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between the lines.

(© Amazon / Knaur eBook)

Der Seelenbrecher
von Sebastian Fitzek

Bewertung: ★★★★☆

Thriller, 356 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. April 2010
Verlag: Knaur eBook


Inhaltsangabe:
Körperlich sind sie unversehrt, innerlich sind sie gebrochen. Ein psycholgisch dichter, erschreckender Thriller über das Grauen der eigenen Erinnerungen. Vom Bestseller-Autor Sebastian Fitzek.
Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt … (© Amazon / Knaur eBook)

Meine Meinung:
Das war er also: Mein erster Fitzek. Immer wieder bin ich diesem Namen auf diversen Buchseiten begegnet und immer wieder habe ich mir vorgenommen, endlich mal ein Buch von diesem Autor zu lesen, denn die Meinungen dazu waren meistens durchweg positiv, so dass man einfach wissen MUSS, was den so besonders an seinen Büchern ist. Und nun habe ich es endlich geschafft und mit „Der Seelenbrecher“ meinen ersten Psychothriller von Sebastian Fitzek gelesen. Ich muss gestehen: Meine Erwartungen waren durch die zahlreichen positiven Bewertungen und durch die Popularität seiner Bücher natürlich sehr viel höher, als sie es bei anderen, ähnlichen Büchern gewesen wären. Und genau das wurde mir letzten Endes wahrscheinlich zum Verhängnis. Obwohl ich das Buch regelrecht verschlungen habe, wurde ich durch den Gedanken angetrieben, dass es am Ende womöglich eine total überraschende Wendung gibt, die mich vom Hocker reisst. Tatsächlich war es aber so, dass sich die Person als Täter entpuppt, die ich schon relativ früh vermutet hatte – und nicht etwa, weil ich Hellsehen kann oder weil ich bisher so viele Psychothriller gelesen habe, dass mir kein Autor mehr etwas vormachen kann – nein, im Gegenteil: Es wird schon relativ früh in der Geschichte namentlich auf den Täter hingewiesen. Ich war am Ende zwar durchaus überrascht, allerdings vielmehr durch die Tatsache, dass ich mit meiner Vermutung tatsächlich richtig lag und es eben KEINE total überraschende Wendung gab. Das fand ich natürlich schade, denn ich liebe es, wenn ich in Psychothriller die ganze Zeit auf sehr geschickte Weise auf die falsche Fährte gelockt werde und sich am Ende jemand als Täter herausstellt, den man nie erwartet hätte und der trotzdem die ganze Zeit als solcher in Frage gekommen wäre. Fitzek versucht das zwar auch, allerdings wird während des Verlaufs der Geschichte die ganze Zeit so offensichtlich eine Person verdächtigt, dass man einfach sicher sein kann, dass es am Ende jemand anderes ist.

Ein zweiter Kritikpunkt ist die Auflösung bzw. die Erklärung für das Vorgehen des Seelenbrechers. Wer die Inhaltsangabe gelesen hat, weiss, dass die Opfer keine physischen Verletzungen davontragen, sondern durch psychische „Verletzungen“ in den Tod getrieben wurde. Was sich Fitzek hier als Erklärung ausgedacht hat klingt zwar ganz nett, es war für mich als Psychologie-Studentin aber einfach nicht plausibel. Ich bezweifle nicht, dass er sich mit der Thematik auseinander gesetzt und gut recherchiert hat und dieses „Mittel“ in der Realität tatsächlich funktioniert – allerdings nicht in einem solchen Ausmass, wie Fitzek uns das weissmachen will. (Falls doch, darf man mir gerne Links zu Artikeln bzw. Studien schicken, die mich vom Gegenteil überzeugen ;)). Solche extrem übertriebene psychische Phänomene sind aber generell ein Kritikpunkt, die mich auch an vielen anderen Autoren stören und für mich eher das einfachste Mittel sind, einen Psychothriller aufzulösen. Sie hören sich für Laien einleuchtend und interessant an und trotzdem sind sie in der Realität in diesen extremen Ausmassen nicht anzutreffen. Da könnte am Ende für mich genauso gut stehen, dass irgendein Ausserirdischer für die Taten verantwortlich war, der die ganze Zeit unsichtbar gewesen ist und so alle in die Irre führen könnte ;)

Positiv und ganz nett fand ich aber diese Idee mit den Rätseln, die ich selbst jedoch niemals geknackt hätte.

Alles in allem vergebe ich dem Buch 3.5 Sterne, die ich wohlwollend auf 4 Sterne aufrunde, denn der Autor kann ja eigentlich nichts dafür, dass ich so hohe Erwartungen hatte und die Bewertung sonst vielleicht anders ausgefallen wäre. Fakt ist, dass es definitiv nicht mein letzter Fitzek war, ich aber hoffe, dass mich seine anderen Werke mehr vom Hocker hauen können und die Auflösungen am Ende überraschender sind.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer E-Books)

Der Rosie-Effekt (Don Tillman #2)
von Graeme Simsion

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Fiction, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2014
Verlag: Fischer E-Books


Nachdem ich von "Das Rosie-Projekt" restlos begeistert war, war das Lesen des zweiten Bandes natürlich Pflicht. Ich wusste nicht, dass überhaupt eine Fortsetzung geplant war, deshalb war die Überraschung umso grösser, als ich das Buch entdeckt hatte. Vielleicht wurden mir aber auch gerade diese riesige Vorfreude und die damit entsprechend hohe Erwartung zum Verhängnis, denn leider konnte mich Band 2 der Rosie-Reihe nicht überzeugen.

Inhalt:
Die Story lässt sich kurz und knapp zusammenfassen: Rosie und Don sind inzwischen verheiratet und leben aufgrund von Rosies Doktorarbeit in New York. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team und Rosie hat sich an den Umgang mit Dons Eigenarten gewöhnt. Na ja... zumindest bis sie erfährt, dass sie (ungeplant) schwanger ist, denn diese Tatsache stellt plötzlich alles auf den Kopf. Rosie leidet an Stimmungsschwankungen, der Druck durch ihre Doktorarbeit macht ihr zu schaffen und zu allem Überfluss hat Don noch den inzwischen in Trennung lebenden Gene bei sich zu Hause aufgenommen. Das alles macht die Schwangerschaft nicht gerade leichter und führt dazu, dass Rosie einiges hinterfragt und Don durch seine Eigenart von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und dadurch sogar in Konflikt mit dem Gesetz gerät.

Meine Meinung:
Die Story an sich fand ich nicht schlecht, nur fand ich das Buch stellenweise sehr zäh und langatmig und es hätte ruhig 100 Seiten kürzer sein können. Im Gegensatz zum ersten Band, wird hier ein ernsterer Ton angeschlagen. Band 1 was locker und amüsant und hat mich sehr gut unterhalten. In Band 2 geht es vor allem um Konfliktsituationen, Auseinandersetzungen und diverse Fehltritte von Don. Es werden viele neue Charaktere eingeführt, bei denen ich manchmal etwas den Überblick verloren habe, da ich einfach keine emotionale Bindung zu den Neulingen aufbauen konnte. Auch Rosie hat sich stark verändert und hat plötzlich Schwierigkeiten, mit Dons Art klarzukommen. Natürlich sind da die Schwangerschaftshormone nicht ganz unbeteiligt, aber dennoch fand ich sie stellenweise ziemlich unsympathisch und hätte mir mehr Verständnis für Don erhofft.

Ich kann dem Buch also höchstens 3,5 Sterne vergeben und fand, dass es leider überhaupt nicht an Band 1 rangekommen ist. Wobei Band 1 die Messlatte natürlich auch sehr hoch gelegt hatte.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch)

Was fehlt wenn ich verschwunden bin
von Lilly Lindner

Bewertung: ★★★★☆

Young Adult, 400 Seiten,
Erscheinungsdatum: 19. Februar 2015
Verlag:
Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch

Inhaltsangabe:
April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat. (© Amazon / Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch)

Meine Meinung:
Das Buch erzählt von zwei Schwestern, die trotz räumlicher Distanz, durch Briefe die Nähe zueinander finden und so versuchen, füreinander da zu sein.

Es fängt alles damit an, dass die 16-Jährige April aufgrund einer Essstörung in eine Klinik gebracht wird. Ihre jüngere Schwester Phoebe, die erst 9 Jahre alt ist, beginnt deshalb, ihr regelmässig Briefe zu schreiben. Obwohl sie noch ein Kind ist, strotzen die Briefe regelrecht vor wunderschönen Metaphern und tiefgründigen Weisheiten, auch wenn sich Phoebe dessen nicht immer bewusst ist. Und genau das treibt auch ihre Eltern hin und wieder zur Weissglut. Und obwohl Phoebe als hochbegabt und überaus intelligent beschrieben wird, fehlt ihr noch das Verständnis für die Erkrankung von April. Ihre Eltern sind dabei leider kaum eine Hilfe, denn alles was sie tun, ist das Thema unter den Teppich zu kehren.
In der zweiten Hälfte des Buches wechselt die Perspektive von Phoebe zu April. Wir erfahren mehr über ihre Sicht der Dinge und auch über die Ursprünge und Einflüsse, die zu ihrer Erkrankung geführt haben. Was da alles an Tageslicht kommt, hat mich erschüttert und fassunglos gemacht. Hinzu kommt das ignorante und absolut kontraproduktive Verhalten ihrer Eltern, das sicher als ein aufrechterhaltender Faktor betrachtet werden kann.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn die Geschichte kann man nur schwer zusammenfassen oder in eigenen Worten beschreiben. Man muss sie selbst lesen und in die Welt von Phoebe und April eintauchen. Lilly Lindner hat einen unverwechselbaren Erzählungsstil und weiss definitiv mit Worten umzugehen. Ihre teilweise sehr philosophischen und tiefgründigen Gedankengänge regen einen selbst zum Nachdenken an und haben mich immer wieder dazu gebracht, einige angesprochene Dinge zu hinterfragen. Ausserdem schafft sie es, dass man als Leser so berührt von Aprils Schicksal ist, dass man am liebsten in das Geschehen eingreifen und ihr helfen würde.
Der einzige Kritikpunkt der mich gestört hat, ist der, dass bei den Charakteren sehr stark die Autorin durchscheint. Sowohl Phoebe, als auch April sind sich sehr ähnlich und der einzige Unterschied bestand oft darin, dass April in ihren Briefen etwas weniger kindlich gewirkt hat. Die Wortwahl und die Metaphern haben sich aber zum Teil kaum unterschieden. Das alles hat für mich für ein 9-Jähriges Kind (trotz Hochbegabung) einfach nicht authentisch gewirkt. Einerseits wirkt Phoebe sehr weise und reif für ihr Alter und hat ein Repertoire an schwierigen Wörtern, auf das einige Erwachsene neidisch sein können, andererseits ist sie in Bezug auf Aprils Krankheit wieder sehr kindlich und kann die Hintergründe für Aprils Erkrankung weder erahnen, noch wirklich verstehen.

Alles in allem ist "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" aber ein emotional berührendes, unverwechselbares und erschütterndes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer Jugendbuch)

Letztendlich sind wir dem Universum egal
von David Levithan

Bewertung: ★★★★★

YA Contemporary, Fantasy, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Verlag: Fischer Jugendbuch


Inhalt:
Jeden Tag ein anderer Körper. Jeden Tag ein anderes Leben. Jeden Tag verliebt in dasselbe Mädchen.

Gibt es nicht? Gibt es doch, denn genau so ergeht es dem Protagonisten in diesem Buch. "Es" nennt sich schlicht und einfach A und fühlt sich keinem spezifischen Geschlecht zugeordnet, doch der Einfachheit halber benutze ich bei meiner Rezension männliche Pronomen.
A wacht jeden Morgen im Körper einer anderen Person auf. Geschlecht, Aussehen, sexuelle Orientierung oder kultureller Hintergrund variieren somit von Tag zu Tag. Einzig und allein das Alter bleibt konstant bei 16, denn solange lebt A bereits dieses Leben. Und eigentlich hatte er sich damit auch abgefunden, wenn er nicht eines Morgens im Körper eines gewissen Justins aufgewacht wäre. Als A schliesslich Justins Freundin Rhiannon kennenlernt, ist er hin und weg - ja, man könnte sogar von Liebe auf den ersten Blick reden. Die beiden verbringen einen romantischen Tag am Strand, wobei Rhiannon natürlich nichts davon weiss, dass jemand anderes in Justins Körper steckt.
Normalerweise hätte A Rhiannon nach diesem einen Tag nie wieder gesehen. Doch selbst wenn er tags darauf bereits im Körper einer anderen Person steckt, kann er sie nicht mehr vergessen. Er sucht sie deshalb in den folgenden Tagen in ganz unterschiedlichen Körpern auf und schafft es, mit ihr ins Gespräch zu kommen und ihr seine Situation zu erklären. Anfangs etwas skeptisch, lässt sich Rhiannon tatsächlich von A's Geschichte überzeugen, weiss aber nicht, ob sie sich auf die ganze Sache einlassen will. Denn hat so eine Liebe überhaupt eine Zukunft?

Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte rund um A einfach super! Die Idee mit dem Körperwechsel ist nicht nur innovativ, sondern auch äusserst faszinierend. Man kriegt innerhalb weniger Seiten einen Einblick in die Schicksale verschiedener Menschen. Einige davon haben mich ganz besonders mitgenommen. Natürlich spielen diese Leben in Bezug auf die Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon nur eine Nebenrolle, doch ich finde, dass genau das das Buch ausmacht und deshalb auch nie Langeweile aufkommt. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte auch Toleranz und Akzeptanz verschiedener Menschen. Im Laufe der Story steckt A u.a. auch in vielen Körpern, die in den Augen vieler Leute nicht gerade der gesellschaftlichen Norm entsprechen. Sei es Homosexualität, Übergewicht, psychische Störungen oder das Leben als Transgender. Damit spricht der Autor viele aktuelle Themen an und geht meiner Meinung nach einfach vorbildlich damit um, denn A lernt durch seine Körperwechsel viele Stigmata kennen und kann manchmal nicht ganz nachvollziehen, weshalb andere Leute (u.a. je nach seinem äusseren Erscheinungsbild) ganz anders auf ihn reagieren. Und genau das ist der Knackpunkt: Es sollte nicht von einem bestimmt Lebensstil abhängen, wie wir mit anderen Menschen umgehen: Respekt hat grundsätzlich jeder verdient, egal welche sexuelle Neigung oder wie viele Kilos er auf den Hüften hat.

Ich kann dieses Buch also jedem ans Herz legen, der für eine etwas andere Liebesgeschichte offen ist!
2 Kommentare
(© Amazon / Karl Blessing Verlag)

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
von Robin Sloan

Bewertung: ★★★☆☆

Fiction, 353 Seiten
Erscheinungsdatum: 3. März 2014
Verlag: Karl Blessing Verlag


Inhalt:
Zu Beginn lernen wir den jungen Mann Clay Jannon kennen, der seit einer Weile arbeitslos ist und deshalb nach einem neuen Job sucht. Eines Tages wird er zufälligerweise auf das "Aushilfe gesucht!"-Schild an der Buchhandlung eines gewissen Mr. Penumbra aufmerksam. Seine Aufgaben sind eigentlich recht simpel: Er soll die Nachtschicht übernehmen und jeden Kunden genau in einem Buch dokumentieren. Da - wenn überhaupt - höchstens eine Person während jeder Nacht im Laden auftaucht, sollte das also keine grosse Herausforderung darstellen. Doch nach Antritt seines neuen Jobs fällt Clay auf, dass die Kunden niemals ein Buch kaufen, sondern immer nur welche ausleihen. Und das ausgerechnet aus dem hinteren Teil des Ladens, in dessen Bücher Clay - auf Mr. Penumbras Anweisung hin - niemals einen Blick werfen darf. Irgendwann überkommt ihn dann doch die Neugierde und als er eines der Bücher aufklappt, entdeckt er nicht unbedingt das, was er erwartet hatte. Mit diesem Schritt verstrickt sich Clay in eine Reihe von weiteren Ereignissen, die darin münden sollten, das Rätsel der Unsterblichkeit zu lösen. Mithilfe der neusten Technik, insbesondere Google, sollte das ja nicht so schwer zu lösen sein, oder...?

Meine Meinung:
Das alles klingt eigentlich ganz vielversprechend, doch leider ist vor allem ein Stichwort in dieser Inhaltsangabe ausschlaggebend für die ganze Geschichte: Google. Ich gebe zu: Google ist nützlich und praktisch und ohne Google könnte ich mir das Internet nicht mehr vorstellen. Aber ob es deswegen so in den Himmel gelobt werden muss ist fraglich. Ausserdem "stinkt" damit das Ganze nach einer einzigen PR-Aktion für Google.

Alles in allem handelt es sich um eine nette Geschichte, die aber viel Potential verschenkt, indem der Fokus auf die falsche Dinge gelegt wird. Die Sache mit dem Rätsel der Unsterblichkeit hat mich wirklich interessiert, aber leider war dieses Google-lastige dann doch zu ablenkend, um sich nur auf den Hauptplot konzentrieren zu können. Und irgendwann konnte ich diese Lobhudelei für dieses Unternehmen nicht mehr lesen. Sehr schade.
"Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" birgt eigentlich viel Potential, das aber letztendlich leider nicht wirklich genutzt wird und mich deshalb leider etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Kann man lesen - muss man aber nicht.
Keine Kommentare
(© Amazon / Piper ebooks)

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh
von Julie Kibler

Bewertung: ★★★★★

Historical Fiction, 317 Seiten
Erscheinungsdatum: 20. August 2012
Verlag: Piper ebooks


Inhalt:
Die Geschichte handelt von der inzwischen 90-Jährigen Isabelle, die sich mit ihrer weitaus jüngeren, afroamerikanischen Bekannten Dorrie auf eine Reise nach Cincinnati begibt, wo sie an einer Beerdigung teilnehmen möchte. Auf dem Weg dorthin erzählt Isabelle die Geschichte über ihre erste (und wahrscheinlich einzig wahren) Liebe. Der Leser reist so in die die Jahre 1939/40 zurück, in der die Rassentrennung zwischen Afroamerikanern und Weissen noch deutlich spürbar war. Und wie das Schicksal so will, verliebte sich Isabelle auch tatsächlich in den Afroamerikaner Robert und heiratete ihn - ihrer Familie zum Trotz - kurze Zeit später. Was das Ganze für Konsequenzen hatte, musste sie kurz darauf am eigenen Leib erfahren.
Dieser Hauptplot wechselt sich immer jeweils mit einem Kapitel aus der Gegenwart ab, in der man in erster Linie mehr über den Nebencharakter Dorrie erfährt. Obwohl inzwischen fast 70 Jahre vergangen sind, hat diese immer noch mit Vorurteilen gegenüber Afroamerikanern zu kämpfen. Immer wieder wird sie von Passanten argwöhnisch gemustert oder muss sich höhnische Kommentare über ihre Hautfarbe anhören. Und als wäre das noch nicht genug, spielt sich bei Dorrie Zuhause noch ein ganz eigenes Drama ab, das sie telefonisch regeln muss.

Meine Meinung:
Obwohl ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte reinzufinden, konnte ich das Buch spätestens ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen. Man ist einfach zu neugierig, was aus Isabelle und Robert wird und hofft natürlich bis zum bitteren Ende, dass es zu einem Happy-End kommt.
Das Ende hält dann nochmal einige "Überraschungen" bereit - wobei ich das absichtlich in Anführungszeichen setze, da man einige Enthüllungen als aufmerksamer Leser bereits vorhersehen konnte. Das werte ich allerdings als etwas Positives, denn die Geschehnisse wirken dadurch realistisch und runden die Geschichte ab.
Die Story um Dorrie war zwar ganz nett zu lesen, sie hat mich aber hin und wieder gestört, weil mich die Vergangenheit von Isabelle viel mehr interessiert hat und ich durch die Gegenwarts-Kapitel immer wieder im Lesefluss unterbrochen wurde.
(Ein wenig überrascht war ich aber doch über die Tatsache, wie kleingeistig einige Südamerikaner noch zu sein scheinen, denn einige Situationen die aus Dorries Gegenwart geschildert wurden, haben mich manchmal glauben lassen, dass die Leute im 19. Jahrhundert stecken geblieben sind. Falls diese Vorurteile tatsächlich noch in diesem Ausmass da sind und auch so offensichtlich geäussert werden, dann tun mir die Amis einfach nur leid.)

Alles in allem ist "Zu zweit tut das Herz nur halb so weh" (trotz diesem schrecklichen Titel) ein schönes Buch, bei dem man die ein oder andere Träne vergiessen könnte.
Keine Kommentare
(© Amazon / Aufbau Taschenbuch)

Traummann aus der Zukunft
von Merelie Weit

Bewertung: ★★★★☆

Romance, 378 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. April 2012

Verlag: Aufbau Taschenbuch

Inhalt:
Emilia und ihre beste Freundin Hilda verbringen zusammen einen Abend in einem Biergarten und werden plötzlich von einer Wahrsagerin angesprochen. Da Emilia schon länger in einer Ehe gefangen ist, die sie nicht mehr glücklich macht, geht sie auf das Angebot der Wahrsagerin ein und lässt sich die Zukunft vorhersagen. Sie möchte gerne wissen, ob sie jemals ihre wahre Liebe treffen würde. Zu ihrem eigenen Überraschen bejaht die Wahrsagerin diese Frage und beschreibt Emilias Traummann mit einigen Stichpunkten. Trotzdem warnt sie Emilia davor, dass aus dem besagten Mann erst die wahre Liebe werden kann, wenn die Zeit reif dafür ist.

Obwohl Emilia das Ganze anfangs als Scherz angesehen hat, lässt sie der Gedanke an ihren potentiellen Traummann nicht los. Und da sie anhand der Beschreibung durch die Wahrsagerin einige Anhaltspunkte - wie etwa den Wohnort des Mannes - herausgekriegt hat, macht sie sich kurzerhand auf die Suche nach ihm.
Zu ihrer eigenen Überraschung scheint es tatsächlich einen Mann zu geben, der die genannten Eigenschaften besitzt und an besagtem Wohnort lebt. Das einzige Problem daran: Miguel hat zwei Kinder und ist verheiratet. Und auch wenn Emilia selbst (noch) verheiratet ist, lässt sie es sich nicht nehmen, ihm immer wieder aufzulauern. Doch trotz ihrem stetigen Bemühen, scheint Miguel sie einfach nicht zu bemerken und scheint nur Augen für andere Frauen zu haben.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Die Autorin hat einen lockeren und unterhaltsamen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Es gab dabei so einige Szenen, bei denen ich kurz schmunzeln musste, denn Emilias Versuche, Miguel auf sich aufmerksam zu machen, waren manchmal so verzweifelt-amüsant, dass man nur grinsend den Kopf schütteln konnte.
Durch die Zukunftsvoraussage, wusste man zwar, dass es ein Happy-End geben würde, doch wie das genau aussehen würde, war mir schleierhaft. Emilias Vorhaben endet einige Male in der Sackgasse, so dass ich mich bis zum Ende gefragt habe, wie die Autorin die beiden noch zusammenbringen möchte. Und dabei hat sie sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, das ich so nicht erwartet hätte.

Fazit:
"Traummann aus der Zukunft" ist ein amüsanter und kurzweiliger Liebesroman, der einfach Spass macht und den Leser gut unterhalten kann - selbst wenn das Ende, wie bei so vielen Liebesromanen, vorhersehbar ist. Von mir gibts dafür 4.5 Sterne!
Keine Kommentare
(© Amazon / Krüger)

Lackschaden (Andrea Schnidt #6)
von Susanne Fröhlich

Bewertung: ★★★☆☆

Humor, Chick-Lit, 288 Seiten
Erscheinungsdatum: 2. März 2012
Verlag: Krüger


"Lackschaden" war das erste Buch, das ich von Susanne Fröhlich gelesen habe. Damit kenne ich die Vorgeschichte der Familie Schnidt nicht und es kann durchaus sein, dass dies meine Bewertung beeinflusst hat.

Inhalt:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Andrea Schnidt geschildert: Eine Mittvierzigerin, die Mutter zweier Kinder ist und einen Ehemann hat, der sich scheinbar mehr für Golf, als für seine Ehe zu interessieren scheint. Neben den Eheproblemen und dem Stress mit ihren pubertierenden Kindern, hat Andrea auch noch mit ihren Wechseljahren und einem ulkigen Schwiegervater zu kämpfen, der nach dem Tod seiner Frau auch in das Haus der Schnidts eingezogen ist und allerhand Unsinn anstellt.

Meine Meinung:
Was sich eigentlich ganz amüsant anhört, war letztendlich aber leider doch nicht so humorvoll beschrieben, wie ich mir das erhofft hatte. Anstatt mit einer Geschichte mit Witz, wurde ich eher mit einer zynischen und ständig nörgelnden Protagonistin konfrontiert. Es ist zwar einerseits nachvollziehbar, dass bei Andrea nicht eitel Sonnenschein herrscht, aber bei einer solch zynischen und ständig nörgelnden Frau, würde ich meine Zeit wohl auch lieber auf dem Golfplatz verbringen ;-) Natürlich könnte sich ihr Ehemann etwas mehr bemühen, aber grundsätzlich ist einfach die fehlende oder sogar miserable Kommunikation der beiden Grund dafür, dass so vieles schief läuft. Einen Pluspunkt gibt es aber für den ulkigen Schwiegervater, der sich im Verlaufe der Story als echter Goldschatz herausstellt und den man einfach ins Herz schliessen muss.

Alles in allem handelt es sich bei "Lackschaden" eher um einen kurzweiligen Roman, der ganz nett ist, aber den man nicht unbedingt gelesen haben muss.
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer)

Einmal rund ums Glück
von Paige Toon

Bewertung: ★★★☆☆

Chick-Lit, 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2011
Verlag: Fischer


Meine Meinung:
Da ich nicht mal den Klappentext gelesen hatte, sondern direkt mit dem Lesen des Buches begonnen habe, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Als ich gemerkt hatte, dass sich die Story um die Formel 1 dreht, habe ich einen Augenblick gezögert, ob ich das Buch überhaupt weiterlesen sollte, denn für mich ist diese Art von Rennsport die langweiligste, die es gibt. Trotzdem hat es mich interessiert, wie eine Liebesgeschichte in dieses Setting passt, so dass ich mich überwunden hatte und nur teilweise enttäuscht wurde.

Das Buch handelt von Daisy, einer 26-Jährigen Frau, die für das Catering an den verschiedenen Formel-1-Rennen zuständig ist. Diese verliebt sich Hals über Kopf in den neuen Fahrer im Team: Will. Der allerdings hat bereits eine Freundin, was die Schwärmerei natürlich ein wenig trübt, denn eigentlich hatte sich Daisy nicht wirklich eine Chance bei ihm ausgerechnet. Trotzdem schafft sie es irgendwie Will näher zu kommen und die beiden verstehen sich immer besser, obwohl der Faktor Freundin immer zwischen den beiden steht. Wie die Story mit den beiden ausgeht, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Nur soviel sei gesagt: Das was passiert, kam für mich wirklich überraschend und hätte ich niemals erwartet!

Neben Will gibt es noch einen anderen charmanten Fahrer im Team: Luis. Er ist frecher und temperamentvoller als sein Teamkollege und war deshalb für mich auch immer der interessantere Charakter der beiden. Allein schon das Kennenlernen zwischen Daisy und Luis war ein Schmunzler wert, denn die beiden rasen zu Beginn des Buches fast ineinander rein und bewerfen sich anschliessend mit diversen Schimpfwörtern.
Im Laufe der Geschichte schaffen die beiden Streithähne es dann trotzdem, irgendwie Freunde zu werden und man wird das Gefühl nicht los, dass Luis ein Auge auf Daisy geworfen hat. Die wiederum hat nur Augen für Will und scheint Luis' Gefühle deshalb gar nicht mal zu erahnen. Erst als ein erschütterndes Ereignis das Leben der beiden aus der Bahn wirft, scheint sich das zu ändern. Aber auch hier möchte ich natürlich nicht verraten, wie das Ganze ausgeht.

Alles in allem hatte das Buch ein paar gute Ansatzpunkte. An einigen Stellen war die Erzählweise aber für mich beinahe zu hastig und ein paar Ausführungen mehr hätten der Story sicher nicht geschadet. Durch diese meist abrupten Schauplatzwechsel fiel es mir auch nicht gerade leicht, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, denn eigentlich erfährt man nicht gerade viel über die Hintergründe der einzelnen Personen.
Für einen Liebesroman, der an einigen Stellen ruhig auch ein wenig kitschig sein darf, haben mir auch oft die Gefühle gefehlt. Viele Szenen wirkten eher ernüchternd und lieblos und hätten mit ein paar Umschreibungen mehr schon ganz anders wirken können.

Fazit: Es handelt sich hierbei um ein nettes Buch für zwischendurch, doch mehr leider auch nicht. Deshalb vergebe ich dem Buch 3.5 Sterne.
Keine Kommentare
(© Amazon / MIRA Taschenbuch)

Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich (Kowalski Family #1)
von Shannon Stacey

Bewertung: ★★★★☆

Contemporary Romance, 316 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2012
Verlag: MIRA Taschenbuch


Inhalt:
Keri hat für ihre berufliche Laufbahn in der Vergangenheit viel aufgegeben, ist inzwischen fast 40 Jahre alt und arbeitet für ein bekanntes Hochglanzmagazin in Kalifornien. Als ihre Chefin Wind davon kriegt, dass sie vor zwanzig Jahren eine Liebschaft mit dem heute weltbekannten Autor Joe Kowalski gehabt hatte, schickt sie Keri kurzerhand zurück in ihre Heimatstadt, um dort ein Interview mit ihrer ehemaligen Jugendliebe zu führen.
Da Keri ihr Job am Herzen liegt, kommt sie der Aufforderung ihrer Chefin nach und trifft sich in New Hampshire mit ihrem Exfreund. Obwohl die Beziehung 20 Jahre her ist, scheint es bereits bei diesem ersten Zusammentreffen der beiden wieder zu knistern.
Joe erlaubt sich einen Spass und schlägt Keri folgenden Deal vor: Wenn sie das Interview kriegen will, dann muss sie ihn und seine ganze Familie für zwei Wochen auf einen Campingausflug begleiten. Und da Keris Chefin ihr nahgelegt hatte, dass sie ihren Job los ist, sofern sie ohne Interview zurückkehren würde, muss sie wohl oder über auf diese Abmachung eingehen - nichtsahnend, was sie in den nächsten zwei Wochen alles erwartet.

Meine Meinung:
Wie die Inhaltsangabe vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Buch um einen typischen Liebesroman. Und obwohl man sich als Leser bereits zu Beginn denken kann, wie die Geschichte enden wird, wird man nicht enttäuscht: Die Familie Kowalski ist gross, laut und temperamentvoll.

Anfangs war es nicht leicht, sich bei den ganzen Personen und Namen zurecht zu finden, denn die Autorin verliert keine Zeit mit Erklärungen und steigt direkt in die Geschichte ein. Diese Tatsache verdient von mir wiederum einen Pluspunkt, denn ich mag es überhaupt nicht, wenn sich eine Geschichte in unnötigen Details verliert.
Sobald man sich also einen Überblick über die Kowalski-Familie geschaffen hat, ist man auch schon mittendrin in der Geschichte, die einen dann nicht mehr los lässt. Obwohl sich die Story natürlich hauptsächlich um Joe und Keri dreht, erfährt man auch einiges über Joes Geschwister und deren Familienleben und Probleme.

Fazit:
Nachdem man mit der Familie Kowalski gelacht, geweint, sich geärgert oder gefreut hat, muss man sie einfach lieben. Das Buch ist eine unterhaltsame und witzige Lektüre für zwischendurch und verdient von mir 4,5 Sterne. (Abzug gibts dafür, dass auch dieser Liebesroman ziemlich vorhersehbar ist.)
Keine Kommentare
(© Amazon / MIRA Taschenbuch)

Ein bisschen Kowalski gibt es nicht (Kowalski Family #2)
von Shannon Stacey

Bewertung: ★★☆☆☆

Contemporary Romance, 305 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. Mai 2013
Verlag: MIRA Taschenbuch


Inhalt:
Nachdem mich der erste Band der Kowalski-Reihe sehr gut unterhalten hatte ("Mein Ex, seine Familie, die Wildnis und ich") war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung. In diesem Buch ging es diesmal um Kevin Kowalski, den wir schon im 1. Band kennenlernen durften. Es handelt sich dabei um einen geschiedenen und gutaussehenden Junggesellen, der eine Sportbar in der Hauptstadt von New Hampshire führt.
Bei der Hochzeit seines Bruders Joe, lernt er Beth kennen und ist ganz hingerissen von ihr. Es kommt schliesslich wie es kommen musste und die beiden landen im Bett. Eigentlich dachte Beth auch, dass es sich dabei um ein einmaliges Erlebnis gehandelt hatte, doch dann erfährt sie drei Wochen später, dass sie schwanger ist. Und dadurch ist das Chaos schon vorprogrammiert.

Meine Meinung:
Allein der Grundplot des Buches konnte mich schon zu Beginn nicht wirklich überzeugen. Das kommt daher, dass diese plötzliche, ungewollte Schwangerschaft durch einen One Night Stand eine Story ist, die schon so oft durchgekaut wurde und so klischeebeladen ist, dass ich sie nicht mehr lesen kann. Und leider hat die Autorin auch nicht wirklich neue Anhaltspunkte geliefert, die die Geschichte irgendwie anders oder gar spannend gemacht hätten. Es wirkte alles so konstruiert und erzwungen, dass ich mich teilweise durch das Buch hindurchquälen musste. Mir hat einfach der Charme und der Witz des ersten Buches gefehlt.

Desweiteren waren mir die Hauptcharaktere nicht wirklich sympathisch und haben ein wenig wie ein billiger Abklatsch aus dem ersten Buch gewirkt. Beth hat mich durch ihre ständige Ablehnung und ihren Pessmismus an eine zweite Terry erinnert. Wobei man diese negativen Eigenschaften bei Terry noch nachvollziehen konnte, da sie tatsächlich Gründe für ihr Verhalten hatte (Eheprobleme + Enttäuschung über ihre ehemals beste Freundin). Bei Beth war das aber leider einfach nur nervig, kindisch und unbegründet.
Kevin ist leider bis zum Ende hin ein relativ blasser Charakter ohne Tiefe geblieben. Man hat ja bereits im ersten Buch einige Dinge aus seiner Vergangenheit erfahren, doch leider konnte man in diesem Buch nicht viel mehr über ihn in Erfahrung bringen. Er hat mich durch seine Art sehr stark an Joe erinnert und ich fand es schade, dass Kevin nicht ein paar eigene, markante Charakterzüge erhalten hat.
Dann gab es noch den Nebencharakter Paulie: Eine Barkeeperin, die in Kevins Sportbar arbeitet. In einem Nebenplot erhält diese ihre eigene, ganz unabhängige Liebesgeschichte, die aber trotzdem nicht weiter erwähnenswert ist. Ich habe mich ehrlich gesagt gefragt, warum die Autorin diesen Nebenplot noch in die Hauptstory quetschen musste, da er eigentlich überhaupt nicht relevant für die Geschichte mit Beth und Kevin war. Vermutlich hat die Autorin gemerkt, dass die Hauptstory so platt ist, das sie das Buch nicht alleine tragen kann. Doch selbst der Nebenplot konnte da nicht viel herausholen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass mich auch vieles aus der Geschichte an den ersten Band erinnert hatte, hier aber viel weniger Sinn gemacht hat. Nehmen wir als Beispiel die Gefühle von Kevin für Beth (und umgekehrt): Schon nach dem ersten Treffen spricht Kevin von der Liebe seines Lebens und ist enttäuscht, wenn Beth einen hypothetischen Heiratsantrag ablehnt. (Was in Anbetracht der Tatsache, dass sich die beiden eigentlich gar nicht kennen, nachvollziehbar ist). Diese Gefühlsdusselei zieht sich dann über die ganze Story hindurch und ich fand es einfach unlogisch und unrealistisch, wie schnell diese plötzlichen Gefühle entstanden sind. Im vorherigen Buch gab es eine ähnliche Situation zwischen den Protagonisten Joe und Keri. Diese waren aber vor zwanzig Jahren einmal ein Paar, so dass diese wieder aufflammenden Gefühle Sinn gemacht hatten und nachvollziehbar waren.

Fazit:
Das Buch ist zwar kein "Total-Ausfall", es ist aber bedeutend schwächer als sein Vorgänger. Deshalb würde ich es im Vergleich dazu nur mit 2.5 Sternen bewerten. Ich hoffe aber, dass die nächste Fortsetzung wieder besser ist und die Kowalski Familie ihren alten Charme zurückgewinnt.
Keine Kommentare
(© Amazon)

Augenblicklich ewig
von Nicole Neuberger

Bewertung: ★★★☆☆

Romance, Fantasy, 330 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2014
Verkauf durch: Amazon


Meine Meinung:
Zugegeben, als ich mit dem Lesen des Buches begonnen hatte, dachte ich, dass dies wieder eine Liebesgeschichte wird, wie man sie in jeder zweiten Chick-Lit lesen kann. Aber der anfängliche Schein trügt und es verbirgt sich tatsächlich mehr hinter der Story, als man anfangs vermuten würde.

Zu Beginn lernen wir die Protagonistin Polly kennen, die durch ihren Beruf als Journalistin den attraktiven Fotografen Sam kennenlernt. Sie findet ihn auf Anhieb attraktiv und fühlt sich in seiner Gegenwart geborgen. Ein wenig überrascht ist sie aber schon, als Sam ihr eröffnet, dass ER darauf bestanden hatte, mit ihr zusammenzuarbeiten. Noch verwunderter ist sie aber über die Frage von Sam, ob Polly sich denn nicht an ihn erinnern würde, denn schliesslich ist sie ihm bei besagtem Arbeitsauftrag zum ersten Mal begegnet, auch wenn auf Anhieb eine gewisse Vertrautheit zwischen den beiden geherrscht hat. Ausserdem scheint dieser Sam partout darauf zu achten, dass er nicht mit ihr in Berührung kommt und das obwohl er augenscheinlich Interesse an ihr zeigt. Diese widersprüchlichen Signale klären sich dann allmählich auf, indem Sam Polly zeigt, woher sie sich kennen. Und Polly hätte wohl mit vielem, aber nicht mit der ihr präsentierten Wahrheit gerechnet.

An dieser Stelle möchte ich natürlich nicht mehr verraten, denn in meinen Augen liegt genau in dieser "Auflösung" der Charme des Buches. Es handelt sich sicher nicht um einen literarischen Bestseller, aber für ein paar nette und kurzweilige Lesestunden zwischendurch kann ich das Buch weiterempfehlen.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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