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between the lines.

(© Amazon / Egmont INK.digital)

Dark Queen - Schwarze Seele, schneeweißes Herz (The Pledge #1)
von Kimberly Derting

Bewertung: ★★★☆☆

Dystopia, 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. März 2012
Verlag: Egmont INK.digital


Inhalt:
Wir befinden uns einmal mehr in einer dystopischen Zukunft, die sich dadurch auszeichnet, dass sich die verschiedenen Klassen anhand ihrer Sprache unterscheiden. Das bedeutet, dass die Königsfamilie eine komplett andere Sprache spricht, als beispielsweise eine einfache Arbeiterfamilie. Im Zentrum dieser Dystopie steht die 17-jährige Charlie, die ein Geheimnis mit sich trägt: Im Gegensatz zu ihren Mitbügern versteht sie trotz niedrigem Stand alle Sprachen, die im Königreich Ludania gesprochen werden. Sie weiss zwar nicht, woher diese Gabe kommt, dafür weiss sie aber, dass sie niemandem davon erzählen darf, wenn sie weiterleben will. Sie ahnt allerdings nicht, dass der Enkel der Königin - Max - ihr auf die Schliche gekommen ist. Ob das ihr Ende bedeuten wird?

Meine Meinung:
Der Anfang des Buches und die Idee mit den verschiedenen Sprachen fand ich eigentlich ganz vielversprechend, aber je weiter die Story voranschreitet, desto mehr wird dem Leser klar, dass es sich hier um eine weitere Dystopie nach Schema F handelt.
Obwohl sich die Autorin bei ihrer Erzählung glücklicherweise nicht mit unnötigen Details aufhält, hatte ich am Ende dennoch nicht das Gefühl als wäre tatsächlich etwas passiert. Viele Elemente findet man genauso in ähnlichen, bekannteren Dystopien wie den Hunger Games, Divergent oder Legend wieder.
Zum einen haben wir eine Protagonistin, die durch ihre Fähigkeit, alle Sprachen zu verstehen, das Ende für das gegenwärtige Gesellschaftssystem bedeuten könnte, so dass sie eine Gefahr für die Königin darstellt. Zum anderen haben wir die im Untergrund arbeiteten Rebellen, die ohnehin schon lange an ihrem Plan feilen, das derzeitig geltende Gesellschaftssytem ein für alle mal zu stürzen, so dass ihnen die neu entdeckte Fähigkeit der Protagonistin gerade recht kommt. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, auf welche Seite sich die Protagonistin wohl schlagen wird.
Ein weiterer Kritikpunkt war auch die Vorhersehbarkeit der Handlung. Wenn man den Klappentext resp. die Inhaltsangabe zum Vornerein gelesen hatte, weiss man zu 85% über den Plot Bescheid. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Enthüllung, die mich auch nur im Entferntesten überrascht hätten.
Hinzu kommt, dass sich die Autorin eigentlich kaum etwas wagt. Alles verläuft genau wie geplant und am Ende lebten sie alle glücklich bis ans Ende ihrer Tage - oder so ähnlich ;)

Das Buch ist kein totaler Flop, allerdings ist es für jeden, der die gängisten Dystopien bereits kennt, eher eine Enttäuschung und die Handlung ist sehr vorhersehbar. Es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, dass die Reihe nicht weiter übersetzt wurde.

Von mir gibt es dafür 2.5 Sterne.
Keine Kommentare
(© Amazon / FISCHER E-Books)

Ohne dich fehlt mir was
von Paige Toon

Bewertung: ★☆☆☆☆

Chick-Lit, 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 25. Juni 2015
Verlag: FISCHER E-Books


Inhaltsangabe:
Sehnsüchtig erinnert sich Alice an Joe und die Ferien vor ihrem Studienbeginn. Damals war ihr klar, dass die Affäre dem Sommer gehört und der Realität niemals standhalten kann: Joes Arbeit in der Kneipe seiner Eltern und ihr Studium in Cambridge scheinen nicht zusammenzupassen. Gebrochenes Herz hin oder her.
Doch auch Jahre später will die Erinnerung an das Picknick im Sommerwind nicht verblassen. Und dann sieht Alice ihn wieder: auf der Kinoleinwand. Joe ist mittlerweile ein weltberühmter Star, und Alice muss sich entscheiden, ob das Herz oder der Verstand über den eigenen Lebensweg entscheiden soll. (© Amazon / FISCHER E-Books)

Meine Meinung:
Lange ist es her, seitdem ich das letzte Buch von Paige Toon gelesen hatte. Damals konnte ich mit dieser sogenannten Chick-Lit noch viel mehr anfangen, aber inzwischen ist mir das Genre grösstenteils zu seicht geworden. "Ohne dich fehlt mir was" stand schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meiner to-read Liste und da ich den Anfangsbuchstaben "O" für eine ABC-Lesechallenge gebraucht habe, wollte ich dem Buch trotzdem eine Chance geben. Leider entpuppte sich diese Entscheidung als ein grosser Fehler und es hat mich einmal mehr darin bestärkt, weiterhin einen grossen Bogen um Chick-Lit zu machen.

Es gab verschiedene Gründe, weshalb das Buch bei mir total gefloppt ist. Zum einen war allein der erste Teil schon mit übertrieben viel Drama vollgestopft. Das Drama wurde schliesslich noch mit einer kitschigen und total übereilten Liebe-auf-den-ersten-Blick Romanze gepaart. Diese Kombination hat bei mir nicht nur einmal den Drang ausgelöst, meine Augen zu verdrehen, denn so wirkte die ganze Geschichte einfach nur total konstruiert und unglaubhaft.
Wenn man den zweiten Teil las, wusste man auch, weshalb sich die Autorin mit dieser Liebesgeschichte so beeilen musste, denn nur so konnte sie ein altbekanntes Liebesdreieck konstruieren und für noch mehr Drama sorgen.
Ich muss zugeben, dass ich viele Teile einfach nur noch quer gelesen hatte und trotz allem der Handlung folgen konnte. Auch das werte ich eher als ein Kritikpunkt, denn das bedeutet für mich, dass zwischenzeitlich nichts Nennenswertes passiert ist.
Mir war es ehrlich gesagt auch schlichtweg egal, für wen sich die Protagonistin letztendlich entschieden hatte, so dass ich mit dem Ende gut leben konnte.
Zu allem Überfluss war das Buch noch richtig schlecht geschrieben. Die "Story" besteht zum Grossteil nur aus direkter Rede und liest sich dadurch wie einer meiner Aufsätze aus der Schulzeit. Von jemandem, der das Schreiben zu seinem Beruf gemacht hat, erwarte ich da schon etwas mehr Können.
Auch die Protagonistin konnte in mir keine Sympathien wecken und ich fand sie die meiste Zeit einfach nur total unreif und nervig.

Alles in allem fand ich das Buch schrecklich und ich habe alle weiteren Paige Toon Bücher, die noch auf meiner to-read Liste gestanden hatten, für immer davon verbannt. Chick-Lit scheint wohl einfach nicht mehr zu mir zu passen. Und selbst in diesem Genre gibt es deutlich bessere Bücher.

Fazit: Das Buch könnt ihr euch getrost sparen. Wenn ihr etwas von Paige Toon lesen wollt, dann empfehle ich euch eher "Lucy in the Sky". Soweit ich mich erinnere, hat mir das damals deutlich besser gefallen.
Keine Kommentare
(© Amazon / MIRA Taschenbuch)

Küss mich, Mistkerl!
von Sally Thorne

Bewertung: ★★★★★

Contemporary Romance, 387 Seiten
Erscheinungsdatum: 15. August 2016

Verlag: MIRA Taschenbuch

Inhalt:
Eigentlich könnte es Lucy Hutton so schön haben: Sie hat nicht nur einen Job in ihrer Traumbranche gefunden, sondern wird auch von ihren Kollegen sehr geschätzt. Na ja, von fast allen, denn ausgerechnet Joshua Templeman, der mit ihr ein Büro teilt, ist ihr ein Dorn im Auge. Der gutaussehende Junggeselle sucht täglich Auseinandersetzungen mit ihr und treibt Lucy zur Weissglut. Zu allem Überfluss, bewirbt er sich dann auch noch auf den Chefposten, den sie gerne selbst haben würde.
Durch einige (un)glückliche Umstände, lernen sich die beiden näher kennen und Lucy findet heraus, dass Josh gar nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Statt einem arroganten Stinkstiefel, versteckt sich hinter seiner Fassade nämlich ein fürsorglicher und schüchterner junger Mann, der durchaus seine gute Seiten hat. Und diese bleiben auch Lucy nicht verborgen. Plötzlich sieht sie ihn mit ganz anderen Augen und der vermeintliche Hass ist verflogen.
Die beiden kommen sich allmählich näher, doch zwischen ihnen steht immer noch die Beförderung, die alles zerstören könnte. Ob Lucy und Josh einen Weg aus dieser Misere finden und trotz allem zusammenfinden können?

Meine Meinung:
Eigentlich könnte es Lucy Hutton so schön haben: Sie hat nicht nur einen Job in ihrer Traumbranche gefunden, sondern wird auch von ihren Kollegen sehr geschätzt. Na ja, von fast allen, denn ausgerechnet Joshua Templeman, der mit ihr ein Büro teilt, ist ihr ein Dorn im Auge. Der gutaussehende Junggeselle sucht täglich Auseinandersetzungen mit ihr und treibt Lucy zur Weissglut. Zu allem Überfluss, bewirbt er sich dann auch noch auf den Chefposten, den sie gerne selbst haben würde.
Durch einige (un)glückliche Umstände, lernen sich die beiden dann aber näher kennen und Lucy findet heraus, dass Josh gar nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Statt einem arroganten Stinkstiefel, versteckt sich hinter seiner Fassade nämlich ein fürsorglicher und schüchterner junger Mann, der durchaus seine gute Seiten hat. Und diese bleiben auch Lucy nicht verborgen. Plötzlich sieht sie ihn mit ganz anderen Augen und der vermeintliche Hass ist verflogen.
Die beiden kommen sich allmählich näher, doch zwischen ihnen steht immer noch die Beförderung, die alles zerstören könnte. Ob Lucy und Josh einen Weg aus dieser Misere finden und trotz allem zusammenfinden können?

Meine Meinung:
Eigentlich hatte ich dem New Adult / Liebesroman - Genre ein für alle Mal abgeschworen, nachdem ich eine Enttäuschung nach der nächsten gelesen hatte. Der Grossteil der New Adult Bücher verläuft nach dem exakt gleichen Schema, so dass man behaupten könnte: Hast du eines gelesen, hast du sie alle gelesen.
Trotzdem hat sich "Küss mich, Mistkerl" (was für ein bescheuerter Titel übrigens, der dem Inhalt absolut nicht gerecht wird!) irgendwie auf meine to-read Liste geschlichen. Und da das Buch auf goodreads eine ausgezeichnete Bewertung hat und ich es ohnehin für eine Challenge lesen musste, habe ich ihm noch eine Chance geben und wurde sehr positiv überrascht.
Statt einer öden 0815 Liebesgeschichte erwartete mich eine Story mit sehr viel Humor und Charakteren, die sich selbst nicht so ernst nehmen. Das Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern hat mich stellenweise richtig zum Schmunzeln gebracht. (Ich sage nur: "Ich dachte, deine Wohnung würde sie näher am Erdkern befinden". Herrlich! :'D). Ich wurde sogar so gut unterhalten, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und es innerhalb von einem Tag gelesen hatte.

Einige positive Aspekte, die ich hervorheben möchte:

- Die Charaktere: Lucy ist zwar nur 1.50m gross, aber sie ist wohl das, was man als "klein, aber Oho" bezeichnen könnte. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, direkt, ehrlich, sarkastisch und insgesamt sehr humorvoll. Sie ist eine starke junge Frau, die sich nicht von Josh und seinem anfänglich unfreundlichen Charakter einschüchtern lässt, sondern bietet ihm zu jeder nur möglichen Gelegenheit Paroli.
Josh selbst scheint das nicht entgangen zu sein und als Leser wird einem sehr schnell bewusst, dass er sie keineswegs hasst, sondern die Wortgefechte mit Lucy sogar sehr schätzt. Nach und nach lernt man ihn besser kennen und man merkt, dass man keinen x-ten Abklatsch von Christian Grey (aus Shades of Grey) vor sich hat, sondern das exakte Gegenteil: Ein warmherziger, fürsorglicher und schüchterner Kerl, der sich Hals über Kopf in seine quirrlige Arbeitskollegin verliebt hat.
Die beiden Charaktere harmonieren wunderbar miteinander und es war wunderschön und gleichzeitig sehr glaubhaft mit anzusehen, wie sich die beiden allmählich näher kommen und sich ineinander verlieben. Obwohl die beiden sich ständig zanken, verlieren sie dennoch zu keinem Zeitpunkt den Respekt voreinander. Und genau das macht ihr Liebesgeschichte so grossartig.

- Der Humor: Sally Thorne hat einen sehr lockeren, unterhaltsamen Schreibstil, so dass die Seiten beim Lesen nur so dahin fliegen. Es macht richtig Spass die Geschichte zu lesen - vor allem, weil sie genau meinen Humor teilt. Die Autorin nimmt die Story und auch die Charaktere selbst nicht ganz so ernst und macht gerade deswegen das Buch zu etwas Besonderem. Der Leser soll sogar zum Lachen gebracht werden. Und das hat bei mir definitiv funktioniert.

- Kein Kitsch und kein unnötiges Drama: Obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, ist die Story nicht so kitschig und übertrieben dramatisch, wie ähnliche Büchr aus dem gleichen Genre. Natürlich herrscht auch hier nicht immer eitel Sonnenschein und auch die Charaktere haben mit Entscheidungen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen, aber das alles bewegt sich in einem total normalen und glaubhaften Rahmen.
Und dass es keinen übertriebenen Kitsch gibt, heisst auch nicht, dass das Buch nicht romantisch ist - im Gegenteil: Ich habe wahrscheinlich noch nie so viel Gänsehaut gekriegt, nur weil zwei Charaktere miteinander Händchen halten.
Man kann also sagen, dass Sally Thorne genau das richtige Mass an Kitsch und Drama getroffen hat. ;)

- Keine Aneinanderreihung von Sexszenen: Ein Punkt der mich an New Adult Romanen oftmals stört, ist die Aneinanderreihung von zig Sexszenen, die sich oftmals nur aufgrund des Ortes unterscheiden. Die Szenen wiederholen sich dann so oft, dass ich sie nach einer Weile einfach überspringe, weil es immer wieder das Gleiche ist.
Hier spielt Sex tatsächlich mal eine untergeordnete Rolle und trotzdem hat die Story bei mir mehr Bauchkribbeln versacht, als jeder Erotikroman es jemals geschafft hat. Die Autorin hat den perfekten Augenblick abgewartet, um eine solche Sexszene zu inszenieren und das ist ihr mehr als gelungen. Davon könnten sich andere AutorInnen gerne noch eine Scheibe abschneiden, denn wie heisst es so schön: Weniger ist oft mehr ;)

Ich könnte hier jetzt noch etliche weitere Beispiele anhängen, aber ihr seht, dass mich das Buch sehr begeistert hat. Vermutlich lag es auch daran, dass ich ohne Erwartungen an das Buch heran gegangen bin bzw. eigentlich erwartet hätte, dass es ohnehin derselbe Einheitsbrei wie immer ist.

Wer auf humorvolle, spritzige Dialoge und Charaktere, die sich nicht ganz so ernst nehmen steht, dem kann ich "Küss mich, Mistkerl" wärmstens empfehlen. Es ist zwar kein tiefgründiges literarisches Meisterwerk, weiss aber trotz allem zu unterhalten! Von mir gibt es dafür 4.5 Sterne!
Keine Kommentare
(© Amazon / Audible GmbH)

Der Auftragsthriller (Trudi Jefferson, #1)
von Jane Christo

Bewertung: ★★☆☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 5 Std. und 27 Min.
Erscheinungsdatum: 8. September 2016
Verlag: Audible GmbH


Inhalt:
Trudi hat es echt nicht leicht: Nicht nur, dass ihr Ehemann Floyd ganz plötzlich verstorben ist, sie muss kurz nach seiner Beerdigung zu allem Überfluss auch noch erfahren, dass sie rechtmässig eigentlich gar nicht verheiratet waren. Und nicht nur das, wie sich nach und nach herausstellt, war ihr (vermeintlicher) Ehemann nicht der, für den er sich die ganze Zeit ausgegeben hat. Kurz nach seinem Tod tauchen einige zwielichtige Gangster bei Trudi auf, die Floyds Schulden eintreiben wollen, die er in der Vergangenheit durch nicht ganz so legale Machenschaften angehäuft hat. Durch diese Verstrickungen lernt Trudi nicht nur den gutaussehenden Wyatt Slater kennen - den Boss der Unterwelt von L.A. - sondern auch den genauso attraktiven Detective Lawson. Als würde sie nicht schon in genug Schwierigkeiten stecken, haben beide scheinbar ein Auge auf sie geworfen und buhlen nun um ihre Aufmerksamkeit. Ob das gut ausgehen kann?

Meine Meinung:
Was sich nach einer leichten, aber amüsanten Geschichte anhört, ist am Ende leider nicht ganz das, was die interessante Inhaltsangabe vermuten lässt. In diesem Fall wäre weniger wohl mehr gewesen, denn für mich schien es so, als hätte die Autorin Mühe gehabt, ihre ganzen Ideen zu einem grossen Ganzen zu verknüpfen. Dadurch fehlt es der Geschichte an einem Spannungsbogen und der Plot fühlte sich irgendwie unfertig und undurchdacht an. Mir war zum Beispiel bis zum Schluss nicht ganz klar, was Floyds geheime Schriftsteller-Tätigkeit für einen Sinn hatte. Meiner Meinung nach hätte das und andere Ereignisse gut weggelassen werden können, so dass man sich auf einen der vielen Handlungsstränge hätte konzentrieren können.
Die Ereignisse wirkten für mich auch immer wieder an den Haaren herbeigezogen. (view spoiler) Ähm... I don't think so. Gleichzeitig passt es gerade perfekt, dass Trudi Bekanntschaften mit Gangstern macht, denn so hat sie gleich mal genügend Stoff, um sich als Thrillerautorin zu versuchen - und das obwohl sie zuvor noch nie in diesem Bereich tätig war. Aber wer stellt da schon Fragen?
Ich könnte an dieser Stelle noch etliche Beispiele anfügen, aber ich belasse es einfach mal bei diesem beiden, damit ich nicht zu viel verrate.

Die Sprecherin:
Ich kannte Dagmar Bittner nicht, mochte ihre Erzählweise aber sehr gerne. Sie hat eine angenehme Stimme, die einer der Gründe dafür war, dass ich das Hörbuch bis zum Ende durchgehalten habe. Ich werde mir den Namen sicher vormerken!

Fazit:
"Der Auftragsthriller" ist ein seichter Roman, der eher unfreiwillig durch seine Absurdität zu einer Komödie wird. Ich selbst musste an keiner Stelle schmunzeln, aber wer auf kurzweilige, sehr weit hergeholte Plots steht, kann sich das Hörbuch gerne anhören. Ich werde es sicher kein zweites Mal tun ;) 2.5 Sterne gibts trotzdem von mir, allerdings bloss für die angenehme Erzählerin.
Keine Kommentare
(© Amazon / Simon & Schuster Books for Young Readers)

Scythe (Arc of a Scythe #1)
von Neal Shusterman

Bewertung: ★★★★★

Dystopia, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. November 2016

Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers

Inhalt:
Das Buch spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Menschen nicht mehr eines natürlichen Todes sterben können, da jegliche Krankheiten ausgerottet wurden.
Um dem Problem der Überbevölkerung entgegen zu wirken, gibt es aber sogenannte "Scythes" ("Sensen"), die in der Regel zufällig ausgewählte Menschen töten. Dieser Prozess wird "gleaning" genannt. Dem gegenüber stehend können die Scythes aber auch ausgewählten Personen ein Jahr Immunität gewähren, so dass sie für das darauffolgende Jahr von keinem Scythe getötet werden dürfen.

Im Zentrum dieser Dystopie stehen die beiden Protagonisten Citra und Rowan. Die beiden Teenager, die sich anfangs noch gar nicht kennen, wurden von Scythe Faraday als seine Lehrlinge ausgewählt. In den nächsten Monaten sollen sie nicht nur lernen, ein Scythe zu sein, sondern sich auch dem Sinn hinter dem Töten bewusst werden. Und das ganz unfreiwillig! Im Gegenzug wird den Familien von Citra und Rowan jeweils Immunität gewährt, so dass sie das Angebot nicht ausschlagen können.

Citra und Rowan begleiten Scythe Faraday während den nächsten Monaten bei seiner Tätigkeit und bemerken dabei, dass es auch unter den Scythes schwarze Schafe gibt, die den eigentlichen Zweck und die Regeln des "gleanings" missachten und aus purer Freude töten. Neben dieser Erkenntnis erfahren sie noch dazu, dass nur einer der beiden nach ihrem Ausbildungsjahr zum Scythe ernannt werden wird. Danach wird ihre erste Aufgabe daraus bestehen, den anderen zu töten. Diese Wendung stellt die neu entwickelte Freundschaft zwischen Citra und Rowan auf einer harte Probe - denn beide sind sich nun bewusst, dass nur einer lebend aus dieser Geschichte herauskommen wird. Und keiner weiss, ob er dem anderen noch vertrauen kann.

Meine Meinung:
Neal Shusterman hat es wieder einmal geschafft und eine sehr düstere Zukunft geschaffen, die mich immer wieder zum Nachdenken angeregt hat, indem ich mir überlegt habe, was ich an der Stelle der Protagonisten getan hätte. Mit seinem neusten Werk zeigt der Autor einmal mehr, dass es nicht die eine richtige moralische Antwort gibt, wenn es um den Tod eines anderen Menschen geht. Das eigene Schwarzweiss-Denken wird hier immer wieder in Frage gestellt.

Ich kannte die "Vollendet"-Reihe des Autors und war schon dort begeistert von seinem Schreibstil, den überraschenden Wendungen und den moralischen Denkanstössen, die er bewirkt hat. Auch in "Scythe" ist Shusterman dieses Gesamtpaket erneut gelungen und spätestens nach einer sehr überraschenden Wendung, hat mich das Buch richtig gepackt. "Scythe" wird weniger tempo- und actionreich erzählt als die Vollendet-Reihe, aber die eher ruhige Erzählweise hat dem Buch keinen Abbruch getan, denn gerade dadurch ist die Brutalität und die fehlende Moral einiger Scythes umso erschreckender rübergekommen.
Ich war natürlich auch neugierig, wie die Geschichte ausgeht und ob Citra oder Rowan tatsächlich ihr Leben lassen mussten, damit der andere weiterleben durfte. Das Ende war aber leider nicht ganz so gewagt und überraschend, wie ich erhofft hatte. Dennoch kann ich dem Buch insgesamt gute 4.5 Sterne vergeben und bin gespannt, wie es weitergeht.

Wer gut durchdachte Dystopien mag, die einige überraschende Wendungen bereithalten, der ist hier genau richtig!
2 Kommentare
(© Amazon / Brendow)

Der Ritt nach Narnia (The Chronicles of Narnia #5)
von C.S. Lewis

Bewertung: ★★☆☆☆

Childrens, Fantasy, Audiobook
Spieldauer: 4 Std. und 51 Min.
Erscheinungsdatum: 26. August 2005
Verlag: Brendow


Inhaltsangabe:
Der Hengst Bree, Schlachtross eines mächtigen Tarkaan, wurde als Fohlen aus Narnia entführt. Als sein Herr einen Jungen als Sklaven kaufen will, nutzt Bree die Gelegenheit und flieht mit Shasta in die Freiheit - nach Narnia, wo im Goldenen Zeitalter Suse und Lucy, Edmund und Peter regieren. Auf der gefahrvollen Reise warten nicht nur geheimnisvolle Weggefährten und Abenteuer auf ihn und den Jungen. Shasta muss sein Schicksal erfüllen - ohne, dass er es weiß. (© Amazon / Brendow)

Meine Meinung:

Ich fand diesen 3. Teil der Narnia Reihe leider deutlich schwächer, als sein bekannter Vorgänger. Die Story beginnt eigentlich ganz interessant, doch sie mag im weiteren Verlauf dann doch nicht ganz zu überzeugen. Mir war es stellenweise zu langatmig und die Geschichte plätschert oftmals nur so vor sich hin, so dass man sich fragen musste, wohin das Ganze eigentlich führen soll. Beim Vorgänger wirkte auf mich alles ein wenig durchdachter und liebevoller gestaltet. Hier konnte ich keinen der Charaktere so richtig ins Herz schliessen und auch Shastas vermeintliches Schicksal war mir schlichtweg egal. Ich musste mich wirklich anstrengen, beim Zuhören mit meinen Gedanken nicht abzuschweifen.
Philipp Schepmann, der Sprecher des Hörbuchs, macht seine Sache aber wieder sehr gut und verleiht jedem Charakter eine einzigartige Stimme. Doch das allein hat diesmal leider nicht ausgereicht mich zu begeistern.

Ich weiss nicht, ob ich momentan eine "Narnia"-Überdosis habe oder ob die Geschichte einfach nichts für mich war, aber momentan brauche ich definitiv einen kleinen Abstand von der Reihe ;) Ich hoffe, der nächste Band kann mich wieder mehr überzeugen. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern kann ich deshalb auch leider nicht mehr als 2.5 Sterne vergeben.
Keine Kommentare
(© Amazon / Audible GmbH)

Ein todsicherer Job (Grim Reaper #1)
von Christopher Moore

Bewertung: ★★★★☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 12 Stunden und 54 Minuten
Erscheinungsdatum: 9. November 2010
Verlag: Audible GmbH


Inhaltsangabe:
Eigentlich ist Charlie Asher ein recht liebenswerter Mensch: ein wenig neurotisch, vielleicht auch ein kleiner Hypochonder, aber alles in allem eher durchschnittlich. Er besitzt ein Haus, einen kleinen Laden und ist mit der hübschen Rachel verheiratet, die ihn gerade wegen seiner Normalität liebt. Charlies Welt ist perfekt, bis seine Frau bei der Geburt ihrer Tochter stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren. Denn er ist ziemlich sicher, dass in dem Moment von Rachels Tod neben ihrem Bett ein außergewöhnlich großer, schwarzer Mann in einem mintgrünen Anzug auftauchte.

Dann häufen sich die merkwürdigen Ereignisse, bis der mintgrüne Mann wieder auftaucht und ihn aufklärt: Auf Befehl von ganz oben ist Charlie ein neuer Job übertragen worden. Er soll Seelen einfangen und sie sicher ins Jenseits befördern. Keine angenehme Arbeit, aber irgendjemand muss sie ja machen. Charlie sieht nur nicht ein, warum ausgerechnet er dazu auserkoren sein soll, und fordert den Tod heraus. (© Amazon / Audible GmbH)

Meine Meinung:
Wer denkt, dass der Tod als Hauptthema eines Buches nur deprimierend sein kann, irrt sich gewaltig, denn Christopher Moore beweist mit seinem Werk "Ein todsicherer Job" das Gegenteil. Mit pechschwarzem Humor erzählt er vom Leben eines eigentlich durchschnittlichen Bürgers, der nach dem Tod seiner Frau die Aufgabe erhält, fortan sogenannte Seelenschiffchen zu sammeln.
Mit seiner etwas naiven, aber durchaus liebenswerten Art schliesst man Charlie mit seinem manchmal bitterbösen Sarkamus sofort ins Herz und will unbedingt wissen, wie er seine neue Aufgabe als Todesbote meistert. Wie erwartet, stellt er sich dabei nicht immer sonderlich geschickt an und bringt den Hörer (oder Leser) mit seinen Aktionen und Gedankengängen zum Lachen.
Die Geschichte rund um Charlie Asher wird von Simon Jäger erzählt (u.a. auch bekannt als Matt Damons Synchronsprecher). Er macht seine Sache wirklich gut und bringt Charlies tollpatschige Art humorvoll rüber.

Wer auf schwarzen und vor allem von Sarkasmus triefenden Humor steht, sollte sich "Ein todsicherer Job" auf jeden Fall anhören. Nur der Schluss fand ich dann stellenweise etwas wirr und absurd, so dass ich deswegen einen Stern abziehen muss. Der Folgeband "Ein todsicherer Plan" steht aber schon auf meiner to-read resp. to-hear Liste ;-)
Keine Kommentare
(© Amazon / Hoffmann und Campe)

Jenseits der Untiefen
von Favel Parrett

Bewertung: ★★☆☆☆

Contemporary Fiction, 219 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. August 2013
Verlag: Hoffmann und Campe


Inhaltsangabe:
Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur Harry, der Jüngste, fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungen auch den Vater, der - ähnlich dem Meer - wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reicht brüderliche Fürsorge manchmal nicht aus... (© Amazon / Hoffmann und Campe)

Meine Meinung:
Schon die Inhaltsangabe lässt den Leser rätseln, was einen in diesem Buch wohl erwarten wird. Und ganz ehrlich? Ich wusste es bis zuletzt nicht wirklich.
Der Schreibstil ist aussergewöhnlich, bildhaft und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl. Dennoch hat es die Autorin nicht geschafft, mein Interesse für die Story oder die Charaktere zu wecken. Wäre das Buch nicht so kurz gewesen, hätte ich es vermutlich nicht einmal zuende gelesen.
Ich kann die guten Bewertungen der anderen Leser durchaus nachvollziehen, aber für mich verlief, zumindest der Grossteil der Geschichte, einfach zu ruhig und es hat mir eine Art roter Faden gefehlt. Das hochdramatische Ende konnte mich dann leider auch nicht mehr begeistern, denn die Story hat mich bis dahin schon längst verloren.

Für Leute, die einen ruhigen Erzählstil schätzen und sich darauf einlassen können, ist dieses Buch sicher ein wahrer Schatz. Für mich war es leider zu unspektakulär.
Keine Kommentare
(© Amazon / Hörbuch-Vertrieb)

Der König von Narnia (The Chronicles of Narnia #1)
von C.S. Lewis

Bewertung: ★★★★☆

Childrens, Classics, Audiobook
Spieldauer: 3 Std. und 45 Min.
Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2005
Verlag: Hörbuch-Vertrieb


Inhaltsangabe:
An einem verregneten Tag spielen Peter, Susan, Edmund und Lucy Verstecken. Als Lucy sich in einem Schrank versteckt, sind es plötzlich nicht mehr Mäntel, die sie kratzen, sondern Äste. Sie steht mitten in einem verschneiten Wald. Lucy ist im Land Narnia, über das die böse weiße Hexe ewigen Winter gebracht hat. Gemeinsam mit Peter, Susan und Edmund versucht Lucy den Frühling nach Narnia zurückzubringen und den bösen Zauber der Hexe zu brechen. Millionen von Lesern weltweit haben sich in mehr als fünfzig Jahren von der Magie des Landes Narnia verzaubern lassen. Eine Welt, über der der Bann eines ewigen Winters liegt; eine Welt, in der es mehr sprechende Tiere als Menschen gibt, wo Kämpfe von Zentauren, Riesen und Faun ausgefochten werden. (© Amazon / Hörbuch-Vertrieb)

Meine Meinung:
Die Chroniken von Narnia standen schon eine gefühlte Ewigkeit auf meinem SuB und obwohl es sehr dünne Bücher sind, die relativ schnell ausgelesen sind, hat mich jedes Mal die Tatsache, dass es sich eigentlich um ein Kinderbuch handelt und der damit zusammenhängende besonders einfache und gewöhnungsbedürftige Schreibstil davon abgehalten, endlich zu dem Buch zu greifen. Vor einigen Tagen bin ich dann zufälligerweise über die Hörbuchversion gestolpert und war allein schon von der Hörprobe begeistert: Philipp Schepmann hat eine wunderbare Erzählweise und verleiht jedem Charakter eine einzigartige Stimme, so dass er "Der König von Narnia" zu einem wahren Hörgenuss werden lässt. Durch seine Erzählung fällt einem dieser doch eher auf Kinder zugeschnittene Schreibstil gar nicht mehr auf und man kann sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen und sich das Ganze vor seinem geistigen Auge als Film abspielen lassen.

Die Chroniken von Narnia sollte jeder Mal gelesen bzw. gehört haben und ich kann die Hörbuchversion nur jedem ans Herz legen. Die Story eignet sich gut für die ganze Familie und kann von Alt und Jung gehört resp. gelesen werden.
Nur der Schlussteil hat mich etwas verloren und die "Kampf"szenen konnten mich nicht mehr ganz so begeistern, deshalb muss ich bei meiner Bewertung einen Stern abziehen. Ich werde die Reihe aber sicher als Hörbuchversion weiterverfolgen!
Keine Kommentare
(© Amazon / Argon Verlag)

Traumprinz
von David Safier

Bewertung: ★★☆☆☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 7 Std. und 42 Min.
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2016
Verlag: Argon Verlag


Inhalt:
In dieser Geschichte lernen wir Nellie kennen. Eine junge Frau, die auf die Dreissig zugeht und erst kürzlich durch ein eher unschönes Erlebnis erfahren musste, dass ihr derzeitiger Freund bereits eine andere Freundin hat. Gedemütigt und zu allem Überfluss nur mit einem Handtuch bekleidet, begibt sie sich daraufhin auf den Heimweg.
Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nellie kriegt durch eher zufällige Umstände ein altes Buch in die Hände, in das sie ihren Traumprinzen zeichnet. Was sie nie gedacht hätte: Es handelt sich um ein magisches Buch, durch das ihr "Traumprinz" kurze Zeit später zum Leben erwacht und allerlei Chaos in ihrem Leben veranstaltet. Ob Nellie da wieder heil herauskommt?

Meine Meinung:
Die Grundidee und der Erzählstil waren typisch Safier, leider wagt sich der Autor bei seinem neusten Werk aber kaum aus seiner "Comfort Zone" heraus und recyclet einfach mal ganz frech sehr viele Elemente aus seinem Erfolgsroman "Mieses Karma". So erinnert die Protagonistin Nellie nicht nur durch ihre Art und ihren Charakter an Kim Lange, auch diverse Nebencharaktere wie etwa der vermeintliche Traumprinz Retro, wirkte schon fast wie eine 1:1 Kopie von Casanova aus Safiers erfolgreichstem Roman. Wenn man "Mieses Karma" also bereits kennt und geliebt hat, dann wird man bei "Traumprinz" nicht mehr wirklich auf seine Kosten kommen, denn das alles wirkte auf mich wie ein schlechter Abklatsch.
Dass die Protagonistin Nellie einfach total nervig ist und sich wie ein 12-jähriges Kind aufführt, hat der Geschichte nicht unbedingt geholfen. Mal ehrlich? Welche um-die-30-Jährige nimmt sich Donald Duck als sein grösstes Vorbild und schwört auf das lustige Taschenbuch als wegleitendes Werk, wie andere auf die Bibel?
Normalerweise liebe ich Nana Spier als Erzählerin, aber in diesem Fall wirkte die Protagonistin dadurch noch kindischer und anstrengender.
Anfangs noch amüsant, wird die Story dann im Verlaufe der Zeit immer absurder und haarsträubender. Und würde ich nicht an einer Hörbuch-Challenge teilnehmen, hätte ich bestimmt nicht bis zum Ende durchgehalten.

Das war wohl nichts. Nette Idee, aber fürs nächste Mal darf David Safier ruhig wieder etwas kreativer werden, so dass wir nicht wieder der x-te Abklatsch seines Erfolgswerkes zu lesen kriegen ;) Mehr als 2 von 5 Sternen kann ich diesmal leider nicht vergeben.
Keine Kommentare
(© Amazon / Papoti Books)

Ten Tiny Breaths
von K.A. Tucker

Bewertung: ★★★★☆

New Adult, 236 Seiten
Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2012
Verlag: Papoti Books


Inhalt:
Just breathe, Kacey. Ten tiny breaths. Seize them. Feel them. Love them.

Kaceys Leben hat sich vor vier Jahren aufgrund eines Autounfalls komplett verändert. An jenem Tag sind - bis auf ihre Schwester Livie - nicht nur die nahestehendsten und wichtigsten Menschen in ihrem Leben gestorben, sondern auch ein Teil von ihr selbst. Und seither versucht sie auf ihre ganz eigene Weise damit fertig zu werden.

Die Geschichte beginnt damit, dass die inzwischen 20-jährige Kacey in einer Nacht-und-Nebel Aktion ihre sieben Sachen packt und heimlich mit ihrer 15-jährigen Schwester Livie nach Miami verschwindet. Nach dem Unfall, bei dem ihre Eltern ums Leben gekommen sind, wurden die beiden von ihrer Tante Darla aufgenommen, bei der sie alles andere als willkommen waren. Nachdem sich ihr scheinbar pädophiler Onkel eines Nachts schliesslich in das Bett von Livie gelegt hatte, ist Kaceys Geduldsfaden endgültig geplatzt und sie musste zwangsläufig weglaufen.

Zum Schutz ihrer Schwester versuchen sie deshalb in Miami ein neues Leben anzufangen und ziehen in einen Apartmentkomplex, in dem sie schon bald Bekanntschaften mit ihren Nachbarn machen. Zum einen lernen sie Storm kennen, eine junge alleinerziehende Mutter, die in einem Stripclub arbeitet und schon sehr bald zu einer der besten Freundinnen von Kacey wird.
Zum anderen lernt sie auch den gutaussehenden Trent aus dem Apartment 1D kennen, den sie auf Anhieb attraktiv findet und nicht mehr vergessen kann. Doch eigentlich hatte sie sich nach dem Autounfall geschworen, dass sie nie wieder etwas fühlen möchte. Für niemanden. So ist es schliesslich am einfachsten. Ob es Trent dennoch schafft ihre über Jahre aufgebaute Fassade zum Bröckeln zu bringen?

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, das Buch enthält so einige Bauteile, die man auch in anderen Contemporary Romance / New Adult Romanen findet, so dass ich am Anfang meine Zweifel hatte, ob mich das Buch überzeugen wird. Trotz bekannter Elemente, muss man "Ten Tiny Breaths" aber zugute halten, dass der Schreibstil viel ausgereifter ist als in ähnlichen Romanen und die Autorin es immer wieder geschafft hat, auch in mir (Mit-)Gefühle für die einzelnen Charaktere zu wecken. Ein weiterer Pluspunkt ist der, dass die Sexszenen in diesem Buch nur angedeutet und nicht ständig bis ins kleinste Detail ausgeschrieben werden, so dass die Autorin hier das Meiste der Fantasie des Lesers überlässt. Noch dazu spielt der Sex (endlich mal) eine untergeordnete Rolle, viel mehr steht Kaceys Entwicklung im Vordergrund.
Trotz dieser positiven Aspekte, hätte ich dem Buch bis zum letzten Viertel "nur" drei Sterne vergeben, denn bis dahin war mir das Ganze doch etwas zu unspektakulär. Dann geschieht plötzlich ein überraschender Plot Twist, den ich so niemals erwartet hätte und mich sprichwörtlich aus den Socken gehauen hat. Ab jenem Zeitpunkt konnte mich das Buch wieder voll und ganz fesseln und ich musste einfach wissen, wie es ausgeht.
Kaceys Entwicklung im Schlussteil ging mir dann aber wieder etwas zu schnell von statten und das Ganze war mir letztendlich etwas zu sehr auf ein Happy-End getrimmt, so dass ich deswegen nicht die vollen 5 Sterne vergeben kann.

Alles in allem ist "Ten Tiny Breaths" ein sehr gefühlvoller Liebesroman, der vor allem durch seinen überraschenden Plot Twist am Ende punkten kann. Fans dieses Genres kann ich das Buch definitiv ans Herz legen.
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(© Amazon / Strange Chemistry)

Cracked (Soul Eaters #1)
von Eliza Crewe

Bewertung: ★★☆☆☆

YA Paranormal, 327 Seiten
Erscheinungsdatum: 5. November 2013
Verlag: Strange Chemistry


Inhalt:
Die Story handelt von Mera Melange, einer Teenagerin die halb Dämon, halb Mensch ist und sich von Menschen "ernährt", indem sie deren Seele "isst". Zu Beginn des Buches begibt sie sich in grosse Gefahr, denn kurz nachdem sie sich satt gegessen hat, wird sie von Dämonen angegriffen. Zu ihrem Glück eilen ihr sogenannte Kreuzritter ("Crusaders") zu Hilfe, die sie aus ihrer Notlage befreien, nichts ahnend, dass Mera gar nicht so unschuldig ist, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Um nicht aufzufallen, spielt sie ihren neuen Bekannten vor, dass sie ein sogenannter "Beacon" ist, also jemand, der von Dämonen gejagt wird und deshalb beschützt werden muss. Aus diesem Grund nehmen die jungen Kreuzritter sie mit in ihren Unterschlupf, die gleichzeitig deren Ausbildungsstätte ist.
Dort angekommen, spielt Mera ihr Spielchen weiter und verfolgt den Plan, mehr über die Tempelritter und Dämonen herauszufinden. Sie ist dabei sogar erfolgreich und erfährt etwas über ihre Mutter, das sie nie gedacht hätte: Ihre Mutter war ein Tempelritter ("Templar")! Was das nun für Mera bedeutet, gilt noch herauszufinden. Doch viel Zeit bleibt nicht, denn die Ausbildungsstätte der Kreuzritter wird kurze Zeit später von hunderten von Dämonen angegriffen, die nur eines wollen: Mera in ihre Gewalt bekommen...

Meine Meinung:
Ich liebe Bücher über Dämonen und/oder Engel und fand es sehr erfrischend, dass diese Kreuzritter/Tempelritter-Thematik mit eingebracht wurde, denn das ist eine neue, innovative Idee, die ich bisher noch von keinen anderen, ähnlichen Büchern kannte. Leider plätschert der Plot nur vor sich hin und wirklich viel passiert nicht. Es werden immer wieder die Attacken der Dämonen beschrieben, aber so richtig schreitet die Handlung nicht voran. Hinzu kommt, dass Mera nur häppchenweise Informationen über ihr eigentliches Halblingsdasein erfährt und man am Ende des Buches nicht wirklich schlauer ist als vorher. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen.
Ich konnte leider auch nicht wirklich eine Bindung zu den Charakteren aufbauen, so dass mir deren Schicksal schlichtweg egal war. Erst gegen Ende hin taucht mit Armend, einem anderen Halbling, der auf der Seite des Bösen steht, ein Charakter auf, der mein Interesse geweckt hat. Vermutlich wird er im 2. Teil noch eine viel grössere Rolle spielen, aber das allein reicht leider nicht aus, damit ich das Bedürfnis kriege, die Reihe weiterzuverfolgen. Dafür ist er einfach zu spät aufgetaucht und hat eine zu kleine Rolle gespielt.
Auch beim Ende hätte ich mir erhofft, denn hier wagt die Autorin kaum etwas und bis auf ein einziges Ereignis, war alles sehr auf "happily ever after" getrimmt.

Alles in allem eine nette Idee, die unausgereift bleibt. Der Schreibstil ist aber für ein Debütroman überraschend gut. 2.5 Sterne gibts dafür von mir.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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