The Winner's Curse

by - September 19, 2017

(© Amazon / Bloomsbury Childrens)

The Winner's Curse (The Winner's Trilogy #1)
von Marie Rutkoski

Bewertung: ★★★★☆

YA Fantasy, 369Seiten
Erscheinungsdatum: 10. April 2014
Verlag: Bloomsbury Childrens


Inhalt:
Kestrel ist die Tochter eines angesehenen, valorischen Generals, der seine Tochter vor die Wahl stellt: Entweder tritt sie als Soldatin dem Militär bei - wie er es von ihr erwartet - oder sie muss heiraten. Keine dieser beiden Möglichkeiten entspricht dabei Kestrels eigenem Wunsch, denn die verfolgt ihre ganz eigenen Pläne: Eines Tages streift sie durch den Markt und wird Zeuge einer Aktion, bei der ein Sklave versteigert werden soll. Aus irgendeinem noch unerfindlichen Grund überkommt Kestrel plötzlich der Drang, Arin - den Sklaven - ersteigern zu müssen, was ihr durch das Bieten einer übertrieben grossen Menge an Geld schliesslich auch gelingt.
Natürlich dauert es nicht lange, bis sich Gerüchte über diese A(u)ktion in der valorischen Bevölkerung breit machen, bei der die meisten eine heimliche Liebe zwischen der reichen Generalstochter und dem Sklaven aus Herrani vermuten.
Obwohl dieses Gerücht nicht stimmt, gibt es zweifellos eine ganz besondere Verbindung zwischen Kestrel und Arin, auch wenn das anfangs keiner der beiden zugeben möchte. Die Situation wird schliesslich noch dadurch verkompliziert, dass Arin nicht bloss ein einfacher Sklave ist, sondern dass dieser als Spion in die Villa der Generalstochter eingeschleust wurde und einen Plan verfolgt, der nicht nur Kestrel, sondern der gesamten valorischen Bevölkerung gefährlich werden könnte.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch komplett unvoreingenommen begonnen und wurde schnell in den Bann dieser wundervollen Geschichte gezogen. Sehr bald wurde deutlich, dass Marie Rutkoski nicht nur einen grossartigen Schreibstil und Wortschatz hat, sondern auch ein Händchen für ein fantastisches Worldbuilding und dem Kreieren von vielschichten und gleichzeitig starken Charakteren hat.

Arin und Krestel sind zwei Charaktere, die bei weitem nicht perfekt sind. Und genau das macht sie so sympathisch. Obwohl man als Leser sehr schnell merkt, dass sich hier eine Liebesgeschichte anbahnt, wird der Fokus (zum Glück) nicht zu stark auf dieses Pairing gelegt. Ich finde es aber amüsant zu lesen, dass viele Leser das Buch gerade deshalb loben, weil sich die Liebesgeschichte nur allmählich entwickelt und die Autorin den Gefühlen Zeit gibt, sich zu entwickeln. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn für meinen Geschmack, ging das schon eher in Richtung Insta-Love. Trotzdem waren die wenigen Szenen, die die Gefühle der beiden Protagonstinen füreinander beleuchteten, wunderschön geschrieben und haben auch bei mir Gänsehaut erzeugt. Und obwohl mir das etwas zu schnell ging, shippe ich die beiden selbstverständlich auch und will, dass happily ever after leben. :D

Obwohl die beiden Protagonisten mehr als Sympathien füreinander hegen, verlieren die beiden aber nicht ihre jeweiligen (militärischen und strategischen) Ziele aus den Augen und setzen ihre potentielle Liebe mehr als einmal aufs Spiel. Und das ist ein weitere Pluspunkt, den ich dem Buch zugute halten möchte.

Ein Kritikpunkt den ich zum Schluss anfügen muss, ist der, dass mir manchmal alles ein bisschen zu glatt für Krestel lief. Zum einen gab es beispielsweise das Treffen mit dem Schiffskapitän, der ihr nebenbei einen Code verrät, der "zufälligerweise" gleich am nächsten Tag sehr bedeutsam für den Storyverlauf wird. Das wirkte dann wenig glaubhaft und fast schon ein wenig konstruiert.
Auch dieser Deal, den Krestel am Ende des Buches einging, kam in meinen Augen etwas zu gelegen, denn anderfalls hätte sich die Autorin vermutlich eine viel ausschweifendere Erklärung für das Ende ausdenken müssen.

Aus diesem Grund habe ich auch lange zwischen der Bewertung von 4 bis 5 Sternen geschwankt und mich letztendlich für 4.5 Sterne entschieden, die ich (vorerst) wohlwollend auf 5* aufrunde.

Fazit: Erstklassiger Schreibstil, fantastisches Worldbuildung und sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten. Die Reihe hätte es verdient, ins Deutsche übersetzt zu werden

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