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between the lines.

(© Amazon / Entangled: Teen)

Oblivion (Lux #1.5) 
von Jennifer L. Armentrout

Bewertung: ★★★★☆

YA Fantasy, 1005 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2015

Verlag: Entangled: Teen
Meine Meinung:
Ich habe jetzt lange überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll. Die Lux-Reihe gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und Daemon war für mich bis anhin eigentlich der "Best Book-Boyfriend ever". Aber in Oblivion war er irgendwie ... enttäuschend.

Zur Story selbst will ich gar nicht viel sagen: Ich habe die 1000-seitige ebook Version gelesen, die die genau gleiche Handlung, wie die ersten drei Bände der Lux-Reihe haben. Die Print-Version des Buches beinhaltet nur den ersten Band. Neu ist, dass man alles aus der Perspektive von Daemon erleben kann. Das war für mich auch Grund genug, die ganze Story nocheinmal zu lesen.

Angefangen hat alles auch ganz gut. Es war einfach wunderschön und sehr amüsant das Kennenlernen von Daemon und Katy noch einmal mitzuverfolgen. Es war interessant zu erfahren, was Daemons Beweggründe hinter seinem fiesen Verhalten in Band 1 waren und das hat ihn irgendwie noch sympathischer gemacht. Hätte ich nur den ersten Teil gelesen, dann hätte ich sicher 5 Sterne vergeben.

Im zweiten Band kommt dann, wie wir alle wissen, Blake ins Spiel. Und da hat mich Daemon zum ersten Mal genervt. Er führt sich stellenweise echt wie ein besitzergreifender Höhlenmensch auf. Gleichzeitig wird echt JEDES Mal wenn er Kat bloss ansieht, erwähnt, wie heiss er auf sie ist, wie sich etwas bei ihm "regt" und was er mit ihr am liebsten anstellen würde (Ihr versteht worauf ich hinaus will? ;)). Das alles hat mich während dem Lesen immer mehr und mehr an eine Mischung aus Edward aus Twilight und Christian Grey aus Shades of Grey erinnert. Und genau da liegt das Problem: Ich HASSE diese beiden Charaktere und diese Bücher hasse ich noch viel mehr.
Ich bin überhaupt nicht prüde und es stört mich auch nicht, wenn Daemon heiss auf Kat ist, aber muss man das echt jedes Mal erwähnen, wenn sie bloss einen Atemzug macht? Ich hatte nach einer Weile echt den Eindruck, dass Daemon an nichts anderes als an Sex denkt. Und irgendwie hat das seinem Charme geschadet, den er in den Büchern aus Kats Perspektive rübergebracht hatte.
Als die beiden dann endlich zusammen kommen und sie bereit dafür wäre, all seine schmutzigen Fantasien auszuprobieren, ist er es, der einen Rückzieher macht und alles langsam angehen will. Das war dann einfach nur noch lächerlich in Anbetracht der Tatsache, dass er zuvor 24/7 nur an Sex gedacht hatte.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass die eigentliche Story deutlich gekürzt und wie eine Nebenhandlung erzählt wurde. Das kommt wahrscheinlich daher, dass wir die Story bereits aus der eigentlichen Lux-Reihe kennen, aber damit hat sich die Autorin dennoch keinen Gefallen getan. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, Daemons teilweise echt kitschige Schwärmereien für Kat etwas zu dämpfen und der eigentlichen Story mehr Platz einzuräumen.
Armentrout schreibt ja mehr und mehr im New Adult Bereich und auch in ihren neueren Fantasy-Werken wird Sex nicht mehr nur angedeutet. Zu der Lux-Reihe hat das aber für mich einfach nicht gepasst.

Man kann das Buch lesen, gerade wenn man ein riesiger Fan der Lux-Reihe ist. Aber man verpasst auch nichts, wenn man es sein lässt. Im Gegenteil: Daemons Gedankengänge wären manchmal doch besser verborgen geblieben ;) Irgendwie hat es ein bisschen den "Zauber" um ihn kaputt gemacht. Und 1000 Seiten auf einmal waren wahrscheinlich auch ein bisschen too much, so dass ich am Ende eine Überdosis Daemon hatte.
Letztendlich hab ich jetzt trotz all der Kritik doch noch 4 Sterne vergeben. Aber würde ich die ursprüngliche Lux-Reihe und die Autorin nicht so lieben, wären es sicher nur 3 geworden ;)
Keine Kommentare
(© Amazon / Kindler)

Die Frau am See
von Sara Gruen

Bewertung: ★★★★☆

Historical Fiction, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 25. September 2015
Verlag: Kindler


Inhalt:
Zugegeben, der Plot der Geschichte war etwas absurd und dennoch sehr unerhaltsam: Wir lernen gleich zu Beginn die Protagonistin Maddie kennen, die mit einem reichen Mann - Ellis - und wie es scheint, auch mit dessen besten Freund Hank verheiratet ist. Die beiden Männer verbindet eine unzertrennliche Freundschaft, die nicht zuletzt auch dem Alkohol zu verschulden ist.
Eines Tages kommen die beiden Männer auf die Idee, nach Schottland zu fahren, um die Existenz des Monsters von Loch Ness nachzuweisen. Maddie ist von diesem Vorhaben zwar wenig begeistert, begleitet ihren Mann und dessen besten Freund aber trotzdem widerwillig.
In Schottland angekommen zeigen sich die beiden amerikanischen Männer von ihrer schlimmsten Seite. Sie sind arrogant, verwöhnt und führen sich auf, als gehöre ihnen die Welt. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie dem Personal des Wirthauses, in dem sie für die nächsten Wochen unterkommen, ein Dorn im Auge sind.
Während den darauffolgenden Wochen verschwinden Ellis und Hank immer mal wieder für mehrere Tage und lassen Maddie alleine in ihrer Unterkunft zurück. Statt Trübsal zu blasen, freundet sich diese schon bald mit dem dortigen Personal an und hilft später auch beim Putzen und Kochen mit. In dieser Zeit werden ihr auch nach und nach die Augen geöffnet, als sie Dinge über ihren Ehemann in Erfahrung bringt, die besser im Verborgenen geblieben wären.

Meine Meinung:
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Geschichte ist etwas an den Haaren herbei gezogen, aber durch ihren wunderbaren Schreibstil, schafft es die Autorin trotzdem, den Leser gleich zu Beginn in ihren Bann zu ziehen. Auch das Cover hat mich sehr angesprochen und passt perfekt zur Geschichte.
Nichtsdestotrotz kann ich der Geschichte "nur" 4 von 5 Sternen geben, denn letztendlich hat mir noch das gewisse "Etwas" gefehlt, damit ich es zu meinen Lieblingsbüchern zählen könnte. Ausserdem hätte ich mir ein nicht ganz so übertriebenes Ende gewünscht.

Ich kenne leider keine anderen Bücher der Autorin, aber kann "Die Frau am See" definitiv jedem empfehlen, der für eine kurzweilige, aber unterhaltsame Geschichte offen ist.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer)

Der Junge im gestreiften Pyjama
von John Boyne

Bewertung: ★★★★★

Historical Fiction, 266 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2010
Verlag: Fischer


Meine Meinung:
Wir lernen in der Geschichte den 9-Jährigen Bruno kennen, der während des 2. Weltkrieg aufgrund eines Stellenwechsels seines Vaters, von Berlin nach Auschwitz ziehen muss. Bruno ist noch ein Kind und versteht nicht ganz, was da in der Welt draussen vor sich geht.
In Auschwitz angekommen, sieht er durch sein Fenster viele Menschen, die (seiner Meinung nach) alle den gleichen gestreiften Pyjama tragen und sich hinter einem Zaun befinden. Was in Wahrheit ein Konzentrationslager ist, in dem Juden brutal umgebracht werden, ist für Bruno eher ein faszinierender Ort, an dem Kinder - seiner Vorstellung nach - den ganzen Tag mit anderen Kindern spielen können.
Eines Tages packt ihn sein Forscherinstinkt und er macht sich heimlich auf den Weg zum Zaun. Dort angekommen, lernt er einen anderen kleinen Jungen kennen: Schmuel. Die beiden freunden sich in den darauffolgenden Monaten an - nichts ahnend, dass Bruno diese Freundschaft eines Tages zum Verhängnis wird.

"Wer sind die vielen Leute dort draussen?", sagte er schliesslich. Vater neigte den Kopf nach links, die Frage schien ihn leicht zu verwirren. "Soldaten, Bruno", sagte er. "Und Sekretäre. Mitarbeiter. Du hast sie natürlich alle schon gesehen." "Nein, nicht die", sagte Bruno. "Die Leute, die ich von meinem Fenster aus sehe. Die in den Baracken, in der Ferne. Sie sind alle gleich angezogen." "Ach, die", sagte Vater. Er nickte und lächelte leicht. "Das ... na ja, das sind eigentlich gar keine Menschen, Bruno." (S.33) (© John Boyne / Fischer)

Das Buch zeigt einmal mehr das traurige Gesicht des Nationalsozialismus - diesmal aus kindlicher Perspektive. Und doch ist es dadurch nicht weniger erschütternd, was damals vor sich gegangen ist. Aber gerade das Geschehen aus Kinderaugen zu sehen, war für mich das, was die Geschichte ausmacht. Die Seiten fliegen nur so dahin und man kann das Buch nicht aus der Hand legen. Zuletzt wird dem Leser noch ein schockierendes Ende vor Augen geführt, das man so nicht erwartet und einen fassungslos zurücklässt.

"Der Junge im gestreiften Pyjama" ist ein Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte.
Keine Kommentare
(© Amazon / carl's books)

Trügerische Nähe
von Susanne Kliem

Bewertung: ★★★☆☆

Crime, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. September 2015
Verlag: carl's books


Inhaltsangabe:
In einem Dorf vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum: Sie ziehen auf einen stilvoll renovierten Hof und freuen sich auf ein beschauliches, naturnahes Landleben. Die beiden Männer kennen sich aus Studienzeiten, auch ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis’ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. Die junge Frau wirkt verzweifelt, scheint in etwas verstrickt, über das sie nicht sprechen möchte. Alle sorgen sich um sie. Doch Livia verfolgt ihre ganz eigenen abgründigen Interessen und spielt die Bewohner gnadenlos gegeneinander aus. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort: Eifersucht, Neid und Verdächtigungen vergiften alle Beziehungen und enden in erbitterter Feindschaft. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann … (© Amazon / carl's books)

Meine Meinung:
Das unheimliche Cover und ein vielversprechender Klappentext zu einem Mord, dessen Täter einer der Hauptcharaktere ist - ich muss zugeben: Mein Interesse war geweckt und ich konnte es kaum abwarten, diesen angekündigten Krimi zu lesen. Leider stellte sich sehr bald heraus, dass es sich weniger um einen Krimi, sondern viel mehr um ein Drama unter zwei befreundeten Familien handelte. Nach und nach lernen wir die verschiedenen Charaktere kennen, die auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden sind. Das Chaos ist perfekt, als Livia plötzlich auf der Türschwelle auftaucht und sich mit jedem einzelnen Charakter anlegt, so dass am Ende alle aus irgendeinem Grund sauer auf sie sind.

Während 2/3 des Buches geht es nur um diese sich allmählich aufstauende Wut und Livias Intrigen. Der Schreibstil der Autorin ist aber sehr gut und liest sich flüssig, so dass die Seiten nur dahin fliegen. Trotzdem musste ich mich nach einer Weile fragen, wann denn endlich dieser angekündigte Mord passieren würde. Irgendwann - für mich leider zu spät - passiert es dann. Auf den darauffolgenden letzten 60 Seiten nach dem Mord, überschlagen sich die Ereignisse plötzlich - was angesichts der Tatsache, dass die Autorin sich zu Beginn so viel Zeit für die Erzählungen genommen hat - doch etwas gewöhnungsbedürftig und überraschend war.

Alles in allem handelt es sich bei "Trügerische Nähe" um einen sehr kurzweiligen Roman. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, aber leider kann er dann doch nicht ganz darüber hinweg trösten, dass die Story nicht ganz durchdacht war. Ausserdem ist der Klappentext sehr irreführend und führt zu Erwartungen, die am Ende leider nicht gehalten werden. Meine Enttäuschung wäre sicher auch nicht so gross gewesen, wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass es sich eher um ein Drama handelt.

Wer also Lust auf viel Drama und Intrigen hat, dem kann ich dieses Buch ans Herz legen. Für Krimi- oder Thrillerfans ist es aber sicher nicht ganz das Richtige.
Keine Kommentare
(© Amazon / Piper)

Brothers and Bones. Blutige Lügen
von James Hankins

Bewertung: ★★★☆☆

Mystery, Crime, 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 13. April 2015
Verlag: Piper


Inhalt:
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Charlie Beckham erzählt, einem jungen Staatsanwalt, der mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat: Seit 13 Jahren wird sein Bruder Jake vermisst und Charlie kann dieses Verschwinden bis heute nicht auf sich beruhen lassen. Er wird den Gedanken nicht los, dass sich Jake damals in irgendwelche Machenschaften verstrickt hatte, die ihm letztendlich zum Verhängnis wurden. Und trotzdem will er sich bis heute nicht eingestehen, dass sein Bruder tatsächlich tot ist. Seine Hoffnung, Jake lebend wiederzufinden, wird erneut geschürt, als er eines Tages von einem Obdachlosen mit seinem Spitznamen „Wiley“ angesprochen wird. Die einzige Person, die ihn jemals so genannt hatte, war Jake. Als Charlie sich dessen bewusst wird und sich deshalb auf die erneute Suche nach diesem Obdachlosen macht, ahnt er nicht, dass er eine Reihe von unaufhaltsamen Ereignissen ins Rollen bringt, die ihn selbst in Gefahr bringen.

Meine Meinung:
Ich fand diese Einleitung und die Idee, die hinter der Geschichte steckt, wirklich spannend und vielversprechend – genauso wie es sich eigentlich für einen Thriller gehört. Leider konnte aber die weitere Handlung dann nicht ganz das halten, was sie versprach und der Autor hat viel Potential verschenkt. Zum einen verliert er sich immer wieder in ständigen Wiederholungen und Zusammenfassungen über das gerade Geschehene, so dass man sich als Leser manchmal fragen musste, ob der Autor einen für dumm hält. Gleichzeitig hatte er aber damit auch erreicht, dass die Geschichte stellenweise etwas langatmig wirkte. Und zum anderen bedient sich der Autor im Laufe der Story etwas zu sehr an der Klischeeschublade.
Die Story wirkte am Ende nicht ganz durchdacht und mir hat leider bis zuletzt der „Thrill“ gefehlt. Es gab zwar Versuche, überraschende Wendungen einzubauen, aber so richtig vom Hocker haben mich diese nicht gehauen - und wenn man halbwegs aufmerksam liest, konnte man sich einige dieser Enthüllungen schon denken. Ausserdem fand ich es etwas enttäuschend, dass letztlich jeder Charakter denselben Beweggrund für seine Handlungen hatte – und damit hat es sich der Autor, meiner Meinung, etwas zu einfach gemacht.
Das Ende fand ich dann leider richtig furchtbar. Ich will hier auch gar nicht verraten, was genau passiert, aber auch das hier führe ich wieder auf den Kritikpunkt zurück, dass der Autor die Story scheinbar nicht richtig durchdacht hatte. Das Ende wirkt abrupt, die Erklärungen sind nur halbherzig und ich fand vieles unlogisch.
Ein letzter Kritikpunkt ist der, dass mir die Charaktere irgendwie alle zu ähnlich waren. Bis auf die Beschreibungen ihrer äusseren Erscheinung, wirkten die Charaktere sehr unscheinbar und hatten kaum irgendwelche Eigenheiten, die herausstechen. Da hat mir ein wenig die Authentizität und Individualität gefehlt.

Alles in allem kein kompletter Reinfall, da die Story durchaus ihre Momente hat – kann man lesen, muss man aber nicht.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer E-Books)

Grabesgrün (Dublin Murder Squad #1)
von Tana French

Bewertung: ★★★★☆

Mystery, Crime, 864 Seiten
Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2009
Verlag: Fischer E-Books


Inhalt:
Der Plot dieses Buches lässt sich eigentlich sehr knapp zusammenfassen: Bei einer Ausgrabungsstätte wird eines Tages die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt und nun gilt es herauszufinden, wer der Täter war.
Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch, dass einer der Ermittler - Rob Ryan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird - selbst ein Geheimnis mit sich trägt: Die Ortschaft, in der der Mord passiert ist, ist ihm keineswegs unbekannt. Denn was keiner weiss: Rob - damals noch unter seinem richtigen Namen Adam Ryan - ist selbst dort aufgewachsen. Als er noch ein Kind war, sind zwei seiner damals besten Freunde verschwunden (und vermutlich ermordet worden) und sie sind bis heute nicht gefunden worden. Rob selbst kann sich in Bezug auf diese Nacht an kaum etwas erinnern, so dass auch er selbst nicht weiss, was damals wirklich geschehen ist.
Damit bieten sich dem Leser schon zwei interessante Fälle, die es aufzulösen gibt. Natürlich kommt man nicht umhin sich zu fragen, ob sogar eine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen besteht und ob möglicherweise derselbe Täter dahinter steckt.
Bis auf seine Partnerin Cassie Maddox, weiss allerdings niemand, dass Rob der kleine Junge von damals ist. Bei seinen Ermittlungen stösst er dann nach und nach auf interessante Details, die ein wenig Licht in das Dunkel seiner Vergangenheit bringen.

Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

Obwohl das Buch mit seinen 700 Seiten relativ lang ist, habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Nichtsdestotrotz muss ich dennoch im Nachhinein als Kritikpunkt anfügen, dass die Story ruhig etwas gekürzt hätte werden können, denn zu meinem Bedauern stellt sich am Ende heraus, dass einige der Nebenhandlungen eher irrelevant für das Geschehen bzw. die Auflösung am Ende waren.

Die Sache mit Cassie und Rob fand ich einfach überflüssig und es war für mich nicht nachvollziehbar, weshalb ihr freundschaftliches Verhältnis danach unwiderruflich zerstört war, so dass die beiden am Ende beide ihre eigenen Wege gingen, ohne noch miteinander zu sprechen. Das hätte man sich ruhig sparen können.

Desweiteren ist es für mich unklar, weshalb dieses Telefongespräch zwischen Sams Onkel und Mr. Adams erwähnt, aber dann nicht weiter thematisiert wurde? Sollte das den Leser bloss auf eine falsche Fährte locken oder steckte wirklich mehr dahinter, da die Aufzeichnung des Gesprächs ja eher darauf schliessen lässt, dass dieser Adams irgendwelche krummen Dinger am Laufen hat? Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, weshalb die Sache auf Befehl von Robs Chef einfach fallen gelassen wurde. Das fand ich schade und es hätte deshalb meiner Meinung nach genauso gut weggelassen werden können.

Als dritter und letzter enttäuschender Punkt muss natürlich die Sache um Robs Vergangenheit erwähnt werden. Während rund 700 Seiten ist man gespannt, was damals im Wald passiert ist, erst recht, da immer wieder darauf eingegangen wird. Und am Ende entpuppt sich dann alles als Schall und Rauch, denn das Geheimnis bleibt ungeklärt und hat im Endeffekt rein gar nichts mit den aktuellen Ermittlungen zu tun. Das fand ich ebenfalls sehr schade, da man während des Lesens doch den Eindruck hat, dass mehr hinter der Sache steckt, als man denkt. Hier wurde meiner Meinung nach Potential verschenkt.


Trotz dieser erwähnten Kritikpunkte hat mich die Geschichte aber gut unterhalten und auch wenn mich die Auflösung am Ende nicht vom Hocker gehauen oder gar einen "AHA!"-Moment ausgelöst hat, war die Enthüllung des Täters dennoch nachvollziehbar und schlüssig. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Sternen!
Keine Kommentare
(© Amazon / Argon Verlag)

Happy Family
von David Safier

Bewertung: ★★★☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 6 Std. und 8 Min.
Erscheinungsdatum: 5. Dezember 2011
Verlag: Argon Verlag


Inhalt:
Die Wünschmanns haben es wirklich nicht leicht: Jedes Familienmitglied hat momentan mit seinem eigenen, persönlichen Drama zu kämpfen und als wäre das nicht genug, werden sie eines Tages ausgerechnet noch von einer Hexe mit einem Fluch belegt. Die einzelnen Familienmitglieder werden dabei in verschiedene magische Wesen verwandelt. Um diesen Fluch zu brechen, müssen sie die Hexe finden, die ihnen das alles eingebrockt hat. Um sie zu finden, machen sie sich auf den Weg nach Rumänien. Auf dieser Reise lernen sie nicht nur, wie sie mit ihrem neuen Schicksal und ihren neu gewonnen Kräften umgehen können, sondern jede Person macht ihre ganz eigene persönliche Entwicklung durch.

Meine Meinung:
Wie alle anderen Bücher von Safier handelt es sich auch bei Happy Family um eine kurzweilige Geschichte, die sich selbst nicht so ernst nimmt. Als Hörbuch vor dem Einschlafen sind seine Romane deshalb ganz passend, aber darüber hinaus schafft der Autor es leider nie, mich wirklich zu begeistern. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten: Kennst du ein Buch von Safier, kennst du sie alle. Alle Bücher laufen unter einer ähnlichen Prämisse und jedes mal werden die gleichen Themen angeschnitten, so dass es auf Dauer etwas eintönig wird.
Es ist wirklich schade, dass der Autor sich nie aus seiner Comfort Zone traut und jedes Mal sein gewohntes Schema anwendet. Dabei variieren zwar die einzelnen Protagonisten, doch durch ihre ähnlichen Hintergrundgeschichten und Probleme und dem immer gleichen Storyverlauf mit Fantasy-Einschüben, handelt es sich letztendlich doch immer nur um ein und denselben Einheitsbrei.
Ein Positives hat "Happy Family" allerdings: Es wird mal nicht von Nana Spier gelesen, so dass man wenigstens da etwas Abwechslung reinbringt und den Charakeren durch die unterschiedlichen Sprecher etwas mehr Individualität verleiht.

Alles in allem ist "Happy Family" als kurzweilige Unterhaltung ohne grossen Anspruch okay, aber eben auch nur ein typischer Safier, wie man ihn schon von seinen anderen Werken kennt. Kann man sich anhören, muss man aber nicht.
Keine Kommentare
(© Amazon / Kosmos)

Changers: Drew (Changers #1)
von T. Cooper, Allison Glock-Cooper

Bewertung: ★★★☆☆

YA Fantasy, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 5. Februar 2015
Verlag: Kosmos


Inhalt:
Die Geschichte handelt von dem 13-Jährigen Ethan, der eines Morgens plötzlich im Körper eines Mädchens steckt. Seine Eltern eröffnen ihm kurz daraufhin, dass er ein sogenannter "Changer" ist und in den folgenden 4 Jahren jeweils eine andere Identität annehmen wird, bevor er sich letztendlich für eine davon entscheiden muss. Dabei können alle Eigenschaften beliebig variieren, sei es nun das Geschlecht, die Ethnie oder auch die Grösse und das Gewicht. Ethans erste Identität ist Drew, ein Mädchen, mit ganz anderen Charakterzügen bzw. Fähigkeiten, als er es gewohnt war.
Nach und nach erfährt Ethan/Drew etwas mehr über die Gemeinschaft der Changers und welche Regeln er beachten muss - und das sind nicht gerade wenige. Es überrascht also nicht, dass Drew es tatsächlich schafft, im Laufe der Geschichte die eine oder andere Regel zu brechen und damit in Schwierigkeiten zu geraten...

Meine Meinung
Die Grundidee fand ich wirklich spannend und hat sofort mein Interesse geweckt, doch leider konnte die Story nicht ganz das halten, was ich mir davon erhofft hatte und sie wirkte am Ende nicht wirklich durchdacht.
Ein Kritikpunkt waren die z.T. grossen Zeitsprünge. Da das Buch eine Zeitspanne von einem ganzen Jahr umfassen sollte, ist ein Zeitsprung natürlich nachvollziehbar, doch man hätte diese viel besser einfügen können. Ausserdem wurde - in meinen Augen - eher unwichtigen Sachen, wie etwa der Beschreibung eines Fussballspiels, viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt und andere, wichtigere Geschehnisse, wurden nur kurz angeschnitten. Da wurde leider viel Potential verschenkt.
Der zweite Kritikpunkt betrifft die Tatsache, dass man als Leser nur häppchenweise Infos über die Changers erhält. Es werden immer wieder wichtige Punkte erwähnt, auf die aber letztendlich nicht näher eingegangen wird und mich etwas ratlos zurückgelassen haben. Es gibt z.B. eine Art Gegenbewegung, die sogenannten "RaChas". Doch man erfährt nicht wirklich was eigentlich deren Ziel ist oder was es damit auf sich hat. Und an dieser Stelle könnte ich noch zig andere Beispiele erwähnen.
Der dritte und letzte und in meinen Augen gewichtigste Kritikpunkt war, dass die ganze Story sehr oberflächlich bleibt. Das ist zum einen natürlich den relativ grossen Zeitsprüngen zu verschulden und zum anderen hat mir auch das nötige Feingefühl der Autoren gefehlt. Drew erfährt gegen Ende der Geschichte beinahe eine sehr traumatische Erfahrung, die wohl kein 13-Jähriges Mädchen so einfach wegstecken würde. Doch statt näher darauf einzugehen, scheint dieses Ereignis keinen allzu negativen Einfluss auf Drew gehabt zu haben und es kommen rein gar keine Emotionen rüber. Auch hier könnte ich noch viele andere Beispiele nennen, die sehr emotionslos auf mich gewirkt hatten.

Fazit: Es handelt sich um eine gute Idee, die an der Umsetzung gescheitert ist. Wahrscheinlich würde man in den Folge-Bändern noch mehr Hintergründe erfahren, doch leider konnten mich weder die Erzählweise, noch die Charaktere so fesseln, dass ich das Bedürfnis hätte, die Reihe weiterzuverfolgen. "Changers" kann man lesen - man verpasst aber auch nicht viel, wenn man es sein lässt.
Keine Kommentare
(© Amazon / Knaur eBook)

Der Seelenbrecher
von Sebastian Fitzek

Bewertung: ★★★★☆

Thriller, 356 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. April 2010
Verlag: Knaur eBook


Inhaltsangabe:
Körperlich sind sie unversehrt, innerlich sind sie gebrochen. Ein psycholgisch dichter, erschreckender Thriller über das Grauen der eigenen Erinnerungen. Vom Bestseller-Autor Sebastian Fitzek.
Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt … (© Amazon / Knaur eBook)

Meine Meinung:
Das war er also: Mein erster Fitzek. Immer wieder bin ich diesem Namen auf diversen Buchseiten begegnet und immer wieder habe ich mir vorgenommen, endlich mal ein Buch von diesem Autor zu lesen, denn die Meinungen dazu waren meistens durchweg positiv, so dass man einfach wissen MUSS, was den so besonders an seinen Büchern ist. Und nun habe ich es endlich geschafft und mit „Der Seelenbrecher“ meinen ersten Psychothriller von Sebastian Fitzek gelesen. Ich muss gestehen: Meine Erwartungen waren durch die zahlreichen positiven Bewertungen und durch die Popularität seiner Bücher natürlich sehr viel höher, als sie es bei anderen, ähnlichen Büchern gewesen wären. Und genau das wurde mir letzten Endes wahrscheinlich zum Verhängnis. Obwohl ich das Buch regelrecht verschlungen habe, wurde ich durch den Gedanken angetrieben, dass es am Ende womöglich eine total überraschende Wendung gibt, die mich vom Hocker reisst. Tatsächlich war es aber so, dass sich die Person als Täter entpuppt, die ich schon relativ früh vermutet hatte – und nicht etwa, weil ich Hellsehen kann oder weil ich bisher so viele Psychothriller gelesen habe, dass mir kein Autor mehr etwas vormachen kann – nein, im Gegenteil: Es wird schon relativ früh in der Geschichte namentlich auf den Täter hingewiesen. Ich war am Ende zwar durchaus überrascht, allerdings vielmehr durch die Tatsache, dass ich mit meiner Vermutung tatsächlich richtig lag und es eben KEINE total überraschende Wendung gab. Das fand ich natürlich schade, denn ich liebe es, wenn ich in Psychothriller die ganze Zeit auf sehr geschickte Weise auf die falsche Fährte gelockt werde und sich am Ende jemand als Täter herausstellt, den man nie erwartet hätte und der trotzdem die ganze Zeit als solcher in Frage gekommen wäre. Fitzek versucht das zwar auch, allerdings wird während des Verlaufs der Geschichte die ganze Zeit so offensichtlich eine Person verdächtigt, dass man einfach sicher sein kann, dass es am Ende jemand anderes ist.

Ein zweiter Kritikpunkt ist die Auflösung bzw. die Erklärung für das Vorgehen des Seelenbrechers. Wer die Inhaltsangabe gelesen hat, weiss, dass die Opfer keine physischen Verletzungen davontragen, sondern durch psychische „Verletzungen“ in den Tod getrieben wurde. Was sich Fitzek hier als Erklärung ausgedacht hat klingt zwar ganz nett, es war für mich als Psychologie-Studentin aber einfach nicht plausibel. Ich bezweifle nicht, dass er sich mit der Thematik auseinander gesetzt und gut recherchiert hat und dieses „Mittel“ in der Realität tatsächlich funktioniert – allerdings nicht in einem solchen Ausmass, wie Fitzek uns das weissmachen will. (Falls doch, darf man mir gerne Links zu Artikeln bzw. Studien schicken, die mich vom Gegenteil überzeugen ;)). Solche extrem übertriebene psychische Phänomene sind aber generell ein Kritikpunkt, die mich auch an vielen anderen Autoren stören und für mich eher das einfachste Mittel sind, einen Psychothriller aufzulösen. Sie hören sich für Laien einleuchtend und interessant an und trotzdem sind sie in der Realität in diesen extremen Ausmassen nicht anzutreffen. Da könnte am Ende für mich genauso gut stehen, dass irgendein Ausserirdischer für die Taten verantwortlich war, der die ganze Zeit unsichtbar gewesen ist und so alle in die Irre führen könnte ;)

Positiv und ganz nett fand ich aber diese Idee mit den Rätseln, die ich selbst jedoch niemals geknackt hätte.

Alles in allem vergebe ich dem Buch 3.5 Sterne, die ich wohlwollend auf 4 Sterne aufrunde, denn der Autor kann ja eigentlich nichts dafür, dass ich so hohe Erwartungen hatte und die Bewertung sonst vielleicht anders ausgefallen wäre. Fakt ist, dass es definitiv nicht mein letzter Fitzek war, ich aber hoffe, dass mich seine anderen Werke mehr vom Hocker hauen können und die Auflösungen am Ende überraschender sind.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer E-Books)

Der Rosie-Effekt (Don Tillman #2)
von Graeme Simsion

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Fiction, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2014
Verlag: Fischer E-Books


Nachdem ich von "Das Rosie-Projekt" restlos begeistert war, war das Lesen des zweiten Bandes natürlich Pflicht. Ich wusste nicht, dass überhaupt eine Fortsetzung geplant war, deshalb war die Überraschung umso grösser, als ich das Buch entdeckt hatte. Vielleicht wurden mir aber auch gerade diese riesige Vorfreude und die damit entsprechend hohe Erwartung zum Verhängnis, denn leider konnte mich Band 2 der Rosie-Reihe nicht überzeugen.

Inhalt:
Die Story lässt sich kurz und knapp zusammenfassen: Rosie und Don sind inzwischen verheiratet und leben aufgrund von Rosies Doktorarbeit in New York. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team und Rosie hat sich an den Umgang mit Dons Eigenarten gewöhnt. Na ja... zumindest bis sie erfährt, dass sie (ungeplant) schwanger ist, denn diese Tatsache stellt plötzlich alles auf den Kopf. Rosie leidet an Stimmungsschwankungen, der Druck durch ihre Doktorarbeit macht ihr zu schaffen und zu allem Überfluss hat Don noch den inzwischen in Trennung lebenden Gene bei sich zu Hause aufgenommen. Das alles macht die Schwangerschaft nicht gerade leichter und führt dazu, dass Rosie einiges hinterfragt und Don durch seine Eigenart von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und dadurch sogar in Konflikt mit dem Gesetz gerät.

Meine Meinung:
Die Story an sich fand ich nicht schlecht, nur fand ich das Buch stellenweise sehr zäh und langatmig und es hätte ruhig 100 Seiten kürzer sein können. Im Gegensatz zum ersten Band, wird hier ein ernsterer Ton angeschlagen. Band 1 was locker und amüsant und hat mich sehr gut unterhalten. In Band 2 geht es vor allem um Konfliktsituationen, Auseinandersetzungen und diverse Fehltritte von Don. Es werden viele neue Charaktere eingeführt, bei denen ich manchmal etwas den Überblick verloren habe, da ich einfach keine emotionale Bindung zu den Neulingen aufbauen konnte. Auch Rosie hat sich stark verändert und hat plötzlich Schwierigkeiten, mit Dons Art klarzukommen. Natürlich sind da die Schwangerschaftshormone nicht ganz unbeteiligt, aber dennoch fand ich sie stellenweise ziemlich unsympathisch und hätte mir mehr Verständnis für Don erhofft.

Ich kann dem Buch also höchstens 3,5 Sterne vergeben und fand, dass es leider überhaupt nicht an Band 1 rangekommen ist. Wobei Band 1 die Messlatte natürlich auch sehr hoch gelegt hatte.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch)

Was fehlt wenn ich verschwunden bin
von Lilly Lindner

Bewertung: ★★★★☆

Young Adult, 400 Seiten,
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2015
Verlag:
Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch

Inhaltsangabe:
April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat. (© Amazon / Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch)

Meine Meinung:
Das Buch erzählt von zwei Schwestern, die trotz räumlicher Distanz, durch Briefe die Nähe zueinander finden und so versuchen, füreinander da zu sein.

Es fängt alles damit an, dass die 16-Jährige April aufgrund einer Essstörung in eine Klinik gebracht wird. Ihre jüngere Schwester Phoebe, die erst 9 Jahre alt ist, beginnt deshalb, ihr regelmässig Briefe zu schreiben. Obwohl sie noch ein Kind ist, strotzen die Briefe regelrecht vor wunderschönen Metaphern und tiefgründigen Weisheiten, auch wenn sich Phoebe dessen nicht immer bewusst ist. Und genau das treibt auch ihre Eltern hin und wieder zur Weissglut. Und obwohl Phoebe als hochbegabt und überaus intelligent beschrieben wird, fehlt ihr noch das Verständnis für die Erkrankung von April. Ihre Eltern sind dabei leider kaum eine Hilfe, denn alles was sie tun, ist das Thema unter den Teppich zu kehren.
In der zweiten Hälfte des Buches wechselt die Perspektive von Phoebe zu April. Wir erfahren mehr über ihre Sicht der Dinge und auch über die Ursprünge und Einflüsse, die zu ihrer Erkrankung geführt haben. Was da alles an Tageslicht kommt, hat mich erschüttert und fassunglos gemacht. Hinzu kommt das ignorante und absolut kontraproduktive Verhalten ihrer Eltern, das sicher als ein aufrechterhaltender Faktor betrachtet werden kann.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Geschichte kann man nur schwer zusammenfassen oder in eigenen Worten beschreiben. Man muss sie selbst lesen und in die Welt von Phoebe und April eintauchen. Lilly Lindner hat einen unverwechselbaren Erzählungsstil und weiss definitiv mit Worten umzugehen. Ihre teilweise sehr philosophischen und tiefgründigen Gedankengänge regen einen selbst zum Nachdenken an und haben mich immer wieder dazu gebracht, einige angesprochene Dinge zu hinterfragen. Ausserdem schafft sie es, dass man als Leser so berührt von Aprils Schicksal ist, dass man am liebsten in das Geschehen eingreifen und ihr helfen würde.
Der einzige Kritikpunkt der mich gestört hat, ist der, dass bei den Charakteren sehr stark die Autorin durchscheint. Sowohl Phoebe, als auch April sind sich sehr ähnlich und der einzige Unterschied bestand oft darin, dass April in ihren Briefen etwas weniger kindlich gewirkt hat. Die Wortwahl und die Metaphern haben sich aber zum Teil kaum unterschieden. Das alles hat für mich für ein 9-Jähriges Kind (trotz Hochbegabung) einfach nicht authentisch gewirkt. Einerseits wirkt Phoebe sehr weise und reif für ihr Alter und hat ein Repertoire an schwierigen Wörtern, auf das einige Erwachsene neidisch sein können, andererseits ist sie in Bezug auf Aprils Krankheit wieder sehr kindlich und kann die Hintergründe für Aprils Erkrankung weder erahnen, noch wirklich verstehen.

Alles in allem ist "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" aber ein emotional berührendes, unverwechselbares und erschütterndes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann.
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(© Amazon / Fischer Jugendbuch)

Letztendlich sind wir dem Universum egal
von David Levithan

Bewertung: ★★★★★

YA Contemporary, Fantasy, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Verlag: Fischer Jugendbuch


Inhalt:
Jeden Tag ein anderer Körper. Jeden Tag ein anderes Leben. Jeden Tag verliebt in dasselbe Mädchen.

Gibt es nicht? Gibt es doch, denn genau so ergeht es dem Protagonisten in diesem Buch. "Es" nennt sich schlicht und einfach A und fühlt sich keinem spezifischen Geschlecht zugeordnet, doch der Einfachheit halber benutze ich bei meiner Rezension männliche Pronomen.
A wacht jeden Morgen im Körper einer anderen Person auf. Geschlecht, Aussehen, sexuelle Orientierung oder kultureller Hintergrund variieren somit von Tag zu Tag. Einzig und allein das Alter bleibt konstant bei 16, denn solange lebt A bereits dieses Leben. Und eigentlich hatte er sich damit auch abgefunden, wenn er nicht eines Morgens im Körper eines gewissen Justins aufgewacht wäre. Als A schliesslich Justins Freundin Rhiannon kennenlernt, ist er hin und weg - ja, man könnte sogar von Liebe auf den ersten Blick reden. Die beiden verbringen einen romantischen Tag am Strand, wobei Rhiannon natürlich nichts davon weiss, dass jemand anderes in Justins Körper steckt.
Normalerweise hätte A Rhiannon nach diesem einen Tag nie wieder gesehen. Doch selbst wenn er tags darauf bereits im Körper einer anderen Person steckt, kann er sie nicht mehr vergessen. Er sucht sie deshalb in den folgenden Tagen in ganz unterschiedlichen Körpern auf und schafft es, mit ihr ins Gespräch zu kommen und ihr seine Situation zu erklären. Anfangs etwas skeptisch, lässt sich Rhiannon tatsächlich von A's Geschichte überzeugen, weiss aber nicht, ob sie sich auf die ganze Sache einlassen will. Denn hat so eine Liebe überhaupt eine Zukunft?

Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte rund um A einfach super! Die Idee mit dem Körperwechsel ist nicht nur innovativ, sondern auch äusserst faszinierend. Man kriegt innerhalb weniger Seiten einen Einblick in die Schicksale verschiedener Menschen. Einige davon haben mich ganz besonders mitgenommen. Natürlich spielen diese Leben in Bezug auf die Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon nur eine Nebenrolle, doch ich finde, dass genau das das Buch ausmacht und deshalb auch nie Langeweile aufkommt. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte auch Toleranz und Akzeptanz verschiedener Menschen. Im Laufe der Story steckt A u.a. auch in vielen Körpern, die in den Augen vieler Leute nicht gerade der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Sei es Homosexualität, Übergewicht, psychische Störungen oder das Leben als Transgender. Damit spricht der Autor viele aktuelle Themen an und geht meiner Meinung nach einfach vorbildlich damit um, denn A lernt durch seine Körperwechsel viele Stigmata kennen und kann manchmal nicht ganz nachvollziehen, weshalb andere Leute (u.a. je nach seinem äusseren Erscheinungsbild) ganz anders auf ihn reagieren. Und genau das ist der Knackpunkt: Es sollte nicht von einem bestimmt Lebensstil abhängen, wie wir mit anderen Menschen umgehen: Respekt hat grundsätzlich jeder verdient, egal welche sexuelle Neigung oder wie viele Kilos er auf den Hüften hat.

Ich kann dieses Buch also jedem ans Herz legen, der für eine etwas andere Liebesgeschichte offen ist!
2 Kommentare
(© Amazon / Karl Blessing Verlag)

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
von Robin Sloan

Bewertung: ★★★☆☆

Fiction, 353 Seiten
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Verlag: Karl Blessing Verlag


Inhalt:
Zu Beginn lernen wir den jungen Mann Clay Jannon kennen, der seit einer Weile arbeitslos ist und deshalb nach einem neuen Job sucht. Eines Tages wird er zufälligerweise auf das "Aushilfe gesucht!"-Schild an der Buchhandlung eines gewissen Mr. Penumbra aufmerksam. Seine Aufgaben sind eigentlich recht simpel: Er soll die Nachtschicht übernehmen und jeden Kunden genau in einem Buch dokumentieren. Da - wenn überhaupt - höchstens eine Person während jeder Nacht im Laden auftaucht, sollte das also keine grosse Herausforderung darstellen. Doch nach Antritt seines neuen Jobs fällt Clay auf, dass die Kunden niemals ein Buch kaufen, sondern immer nur welche ausleihen. Und das ausgerechnet aus dem hinteren Teil des Ladens, in dessen Bücher Clay - auf Mr. Penumbras Anweisung hin - niemals einen Blick werfen darf. Irgendwann überkommt ihn dann doch die Neugierde und als er eines der Bücher aufklappt, entdeckt er nicht unbedingt das, was er erwartet hatte. Mit diesem Schritt verstrickt sich Clay in eine Reihe von weiteren Ereignissen, die darin münden sollten, das Rätsel der Unsterblichkeit zu lösen. Mithilfe der neusten Technik, insbesondere Google, sollte das ja nicht so schwer zu lösen sein, oder...?

Meine Meinung:
Das alles klingt eigentlich ganz vielversprechend, doch leider ist vor allem ein Stichwort in dieser Inhaltsangabe ausschlaggebend für die ganze Geschichte: Google. Ich gebe zu: Google ist nützlich und praktisch und ohne Google könnte ich mir das Internet nicht mehr vorstellen. Aber ob es deswegen so in den Himmel gelobt werden muss ist fraglich. Ausserdem "stinkt" damit das Ganze nach einer einzigen PR-Aktion für Google.

Alles in allem handelt es sich um eine nette Geschichte, die aber viel Potential verschenkt, indem der Fokus auf die falsche Dinge gelegt wird. Die Sache mit dem Rätsel der Unsterblichkeit hat mich wirklich interessiert, aber leider war dieses Google-lastige dann doch zu ablenkend, um sich nur auf den Hauptplot konzentrieren zu können. Und irgendwann konnte ich diese Lobhudelei für dieses Unternehmen nicht mehr lesen. Sehr schade.
"Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" birgt eigentlich viel Potential, das aber letztendlich leider nicht wirklich genutzt wird und mich deshalb leider etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Kann man lesen - muss man aber nicht.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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