbie" nennt. Nicht nur, dass ich den Spitznamen von Anfang an abwertend und blöd gefunden habe, es hat für mich überhaupt keinen Sinn mehr ergeben, warum Bale seine nun feste Freundin, mit der er eine ernsthafte Beziehung führt, weiterhin so nennt.

Fazit:

Die Fortsetzung der Vortex-Reihe kann zwar nicht ganz, dafür aber beinahe mit seinem Vorgänger mithalten. Die erste Hälfte dieses zweiten Bandes war stellenweise etwas langatmig, weil sich einiges wie eine Wiederholung aus dem ersten Band angefühlt hat. Das macht Benning spätestens im Schlussteil aber wieder gut, indem sie mit einer überraschenden Wendung und einem fiesen Cliffhanger um die Ecke kommt, die sehr neugierig auf einen hoffentlich spannenden Finalband machen. Von mir gibt es aufgrund der kleineren Schwächen einen Sternabzug, aber dennoch noch wohl verdiente 4 Sterne.
2 Kommentare

Neuerscheinungen im Oktober 2020

Ich habe mal wieder in den Neuerscheinungen des kommenden Monats gestöbert und einige Bücher gesammelt, die entweder schon lange auf meiner Wunschliste stehen, oder aber der Klappentext hat mich beim Lesen spontan angesprochen. Im Oktober freue ich mich am meisten auf die neuen Bücher von Colleen Hoover und Sebastian Fitzek, aber auch auf die Fortsetzung der Splitterkronen-Reihe von Jennifer Estep oder Qualityland 2.0 von Marc-Uwe Kling. Aber auch sonst hält die Liste ein paar interessant klingende Bücher für euch bereit. Viel Spass beim Stöbern!

(© Carlsen)

Splitter aus Silber und Eis

Veris ist die Prinzessin des Ewigen Frühlings – und die Schönste im ganzen Reich. Doch als solche trägt sie eine schwere Last: Sie allein soll ihr Volk vor dem Prinzen des Winters schützen, der mit eisigen Splittern die Herzen der Menschen vergiftet. Der Preis aber ist hoch. Als Auserwählte muss sie in den Palast der Winter-Fae, aus dem keines der geopferten Mädchen je zurückgekehrt ist. Dort trifft sie auf den grausamen Prinzen. Und trotz der unendlichen Kälte, die er ausstrahlt, fragt sie sich, ob tief in seinem Inneren nicht doch ein warmes Herz schlägt.
 
 

(© C. Bertelsmann)

Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte

Wunderbar verrückt und respektlos komisch: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt …

In seiner einzigartigen Erzählweise beschreibt Jonasson einen Kultur-Clash der Extraklasse und hält den Menschen den Spiegel vor. Wie in seinen bisherigen Weltbestsellern umgarnt Jonasson seine Leserinnen und Leser mit überbordendem Ideenreichtum und zeichnet seine Figuren mit so viel Witz und Charme, dass es eine wahre Freude ist!
 
(© Carlsen)

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit

Jeder Tag im Loop ist die Hölle. Seit zwei Jahren sitzt Luke im Hightech-Jugendgefängnis und wartet auf seine Exekution. Eingesperrt in einer dunklen Zelle, lässt er einmal am Tag die schmerzhafte Energie-Ernte über sich ergehen, die ihm jegliche Kraft raubt. Die immergleiche Routine zerrt an seinen Nerven – bis sich alles ändert. Wachen verschwinden, Insassen nehmen sich das Leben, ein Ausbruch aus dem Loop scheint nun möglich. Doch Gerüchten zufolge kursiert draußen ein Virus, das Menschen in Killermaschinen verwandelt. Und plötzlich ist ungewiss, wo die größere Gefahr lauert …


(© ivi)

Protect the Prince: Die Splitterkrone #2

Everleigh Blair ist die neue Königin von Bellona, doch ihre Probleme fangen gerade erst an: Täglich muss sie sich mit arroganten Adligen am Hof auseinandersetzen, die ihre Hände insgeheim nach der Krone ausstrecken. Als wäre das nicht schlimm genug, versucht ein Auftragsmörder, Evie in ihrem Thronsaal zu töten. Evie fragt sich, ob sie stark genug ist, um ihrer Rolle als Herrin des Winters gerecht zu werden. Während sie darum kämpft, ihre Magie, ihr Leben und ihre Krone zu sichern, verliert sie auch noch ihr Herz an Lucas Sullivan, den unehelichen Sohn des andvarischen Königs ... Und es stellt sich heraus, dass es nur eine Sache gibt, die noch schwieriger ist, als eine Königin zu töten: Einen Prinzen zu beschützen.


(© Fischer KJB)

Cleanland

Die 15-jährige Schilo wohnt in Cleanland – dem Land der Reinen. Dank moderner Technik und strenger Gesetze sind die Menschen hier geschützt vor Krankheiten aller Art. Nur eine einzige registrierte Freundin zu haben, rund um die Uhr überwacht zu werden und die eigene Großmutter nur durch eine Glasscheibe zu sehen – für Schilo ist das in Ordnung, Gesundheit hat nun mal ihren Preis. Doch dann erfährt die Familie ihrer Freundin die Härte des Regimes. Und Schilo verliebt sich in Toko, einen der Cleaner, die nachts Straßen und Gebäude desinfizieren müssen. Da begreift sie, wie hoch der Preis wirklich ist. Was ist wichtiger: die Gesundheit – oder die Freiheit?


(© Loewe)

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut

Bitte lass mein Blut rot sein, bitte lass mein Blut rot sein, bete ich.
Als goldenes Blut aus ihren Adern fließt, ist für Deka klar, dass sie nie dazugehören wird. Wegen ihrer dunklen Hautfarbe galt sie schon immer als Außenseiterin. Doch dann kennzeichnet ihr goldenes Blut sie als Alaki, als Dämon. Nur ein Dekret des Kaisers von Otera kann sie retten: Er stellt eine Armee aus den beinahe unsterblichen Alaki zusammen. Deka wird zur Kriegerin ausgebildet und lernt dabei nicht nur zu kämpfen, sondern auch die Gebote infrage zu stellen, durch die sie als Frau ihr Leben lang unterdrückt wurde.


(© Loewe)

Zwei Leben in einer Nacht

Eine Challenge, eine Nacht, (k)ein Ausweg

Freitag, der 13., Mitternacht. Caspar beobachtet, wie Sams blaues Haar im Wind flattert, als der Zug vorbeirast. Eigentlich weiß er nichts über sie, nur, dass sie beide von Ghost für diese Challenge ausgewählt worden sind. Gemeinsam warten sie auf die erste Nachricht. Die Anweisungen für eine von fünf Aufgaben in dieser Nacht. Ein gefährliches Spiel, das nur ein Ende kennt: ihren Suizid.



(© Ullstein)

QualityLand 2.0: Kikis Geheimnis

Schwer was los in QualityLand, dem besten aller möglichen Länder. Peter Arbeitsloser darf endlich als Maschinentherapeut arbeiten und schlägt sich jetzt mit den Beziehungsproblemen von Haushaltsgeräten herum. Kiki Unbekannt schnüffelt in ihrer eigenen Vergangenheit und gerät dabei ins Fadenkreuz eines seltsamen Killers. Martyn Vorstand versucht verzweifelt ein Level aufzusteigen, um das Recht auf Vergessen werden nutzen zu dürfen. Und Aisha Ärztin fragt sich, was aus John of Us wurde, wie man die immer noch nervige Klimakrise lösen kann und warum zum Teufel die Verteidigungs-Algorithmen den Dritten Weltkrieg losgetreten haben.


(© Penhaligon)

Der Orden des geheimen Baumes - Die Königin

Königin Sabran ist in ihrem eigenen Palast gefangen. Sie setzt alles daran zu entkommen, doch erst als die Magierin Ead vom Kloster des geheimen Baumes zurückkehrt und sie unterstützt, gelingt ihr die Flucht. Gemeinsam brechen sie auf, um das magische Schwert Ascalon aufzuspüren, die einzige Waffe, die den namenlosen Drachen töten kann. Doch in den verbotenen Wäldern finden sie nicht nur Hoffnung. Sabran muss auch erkennen, dass ihr ganzes Leben auf einer schrecklichen Lüge fußt. Hat sie überhaupt noch das Recht, sich Königin von Inys zu nennen?


(© Droemer Knaur)

Der Heimweg

Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt - oder im Notfall Hilfe ruft.
Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht.
Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an ...


(© dtv bold)

All das Ungesagte zwischen uns

Ein tragischer Unfall macht das Familienleben von Morgan von
einer Sekunde auf die andere zunichte: Ihr Mann Chris stirbt – ebenso wie ihre Schwester Jenny.

Zur unendlichen Trauer um den Verlust von Mann und Schwester kommt für Morgan eine albtraumhafte Erkenntnis: Ohne es zu wissen, lebte sie seit Jahren in einem Lügengebäude. Morgans einziges Bestreben ist es nun, zumindest für ihre 16-jährige Tochter Clara die Erinnerung an glückliche Zeiten aufrechtzuerhalten. Doch je mehr sie sich um das Wahren der Fassade bemüht, desto mehr entgleitet ihr die Beziehung zu ihrer eigenen Tochter.


(© Carlsen)

Die Mächte der Moria

Renata besitzt die am meisten gefürchtete Gabe der magischen Moria: Sie kann Erinnerungen stehlen. Als Kind wurde sie deshalb an den Hof des Königs gebracht, um politische Gegner auszuschalten. Jetzt kämpft sie selbst in den Reihen der Rebellen gegen die Krone. Als deren Anführer und Renatas bester Freund Dez vom Prinzen entführt wird, muss sie an den Hof zurückkehren und Dez' Mission beenden. Doch je tiefer sie dort in die Machenschaften verstrickt wird, desto mehr erfährt sie über ihre eigene Vergangenheit – und deckt ein Geheimnis auf, mit dem sie das Schicksal des Königreichs verändern kann.



 Wie klingen diese Neuerscheinungen für euch? Ist etwas dabei, das ebenfalls auf eurer Wunschliste steht?

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(© Fischer FJB)

Der Tag, an dem die Welt zerriss* (Vortex #1)
von Anna Benning

Bewertung: ★★★★★

YA Dystopia, 481 Seiten
Erscheinungsdatum: 04. März 2020
Verlag: Fischer KJB


*Danke für das digitale Rezensionsexemplar von Netgalley.

Inhaltsangabe:
Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …

Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich nicht nur um den Reihenauftakt zur dystopischen Vortex-Trilogie, sondern auch gleich um das Debüt der Autorin Anna Benning. Und sie hat es geschafft, gleich bei ihrem ersten Buch einen Volltreffer zu landen - Hut ab!

Der Klappentext des Buches hat mich sehr neugierig gemacht, denn die Idee mit dem Vortexrennen oder ganz allgemein mit den Sprüngen durch Vortexe, war etwas, das ich noch in keinem anderen dystopischen Roman in ähnlicher Weise gelesen habe. Bei Vortexen handelt es sich um eine Art Wirbel, durch die ausgewählte Läufer springen können, um durch Raum und (wie sich später zeigt auch) Zeit zu reisen. Viermal jährlich findet dafür auf der ganzen Welt je ein Vortexrennen statt, bei dem auch unsere Protagonistin Elaine - kurz Ellie - in Neu London teilnimmt.

Die Handlung setzt genau zu diesem Zeitpunkt ein und Benning verliert keine Zeit mit unnötigem Vorgeplänkel oder Infodumping. Als Leser*in wird man in diese dystopische Zukunft geworfen und es erwartet einen direkt ein actiongeladener, spannender Beginn, bei dem die diesjährigen Anwärter*innen für die Läufer-Positionen teilnehmen. Ich war trotz dieses rasanten Einstiegs positiv überrascht, wie leicht es mir gefallen ist, mich in dieser Welt voller Vortexe zurechtzufinden und konnte das Buch durch den fesselnden Schreibstil der Autorin sehr bald nicht mehr aus der Hand legen.

Was ich auch nicht erwartet hätte, ist, dass die eigentliche Story erst nach dem Vortexrennen losgeht. Wie man nämlich während diesem Rennen erfährt, sind vor mehr als 70 Jahren nicht nur die Vortexe entstanden, sondern auch sogenannte "Splits", die auch Vermengte genannt werden. Die Vermengten sind Menschen, die sich mit den vier Elementen Luft, Erde, Feuer und Wasser vermengt haben und seither über spezielle Kräfte verfügen. Dadurch sind sie aber auch zu einer Bedrohung geworden und wurden von den Menschen unterdrückt. Die Aufgabe der Läufer ist es, diese Vermengten zu suchen und sie in spezielle Zonen zu bringen. Doch Ellie muss sehr bald feststellen, dass hinter dem ganzen eine grössere Verschwörung steckt, als sie geahnt hatte. Und schon bald muss sie sich für eine Seite entscheiden...

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Benning hat, wie bereits erwähnt, nicht nur einen sehr fesselnden Schreibstil, sie hat es auch geschafft, die Handlung so spannend und abwechslungsreich zu gestalten, dass sie nie langweilig wird. Es fällt einem leicht, sich in diesem dystopischen Worldbuilding zurechtzufinden, da die Autorin die notwendigen Informationen immer dann in die Handlung eingeflochten hat, wenn sie von Relevanz waren.

Hauptcharaktere in diesem Buch sind Ellie und Bale - letzterer lernen wir erst etwas später kennen. Ellie ist zwar eine starke, junge Frau, aber auch sehr dickköpfig und manchmal etwas impulsiv, was nicht nur ihr Umfeld, sondern auch mich manchmal ein paar Nerven gekostet hat. Trotzdem fand ich gerade den Umstand toll, dass sie eben nicht perfekt ist und ihre Ecken und Kanten hat, das gelingt leider nicht allen Young Adult Autor*innen. Bale dagegen, hat sich relativ schnell zu einem meiner liebsten Book-Boyfriends gemausert und ich fand auch ihn - trotz seiner Schwächen und seiner anfänglichen Ablehnung Ellie gegenüber - einfach unglaublich sympathisch. Das einzige, das mich an ihm genervt hat, war die Verwendung eines doch eher abwertenden Spitznamens für Ellie, den er während des gesamten Buches beibehält. Ich weiss nicht, warum YA-Autorinnen ständig zu diesen peinlichen Spitznamen greifen, aber welches Mädchen mag es schon, Barbie genannt zu werden? Das hat spätestens dann für mich keinen Sinn mehr ergeben, als Bale und Ellie sich näher gekommen sind.

Die Liebesgeschichte war zwar ganz Young Adult typisch etwas vorhersehbar, positiv war aber, dass sich die Autorin dennoch genügend Zeit für die Entwicklung der Gefühle und die Annäherung des beiden Charaktere genommen hatte. Das war für mich als Leserin nicht zur herzerwärmend zum Beobachten (am liebsten hätte ich an vielen Stellen laut losgequiekt :D), sondern hat die Liebesgeschichte auch glaubwürdig erscheinen lassen. Und nicht nur das, mit einer überraschenden Enthüllung am Ende des Buches, hat Benning es geschafft, noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Beziehung zu werfen und ihr so noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Allein diese Szene hat bei mir Gänsehaut verursacht!

Das einzige, was mir am Buch weniger gefallen hat, war der etwas lange Schlussteil, bei dem sich Ellie und Bale auf eine lebensgefährliche Mission begeben. Die Action nimmt zwar noch einmal zu, aber für mich war dieser Schluss etwas zu lang geraten, zumal es nicht immer ganz einfach zu verstehen war, was eigentlich gerade passiert ist, weil alles so hektisch war und das auf Dauer auch etwas anstrengend zu lesen war.

Fazit:

Mit "Der Tag, an dem die Welt zerriss" hat Anna Benning einen packenden Reihenauftakt für eine spannende dystopische Trilogie geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Das Buch enthält nicht nur eine innovative Idee mit Vortexen, durch die man durch Raum und Zeit springen kann, sondern auch viel Action, Romantik und übernatürliche Kräfte - also all das, was ich von einer guten Dystopie im Young Adult Bereich erwarte. Mit diesem Debüt ist der Autorin ein Volltreffer gelungen und von mir erhält es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
2 Kommentare
(© Arctis)

Feuererwachen* (The Aurelian Cycle #1)
von Rosaria Munda

Bewertung: ★★★☆☆

YA Fantasy, 496 Seiten
Erscheinungsdatum: 21. August 2020
Verlag: Arctis


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Arctis Verlag.

Inhaltsangabe:
Annie und Lee waren Kinder, als eine blutige Revolution ihre Welt radikal veränderte. Inzwischen Teenager, nehmen sie beide an einem Auswahlverfahren teil, um Drachenreiter zu werden, obwohl ihre Herkunft unterschiedlicher nicht sein könnte. Annie kommt aus einer Familie von Leibeigenen, die durch das Drachenfeuer des alten Regimes getötet wurde; Lee ist der hochgeborene Sohn eines Drachenherrn, der bei der Revolution einen grausamen Tod fand. In der neuen Ordnung, die auf Leistung anstelle von Herkunft setzt, müssen beide ihren Weg finden. Doch dann droht ein Krieg, denn die alten Drachenherren wollen sich ihre Herrschaft zurückholen – und Annie und Lee werden zu schwerwiegenden Entscheidungen gezwungen …

Meine Meinung:

Bei "Feuererwachen" handelt es sich mal wieder um ein Young Adult Fantasybuch, auf das ich ursprünglich durch Goodreads aufmerksam geworden bin. Neugierig hat mich vor allem die Tatsache gemacht, dass es in diesem Buch um Drachen gehen soll. Bisher habe ich zwar schon Bücher gelesen, in denen Drachen am Rande erwähnt wurden, aber ich bin noch nie dazu gekommen einen Fantasyroman zu lesen, in dem Drachen als alleinige Wesen im Mittelpunkt stehen. Und als ich gesehen habe, dass der Arctis Verlag das Buch ins Deutsche übersetzt, musste ich die Gelegenheit beim Schopf packen und es lesen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir etwas schwergefallen, denn man wird ohne nähere Erläuterungen direkt in das Geschehen in dieser Fantasywelt hineingeworfen. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, aber hier schien mir das Worldbuilding so komplex zu sein, dass ich Mühe hatte, mich zurechtzufinden. In gefühlt jedem zweiten Satz werden Begriffe oder Orte verwendet, die es in der heutigen Zeit nicht gibt und mich aufgrund der fehlenden Hintergrundinformationen beim Lesen mit einem Fragezeichen zurückgelassen haben, da ich vor allem zu Beginn nicht wusste, was damit gemeint ist. Ich finde Landkarten in Fantasyromanen nicht immer notwendig, aber hier habe ich sie definitiv vermisst. Es wäre mir viel leichter gefallen, die Welt mit den rivalisierenden Städten (oder Ländern?) vorzustellen, wenn die Autorin ihre Vorstellungen mit einer Karte ihrer ausgedachten Welt zu Papier gebracht hätte. Ich habe (zwar erst am Schluss) entdeckt, dass es am Ende des Buches ein Glossar gibt, aber die Begriffserklärungen alleine hätten mir dennoch nicht ausgereicht, um mich in dieser Welt zurechtzufinden. Das Worldbuilding (oder das, was ich davon verstanden habe) hätte mir gut gefallen und hätte viel Potenzial gehabt, aber leider ist es der Autorin nicht ganz gelungen, ihre klaren Vorstellungen, die sie im Kopf gehabt hatte, an mich als Leserin zu übermitteln.

Die Handlung wird aus den beiden Perspektiven der Protagonisten Lee und Annie erzählt, die sich bereits seit ihrer Kindheit im Waisenhaus kennen. Beide bereiten sich auf das Auswahlverwahren für den ersten Drachenreiter vor, für das immer zwei Anwärter*innen gegeneinander mit ihren Drachen antreten müssen. Neben den beiden Protagonisten gibt es noch eine ganze Schar Nebencharaktere, die eher untergeordnete Rollen spielen. Mir waren es insgesamt zu viele Charaktere, vor allem, da sie alle - leider inklusive der Protagonisten - bis zuletzt eher blass geblieben sind. Ich weiss zwar, dass Annie rote Haare hat, aber das war es dann auch. Die meisten Nebencharaktere werden nur namentlich erwähnt, was es für mich schwierig gemacht hat, eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Bei Lee und Annie ist es mir ein bisschen leichter gefallen, einen Zugang zu finden, da man vor allem über Lees Vergangenheit sehr viel erfährt, aber abgesehen davon, haben mir individuelle Charaktereigenschaften gefehlt, die die beiden ausgemacht und ihnen mehr Tiefe verliehen hätten.

Der Plot an sich war solide und fokussiert sich vor allem auf ein Dilemma, in das Lee aufgrund seiner eigentlichen Herkunft gerät. Es ist der Autorin gut gelungen, diesen inneren Konflikt von Lee zu beschreiben und ihn in die Handlung mit einfliessen zu lassen. Was mir auch gut gefallen hat, war der Umstand, dass es nicht nur Gut und Böse gibt und Lee in ein moralisches Dilemma gerät, als er feststellen muss, dass sein neuer Anführer selbst zu Mitteln greift, für die seine eigene Familie damals gestürzt worden war. 
Was ich sehr schade fand, war die Erkenntnis, dass die Drachen in diesem Buch eher eine untergeordnete Rolle spielen. Man erfährt zwar ihre Namen und sie werden für das Auswahlverfahren als "Flugobjekte" genutzt, aber das war es dann auch schon. Von einem Buch, mit einem Drachen auf dem Cover, hätte ich eine bedeutendere Rolle dieser Wesen erwartet. Die Geschichte hätte genauso gut ohne Drachen funktioniert, da sie sich vor allem um Kritik an der brutalen Herrschaft von Lees Familie fokussiert.
Was mir auch ein bisschen gefehlt hat, war die Spannung. Obwohl im Buch zwei grössere Schlachten oder Kriege angekündigt waren, wurden diese letztendlich doch nicht ausgetragen und vor allem der grosse "Showdown" am Ende des Buches, der vor allem für Lees Charakterentwicklung eine grosse Rolle spielt, wird letztendlich in einem Zweierduell auf wenigen Seiten, ohne grosse Überraschungen abgehandelt. Dadurch hatte ich bis zuletzt den Eindruck, dass die Handlung nie richtig in Fahrt gekommen ist, denn immer, wenn es spannender geworden ist, hat die Autorin dem Plot die Luft aus den Segeln genommen.

Insgesamt merkt man dem Buch an, dass es sich um einen Debütroman der Autorin handelt. Die Idee mit den Drachen fand ich sehr innovativ und ansprechend, aber leider wird dieses Potenzial kaum genutzt. Der Plot war insgesamt okay, hielt aber wenige Überraschungen bereit.

Fazit:

"Feuererwachen" ist der Reihenauftakt einer Young Adult Fantasy Trilogie, das in einer Welt voller Drachen spielt. Anders als erwartet, spielen die Drachen aber letztendlich nur eine untergeordnete Rolle und der Plot fokussiert sich vor allem auf ein moralisches Dilemma des Protagonisten. Diesen inneren Konflikt hat die Autorin zwar gut beschrieben, aber das Potenzial, dass die Drachen als interessante Fantasywesen mit sich gebracht hätten, wurde leider nicht wirklich genutzt. Für einen Debütroman ist das Buch okay, mich konnte er aber leider nicht vollumfänglich überzeugen, so dass ich die Reihe wahrscheinlich nicht mehr weiterverfolgen werden. Von mir gibt es deshalb durchschnittliche 3 Sterne.
2 Kommentare
(© Piper)

Das Flüstern der Magie*
von Laura Kneidl

Bewertung: ★★★☆☆

NA Urban Fantasy, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 04. Mai 2020
Verlag: Piper


*Danke für das digitale Rezensionsexemplar von Netgalley.

Inhaltsangabe:
Die 19-jährige Fallon besitzt das Talent die Magie zu spüren. Daher betreut sie in der schottischen Hauptstadt ein Archiv für magische Gegenstände, die für Unwissende zum Risiko werden können. Eines Nachts trifft Fallon auf den geheimnisvollen Reed, mit dem sie sofort etwas zu verbinden scheint. Doch Reed hintergeht sie und entwendet ein Set magischer Tarotkarten aus dem Archiv. Damit bringt er nicht nur Fallon in Bedrängnis, sondern auch die Einwohner Edinburghs in große Gefahr…

Meine Meinung:

"Das Flüstern der Magie" wurde von Laura Kneidl bereits 2016 geschrieben, wie sie in der Danksagung erwähnt. Damit handelt es sich um eines ihrer älteren Werke, das vermutlich aufgrund der Popularität der Autorin veröffentlicht wurde. Das Buch ist ein Standalone, was für mich ein Grund war, es überhaupt zu lesen, weil ich mir nicht schon wieder eine neue Reihe aufhalsen wollte.

Wie der Klappentext bereits vermuten lässt, enthält das Buch (fast) alle typischen Elemente, die man von einem New Adult Urban Fantasy Roman erwarten kann. Der kurze Besuch in Fallons Leben voller magischer Artefakte hat sich dadurch zwar sehr kurzweilig angefühlt, gleichzeitig war der Plot aber auch sehr vorhersehbar und die Geschichte hebt sich damit kaum aus der Masse an anderen Büchern des Genres heraus. Vom Stil her hat es mich sehr an die Bücher von Jennifer L. Armentrout erinnert, wodurch vor allem Fans von JLA auch bei diesem Buch auf ihre Kosten kommen. Für mich hatte die Story aber leider kaum Wiedererkennungswert, was sich auch darin zeigt, dass ich knapp eine Woche nach dem Lesen schon fast wieder alles vergessen habe, was im Buch geschehen ist.

Die Handlung fokussiert sich vor allem auf Fallon und Reed, deren Kennenlernen und Verlieben so rasant vonstattenging, dass in meinen Augen nichts anderes als Instalove war. Während Fallon mir kaum in Erinnerung geblieben ist, war ich aber positiv überrascht, dass Reed mal nicht als das "sexy Arschloch" verkauft wurde, sondern durchaus seine guten Qualitäten hat. Er ist hilfsbereit, entgegenkommend und freundlich, auch wenn er aufgrund seiner Lebenssituation einen Fehler begeht, der dazu führt, dass der Plot des Buches erst ins Rollen kommt. Romantikfans werden hier voll auf ihre Kosten kommen, wobei ich froh war, dass Kneidl trotz New Adult auf unnötige Sexszenen verzichtet hat - auch dafür gibt es einen fetten Pluspunkt von mir.

Die Geschichte an sich hat sich durch Kneidls flüssigen, angenehmen Schreibstil zwar kurzweilig gelesen, war aber insgesamt doch etwas dünn. Die Suche nach diesem einen Artefakt macht den Grossteil der Handlung aus, doch so richtig Spannung kam bei mir nicht auf. Das hat mich etwas überrascht, da man bei einem Einzelband sicher mehr Handlungselemente hätte reinpacken können, die das Urban Fantasy Genre bietet. Den Schluss habe ich ehrlicherweise schon wieder vergessen, aber ich habe im Kopf, dass er die Geschichte gut abgerundet hat.

Fazit:

"Das Flüstern der Magie" ist ein New Adult Urban Fantasy Einzelband, der bereits 2016 von Erfolgsautorin Laura Kneidl geschrieben wurde. Das Buch ist vor allem durch den angenehmen, flüssigen Schreibstil der Autorin sehr kurzweilig, bedient sich aber an den gängigen Elementen des Genres, wodurch es für mich kaum Wiedererkennungswert hatte. Das Buch empfiehlt sich vor allem Fans des Genres, die etwas für zwischendurch suchen, ansonsten würde ich es aber nicht als Must Read bezeichnen. Deshalb erhält es von mir durchschnittliche 3 Sterne.
2 Kommentare
(© Lübbe Audio)

Marianengraben
von Jasmin Schreiber 
Gelesen von Maximiliane Häcke

Bewertung: ★★★★☆

Fiction, Audiobook 
Spieldauer: 6 Stunden und 35 Minuten
Erscheinungsdatum: 30. März 2020
Verlag: Lübbe Audio


Inhalt:
Paulas Bruder ist vor einiger Zeit durch einen tragischen Unfall ums Leben gekommen, was ihr sprichwörtlich den Boden unter den Füssen weggezogen hat. Seither leidet sie unter einer Depression und Suizidgedanken, da sie den Schmerz, der der Tod ihres Bruders bei ihr ausgelöst hat, kaum aushalten kann. Paula hat sich sehr zurückgezogen und es noch nicht einmal geschafft, das Grab von Tim zu besuchen - was sie nun, nach Anraten ihres Therapeuten nachholen möchte.
Mitten in der Nacht beschliesst sie das Vorhaben umzusetzen und wagt sich auf den Friedhof, auf dem ihr Bruder begraben liegt. Doch nach einer Weile muss sie feststellen, dass sie nicht alleine ist. Nicht weit von ihr entfernt, entdeckt sie einen alten Mann, der dabei ist ein Grab auszugraben. Paula spricht den alten Mann an, der sich als Helmut vorstellt und ihr zu verstehen gibt, dass er sich die Urne seiner verstorbenen Ex-Frau zurückholt. Helmut schafft es sogar, Paula bei seiner Straftat als Gehilfin einzuspannen. Als die beiden die Urne in ihren Besitz bringen können, kommt es jedoch beim Verlassen des Friedhofs zu einem Unglück, das dazu führt, dass Paula nichts anderes übrig bleibt, um zu Helmut nach Hause zu gehen. Dort verrät er ihr, dass er seiner verstorbenen Frau ihren letzten Wunsch erfüllen will und am nächsten Tag beabsichtigt mit seinem Wohnwagen eine Reise anzutreten. Paula beschliesst, ihren neuen Freund auf seinem Abenteuer zu begleiten. Und damit beginnt ein ungewöhnlicher Roadtrip...

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich nur dank meiner "4*+ Rating Challenge" aufmerksam geworden, das mir Goodreads aufgrund meiner Lieblingsbücher empfohlen hat. Da es als Hörbuch auf Spotify verfügbar ist, habe ich mich für die Hörbuchversion entschieden.

Der Einstieg in das Buch ist sowohl deprimierend, als auch irgendwie ulkig. Obwohl der Hintergrund der Friedhofsbesuche unserer beiden Protagonisten eigentlich ernst und tragisch ist, hat das erste Aufeinandertreffen, sowie das Verlassen des Friedhofs fast schon an eine Slapstick-Komödie erinnert. Während einige Leser*innen genau diese Szenen als geschmacklos empfunden haben, erging es mir da anders und ich fand gerade die Entscheidung, die Geschichte als Tragikkomödie zu erzählen, sehr abwechslungsreich und erfrischend. Ich hatte den Eindruck, dass es der Autorin  gelungen ist, eine gute Mischung der beiden Genres hinzukriegen. Da die Themen Tod und Trauer schon eine gewisse deprimierende Grundstimmung mit sich bringen, haben vor allem die amüsanten Szenen für Auflockerung gesorgt und dazu beigetragen, dass sich das Buch aufgrund der Thematik nicht so schwerfällig liest, dass man selbst in ein Stimmungstief gerät.
Da der verstorbene Tim ein grosser Fan des Meeres und Meeresbewohnern war, wird die Geschichte von meeresbiologischen Fakten untermalt, die anhand von Rückblenden erläutert werden, in denen Paula ihrem Bruder aufgrund ihres Meeresbiologie-Studiums allerhand Begriffe erklären muss - unter anderem natürlich auch, was es mit dem Marianengraben auf sich hat.

Die Handlung fokussiert sich vor allem auf dieses Abenteuer, das im Tirol enden soll. Dabei versucht Helmut ein eigenes Geheimnis zu verbergen, das man während dem Lesen jedoch bereits erahnen kann und die Handlung damit ein bisschen vorhersehbar macht. Da es erst kurz vor Schluss endgültig enthüllt wird, sorgt es aber für einen runden Abschluss der Geschichte. 

Schreiber hat mit ihrer Idee sicher nichts komplett Neues geschaffen: Roadtrip-Geschichten gibt es mittlerweile etliche, genauso wie Bücher, die sich mit ungewöhnlichen Freundschaften beschäftigen. Und dennoch war gerade der kauzige Senior Helmut ein Charakter, den ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Durch seine etwas sture Art sorgt er immer wieder ungewollt für unterhaltsame Momente, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Dabei treibt es die Autorin aber nicht so weit, dass es lächerlich wird, sondern sorgt dafür, dass Helmut auch ernstere Seiten hat und gerade in Gesprächen mit Paula zum Thema Trauer viele weise Aussagen aufgrund seiner eigenen Verluste aus der Vergangenheit macht, die Hoffnung vermitteln und auch bei Paula Anklang finden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und hat das Zuhören sehr kurzweilig gemacht. Auch die Sprecherin hat eine angenehme Erzählweise und war damit eine gute Wahl, um die Geschichte vorzulesen.

Fazit:

"Marianengraben" ist ein kurzweiliges Buch, das die Geschichte eines kauzigen alten Mannes und einer jungen, unter Depressionen leidenden Studentin erzählt, die sich auf einen ungewöhnlichen Road Trip begeben und sich dadurch mit den Themen Trauer, Verlust und Tod auseinandersetzen. Die Idee ist zwar nicht ganz neu, aber dennoch konnte mich Schreiber mit dieser Tragikkomödie unterhalten und hat eine gute Mischung zwischen ernsten und amüsanten Szenen hingekriegt. Von mir gibt es dafür 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.
4 Kommentare
(© ONE Verlag)

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin * (Strange the Dreamer #2.2)
von Laini Taylor

Bewertung: ★★★★★

Fantasy, 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 28. August 2020
Verlag: One


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den ONE Verlag.

Inhaltsangabe:
Gerade noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte. Jetzt hängen die Hoffnungen all ihrer Bewohner an ihm, und Lazlo steht vor einer unmöglichen Entscheidung: Entweder er rettet die Liebe seines Lebens - oder Weep. Sein Gegner ist unberechenbar, und ohne die Hilfe von Sarai kann er ihn nicht bezwingen. Doch ist ihre Liebe stark genug, um alle Hindernisse zu überwinden und Weep endlich zu befreien?

Meine Meinung:

! Achtung, enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden der Reihe !
 
Nachdem mich der vorgängige Band nicht vollumfänglich begeistern konnte, da er die Handlung kaum vorangetrieben hatte, war ich umso gespannter, was uns in diesem finalen Band erwarten würde - und ich wurde nicht enttäuscht.

Ich hatte ja bereits bei der Rezension zum Vorgänger angedeutet, dass zwei neue Charaktere eingeführt wurden, deren Sinn sich hoffentlich noch in diesem letzten Band offenbaren würde. Und das tat es zum Glück! Nova, eine der beiden "neuen" Mesarthim, nimmt in diesem Finale eine grosse Rolle ein, indem sie zur neuen Gegenspielerin unserer bereits bekannten Protagonisten aus den vorherigen Bänden wird und damit Minya ablöst, die diesen Platz bisher innehatte. Damit nimmt die Handlung noch einmal eine ganz andere, unvorhergesehene Wendung ein, da der angekündigte Showdown zwischen Minya und ihren Geschwistern ausbleibt und Laini Taylor es einmal mehr geschafft, uns Leser*innen auf eine falsche Fährte zu führen - Hut ab!
Ich hätte nicht vorhersehen können, welche Richtung diese Geschichte am Ende einnimmt und bin wirklich beeindruckt, welche Fantasie die Autorin in sich trägt und wie bildgewaltig sie ihre eigene Vorstellung mit ihrem fantastischen Schreibstil zu Papier bringt. Es ist mir beim Lesen sehr leicht gefallen, die Stadt Weep und die vielen unterschiedlichen Charaktere vorzustellen, selbst wenn es in unserer Welt eigentlich nichts gibt, das der Welt im Buch wirklich ähnlich ist. Dafür verdient Taylor meine Hochachtung, denn sie hat es geschafft, etwas ganz Neues, noch nie Dagewesenes zu schaffen.

Überraschenderweise hat sich in diesem letzten Band Minya zu meinem Lieblingscharakter gemausert, und das, obwohl sie in den vorangegangenen Büchern nahezu als unausstehlich dargestellt wurde. Und das Beste daran war, dass die Charakterentwicklung dieses kleinen Mädchens durch den Wegfall einer unerträglichen Last absolut glaubwürdig und nachvollziehbar beschrieben wurde und es sich perfekt in den Fortlauf der Geschichte eingefügt hatte.
Auch Fans von Lazlo und Sarai und ihrer Liebesgeschichte, werden in diesem Buch nicht zu kurz kommen, ich selbst habe mit den beiden aber nicht richtig mitgefiebert.

Der einzige Kritikpunkt an diesem letzten Band war für mich, dass mir die Ereignisse der Handlung und die Schicksale einzelner Charaktere ein bisschen zu sehr auf "Happy End" getrimmt wurden. Das hat bereits bei Sarais Tod angefangen und betrifft auch in diesem letzten Band noch einmal einige andere, wenige Charaktere. Diese vermeintlichen Tode hätten auf mich ein viel erschütternderer und nachhaltigere Wirkung gehabt, wenn sich die Autorin auch getraut hätte, ihre Charaktere wirklich um die Ecke zu bringen, anstatt die Entscheidung kurze Zeit später auf irgendeine Art wieder rückgängig zu machen. Ich kann zwar nach diesem Finale etwas besser nachvollziehen, inwiefern Sarais Tod für Minyas Charakterentwicklung relevant gewesen ist, aber tragischer hätte ich es doch gefunden, wenn Lazlo seine Liebe tatsächlich auf diese schockierende Art verloren hätte.

Aber sei's drum. Das ist Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt bekommen die Mesarthim, die wir in den letzten Bänden kennenlernen und in unser Herz schliessen durften, ihren würdigen, runden Abschluss und dieses Finale war insgesamt mehr als zufriedenstellend.

Fazit:

In "Das Erwachen der Träumerin" spitzen sich die Ereignisse rund um die Mesarthim, die wir in den vergangenen drei Bänden näher kennenlernen durften in einem spannenden Finale zu. Laini Taylor überrascht in diesem letzten Buch noch einmal mit einer überraschenden Wendung und einer neuen Gegenspielerin, die unsere Protagonistin zu besiegen haben. Auch dieser finale Band beeindruckt wieder mit einer unglaublichen Fantasie der Autorin, die sie mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil zu Papier gebracht hat. Ein runder Abschluss, der für meinen Geschmack zwar etwas zu sehr auf "Happy End" getrimmt wurde, aber insgesamt überzeugen konnte. Von mir gibt es für diesen finalen Band 4.5 Punkte und eine Leseempfehlung für die ganze Reihe.
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(© Oetinger)

Die Tribute von Panem - Flammender Zorn* (The Hunger Games #3)
von Suzanne Collins
Gelesen von Maria Koschny

Bewertung: ★★★★★

YA Dystopia, Audiobook 
Spieldauer: 7 Stunden 12 Minuten
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2013
Verlag: Oetinger audio


* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Katniss lebt! Schwerverletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht ausser Lebensgefahr. Doch Katniss' einzige Sorge gilt Peeta, der in den "Hungerspielen" sein Leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu denen zählt auch Gale, Katniss' treuer Freund aus Kindheitstagen …

Meine Meinung:

Die Bewertung zu diesem dritten Band der Hunger Games Reihe fiel mir dieses Mal schwerer, als bei den Vorgängern. Ein Grund dafür war, dass sich die Handlung in diesem finalen Band sehr von seinen beiden Vorgängern unterscheidet und nicht mehr die Hungerspiele an sich, sondern ganz und gar die Rebellion gegen das Kapitol in Panem im Vordergrund steht. Das ist grundsätzlich nicht schlechtes, denn Collins musste schliesslich Ereignisse einleiten, die auf ein Abschluss der Geschichte abzielen, aber trotzdem hatte ich in diesem Band mehr Mühe in die Geschichte einzutauchen, als bei den Vorgängern.

Die Ereignisse in diesem dritten Band setzen nahtlos an das Cliffhanger-Ende aus dem zweiten Band an, bei dem Katniss und einige ihrer Verbündete vor Ende der Hungerspiele mit einem Hovercraft aus der Arena gerettet werden konnten und sich der Spielemacher Plutarch als heimliches Mitglied der Rebellen entpuppt hat. Bei der Rettungsmission konnten allerdings nicht alle Tribute gerettet werden und ausgerechnet Peeta befindet sich noch immer in den Händen der Feinde, womit Präsident Snow über ein Druckmittel gegenüber Katniss verfügt, die sich grosse Sorgen um ihn macht. Doch trotz dieser schwierigen Situation lastet auch vonseiten der Rebellen ein gewisser Druck auf ihr, denn als "Spotttölpel" soll sie symbolisch das Gesicht der Rebellion werden und die Menschen in den verschiedenen Distrikten dazu bringen, sich ihnen im Kampf gegen Snow und sein Regime anzuschliessen.
Der erste Teil dieses Buches befasst sich genau damit und wir begleiten Katniss und einige der Rebellen bei ihrer gefährlichen Reise zu den verschiedenen Distrikten. Noch während Katniss ihrer neuen Aufgabe nachgeht, geschieht plötzlich etwas völlig Unerwartetes: Peeta kann überraschend gerettet werden. Doch das erste Zusammentreffen entpuppt sich als böse Überraschung, denn Peeta wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und statt Katniss glücklich in die Arme zu fallen, wurde ihm eingeflösst, dass er sie umbringen soll. Etwas, das die Beziehung der beiden auf eine harte Probe stellt, denn der Peeta, den Katniss kannte, gibt es nun nicht mehr...

Ich muss gestehen, dass mich dieser erste Teil nicht vollumfänglich fesseln konnte, wobei ich einen Grund dafür darin sehe, dass mir die Rebellen nicht wirklich sympathisch waren - allen voran natürlich die Anführerin Coin. Mir ist bewusst, dass das Absicht war, aber es fiel mir dadurch schwer, hinter dem Team der Rebellen und ihrer Mission zu stehen, weil ich Coin und ihre Methoden sehr fragwürdig sind und sie Katniss ohne Wenn und Aber für ihre eigenen Zwecke missbraucht - damit ist sie eigentlich kein Stück besser, als Snow. Und durch diese Antipathie, die ich gegenüber den Rebellen empfunden habe, war ich jedes Mal genervt, wenn sie wieder einmal Druck auf Katniss ausgeübt haben.
Im Mittelteil konnte mich das Buch dann etwas besser abholen, spätestens nachdem Peeta endlich wieder in Erscheinung getreten ist. Ironischerweise fand ich seine brutale und manchmal auch etwas fiese Ehrlichkeit gegenüber Katniss herrlich erfrischend und er war mir dadurch viel sympathischer, als sein doch etwas verweichlichtes Ich in den beiden vorgängigen Bänden. Endlich hat er Katniss mal Kontra gegeben, nachdem sie ihr "Bäumchen-wechsel-dich"-Spielchen mit Gale und Peeta auch in diesem Band weiterzieht. An dieser Stelle ist es wahrscheinlich unnötig zu erwähnen, wie nervig ich Liebesdreiecke finde. ;-) Aber um die 2010er Jahre waren die nun mal in Young Adult Fantasy-Reihen gang und gäbe, deshalb möge Collins an dieser Stelle verziehen sein.

Ein letzter, grosser Kritikpunkt ist dieses Mal leider explizit dieser gekürzten Hörbuchversion geschuldet. Da es sich um ein Reread gehandelt hat, wusste ich natürlich, was in der vollständigen Ausgabe alles passiert und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass hier rigoros viele für mich wichtige Aspekte einfach weggestrichen wurden. Ich hatte mich zum Beispiel sehr auf das Hanging Tree Lied gefreut, das leider an keiner Stelle erwähnt wurde. Und ich hatte auch den Eindruck, dass viele Nebencharaktere gar nicht, oder nur am Rande erwähnt wurden, die in der ungekürzten Version eine viel grössere Rolle gespielt haben. (Wobei ich hier nicht ganz sicher bin, ob ich die Stellen einfach verpasst habe, weil ich das Hörbuch manchmal vor dem Einschlafen gehört habe und leider auch ein paar mal eingenickt bin. :D) Ich meine aber, dass Annie (Finnicks Liebe) und auch Tigris überhaupt nicht erwähnt wurden. Das hat mich extrem geärgert.
Eine abschliessende Bewertung des (Hör-)Buches ist mir deshalb sehr schwergefallen. Müsste ich rein das gekürzte Hörbuch erwähnen, könnte ich nur 3 Sterne vergeben, weil einfach zu viel weggelassen wurde. Von der Story her fand ich diesen letzten Band etwas schwächer und hätte diesbezüglich zu 4 Sternen tendiert. Da ich aber nun nicht sicher bin, ob daran nicht auch bloss die vielen Kürzungen Schuld sind, habe ich dem Buch schliesslich doch 5 Sterne vergeben, da ich ja nicht wirklich die vollständige Handlung gehört habe, wie sie von Collins angedacht gewesen war. Irgendwann werde ich sicher noch einmal die Bücher lesen und werde meine Bewertung dann vielleicht nachträglich noch anpassen.

Fazit:

"Flammender Zorn" ist der finale Band der Hunger Games Trilogie und fokussiert sich auf die Rebellion gegen das Kapitol, die mit Katniss Rettung aus dem letzten Hungerspiel endgültig in Gang gesetzt wurde. Als Symbolfigur nimmt Katniss dabei eine besondere Rolle ein und versucht die Menschen in den unterschiedlichen Distrikten für ihre Seite zu gewinnen, auch wenn sie nach und nach feststellen muss, dass die Rebellen nicht unbedingt mit faireren Mitteln kämpfen, als ihre Feinde. Collins schafft es auch in diesem letzten Band mit einigen überraschenden Wendungen ihre Reihe zu einem runden, zufriedenstellenden Abschluss zu bringen. Von der gekürzten Hörbuchedition muss ich dieses Mal aber leider abraten, denn ich musste mit Entsetzen feststellen, dass viele in meinen Augen wichtige Aspekte und Charaktere einfach weggelassen wurden. Trotz kleinerer Schwächen habe ich dem Buch 5 Sterne vergeben, da die Reihe einen besonderen Platz bei mir einnimmt. Die Trilogie ist ein absolutes Must-Read im Dystopie Genre!
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Schweizerin. 31. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Paranormal, Dystopia, Thriller, Contemporary Fiction.

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