Die subtile Kunst des darauf Scheißens

by - März 28, 2018

(© Amazon / mvg Verlag)

Die subtile Kunst des darauf Scheißens
von Mark Manson

Bewertung: ★☆☆☆☆

Nonfiction, 224 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. Mai 2016
Verlag: mvg Verlag



Meine Meinung:
Eigentlich lese ich ja nur noch Ebooks und dann gönne ich mir nach Jahren mal wieder ein Paperback und werde so enttäuscht. Eine Bewertung von nur einem Stern ist vermutlich etwas hart, aber ich bereue jeden Cent, den ich für das Buch bezahlt habe. Da wäre es mir noch lieber gewesen, wenn ich wenigstens "nur" die günstigere Kindle Version gekauft hätte.

In der Danksagung schreibt der Autor: "Dieses Buch begann als riesiges chaotisches Ding, und es war mehr als nur mein eigenes Geschick nötig, um etwas Verständliches daraus zu meisseln."

REALLY?!


DAS soll bereits die Verständliche Version gewesen sein? Reden wir hier wirklich vom selben Buch? Alles was ich gelesen habe, war ein Haufen unzusammenhängendes, nichtssagendes Geschwafel ohne Inhalt. Zwischendrin wird man mit ein paar netten Anektdoten über Buddha, irgendeinen Ex-Bandmitglied von Metallica, einem Ex-Beatles und einem psychologischen Experiment unterhalten. Das war zwar nicht ganz uninteressant, aber diese Dinge kann man ganz einfach auch kostenlos auf Wikipedia nachlesen.

Was das eigentliche Thema angeht, also "die Kunst des darauf Scheissens", so weiss ich nicht mehr als vor dem Buch. Ich bin kein Fan von Selbsthilfebüchern und hatte nicht erwartet erleuchtet zu werden, aber es gab absolut nichts, das mir auf irgendeine Weise helfen würde, gelassener durchs Leben zu geben. Und das war doch das Ziel des Buchs, oder etwa nicht? Mark Manson spricht von 5 Konzepten, die er vorstellen will, doch dabei handelt es sich um unstrukturierte Erzählungen, die hauptsächlich davon handeln, was für ein toller Stecher er sein soll (er muss nämlich in jedem Kapitel mindestens einmal erwähnen, wie viel Sex mit verschiedenen Frauen er bereits hatte, weil er achso toll ist). Ironischerweise nutzt er in seinem Buch immer wieder das Wort "narzisstisch" und "Narzissmus" (wohlgemerkt in einem völlig falschen Verständnis, denn was er meint, ist schlicht und ergreifend Arroganz). Aber ihm fällt dabei nicht auf, dass er, wie er sich im Buch darstellt, wohl der grösste Narzisst von allen ist.

Fazit: Wer ein Buch darüber lesen will, wie toll Mark Manson sich selbst findet, verbunden mit ein paar sexistischen Bemerkungen, der wird Freude an dem Buch haben. Allen anderen rate ich davon ab. Ich habe selten so einen nichtssagenden Unsinn gelesen. Absoluter Fehlkauf.

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5 Kommentare

  1. Hi!
    Auch wenn dir das Buch nicht gefallen hat, ist deine Rezension dazu wirklich unterhaltsam, danke dafür :-) Leider scheinen gerade männliche Autoren von Büchern dieses Genres sehr sehr stark von sich selbst überzeugt, und egal, wie emanzipiert sie sich wahrnehmen, die Texte sind an Sexismus und Narzissmus nicht zu übertreffen.

    Ich mag deinen Stil, zu rezensieren, da bleibe ich gleich als Leserin :-)

    Liebe Grüße,
    Isa

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    1. Hallo Isa!

      Freut mich, wenn ich dich wenigstens mit meiner Rezension etwas erheitern konnte :D Oh, das wusste ich gar nicht. Dann werde ich mich davor hüten, in naher Zukunft noch einmal ein "Selbsthilfebuch" eines männlichen Autors zu lesen zu diesem Thema zu lesen. Dieses eine Buch hat mir dazu wirklich gereicht.

      Aber schön, dass ich dich zumindest als Leserin gewinnen konnte und mein hartes Urteil nicht zu abschreckend gewirkt hat :D

      Liebe Grüsse zurück ♥

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  2. Vor allem subtil scheint an dem Buch ja irgendwie gar nichts zu sein. :-DDDDD Klingt gruselig, schade... der Titel hatte mich spontan angesprochen. Immerhin hatte ich Spaß mit deiner Rezension. :-)

    LG
    Alex

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    1. Hallo Lex,

      Ich bin froh, dass ich dich wenigstens mit meiner Rezension ein bisschen erheitern konnte, wenn schon das Buch eine einzige Enttäuschung war. Und ja, der Titel klang vielversprechend. Aber dabei blieb es dann leider auch :(

      Liebe Grüsse zurück ♥

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    2. Oh, ich fand den Titel recht interessant. Aber leider scheint er auch zum Inhalt zu passen. Schade.

      Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass dein nächstes Print besser ist. Scheint ja nicht so schwer zu sein. :)

      Liebe Grüße Thea von Krimines Bücherblog

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