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between the lines.

(© Der Hörverlag)

Das Restaurant am Ende des Universums* (The Hitchhiker's Guide to the Galaxy #2) *
von Douglas Adams
Gelesen von Christian Ulmen 

Bewertung: ★★☆☆☆

Science Fiction, Audiobook 
Spieldauer: 6 Stunden 40 Minuten
Erscheinungsdatum: 9. September 2010

Verlag: Der Hörverlag

* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Arthur Dent, einziger Überlebender des gesprengten Planeten Erde, hat sich auf seiner abenteuerlichen Fahrt durch den Weltraum eine Pause verdient. Gemeinsam mit seinen Freunden Ford Prefect, Trillian, Marvin und Zaphod Beeblebrox steuert er Milliways an, das Restaurant am sprichwörtlichen Ende des Universums. Doch von Erholung keine Spur. Zum Abendessen nehmen Arthur und Co an einer Reality Show teil, und dann treffen sie auch noch Desaster Area, die lauteste Rockband des Universums.

Meine Meinung:

Vor einer gefühlten Ewigkeit bin ich mal über das Hörbuch "Per Anhalter durch die Galaxis" gestolpert, das den Vorgänger dieses Bandes darstellt. Das Buch war mir durch viele popkulturelle Anspielungen (wie dem Handtuch oder der Nummer 42) bereits ein Begriff, aber damals hat mich die dazugehörige Story sehr amüsiert.

Auch dieser zweite Band versprach mit seinem ulkigen Titel wieder amüsant zu werden, denn unsere Protagonist:innen landen nach der Flucht von der Erde scheinbar an einem neuen Ort, das ein neues Abenteuer bereithalten würde - das war zumindest das, was ich erwartet hatte.

Dieses Mal ist es mir jedoch sehr schwergefallen, einen Zugang zur Geschichte in diesem zweiten Band und den Charakteren zu finden. Ich hatte den Eindruck, dass die Story gerade zu Beginn eher vor sich hindümpelt und es dauert eine ganze Weile, bis die Charaktere an dem titelgebenden Restaurant ankommen, das dann aber nicht wirklich relevant für die Handlung ist. Wie nichts, das passiert, irgendwie. Denn mein Hauptkritikpunkt an diesem Hörbuch ist eindeutig, dass es an einem roten Faden fehlt, den es im ersten Band durch die drohende Zerstörung der Erde gegeben hatte.

Mein Interesse - oder Desinteresse - beim Hören dieses Hörbuchs war schwankend. Es gab einige Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, wie etwa die Fahrstühle, die keine Lust mehr hatten, nur noch Auf und Ab zu fahren oder auch das kellnernde Tier im Restaurant am Ende des Universums, in dem bitterböser Humor versteckt war, das zurecht Kritik am Fleischkonsum nimmt.
Doch das waren alles immer nur kurze Sequenzen und hatte zwar dazu geführt, dass ich doch am Ball geblieben und das Buch nicht abgebrochen habe, doch die Hoffnung, dass die Story irgendwann noch an Fahrt aufnimmt, blieb unerfüllt.

Ich bewundere Douglas Adams für einige seiner wirklich schrägen, aber lustigen Einfälle und sein Humor erinnert mich stark an den von Terry Pratchett, den ich ebenfalls herrlich amüsant finde. Aber diese Fortsetzung der "Per Anhalter durch die Galaxis"-Reihe hätte es in meinen Augen nicht gebraucht. Dafür passiert einfach zu wenig in dieser Fortsetzung.

Der Sprecher, Christian Ulmen, macht seine Sache - wie auch schon im Vorgänger - gut und versucht - mal mehr und mal weniger - einzelnen Charakteren durch seine individuelle Interpretation Leben einzuhauchen.

Fazit:

"Das Restaurant am Ende des Universums" kommt leider nicht annähernd an meine Begeisterung für den ersten Band der "Per Anhalter durch die Galaxis"-Reihe heran. Es fehlt der Fortsetzung leider an einem roten Faden und bis auf einzelne amüsante Szenen, hat mich das Hörbuch eher enttäuscht zurückgelassen. Ich kann deshalb nur 2.5 Sterne vergeben.
2 Kommentare
(© Audioteka / Der Hörverlag)

Per Anhalter durch die Galaxis*
von Douglas Adams
gelesen von Christian Ulmen

Bewertung: ★★★★☆

Science Fiction, Audiobook 
Spieldauer: 5 Stunden 51 Minuten
Erscheinungsdatum: 12. Februar 2009
Verlag:
Der Hörverlag


* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Es hätte so ein schöner Tag werden können - bis Arthur Dent feststellt, dass sein
Haus abgerissen werden soll. Macht aber eigentlich nichts, weil kurz darauf auch die Erde gesprengt wird, um einer Hyperraum-Umgehungs straße Platz zu machen. Diesem Schicksal kann Dent gerade noch entgehen - dank seines außerirdischen Freundes Ford Prefect und des intergalaktischen Weltreiseführers.
Vom Babelfi sch bis zu den Vogonen, vom Pan galaktischen Donnergurgler bis zur drittschlechtesten Dichtkunst des Universums: Christian Ulmen verwebt in seiner fulminanten Lesung alle Details des Anhalters zu einem wahrhaft kosmischen Hörvergnügen!  (© Audioteka / Der Hörverlag)

Meine Meinung:

Die Story beginnt noch relativ harmlos. Man lernt den Protagonisten Arthur Dent kennen, der eines Tages erfährt, dass sein Haus abgerissen werden soll. Was bis dahin noch ganz normal klingt, ändert sich sogleich, als Arthur den Grund für den Abriss erfährt: Nicht nur sein Haus, sondern die gesamte Erde muss gesprengt werden, weil an ihrer Stelle eine Umgehungsstrasse durch das Universum gebaut werden soll. Und warum eine Umgehungsstrasse, fragt ihr euch vielleicht? Na: "Es ist eine Umgehungsstrasse. Und Umgehungsstrassen baut man eben." Also, alles klar soweit. Verständlicherweise hält Arthur von diesem Plan nicht so viel, denn als Erdenbewohner hängt er sehr an seinem Planeten. Als er seine Kritik zu dem Projekt äussern möchte, wird er jedoch freundlich darauf hingewiesen, dass die Pläne seit neun Monaten im Planungsbüro gelegen hatten und man deshalb genügend Zeit gehabt hätte, Protest gegen die Umgehungsstrasse einzulegen. Blöd nur, dass die Pläne irgendwo zuunterst in einem Aktenschrank in einem dunklen Keller mit einem kaputten Licht und einer kaputten Treppe in einem unbenutzten Klo mit der Aufschrift "Vorsicht, bissiger Leopard" versteckt waren. Aber sie waren nun mal da. Und nun ist es zu spät, Einspruch einzulegen.

Bevor Arthur sich jedoch seinem Schicksal hingeben muss, erfährt er, dass sein bester Freund Ford Prefect gar kein Mensch ist, sondern ein Ausserirdischer. Und zu seinem Glück, nimmt Ford Arthur mit, um per Anhalter durch die Galaxis zu reisen, so dass er haarscharf dem Tod entgeht, der ihn bei der Sprengung der Erde erwartet hätte. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das eigentliche Abenteuer, denn nach ihrer Flucht auf der Erde werden sie in das Raumschiff "Herz aus Gold" geschleust, wo Arthur und Ford auf die restlichen Hauptcharaktere aus der Geschichte treffen. Das sind: Zaphod Beeblebrox, Halbcousin von Ford und zeitweise Präsident der Galaxis, Tricia McMillan und Marvin, ein depressiver Roboter. Wer denkt, dass der Anfang schon ulkig klingt, der sei vorgewarnt. Alles was Arthur bis zu seiner Ankunft ins Raumschiff erlebt hat, war im Vergleich noch absolut harmlos. Denn was die Hauptcharaktere bei ihrer Reise durch die Galaxis erleben, lässt sich gar nicht so richtig zusammenfassen. Jedes Mal, wenn man denkt, dass es nicht noch ulkiger und seltsamer werden kann, legt der Autor noch einen drauf. Er nimmt weder seine eigene Geschichte, noch seine Charaktere ernst und genau das macht "Per Anhalter durch die Galaxis" so herrlich amüsant. Ich war überrascht, wie viel Blödsinn (im positiven Sinn) sich ein einziger Mensch ausdenken kann und habe mich gleichzeitig auch gefragt, welche lustigen Pillen man einwerfen muss, um solche Einfälle zu haben :D. Die Story an und für sich ist total unsinnig - aber genau das will sie auch sein. Mich konnte sie weniger durch die Handlung, sondern immer wieder durch einzelne witzige Zitate und Sprüche überzeugen. Allen voran war Marvin, der depressive Roboter, einer meiner liebsten Charaktere.

Das Hörbuch wird von Christian Ulmen vorgelesen, der seine Sache wirklich gut macht. Er haucht jedem einzelnen Charakter eine eigene Interpretation ein, was es mir als Hörerin leicht gemacht, der Geschichte zu folgen und zu wissen, wer gerade spricht. (Ein Interpretation hat mich ja ein klein wenig an Marc-Uwe Klings Känguru erinnert, das hat gleich ein paar Sympathiepunkte bei mir eingebracht :D).

Trotz all der Lobeshymnen, kann ich dem Buch allerdings nicht die ganze Punktzahl vergeben. Grund dafür ist, dass ich vor allem im zweiten Teil ein wenig das Interesse für den eigentlichen Plot verloren habe. Die Handlung bleibt zwar bis zum Schluss skurril, aber irgendwann habe ich mich an die Art des Humors so gewöhnt, dass sie nicht mehr den gleichen Effekt bei mir ausüben konnten, wie die erste Hälfte des Buches. Ich hatte mir stellenweise ja fast ein bisschen mehr Ernsthaftigkeit herbeigewünscht, die der Geschichte einen stärkeren roten Faden verliehen hätten. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau.

Fazit:

Eine ulkige, urkomische und skurrile Geschichte, die ich auf diese Art und Weise noch kein zweites Mal gelesen habe. Es ist erstaunlich, wie viel Unsinn sich Douglas Adams ausdenken konnte. Ich liebe den britischen Humor, bei dem der Autor weder seine Charaktere, noch die Handlung so richtig ernst nimmt. Das Buch ist ein Klassiker, der vor allem mit seinen sehr bekannten und erinnerungswürdigen Zitaten punktet, die mir teilweise schon vor dem Hören des Hörbuchs bekannt waren - und das spricht für das Buch! Nichtdestotrotz haben sich bei mir im zweiten Teil "Abnutzungserscheinungen" bemerkbar gemacht, was den Humor angeht. Die Skurrilität konnte bei mir irgendwann nicht mehr die gleiche Wirkung wie am Anfang erzielen, so dass ich mir ein bisschen einen roten Faden herbeigewünscht hätte. Insgesamt aber ein fantastisches und sehr amüsantes Buch, das jeder einmal gelesen oder gehört haben muss.
4 Kommentare
(© Audioteka / Random House Audio)

Sh*T - Ansichten Meines Dads*
von Justin Halpern
gelesen von Andreas Fröhlich & Joachim Kerzel

Bewertung: ★☆☆☆☆

Humor, Audiobook 
Spieldauer: 3 Stunden 48 Minuten 
Erscheinungsdatum: 21. September 2018
Verlag:
Random House Audio


* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Justin Halpern ist 28 und frischgebackener Single, als er wieder bei seinem Dad einzieht. Sam Halpern ist 73, Spezialist für Nuklearmedizin und pensioniert. Aber vor allem ist Dad einzigartig. Es gibt wohl niemanden, der seine zahlreichen Ansichten zum Leben – vor allem dem seines Sohnes – so unverhohlen und frei von falscher Rücksichtnahme zum Ausdruck bringt wie Sam Halpern. Ob Töpfchentraining, die richtige Einstellung zu Hausaufgaben oder Beziehungskrisen: Ohne Dads verbalen Beistand hätte Justin all das kaum gemeistert. Und wenn doch, wäre es zumindest nicht so lustig gewesen. Justin Halperns Hörbuch über seine gemeinsamen Jahre mit Dad sind nicht nur eine Liebeserklärung an einen großartigen Mann, sondern auch eine Schatztruhe unvergesslicher Leitsätze für alle Lebenslagen.  (© Audioteka / Random House Audio)

Meine Meinung:

Dieses Hörbuch wurde mir auf Goodreads im Bereich „Humor“ empfohlen und da mir mal wieder nach etwas Lustigem zumute war, wollte ich endlich mal anhören, was Justin Halpern denn über seinen angeblich sehr unterhaltsamen Vater zu berichten hat. Das Buch ist scheinbar auf Grundlage einiger Tweets entstanden, in denen Halpern einige Aussagen seines Vaters mit der Welt geteilt hat. Aus irgendeinem Grund – der sich mir nach Abschluss des Hörbuchs ehrlich gesagt nicht erschliesst – scheinen die Tweets Anklang gefunden zu haben, so dass Halpern beschlossen hatte, daraus ein Buch zu machen.

Ich habe mich im Vorfeld nicht mit den Tweets auseinander gesetzt, sondern mich einfach mal von Halperns Vater überraschen lassen. Vielleicht war das ein grosser Fehler, denn anstatt geistreicher, sarkastischer und vor allem amüsante Weisheiten, haben mich eine Menge Fluchworte, Abwertungen und Beleidigungen (vor allem seinem Sohn gegenüber), sowie auch teilweise homophobe, sexistische und rassistische Aussagen erwartet. Es kann sein, das politisch inkorrekte Äusserung 2010 (als das Buch erstmals erschienen ist) noch als lustig galten und toleriert wurden, aber spätestens seit 2018 sind viele seiner Haltungen einfach ein No-Go und ich könnte mir vorstellen, dass das Buch fast ein Jahrzehnt später deutlich negativere Rückmeldungen erhalten würde.

Mich hat aber nicht nur gestört, dass die Aussagen von Halperns Dad teilweise geschmacklos waren, sondern dass sie auch einfach überhaupt nicht lustig sind. Es hat mich sogar fast schon traurig gemacht, mit welcher Härte er seinen Sohn erzogen hat und was für Meinungen er ihm mit auf seinen Weg gehen wollte. Es gab im Buch zwar die eine oder andere Szene, in denen der Vater doch noch zeigt, dass sein Herz nicht ganz aus Stein ist, aber das war letztendlich im Vergleich zu seinen zahlreichen Beleidigungen und Abwertungen nur noch ein Tropfen auf dem heissen Stein, was ihn insgesamt in meinen Augen einfach unglaublich unsympathisch gemacht hat. In meinen Augen widerspiegelt Halperns Dad als weisser, älterer, konservativer und rassistischer Amerikaner jemanden, den ich mir als typischen Trump-Wähler vorstelle – und damit hat er bei mir verloren.

Fazit:

Die Sprecher machen ihre Sache gut, aber leider kann das auch nicht über den schlechten Inhalt hinweg trösten. Mag sein, dass die Sprüche des Dads als einzelne Tweets einen zum Schmunzeln bringen können, aber gesammelt als ganzes Werk hinterlassen sie bei mir ein verstörendes Bild von Halperns Dad, der weder lustig, noch sympathisch ist. Ich konnte dem Buch absolut gar nichts abgewinnen und kann deshalb auch nicht mehr als 1 Stern vergeben. Der Titel des Buches trifft den Nagel auf den Kopf, denn vielmehr als „Shit“ (dt. „Scheisse“) kann man hier leider nicht erwarten. 
Keine Kommentare
(© Amazon / Hörbuch Hamburg)

Die Känguru-Apokryphen*
von Marc-Uwe Kling

Bewertung: ★★★★★

Humor, Audiobook 
Spieldauer: 4 Stunden 22 Minuten 
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2018
Verlag: Hörbuch Hamburg


* Gehört auf Audioteka.com [Werbung]

Inhaltsangabe:
Sensation, Sensation: Archäologen haben in einem Geheimfach in Marc-Uwes Schreibtisch neue Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden! Dies ist nicht die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Trilogie bleibt Trilogie. Aber ein anständiger Kleinkünstler hat natürlich eine Zugabe vorbereitet.

Die Känguru-Apokryphen versammeln zum ersten Mal alle weniger bekannten Eskapaden des dynamischen Duos: Episoden, die zwar nicht im allgemein gültigen Hochkanon der Känguru-Trilogie vertreten, aber ebenso witzig sind. Geschichten aus Anthologien, Live-Programmen ... und aus besagtem Geheimfach. (© Audioteka / Hörbuch Hamburg)

Meine Meinung:

Was habe ich mich gefreut, als ich entdeckt habe, dass Marc-Uwe Kling ein weiteres Buch aus seiner Känguru-Reihe herausbringt. Meinetwegen könnte er noch hunderte solcher Bücher veröffentlichen und ich würde selbst dann nicht von seinen Geschichten, rund um das kommunistische, Schnapspralinen-süchtige Känguru genug kriegen.

Bei diesem Werk handelt es sich nicht um eine direkte Fortsetzung der Reihe, sondern vielmehr um eine Sammlung von verschiedenen Anekdoten, die es in keinen offiziellen Teil der Trilogie geschafft hat. Es sind also mehr oder weniger lose Erzählungen, die aber zumindest durch den Autor in eine halbwegs logische Reihenfolge gebracht wurden. Anders als bei den "Vorgängern", verfolgt man in "Die Känguru-Apokryphen" also keinem roten Faden, sondern begleitet Kling durch verschiedene fiktive Erlebnisse aus dem Alltag, die er mit seinem Mitbewohner, dem Känguru erlebt hat. Trotz fehlendem Handlungsbogen, wird aber dennoch hin und wieder bei den verschiedenen Erzählungen Bezug zu vorangegangenen Kapiteln genommen. So zieht sich zum Beispiel das äusserst amüsante neue Spiel "Open Schnick" durch das gesamte Buch und wird von den beiden Mitbewohnern immer wieder in verschiedenen Situationen gespielt oder der neue Kaffee-Praktikant des Kängurus wird zumindest mehrfach am Rande erwähnt, nachdem er neu in die Geschichte eingeführt wurde.

Das Buch ist, wie man es bereits von Klings anderen Werken kennt, vollgepackt mit (mehr oder weniger) geistreichem Humor in Form von gesellschaftskritischer Satire, bei dem - natürlich - auch der aktuelle US-Präsident Trump sein Fett weg kriegt oder der Klimawandel seine Erwähnung findet.

So schnell ich das Hörbuch begonnen habe, so schnell war es auch wieder vorbei. Durch den fehlenden roten Faden kam das Ende ziemlich plötzlich und ich hätte gerne noch ein paar weiteren Stunden der wunderbaren Erzählung von Kling zugehört - diesmal zum Glück wieder in der altbekannten Interpretation des Kängurus und nicht mit der krächzenden Stimme aus dem 3. Teil.

Fazit:

Eine sehr amüsante Satire über fiktive Erlebnisse von Kling und dem Känguru, die nach wie vor zu überzeugen weiss. Durch den fehlenden Handlungsbogen reicht es nicht ganz an Teil 1 und 2 heran, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Von mir gibt es für dieses tolle Hörbuch, das wie gewohnt von Kling selbst vorgelesen wird, 4.5 Sterne. Und ich hoffe, das ist nicht das letzte Buch über das Känguru. Gerne mehr davon!

Über Audioteka [Werbung]:

Das Hörbuch könnt ihr euch auf Audioteka.com anhören. Man kann das Angebot 30 Tage kostenlos austesten.
13 Kommentare
(© Amazon / Audible GmbH)

Der Auftragsthriller (Trudi Jefferson, #1)
von Jane Christo

Bewertung: ★★☆☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 5 Std. und 27 Min.
Erscheinungsdatum: 8. September 2016
Verlag: Audible GmbH


Inhalt:
Trudi hat es echt nicht leicht: Nicht nur, dass ihr Ehemann Floyd ganz plötzlich verstorben ist, sie muss kurz nach seiner Beerdigung zu allem Überfluss auch noch erfahren, dass sie rechtmässig eigentlich gar nicht verheiratet waren. Und nicht nur das, wie sich nach und nach herausstellt, war ihr (vermeintlicher) Ehemann nicht der, für den er sich die ganze Zeit ausgegeben hat. Kurz nach seinem Tod tauchen einige zwielichtige Gangster bei Trudi auf, die Floyds Schulden eintreiben wollen, die er in der Vergangenheit durch nicht ganz so legale Machenschaften angehäuft hat. Durch diese Verstrickungen lernt Trudi nicht nur den gutaussehenden Wyatt Slater kennen - den Boss der Unterwelt von L.A. - sondern auch den genauso attraktiven Detective Lawson. Als würde sie nicht schon in genug Schwierigkeiten stecken, haben beide scheinbar ein Auge auf sie geworfen und buhlen nun um ihre Aufmerksamkeit. Ob das gut ausgehen kann?

Meine Meinung:
Was sich nach einer leichten, aber amüsanten Geschichte anhört, ist am Ende leider nicht ganz das, was die interessante Inhaltsangabe vermuten lässt. In diesem Fall wäre weniger wohl mehr gewesen, denn für mich schien es so, als hätte die Autorin Mühe gehabt, ihre ganzen Ideen zu einem grossen Ganzen zu verknüpfen. Dadurch fehlt es der Geschichte an einem Spannungsbogen und der Plot fühlte sich irgendwie unfertig und undurchdacht an. Mir war zum Beispiel bis zum Schluss nicht ganz klar, was Floyds geheime Schriftsteller-Tätigkeit für einen Sinn hatte. Meiner Meinung nach hätte das und andere Ereignisse gut weggelassen werden können, so dass man sich auf einen der vielen Handlungsstränge hätte konzentrieren können.
Die Ereignisse wirkten für mich auch immer wieder an den Haaren herbeigezogen. (view spoiler) Ähm... I don't think so. Gleichzeitig passt es gerade perfekt, dass Trudi Bekanntschaften mit Gangstern macht, denn so hat sie gleich mal genügend Stoff, um sich als Thrillerautorin zu versuchen - und das obwohl sie zuvor noch nie in diesem Bereich tätig war. Aber wer stellt da schon Fragen?
Ich könnte an dieser Stelle noch etliche Beispiele anfügen, aber ich belasse es einfach mal bei diesem beiden, damit ich nicht zu viel verrate.

Die Sprecherin:
Ich kannte Dagmar Bittner nicht, mochte ihre Erzählweise aber sehr gerne. Sie hat eine angenehme Stimme, die einer der Gründe dafür war, dass ich das Hörbuch bis zum Ende durchgehalten habe. Ich werde mir den Namen sicher vormerken!

Fazit:
"Der Auftragsthriller" ist ein seichter Roman, der eher unfreiwillig durch seine Absurdität zu einer Komödie wird. Ich selbst musste an keiner Stelle schmunzeln, aber wer auf kurzweilige, sehr weit hergeholte Plots steht, kann sich das Hörbuch gerne anhören. Ich werde es sicher kein zweites Mal tun ;) 2.5 Sterne gibts trotzdem von mir, allerdings bloss für die angenehme Erzählerin.
Keine Kommentare
(© Amazon / Audible GmbH)

Ein todsicherer Job (Grim Reaper #1)
von Christopher Moore

Bewertung: ★★★★☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 12 Stunden und 54 Minuten
Erscheinungsdatum: 9. November 2010
Verlag: Audible GmbH


Inhaltsangabe:
Eigentlich ist Charlie Asher ein recht liebenswerter Mensch: ein wenig neurotisch, vielleicht auch ein kleiner Hypochonder, aber alles in allem eher durchschnittlich. Er besitzt ein Haus, einen kleinen Laden und ist mit der hübschen Rachel verheiratet, die ihn gerade wegen seiner Normalität liebt. Charlies Welt ist perfekt, bis seine Frau bei der Geburt ihrer Tochter stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren. Denn er ist ziemlich sicher, dass in dem Moment von Rachels Tod neben ihrem Bett ein außergewöhnlich großer, schwarzer Mann in einem mintgrünen Anzug auftauchte.

Dann häufen sich die merkwürdigen Ereignisse, bis der mintgrüne Mann wieder auftaucht und ihn aufklärt: Auf Befehl von ganz oben ist Charlie ein neuer Job übertragen worden. Er soll Seelen einfangen und sie sicher ins Jenseits befördern. Keine angenehme Arbeit, aber irgendjemand muss sie ja machen. Charlie sieht nur nicht ein, warum ausgerechnet er dazu auserkoren sein soll, und fordert den Tod heraus. (© Amazon / Audible GmbH)

Meine Meinung:
Wer denkt, dass der Tod als Hauptthema eines Buches nur deprimierend sein kann, irrt sich gewaltig, denn Christopher Moore beweist mit seinem Werk "Ein todsicherer Job" das Gegenteil. Mit pechschwarzem Humor erzählt er vom Leben eines eigentlich durchschnittlichen Bürgers, der nach dem Tod seiner Frau die Aufgabe erhält, fortan sogenannte Seelenschiffchen zu sammeln.
Mit seiner etwas naiven, aber durchaus liebenswerten Art schliesst man Charlie mit seinem manchmal bitterbösen Sarkamus sofort ins Herz und will unbedingt wissen, wie er seine neue Aufgabe als Todesbote meistert. Wie erwartet, stellt er sich dabei nicht immer sonderlich geschickt an und bringt den Hörer (oder Leser) mit seinen Aktionen und Gedankengängen zum Lachen.
Die Geschichte rund um Charlie Asher wird von Simon Jäger erzählt (u.a. auch bekannt als Matt Damons Synchronsprecher). Er macht seine Sache wirklich gut und bringt Charlies tollpatschige Art humorvoll rüber.

Wer auf schwarzen und vor allem von Sarkasmus triefenden Humor steht, sollte sich "Ein todsicherer Job" auf jeden Fall anhören. Nur der Schluss fand ich dann stellenweise etwas wirr und absurd, so dass ich deswegen einen Stern abziehen muss. Der Folgeband "Ein todsicherer Plan" steht aber schon auf meiner to-read resp. to-hear Liste ;-)
Keine Kommentare
(© Amazon / Argon Verlag)

Traumprinz
von David Safier

Bewertung: ★★☆☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 7 Std. und 42 Min.
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2016
Verlag: Argon Verlag


Inhalt:
In dieser Geschichte lernen wir Nellie kennen. Eine junge Frau, die auf die Dreissig zugeht und erst kürzlich durch ein eher unschönes Erlebnis erfahren musste, dass ihr derzeitiger Freund bereits eine andere Freundin hat. Gedemütigt und zu allem Überfluss nur mit einem Handtuch bekleidet, begibt sie sich daraufhin auf den Heimweg.
Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nellie kriegt durch eher zufällige Umstände ein altes Buch in die Hände, in das sie ihren Traumprinzen zeichnet. Was sie nie gedacht hätte: Es handelt sich um ein magisches Buch, durch das ihr "Traumprinz" kurze Zeit später zum Leben erwacht und allerlei Chaos in ihrem Leben veranstaltet. Ob Nellie da wieder heil herauskommt?

Meine Meinung:
Die Grundidee und der Erzählstil waren typisch Safier, leider wagt sich der Autor bei seinem neusten Werk aber kaum aus seiner "Comfort Zone" heraus und recyclet einfach mal ganz frech sehr viele Elemente aus seinem Erfolgsroman "Mieses Karma". So erinnert die Protagonistin Nellie nicht nur durch ihre Art und ihren Charakter an Kim Lange, auch diverse Nebencharaktere wie etwa der vermeintliche Traumprinz Retro, wirkte schon fast wie eine 1:1 Kopie von Casanova aus Safiers erfolgreichstem Roman. Wenn man "Mieses Karma" also bereits kennt und geliebt hat, dann wird man bei "Traumprinz" nicht mehr wirklich auf seine Kosten kommen, denn das alles wirkte auf mich wie ein schlechter Abklatsch.
Dass die Protagonistin Nellie einfach total nervig ist und sich wie ein 12-jähriges Kind aufführt, hat der Geschichte nicht unbedingt geholfen. Mal ehrlich? Welche um-die-30-Jährige nimmt sich Donald Duck als sein grösstes Vorbild und schwört auf das lustige Taschenbuch als wegleitendes Werk, wie andere auf die Bibel?
Normalerweise liebe ich Nana Spier als Erzählerin, aber in diesem Fall wirkte die Protagonistin dadurch noch kindischer und anstrengender.
Anfangs noch amüsant, wird die Story dann im Verlaufe der Zeit immer absurder und haarsträubender. Und würde ich nicht an einer Hörbuch-Challenge teilnehmen, hätte ich bestimmt nicht bis zum Ende durchgehalten.

Das war wohl nichts. Nette Idee, aber fürs nächste Mal darf David Safier ruhig wieder etwas kreativer werden, so dass wir nicht wieder der x-te Abklatsch seines Erfolgswerkes zu lesen kriegen ;) Mehr als 2 von 5 Sternen kann ich diesmal leider nicht vergeben.
Keine Kommentare
(© Amazon / Hörbuch Hamburg)

Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Chroniken #3)
von Marc-Uwe Kling

Bewertung: ★★★★☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 7 Std. und 39 Min.
Erscheinungsdatum: 10. März 2014

Verlag: Hörbuch Hamburg

Inhalt:
Nachdem das Känguru am Ende des letzten Bandes von der Ausländerbehörde abgeschoben wurde, berichtet Marc-Uwe Kling in den ersten Kapiteln, wie es ihm nun ergeht. Dabei wird deutlich, dass er das Känguru schrecklich vermisst und sich einsam fühlt. Selbst sein verrückter Psychiater kann ihm nicht weiterhelfen.
Nachdem er immer wieder kryptische Nachrichten erhält, die sehr nach dem Känguru klingen, taucht es dann tatsächlich wieder eines Tages vor der Tür des Autors auf. Es ist überzeugt davon, dass sein Erzfeind - der Pinguin - einen geheimen Masterplan verfolgt, den es verhindern muss. Aus diesem Grund entschliessen sich das Känguru und Marc-Uwe dazu, auf Weltreise zu gehen, um den Pinguin ausfindig zu machen - natürlich alles auf Kosten des Verlages. Mit einem Passfoto des Pinguins und dem Satz: "HABEN SIE DIESEN PINGUIN GESEHEN?!" bewaffnet, begeben sich die beiden auf ein langes Abenteuer, an dem sie den Hörer (oder Leser) teilhaben lassen.

Meine Meinung:
"Die Känguru-Offenbarung" ist der dritte und (vorerst?) letzte Band der Känguru-Trilogie von Marc-Uwe Kling. Insgesamt schafft der Autor es leider nicht ganz, die Qualität der Vorgänger zu halten. Es wirkt alles ein bisschen ZU gewollt, alles ein bisschen ZU absurd - man könnte sagen, es war von allem ein bisschen zu viel.

Den Anfang fand ich eigentlich ganz vielversprechend. Die Anektdoten waren wie gewohnt gesellschaftskritisch, erfrischend ehrlich und haben mich zum Lachen gebracht. Ich musste aber schon sehr früh geschockt feststellen, dass Kling das Känguru ganz anders als in den Vorgängern spricht (Wieso?!?!) und habe deshalb sehr lange gebraucht, um mich auf den dritten Teil einlassen zu können. Schon allein deshalb, muss ich einen Stern abziehen.
Die Idee rund um den geheimen Masterplan des Pinguins war natürlich sehr absurd und weicht deshalb sehr von den Konzepten der Vorgänger ab. Anfangs fand ich das Ganze zwar trotzdem noch sehr erheiternd, aber insgesamt zieht sich dieser Teil der Geschichte zu sehr in die Länge und gegen Ende hin wird es immer absurder und unlustiger, so dass ich den Schluss richtiggehend herbeigesehnt hatte.

Fazit: Das klingt jetzt sehr negativ, ist aber natürlich immer in Relation zu den Vorgängern zu sehen. Eigentlich hätte ich dem letzten Teil auch nur 3 Sterne vergeben, habe mich dann aber für 4 entschieden, weil selbst der Humor dieses letzten Teils noch immer geistreicher ist, als der von anderen deutschen Comedians.
Keine absolute Enttäuschung, aber das kann Herr Kling definitiv besser. Und nächstes Mal bitte wieder mit der gewohnten Stimme des Kängurus!
Keine Kommentare
(© Amazon / HörbucHHamburg HHV GmbH)

Die Känguru-Chroniken: Live und ungekürzt (Die Känguru-Chroniken #1)
von Marc-Uwe Kling

Bewertung: ★★★★★

Humor, Audiobook
Spieldauer: 4 Std. und 53 Min.
Erscheinungsdatum: 12. Juli 2012

Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH

Inhalt:
Alles beginnt damit, dass eines Tages ein Känguru vor Marc-Uwe Klings Wohnungstür steht und ihn um Kochutensilien bittet. Das Känguru - ein Meister im Schnorren - schafft es schon sehr bald, beinahe unbemerkt zu Klings Mitbewohner zu werden, so dass dieser nun fortan zahlreiche Anekdoten mit dem Känguru parat hat, die er uns Zuhörer nicht vorenthalten will. Und als Schnapspralinenliebender, kapitalismusfeindlicher, Bud-Spencer-verehrender und sozialkritischer Kriegsveteran aus dem Vietnam, hat das Känguru natürlich so einiges zu erzählen!

Meine Meinung:

Der Autor/Sprecher: Ich. bin. begeistert! Mehr müsste ich dazu eigentlich nicht sagen. Nicht nur, dass es sehr viel Spass macht, dem Autor bei seinen Imitationen des Kängurus zuzuhören - auch mit seinem geistreichen Humor konnte mich Marc-Uwe Kling für sich und seine Geschichte mit dem Känguru gewinnen.

Fazit: Ich kann dieses Hörbuch nur jedem wärmstens empfehlen, der auf humorvolle, gesellschaftskritische Erzählungen steht, die einen immer wieder zum Lachen bringen. Ich lege dabei jedem wärmstes ans Herz, die Audio-Version zu hören. Ich kann mir vorstellen, dass es nur halb so amüsant ist, die Kurzgeschichten ohne Kling als Sprecher zu lesen.
Ich freue mich schon auf Band 2 der Känguru-Reihe!
4 Kommentare
(© Amazon / Lübbe Audio)

In Wahrheit wird viel mehr gelogen
von Kerstin Gier

Bewertung: ★★★★★

Chick-Lit, Humor, Audiobook
Spieldauer: 4 Std. und 9 Min.
Erscheinungsdatum: 23. September 2009
Verlag: Lübbe Audio


Ich habe "In Wahrheit wird viel mehr gelogen" bereits vor einigen Jahren gelesen, konnte mich aber nicht mehr im Detail an die Geschichte erinnern, so dass mich die Hörbuchversion noch einmal wunderbar unterhalten konnte.

Inhalt:
Carolin ist gerade mal 26 Jahre alt und bereits Witwe. Ihr sehr viel älterer Mann ist überraschend gestorben und nun muss sie nicht nur seinen Tod verarbeiten, sondern sich auch noch mit seiner teilweise geldgierigen Familie herumschlagen. Pikanterweise war sie vor der Ehe ihres verstorbenen Mannes mit dessen Sohn liiert, was die ganze Angelegenheit nicht gerade vereinfacht. Erst recht nicht, als Leo (der Sohn und Ex-Freund) eines Tages bei ihr auftaucht und um ein Gespräch bittet. Wie sie Carolin erst nach dem Tod ihres Mannes erfahren musste, hatte er scheinbar viel mehr Geld auf der hohen Kante, als sie geahnt hatte. Und aus diesem Grund muss sie sich nun mit Erbschaftsangelegenheiten herumschlagen, die sie so gar nicht zu interessieren scheinen.

Die Charaktere:
Carolin ist zwar überdurchschnittlich intelligent, aber gleichzeitig leider auch etwas tollpatschig, was sie mir auf Anhieb sympathisch machte. Obwohl es das Thema Tod eher bedrückend ist, schafft sie es einen selbst als trauernde Witwe zum Lachen zu bringen.
Die Familie ihres Vaters, allen voran der geldgeile und selbsternannte Regisseur "Onkel Thomas", sind einfach ulkig und es ist äusserst amüsant zu sehen, wie Carolin mit diesen Karikaturen umgehen muss.

Meine Meinung:
Das Buch ist sehr kurzweilig, aber dennoch amüsant. Ich habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt und Mirja Boes hat einen sehr angenehmen Erzählstil, der perfekt zur Story des Buches gepasst hatte. Als lustige Unterhaltung im Sommerurlaub kann ich das Hörbuch nur wärmstens weiterempfehlen!
Keine Kommentare
(© Amazon / Argon Verlag)

Happy Family
von David Safier

Bewertung: ★★★☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 6 Std. und 8 Min.
Erscheinungsdatum: 5. Dezember 2011
Verlag: Argon Verlag


Inhalt:
Die Wünschmanns haben es wirklich nicht leicht: Jedes Familienmitglied hat momentan mit seinem eigenen, persönlichen Drama zu kämpfen und als wäre das nicht genug, werden sie eines Tages ausgerechnet noch von einer Hexe mit einem Fluch belegt. Die einzelnen Familienmitglieder werden dabei in verschiedene magische Wesen verwandelt. Um diesen Fluch zu brechen, müssen sie die Hexe finden, die ihnen das alles eingebrockt hat. Um sie zu finden, machen sie sich auf den Weg nach Rumänien. Auf dieser Reise lernen sie nicht nur, wie sie mit ihrem neuen Schicksal und ihren neu gewonnen Kräften umgehen können, sondern jede Person macht ihre ganz eigene persönliche Entwicklung durch.

Meine Meinung:
Wie alle anderen Bücher von Safier handelt es sich auch bei Happy Family um eine kurzweilige Geschichte, die sich selbst nicht so ernst nimmt. Als Hörbuch vor dem Einschlafen sind seine Romane deshalb ganz passend, aber darüber hinaus schafft der Autor es leider nie, mich wirklich zu begeistern. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten: Kennst du ein Buch von Safier, kennst du sie alle. Alle Bücher laufen unter einer ähnlichen Prämisse und jedes mal werden die gleichen Themen angeschnitten, so dass es auf Dauer etwas eintönig wird.
Es ist wirklich schade, dass der Autor sich nie aus seiner Comfort Zone traut und jedes Mal sein gewohntes Schema anwendet. Dabei variieren zwar die einzelnen Protagonisten, doch durch ihre ähnlichen Hintergrundgeschichten und Probleme und dem immer gleichen Storyverlauf mit Fantasy-Einschüben, handelt es sich letztendlich doch immer nur um ein und denselben Einheitsbrei.
Ein Positives hat "Happy Family" allerdings: Es wird mal nicht von Nana Spier gelesen, so dass man wenigstens da etwas Abwechslung reinbringt und den Charakeren durch die unterschiedlichen Sprecher etwas mehr Individualität verleiht.

Alles in allem ist "Happy Family" als kurzweilige Unterhaltung ohne grossen Anspruch okay, aber eben auch nur ein typischer Safier, wie man ihn schon von seinen anderen Werken kennt. Kann man sich anhören, muss man aber nicht.
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(© Amazon / Fischer E-Books)

Der Rosie-Effekt (Don Tillman #2)
von Graeme Simsion

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Fiction, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2014
Verlag: Fischer E-Books


Nachdem ich von "Das Rosie-Projekt" restlos begeistert war, war das Lesen des zweiten Bandes natürlich Pflicht. Ich wusste nicht, dass überhaupt eine Fortsetzung geplant war, deshalb war die Überraschung umso grösser, als ich das Buch entdeckt hatte. Vielleicht wurden mir aber auch gerade diese riesige Vorfreude und die damit entsprechend hohe Erwartung zum Verhängnis, denn leider konnte mich Band 2 der Rosie-Reihe nicht überzeugen.

Inhalt:
Die Story lässt sich kurz und knapp zusammenfassen: Rosie und Don sind inzwischen verheiratet und leben aufgrund von Rosies Doktorarbeit in New York. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team und Rosie hat sich an den Umgang mit Dons Eigenarten gewöhnt. Na ja... zumindest bis sie erfährt, dass sie (ungeplant) schwanger ist, denn diese Tatsache stellt plötzlich alles auf den Kopf. Rosie leidet an Stimmungsschwankungen, der Druck durch ihre Doktorarbeit macht ihr zu schaffen und zu allem Überfluss hat Don noch den inzwischen in Trennung lebenden Gene bei sich zu Hause aufgenommen. Das alles macht die Schwangerschaft nicht gerade leichter und führt dazu, dass Rosie einiges hinterfragt und Don durch seine Eigenart von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und dadurch sogar in Konflikt mit dem Gesetz gerät.

Meine Meinung:
Die Story an sich fand ich nicht schlecht, nur fand ich das Buch stellenweise sehr zäh und langatmig und es hätte ruhig 100 Seiten kürzer sein können. Im Gegensatz zum ersten Band, wird hier ein ernsterer Ton angeschlagen. Band 1 was locker und amüsant und hat mich sehr gut unterhalten. In Band 2 geht es vor allem um Konfliktsituationen, Auseinandersetzungen und diverse Fehltritte von Don. Es werden viele neue Charaktere eingeführt, bei denen ich manchmal etwas den Überblick verloren habe, da ich einfach keine emotionale Bindung zu den Neulingen aufbauen konnte. Auch Rosie hat sich stark verändert und hat plötzlich Schwierigkeiten, mit Dons Art klarzukommen. Natürlich sind da die Schwangerschaftshormone nicht ganz unbeteiligt, aber dennoch fand ich sie stellenweise ziemlich unsympathisch und hätte mir mehr Verständnis für Don erhofft.

Ich kann dem Buch also höchstens 3,5 Sterne vergeben und fand, dass es leider überhaupt nicht an Band 1 rangekommen ist. Wobei Band 1 die Messlatte natürlich auch sehr hoch gelegt hatte.
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(© Amazon / Krüger)

Lackschaden (Andrea Schnidt #6)
von Susanne Fröhlich

Bewertung: ★★★☆☆

Humor, Chick-Lit, 288 Seiten
Erscheinungsdatum: 2. März 2012
Verlag: Krüger


"Lackschaden" war das erste Buch, das ich von Susanne Fröhlich gelesen habe. Damit kenne ich die Vorgeschichte der Familie Schnidt nicht und es kann durchaus sein, dass dies meine Bewertung beeinflusst hat.

Inhalt:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Andrea Schnidt geschildert: Eine Mittvierzigerin, die Mutter zweier Kinder ist und einen Ehemann hat, der sich scheinbar mehr für Golf, als für seine Ehe zu interessieren scheint. Neben den Eheproblemen und dem Stress mit ihren pubertierenden Kindern, hat Andrea auch noch mit ihren Wechseljahren und einem ulkigen Schwiegervater zu kämpfen, der nach dem Tod seiner Frau auch in das Haus der Schnidts eingezogen ist und allerhand Unsinn anstellt.

Meine Meinung:
Was sich eigentlich ganz amüsant anhört, war letztendlich aber leider doch nicht so humorvoll beschrieben, wie ich mir das erhofft hatte. Anstatt mit einer Geschichte mit Witz, wurde ich eher mit einer zynischen und ständig nörgelnden Protagonistin konfrontiert. Es ist zwar einerseits nachvollziehbar, dass bei Andrea nicht eitel Sonnenschein herrscht, aber bei einer solch zynischen und ständig nörgelnden Frau, würde ich meine Zeit wohl auch lieber auf dem Golfplatz verbringen ;-) Natürlich könnte sich ihr Ehemann etwas mehr bemühen, aber grundsätzlich ist einfach die fehlende oder sogar miserable Kommunikation der beiden Grund dafür, dass so vieles schief läuft. Einen Pluspunkt gibt es aber für den ulkigen Schwiegervater, der sich im Verlaufe der Story als echter Goldschatz herausstellt und den man einfach ins Herz schliessen muss.

Alles in allem handelt es sich bei "Lackschaden" eher um einen kurzweiligen Roman, der ganz nett ist, aber den man nicht unbedingt gelesen haben muss.
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(© Amazon / Fischer E-Books)

Das Rosie-Projekt (Don Tillman #1)
von Graeme Simsion

Bewertung: ★★★★★

Contemporary Fiction, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2013
Verlag: Fischer E-Books


Inhalt:
Die Story dreht sich um den Protagonisten Don Tillman, der durch einen selbst konstruierten Fragebogen die für ihn perfekte Frau finden will. Sein sogenanntes Ehefrau-Projekt läuft aber nicht ganz nach Plan, denn die Frau, die ihn letztendlich interessiert, passt eigentlich so gar nicht in sein gewünschtes Schema. Diese Frau, Rosie, wiederum, weiss ursprünglich auch gar nichts von dem Ehefrau-Projekt und trifft sich in erster Linie mit Don , weil er Professor für Genetik ist und sie mit seiner Hilfe ihren biologischen Vater finden will. Gemeinsam machen sie sich also auf die Suche nach der DNA von Rosies potentiellem Vater. Und da hier zwei grundlegend verschiedene Persönlichkeiten aufeinander treffen, ist das Chaos quasi vorprogrammiert.

Meine Meinung:
Die Story ist sehr amüsant und überaus unterhaltsam. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und war sehr traurig, wie schnell ich mit dem Buch durch war.
Die beiden Protagonisten Don und Rosie sind durch ganz individuelle Charakterzüge sehr liebenswert und ich habe beide (auch unabhängig voneinander) sehr schnell ins Herz geschlossen. Aber auch Nebencharaktere wie Dons beste Freunde Gene und Claudia, die Don - mehr oder weniger - beratend zur Seite stehen, runden die ganze Story ab und machen sie in meinen Augen glaubhaft.

Wer die ganzen kitschigen Nicholas Sparks Romane satt hat (wie ich ;-)), der sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es ist schön zu sehen, dass Liebesgeschichten auch ohne Klischees und seitenlange Liebesbekundungen funktionieren können.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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