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between the lines.

(© Amazon / Droemer eBook)

Das Paket
von Sebastian Fitzek

Bewertung: ★★★☆☆

Thriller, 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2016
Verlag: Droemer eBook


Inhalt:
Im neusten Thriller von Sebastian Fitzek wird die Geschichte von Emma Stein erzählt, einer Psychiaterin, die Opfer eines Vergewaltigers wurde, der in der Presse "Der Friseur" genannt wird, weil er seinen Opfer jeweils die Haare abrasiert. Emma war jedoch bis anhin die Einzige, die die Tat überlebt hat und seither psychisch unter dem Erlebnis leidet. Sie ist paranoid geworden und weiss stellenweise nicht mehr zwischen Realität und Einbildung zu unterscheiden. Und genau dadurch gerät sie auch von einem Unglück ins andere, bis das Ganze sogar in einem Blutbad endet.

Meine Meinung:
Eines ist klar: Fitzek kann schreiben. Durch seinen angenehmen und fesselnden Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Man wird angetrieben durch das drängende Gefühl, endlich wissen zu wollen, wer hinter diesen ganzen Gräueltaten steckt oder ob Emma sogar selbst etwas damit zu tun hat.
Die Enthüllung des Täters bzw. der tatsächlichen Vorkommnisse haben mich am Ende zwar überrascht, aber nicht unbedingt zufriedengestellt. Das Ganze wirkte zum Teil schon sehr weit hergeholt und unglaubhaft und hätte sicher geschickter gelöst werden können.
Was mich aber auch verwundert hat, waren zahlreiche Ereignisse die im Detail geschildert wurden, aber letztendlich keine Rolle für die eigentliche Geschichte gespielt haben. Was sollte die Schilderung des Rosenhan-Experiments ganz zu Beginn? Wieso wurde die ganze Sache mit dem Hund erwähnt? Und die Frage aller Fragen: Wieso nennt Fitzek sein Buch "Das Paket", wenn dieser Gegenstand letztendlich für die ganze Story mehr als nebensächlich ist? Das hat bei mir leider falsche Erwartungen geschürt, die am Schluss nicht ganz erfüllt werden konnten. Natürlich könnte man hier argumentieren, dass Fitzek den Leser auf die falsche Spur führen will, aber dazu wirken die angesprochenen Punkte in meinen Augen schon fast zu willkürlich.

Alles in allem dennoch ein Page-Turner, dessen Auflösung am Ende aber durchdachter hätte sein können.
Keine Kommentare
(© Amazon / Simon & Schuster Books)

UnDivided (Unwind Dystology #4) 
von Neal Shusterman

Bewertung: ★★★★☆

Sci-Fi Dystopia, 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2014

Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers

Inhalt:
In diesem letzten Band versuchen Connor, Risa, Lev und Cam mehr oder weniger unabhängig voneinander das bisherige System zu stürzen, in der Hoffnung, die Umwandlung und dem damit zusammenhängenden Organhandel ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.
Ein Hoffnungsschimmer ist dabei weiterhin der letzte übriggebliebene 3D-Drucker, mit dem zukünftig Organe gedruckt werden sollen, damit eine Umwandlung unnötig wird.
Bei diesem Kampf gegen die Umwandlung stossen die Protagonisten aber immer wieder auf Personen, die nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Plan in Gefahr bringen.

Meine Meinung:
Nachdem eher schleppenden dritten Band kann man zusammenfassend sagen, dass es im vierten und letzten Teil der Vollendet-Reihe insgesamt wieder spannender und actionreicher zugeht. Die Geschichte birgt einige Höhen und Tiefen, indem sich überraschende Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hat, mit Ereignissen abwechseln, die dann doch wieder etwas zu vorhersehbar und konstruiert wirkten.
Obwohl die Thematik mit der Umwandlung bereits bekannt ist, hat es Neal Shusterman dennoch wieder geschafft, bei mir ein beklemmendes Gefühl auszulösen und das muss ich ihm hoch anrechnen. Immer wieder beleuchtet er den Organhandel von einem anderen Blickwinkel und schafft es, den Leser zu schockieren.
Das Ende wirkt dann wieder etwas übereilt und in den letzten paar Kapitel ist für meinen Geschmack viel zu viel passiert, so dass die Geschehnisse auch teilweise unglaubwürdig wirkten. Das Ende ist nicht komplett abgeschlossen und hat mich etwas frustriert zurückgelassen. Ich bin der Meinung, dass man das bestimmt geschickter hätte lösen können, gerade weil der Autor im 3. Band so viel Zeit für unwichtige Nebensächlichkeiten verschwendet hatte.

Fazit:
Insgesamt ein spannendes Buch, das deutlich besser als der Vorgänger ist. Für das etwas unbefriedigende Ende muss ich aber einen Stern abziehen.
Keine Kommentare
(© Amazon)

Unknown (Unknown #1)
von Wendy Higgins

Bewertung: ★★★★☆

Sci-Fi, 292 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. August 2016
Verlag: Amazon Digital Services


Meine Meinung:
Es fällt mir wirklich schwer, eine Rezension zu "Unknown" zu verfassen, denn irgendwie war die Story nichts Halbes und nicht Ganzes. Bis zuletzt war mir nicht mal ganz klar, um welches Genre es sich bei diesem Buch eigentlich handelt.
Die Story fängt als eine Art Coming-of-Age Erzählung an, in der die Kindheit von Amber, der Protagonistin, beschrieben wird. Wir lernen nicht nur sie, sondern auch ihren Bruder Tater und dessen besten Freund Rylen kennen und erfahren, wie und warum Amber sich in Rylen hoffnungslos verliebt hat. Diese Entwicklung spielt in der weiteren Handlung immer mal wieder eine Rolle, denn keiner der beiden wagt es je, offen über seine Gefühle zu sprechen, so dass es zu einigen Missverständnissen kommt. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich das Buch deshalb als Contemporary Romance eingestuft.
Nach einer Weile wird die Story plötzlich düsterer und an verschiedenen öffentlichen Orten werden Bombenanschläge verübt. Niemand weiss genau wer dahinter steckt (es wird nur ein einziges Mal angedeutet, dass die Anschläge keine religiösen und/oder rassistischen Gründe haben), aber es scheint auch so, als würde das auch niemand wirklich herausfinden wollen. Die Gefahr wird einfach hingenommen und die Ressourcen zum Überleben (inkl. Elektrizität und fliessendes Wasser) werden aufgrund dieser ominösen Gefahr eingestellt. Auch diese Entscheidung, die von Politikern getroffen wurde, wird nicht weiter in Frage gestellt - weder von Amber, noch von einem anderen Charakter.
Um die Sicherheit der Menschheit zu gewährleisten, hat ab sofort eine Art Polizei - die DRI - das Sagen. Dabei gehen sie jedoch so unzimperlich vor, dass man als Leser sehr schnell merkt, dass es sich bei den DRI wohl nicht wirklich um die Guten handelt. Trotzdem scheinen Amber, ihre Familie und ihre Freunde diesen neuen Verordnungen wie blind zu folgen. Zeitgleich treibt auch ein gefährlicher Virus sein Unwesen, an dem immer mehr Menschen erkranken. Aber auch hier scheinen sich Amber und ihre Familie blind auf die Regierung zu verlassen, indem sie sich - trotz beträchtlicher und besorgniserregender Nebenwirkungen! - einfach mal irgendetwas impfen lassen, ohne zu hinterfragen, um was es sich da eigentlich handelt.
Zu diesem Zeitpunkt hat sich die Story also zu einer Art Endzeit-Szenario entwickelt, ohne dass man das Gefühl hatte, dass die Erde tatsächlich kurz vor dem Untergang steht. Kurzzeitig hatte ich ja noch eine Alieninvasion gedacht, nachdem eine Einwohnerin panisch aufgefunden wurde, und etwas von Aliens brabbelte. Aber auch dieser Gedanke schien schnell wieder verworfen worden zu sein.

Während der gesamten Story wartet man schliesslich darauf, dass die Gefahr endgültig ausbricht, dass irgendwas Einschneidendes passiert oder dass es zu einem überraschend Plot Twist kommt. Leider bleibt dies alles gänzlich aus. Die Autorin verschwendet viel zu viel Zeit daran, unwichtige Szenen zu erläutern - wie etwa die Beschaffung von Nahrungsmitteln, dem Verstecken von Waffen oder Ambers Fahrten zum Krankenhaus.
Die Story endet schliesslich in einer Art Cliffhanger, so dass man sich als Leser irgendwie veräppelt fühlt und denkt: That's it?!

Das Buch war nicht schlecht, die Szenen zwischen Rylen und Amber sehr gefühlvoll und die Idee macht neugierig. Aber irgendwie wirkt das ganze Buch sehr planlos, als hätte die Autorin einfach mal drauf los geschrieben, ohne richtig zu wissen, wohin sie mit ihrer Geschichte eigentlich will.

Da sich das Buch wie eine seeeeehr lange Einleitung für die eigentliche Story liest, werde ich Teil 2, der im Winter 2017 erscheint, sicher auch lesen. Ich hoffe aber, dass Wendy Higgins dann etwas geplanter vorgeht und sich einige offene Fragen noch klären.
Keine Kommentare
(© Amazon / cbt)

Faunblut
von Nina Blazon

Bewertung: ★★★☆☆

Fantasy, 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. März 2009
Verlag: cbt


Inhalt: 
Wir befinden uns in einer Fantasywelt, in der die Menschen unter der Unterdrückung der Herrscherin Lady Mar leben. Die Lady schickt Jäger aus, die die geheimnisvollen Wasserwesen - die Echos - töten sollen. Niemand weiss genau, was es mit diesen Echos wirklich auf sich hat, doch die meisten sind sich sicher, dass sie gefährlich sind.
Innerhalb dieses Geschehens wird die Story von Jude erzählt, die mit ihrem Vater in einem Hotel lebt. Eines Tages tauchen zwei Nordmänner auf, die sich später als Jäger entpuppen und allerhand gefährliche und vor allem lebendiges "Gepäck" mit sich bringen und in den Hotelzimmern verstauen. Einer der beiden Nordmänner ist Faun, ein aussergewöhnerlicher Junge, der Jade sofort in ihren Bann zieht. Obwohl sich die beiden zueinander hingezogen fühlen und sich näher kommen, scheint eine Liebe in dieser gefährlichen Stadt beinahe unmöglich zu sein. Nicht nur, dass Faun ein geheimnisvoller Jäger ist, Jade hat sich auch noch den Rebellen angeschlossen, die sich gegen die eiserne Herrschaft der Lady auflehnen wollen.

Meine Meinung: 

Der Anfang der Geschichte und die Welt in der sie spielt fand ich wirklich sehr vielversprechend und äusserst kreativ. Die Autorin geht äusserst sparsam mit Erklärungen rund um die Stadt, ihre Geschichte und die sagenumwobenen Wesen um, so dass ich es nicht immer ganz einfach war, alles zu verstehen. Hier hätte sie gerne noch etwas ausführlicher werden dürfen.
Ab der Hälfte hat mich die Story dann etwas verloren, denn der Klappentext war nicht nur falsch und irreführend, er beinhaltet auch einen essentiellen Spoiler, der im Buch selbst erst gegen Ende enthüllt wird, so dass einem die Spannung genommen wird. Ich frage mich, was sich der Verlag hier überlegt hat?
Ausserdem lässt der Klappentext vermuten, dass es sich um eine Romantasy-Geschichte handelt, in der Faun eine besondere Rolle spielt. (Immerhin lautet der Titel auch "Faunblut"). Die Story wird aber erstens aus Judes Sicht erzählt und zweitens spielt Faun in der zweiten Hälfte fast kaum mehr eine Rolle. Es rückt viel mehr die Story um die Rebellen in den Vordergrund und das "Geheimnis" um Judes Herkunft, das gar keines mehr ist, wenn man den Klappentext gelesen hat ;) Es schien fast so, als wäre der rote Faden der Geschichte verloren gegangen. Eines ist aber klar: Die beworbene Liebesgeschichte im Klappentext ist nicht das zentrale Thema im Buch und spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Fazit: 

Würde der Klappentext nicht andere Erwartungen schüren und einen Spoiler enthalten, hätte ich dem Buch sicher mehr Sterne vergeben. So wirkt die ganze Geschichte interessant im Ansatz, aber leider unausgereift in der Umsetzung. Man hätte sicher mehr daraus machen können und die Enttäuschung wäre weniger gross, wenn die Inhaltsangabe auch den tatsächlichen Inhalt wiedergeben würde.
Keine Kommentare
(© Amazon)

Torn (A Wicked Trilogy #2)
von Jennifer L. Armentrout

Bewertung: ★★☆☆☆

YA Fantasy, 369 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Juli 2016
Verlag: Self-Publishing


Inhalt:
Nachdem Ivy von ihrer (vermeintlich) besten Freundin verraten und vom Feenprinz beinahe getötet wurde, muss sie sich nun mit einer neuen Erkenntnis herumschlagen: Sie ist der prophezeite Halbling, der eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt. Die Prophezeiung besagt nämlich, dass das Kind des Halblings und des Feenprinzes eine Art Apokalypse auslösen wird - und das ist genau der Plan, den der Feenprinz verfolgt. Ivy muss dieses Geheimnis nun für sich behalten, denn ihre eigenen Freunde und Verbündeten würden sie umbringen, um dieses Schicksal zu verhindern. Ausserdem will der Feenprinz sie unbedingt in seine Finger kriegen, um den Plan in die Realität umzusetzen.

Meine Meinung:
Ich war schon vom ersten Teil der Wicked Reihe nicht ganz so begeistert, wie von JLAs anderen Werken, aber Torn toppt das Ganze leider noch einmal um Längen. Es passiert gefühlt gar nichts und die ganze Story wirkt total vorhersehbar. Hinzu kommt, dass ich JLAs Pairings normalerweise sofort in mein Herz schliesse und mit den Charakteren mitfiebere - auch dieses Gefühl hat sich hier diesmal nicht eingestellt. Die Beziehung rund um Ivy und Ren wirkt einfach zu konstruiert und ich musste mich die ganze Zeit fragen, warum die beiden von Liebe sprechen. Wenn überhaupt, dann würde ich Ivy viel lieber zusammen mit Tink sehen.
Insgesamt wirkt das ganze Buch sehr lieblos und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin keine richtige "Vision" für den Verlauf der Storyline hat. Diese Vermutung wurde noch einmal darin bestärkt, dass ich auf dem Facebook Profil von JLA gelesen hatte, dass sie vor dem Schreiben von Torn erst noch einmal Wicked lesen musste, um sich überhaupt an den Inhalt erinnern zu können. Mir ist klar, dass man in zwei Jahren einiges vergisst, gerade wenn man auch andere Bücherreihen schreibt. Aber dennoch hatte ich hier das Gefühl, dass sie nicht richtig mit Begeisterung und Herz geschrieben hat - mir hat irgendetwas gefehlt, das in ihren anderen Werken enthalten war.
Die letzten paar Kapitel habe ich dann auch nur noch überflogen, weil mich Ivy und dieser ganze (Sex-)Plot rund um den Feenprinz genervt hat. Das Ganze hätte leicht durch eine Sterilisation verhindert werden können und die "Gefahr" wirkt dadurch einfach unnötig. Ausserdem greift JLA zu oft auf popkulturelle Anspielungen zurück, die auch schon in ihren anderen Werken zu lesen waren und auf Dauer langweilig werden.

Fazit: Für dieses Buch kann ich - so leid es mir tut - nicht mehr als 2 Sterne vergeben. Ich werde es mir auch ersparen, den letzten Teil der Reihe zu lesen, denn ich denke nicht, dass ich noch von Ivy überzeugt werden kann.
Ich hoffe inständig, dass die Autorin demnächst wieder etwas mehr Fantasie hat und uns ein neues Buch präsentiert, das nicht wie ein Abklatsch bzw. Mix aus ihren anderen Werken wirkt.
Keine Kommentare
(© Amazon / Valkyrie Press)

Arcana Rising (The Arcana Chronicles #4)
von Kresley Cole

Bewertung: ★★★★★

YA Fantasy, 280 Seiten
Erscheinungsdatum: 15. August 2016

Verlag: Valkyrie Press

Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

"Arcana Rising" setzt genau dort an, wo der letzte Band aufgehört hat: Evie musste zusehen, wie ihre grosse Liebe Jack unter der Lava des Emperors begraben wurde. Aric und Evie werden durch eine Flutwelle von Circe gerettet und verlieren sich dadurch aus den Augen. Zum Glück kann sich Evie aus eigener Kraft retten.
Statt über den Tod von Jack zu trauern, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Verbündeten Tess, mit deren Hilfe sie die Zeit zurückdrehen und Jack retten will. Als sie im Lager der Arcana ankommt, muss sie jedoch feststellen, dass Tess denselben Einfall hatte und beim Versuch, so weit in die Vergangenheit zurückzureisen, gestorben ist.

Durch eine Reihe eher unglücklicher Umstände landet Evie schliesslich irgendwann wieder im Schloss von Aric und trifft dort endlich ihre Grossmutter. Die ist aber ganz anders gesinnt, als ich es erwartet hatte, denn statt einer herzlichen alten Frau, handelt es sich bei Evies Grossmutter um eine bösartige Dame, die nur eines im Sinn hat: Dass Evie das Spiel der Arcana gewinnt.

Und als wäre dieser ganze Trubel nicht schon genug, muss Evie sich auch noch ihrer Gefühle gegenüber Aric klar werden. Eigentlich hatte sie sich ja für Jack entschieden, doch nach seinem (vermeintlichen) Tod, steht diese Wahl nicht mehr zur Debatte.
Nach einigen Wochen gibt sie sich dann auch endlich ihren Gefühlen hin und gesteht Aric ihre Liebe. Dabei ahnt sie noch nicht, dass diese Entscheidung fatale Folgen nach sich zieht...

Ich habe das Buch innerhalb eines halben Tages verschlungen. Als Anhänger von Team Aric bin ich voll auf meine Kosten gekommen und ich habe mich irrsinnig gefreut, dass Jack (vorübergehend) aus dem Weg geräumt wurde. Der Leser erfährt - im Gegensatz zu Evie selbst - allerdings relativ früh, das Jack gar nicht tot ist. Diese Enthüllung war wenig überraschend, deshalb war ich froh, dass man davon bereits am Anfang des Buches erfährt. Gleichzeitig hat sich bei mir aber auch das Gefühl eingestellt, dass die Liebe zwischen Aric und Evie nur von kurzer Dauer ist und ich bin mir sicher, dass wir uns im nächsten Band von Aric verabschieden müssen. Gerade dieser Cliffhanger mit der Ankündigung von Evies Schwangerschaft am Ende des Buches hat diese Vermutung meinerseits noch einmal verstärkt. Aber ich hoffe natürlich bis zuletzt, dass ich mich irre! Jack ist zwar ein liebenswerter Charakter, aber Aric hat es nach all der Zeit verdient, endlich sein Glück mit Evie zu finden!

Der Cliffhanger wieder besonders fies und ich kann es kaum erwarten, bis endlich der nächste (und letzte?) Band im Frühling 2017 erscheint. Kresley Coles Schreibstil war wie immer toll: Kurze und direkte Sätze, die perfekt zum Geschehen passen. Dafür gibts von mir wieder 5 von 5 Sternen! ♥
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer Verlag)

Vollendet (Unwind Dystology #1)
von Neal Shusterman

Bewertung: ★★★★★

Dystopia, 432 Seiten
Erscheinungsdatum:
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books


Inhalt:
Der Plot spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren als Organspender, sogenannten Wandlern, verwendet werden - und das gegen ihren Willen. Um Opfer dieses Schicksals zu werden, bedarf es lediglich der Zustimmung eines Erziehungsberechtigten.
Diese verhängisvolle Bestimmung steht auch den drei Hauptcharakteren Connor, Risa und Lev auf ihre ganz individuelle Weise bevor. Die drei kennen sich zu Beginn noch nicht, treffen sich aber auf der Flucht vor ihrer bevorstehenden Umwandlung, der alle Drei entgehen wollen.
Obwohl den Dreien die Flucht anfangs gelingt, sind sie noch nicht ausser Gefahr. Um nicht aufzufliegen, müssen sie ihr Leben aber in die Hände von neu gewonnenen Verbündeten übergeben, ohne zu wissen, ob sie ihnen tatsächlich vertrauen können. Immer wieder geraten die Protagonisten deshalb in Lebensgefahr und die Situation spitzt sich bis zum Ende hin zu. Werden es alle Drei schaffen ihrem ursprünglichen Schicksal als unfreiwillige Organspender zu entgehen?

Meine Meinung:
Was für eine beklemmende, aber gleichzeitig auch fantastische Thematik, die sich der Autor hier ausgedacht hat. Die Story entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem richtigen Pageturner, so dass ich das Buch innerhalb eines Tages beenden musste. Obwohl die Story in einer dystopischen Zukunft spielt, liest sich das alles so realistisch, als wäre eine solche Entwicklung auch in unserer Welt denkbar - und das macht das Ganze umso beängstigender und lässt einen gleichzeitig mit den Protagonisten mitfühlen. Es ist erstaunlich, wie durchdacht die Geschichte ist, denn alle Ereignisse ergeben zum Ende hin ein ganzes Bild.
Immer wieder hat man das Gefühl, man hätte durchschaut, wer ein Verräter ist und wer tatsächlich auf der Seite der Guten steht. Und immer wieder liegt man mit seinen Vermutungen falsch und der Autor wartet mit überraschenden Wendungen auf, die einen erneut zum Weiterlesen antreiben. Der Schreibstil ist kurz und knapp und deshalb genau passend zum rasanten Erzähltempo der Geschichte. Alles fügt sich perfekt ein.

Fazit: Das Buch hat aus jeglicher Hinsicht seine 5 Sterne verdient. "Vollendet" ist eine der besten und durchdachtesten Dystopien, die ich je gelesen habe. Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der auf spannende Plots und überraschende Wendungen steht. Ich für meinen Teil werde mir Band 2 sicher zeitnah besorgen, denn ich muss einfach wissen wie es weitergeht!
Keine Kommentare
(© Amazon / Pottermore)

Harry Potter and the Cursed Child (Harry Potter #8)
von J.K. Rowling

Bewertung: ★★★★☆

Fantasy, 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 31. Juli 2016
Verlag: Pottermore


Meine Meinung:

-- Achtung enthält Spoiler --

Puhhh... Gar nicht so einfach, dieses Buch zu bewerten. Mein Potter-Herz würde dem Buch gerne 5 Sterne vergeben, wohingegen die Story rein rational betrachtet meiner Meinung nach maximal 3 Sterne verdient hätte - deshalb entscheide ich mich einfach mal für den Mittelweg von 4 Sternen.

Da es sich bei diesem 8. Harry Potter Band um ein Theaterstück handelt, war mir von Anfang an bewusst, dass mich etwas anderes erwartet - aber in dieser Form hat mich das doch etwas überrascht. Bei goodreads bezeichnen viele Leser das Buch als Fanfiction und ich muss sagen: Diese Beschreibung trifft es eigentlich ganz gut. Obwohl der Name "J. K. Rowling" gross auf dem Buchcover prangt, hatte ich nicht den Eindruck, als hätte die Autorin tatsächlich intensiv an dem Werk mitgearbeitet. Es ist nicht schlecht, aber die Story wirkte zum Teil an den Haaren herbeigezogen, unabhängig davon, dass es als Theaterstück konzipiert wurde.

Die Story spielt einige Jahre nach dem 7. Harry Potter Band. Im Fokus des Theaterstücks steht Harry Potters Sohn Albus, der mit der Bürde zu kämpfen hat, einen so berühmten Vater zu haben. Darunter leidet auch die Vater-Sohn-Beziehung der beiden, denn Harry bringt überraschend wenig Verständnis für seinen Sohn auf.

Auf dem Weg nach Hogwarts freundet sich Albus ausgerechnet mit Scorpius Malfoy an - dem Sohn von Harrys einstigem Erzfeind Draco Malfoy. Diese Entwicklung und die Freundschaft zwischen den beiden war eine der wenigen Aspekte des Buches, die ich sehr toll fand. Es war nachvollziehbar, weshalb gerade diese beiden Jungen so schnell eine Freundschaft miteinander aufgebaut haben, denn auch Scorpius leidet darunter, ein Malfoy zu sein. Es gehen nämlich Gerüchte um, dass er gar nicht Dracos Sohn ist, sondern von Voldemort gezeugt wurde.

Eines Tages treffen die Potters schliesslich auf Amos Diggory - Vater des verstorbenen Cedric Diggorys. Er sitzt inzwischen im Rollstuhl und wird von seiner angeblichen Nichte Delphi begleitet. Wie sich herausstellt, hat Amos den Tod seines Sohnes nie verwunden. Da sich Gerüchte breit gemacht haben, dass immer noch ein Zeitumkehrer existiert, bittet er Harry darum, die Vergangenheit zu ändern und Cedric zu retten. Da Änderungen in der Vergangenheit aber verheerende Wirkungen nach sich ziehen können, kann Harry diesen Wunsch natürlich nicht erfüllen. Er ahnt aber nicht, dass Albus von diesem Gespräch Wind gekriegt hat und Amos Wunsch gemeinam mit dessen Nichte Delphi und seinem besten Freund Scorpius nachkommen will.

Erst als sie den Plan in die Realität umsetzen und den Lauf der Geschichte ändern, merken sie, was für schlimme Folgen das Ganze für die Zukunft hat, die durch ihr unüberlegtes Eingreifen sehr düster geworden ist. Ob sie es schaffen das Ganze rückgängig zu machen?

Wie diese Beschreibung des Inhalts vermuten lässt, ist das Buch also alles andere als langweilig. Wir treffen einige alte bekannte Charaktere wieder, die mir als Potter-Fan ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Und trotzdem waren mir einige Wiedersehen etwas zu rühreselig. Vielleicht mag es an der Form der Erzählung als Dialoge liegen, aber diese ganzen "Liebesbekundungen" (auch auf freundschaftlicher Basis) waren in diesem Masse einfach zu viel und in dieser expliziten Form irgendwie auch untypisch, wenn man die vorherigen Bücher gelesen hat. Es war mir alles ein bisschen zu sehr auf ein "Happy End" getrimmt. Und genau deshalb erschienen mir einige Charaktere auch sehr verändert und unauthentisch.

Ein letzter Kritikpunkt, der nicht unerwähnt bleiben soll und vermutlich zum grossen Teil dazu beigetragen hat, dass viele Leser das Buch als Fanfiction interpretieren, ist die Enthüllung von Delphis wahrer Identität. Wer sie ist, lasse ich an dieser Stelle offen, Ich fand die Erklärung aber sehr absurd und unglaubwürdig und ja: auch unnötig für die Geschichte. Es war einfach too much.

Alles in allem ist es sicher kein schlechtes Buch, aber doch so ganz anders als erwartet. Ich weiss nicht, ob J. K. Rowling wirklich nur sehr wenig Einfluss auf die Story hatte oder ob es daran liegt, dass sie ihr Talent zum Schreiben in einem Theaterstück nicht richtig zur Geltung bringen konnte. Aber von ihr bin ich deutlich Besseres gewohnt.

Nichtsdestotrotz würde ich die Story gerne mal in echt sehen, denn ich könnte mir vorstellen, dass es als Theaterstück noch einmal ganz anders wirken könnte. Ausserdem könnte ich mir vorstellen, dass die Grundideen in Form eines richtigen Romans, wie man es aus den restlichen Harry Potter Büchern kennt, vielleicht besser funktioniert hätte - gerade weil J. K. Rowling einen so fantastischen Schreibstil hat.

Fazit: Für eingefleischte Harry Potter Fans natürlich ein must-read, man sollte aber nicht mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte rangehen.
Keine Kommentare
(© Amazon / cbt)

Amy on the Summer Road
von Morgan Matson

Bewertung: ★★☆☆☆

YA Contemporary, 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. April 2012
Verlag: cbt


Inhalt:
Gleich zu Beginn der Geschichte lernen wir die Protagonistin Amy kennen. Nachdem ihr Vater vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, hat sich ihre Mutter dazu entschlossen umzuzuziehen. Aus diesem Grund beauftragt sie ihre Tochter damit, das Familienauto von Kalifornien bis zur Ostküste zu fahren. Und da Amy selbst nicht mehr Auto fährt, wird sie dabei von Roger - dem Sohn einer Bekannten ihrer Mutter - begleitet, der an der Ostküste seinen Vater besuchen soll. Amy ahnt nicht, dass sie mit ihm einen aussergewöhnlichen Road Trip durch die USA erleben wird, bei dem sie nicht nur Vergangenes verarbeitet, sondern sich auch ihren Problemen stellt und wieder zu sich selbst findet.

Meine Meinung: 

Die Story hört sich eigentlich sehr vielversprechend an und aufgrund der sehr guten Bewertungen auf goodreads hatte ich sehr hohe Erwartungen an das Buch, die letztendlich leider nicht erfüllt werden konnte. Die Grundidee mit der Reise quer durch die USA fand ich sehr interessant, vor allem da sie mit richtigen Fotos und handschriftlichen Notizen ergänzt wurden, die dem Leser das Gefühl geben, selbst an diesem Road Trip teilzunehmen. Leider bleibt aber die ganze Story im weiteren Verlauf sehr oberflächlich. Es ist zwar schön zu erfahren, was Amy und Roger alles sehen und erleben, aber dabei bleibt es leider auch. Ich hätte mir etwas weniger Reiseführer und dafür etwas mehr Handlung gewünscht.
Die Erinnerungen von Amy, in denen sie die dramatischen und teilweise tragischen Ereignisse aus den letzten Monaten beschreibt, waren wiederum sehr fesselnd und hätten gerne ausführlicher sein können, denn sie haben der Geschichte wenigstens ab und zu etwas Tiefe verliehen.
Das Ende des Buches ist dann wiederum sehr unspektakulär und offen. Letzteres hat mich zwar nicht gestört, aber es hat einmal mehr verdeutlicht, dass der Story ein Spannungsbogen gefehlt hat.

Fazit: 

Ein Buch, das sehr gut zum Sommer passt und locker und leicht zu lesen ist. Ich kann trotz meiner Kritik verstehen, warum viele Leser die Geschichte gut fanden, aber meinen Geschmack hat sie leider nicht getroffen. Deshalb kann ich auch nur 2.5 Sterne vergeben.
Keine Kommentare
(© Amazon / dtv Verlagsgesellschaft)

Zurück ins Leben geliebt
von Colleen Hoover

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Romance, 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Inhalt:
Tate zieht für ihr Studium zu ihrem Bruder nach San Francisco. Als sie dort ankommt ist ihr Bruder zwar nicht da, dafür liegt aber sein Arbeitskollege und Nachbar Miles betrunken vor der Wohnungstür.
Nach diesem etwas holprigen Kennenlernen, stellt sich dieser Miles später aber als überaus attraktiver und (zumindest in Tates Augen) interessanter Mann heraus. Es dauert deshalb nicht lange, bis sie mit ihm in der Kiste landet. Doch Miles wird nicht müde zu betonen, dass ihre Beziehung nur auf Sex basiert und nie darüber hinaus gehen wird, da er nicht vor hat, sich jemals wieder zu verlieben. Tate lässt sich davon nicht beirren und so kommt es wie es kommen muss: Sie verliebt sich Hals über Kopf in Miles und hat insgeheim die Hoffnung, dass dieser irgendwann ihre Gefühle erwidern wird. Dabei ahnt sie jedoch nicht, dass es einen ganz bestimmten Grund für Miles Verhalten gibt.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tate und Miles erzählt. Während Tates Erzählungen sich auf die Gegenwart und die Begegnungen mit Miles beziehen, beschränkt sich dessen Perspektive fast ausschliesslich auf seine dramatische Vergangenheit. Hinzu kommt, dass Miles Perspektive als eine Art Poetry Slam Texte verfasst sind, für die die Autorin scheinbar eine Schwäche zu haben scheint. Grundsätzlich habe ich weder Perspektivenwechsel noch gegen Poetry Slam etwas. In diesem Fall hat mich aber beides gestört. Die ständigen Unterbrüche durch Miles Vergangenheit haben immer wieder meinen Lesefluss gestört und konnten mich nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Seine Vergangenheit wirkte übertrieben dramatisch und dadurch sehr konstruiert und es war abzusehen, was genau passiert war. Auch dieser Poetry Slam Stil hat für mich nicht so richtig in die Geschichte gepasst.
Aber auch die gegenwärtige Story aus Tates Sicht konnte mich nicht so richtig vom Hocker reissen. Die Liebes- oder besser gesagt Sexgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich viel zu schnell und viel mehr passiert danach auch leider gar nicht mehr. Es scheint im Nachhinein fast so, als hätte das Buch gar keine richtige Handlung gehabt. Es war vielmehr eine Aneinanderreihung von Sexszenen, die in diesem Mass einfach überflüssig waren. Damit ist CoHo scheinbar auf den Zug der zahlreichen 0815 New Adult Romane aufgestiegen, was ich sehr schade fand. Sie konnte bei ihren vorherigen Büchern bei mir vor allem deswegen punkten, weil sie es auch ohne diese ständigen Sexszenen geschafft hatte, Gefühle rüberzubringen. Das fehlte hier leider gänzlich. Der ganze "Plot" spielt sich hauptsächlich in Miles Wohnung ab. Die beiden haben Sex, sie verliebt sich immer mehr in ihn und er muss sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen, in dem er ihr zum wiederholten Male erklärt, dass er keine Gefühle für sie hat. Das wiederholt sich immer und immer wieder bis zum Ende hin - und das Ende selbst war dann auch sehr vorhersehbar und unspektakulär.
Die Charaktere waren mir zudem beide zu farblos und eindimensional und irgendwie auch unsympathisch. Bis auf Miles Vergangenheit erfährt man man einfach zu wenig von den beiden, damit man sie lieb gewinnen könnte.

Fazit: Das kann CoHo deutlich besser. Ein Fan von anspruchslosen New Adult Romanen wird hier auf seine Kosten kommen, aber alle die sich mehr erhoffen, könnten enttäuscht werden. Vom nächsten Buch der Autorin erwarte ich mehr, ansonsten muss sie wohl wieder von der Liste meiner Lieblingsautoren weichen.
Keine Kommentare
(© Amazon / Heyne Verlag)

Schwarz (Der dunkle Turm #1)
von Stephen King

Bewertung: ★★★☆☆

Fantasy, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 17. April 2008
Verlag: Heyne Verlag


Inhaltsangabe:
Auf der Suche nach dem mysteriösen „Dunklen Turm“ durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt, wo in endlosen Wüsten und Ruinenstätten Dämonen, Sukkubi, Vampire und Geistermutanten hausen. Unbeirrt folgt er den Spuren des Mannes in Schwarz – er ist der Schlüssel zu den Mysterien des „Dunklen Turms“, der am Anfang der Zeit steht. (© Amazon / Heyne Verlag)

Meine Meinung:
Das ist das erste Mal, dass ich die Inhaltsangabe von Amazon kopieren muss und sie nicht selbst zusammenfasse - ich wüsste nämlich beim besten Willen nicht, wie ich das tun sollte. Die Geschichte hat mich ratlos und mit ganz vielen Fragezeichen vor dem Kopf zurückgelassen. Ich hatte am Ende des Buches sogar den Eindruck, dass ich nicht sonderlich viel mehr über die Story weiss, als vor dem Lesen des Buches.
"Schwarz" war mein erstes Buch von King und eines muss ich zugeben: Der Mann kann schreiben. Ich bin froh, dass dieser erste Band relativ kurz und deshalb schnell gelesen war, denn durch seine üblichen 1000+ Seiten hätte ich mich sicher nicht durchquälen können. Und hätten mich nicht andere Leser dazu motiviert, dran zu bleiben, weil die Handlung erst nach und nach in den Folgebänden Sinn ergibt, hätte ich das Buch bestimmt schon nach dem ersten Leseabschnitt weggelegt.
Obwohl ich die Geschichte in ihrer Gesamtheit nicht verstanden habe und verwirrt zurückgelassen wurde, bin ich froh, es gelesen zu haben. Und trotz - oder gerade aufgrund der Verwirrung MUSS man einfach weiterlesen. Ich hoffe, der nächste Band bringt etwas Licht ins Dunkel.
Für diesen ersten Teil kann ich deshalb auch nur 3 von 5 Sternen vergeben. Wie ich vernommen habe, sollen die nächsten Bücher der Reihe aber (stetig?) besser werden. Ich bin also zuversichtlich und motiviert, mehr über die Suche nach dem Dunklen Turm zu erfahren - und über die Vergangenheit des Revolvermannes.
2 Kommentare
(© Amazon / Hörbuch Hamburg)

Die Känguru-Offenbarung (Die Känguru-Chroniken #3)
von Marc-Uwe Kling

Bewertung: ★★★★☆

Humor, Audiobook
Spieldauer: 7 Std. und 39 Min.
Erscheinungsdatum: 10. März 2014

Verlag: Hörbuch Hamburg

Inhalt:
Nachdem das Känguru am Ende des letzten Bandes von der Ausländerbehörde abgeschoben wurde, berichtet Marc-Uwe Kling in den ersten Kapiteln, wie es ihm nun ergeht. Dabei wird deutlich, dass er das Känguru schrecklich vermisst und sich einsam fühlt. Selbst sein verrückter Psychiater kann ihm nicht weiterhelfen.
Nachdem er immer wieder kryptische Nachrichten erhält, die sehr nach dem Känguru klingen, taucht es dann tatsächlich wieder eines Tages vor der Tür des Autors auf. Es ist überzeugt davon, dass sein Erzfeind - der Pinguin - einen geheimen Masterplan verfolgt, den es verhindern muss. Aus diesem Grund entschliessen sich das Känguru und Marc-Uwe dazu, auf Weltreise zu gehen, um den Pinguin ausfindig zu machen - natürlich alles auf Kosten des Verlages. Mit einem Passfoto des Pinguins und dem Satz: "HABEN SIE DIESEN PINGUIN GESEHEN?!" bewaffnet, begeben sich die beiden auf ein langes Abenteuer, an dem sie den Hörer (oder Leser) teilhaben lassen.

Meine Meinung:
"Die Känguru-Offenbarung" ist der dritte und (vorerst?) letzte Band der Känguru-Trilogie von Marc-Uwe Kling. Insgesamt schafft der Autor es leider nicht ganz, die Qualität der Vorgänger zu halten. Es wirkt alles ein bisschen ZU gewollt, alles ein bisschen ZU absurd - man könnte sagen, es war von allem ein bisschen zu viel.

Den Anfang fand ich eigentlich ganz vielversprechend. Die Anektdoten waren wie gewohnt gesellschaftskritisch, erfrischend ehrlich und haben mich zum Lachen gebracht. Ich musste aber schon sehr früh geschockt feststellen, dass Kling das Känguru ganz anders als in den Vorgängern spricht (Wieso?!?!) und habe deshalb sehr lange gebraucht, um mich auf den dritten Teil einlassen zu können. Schon allein deshalb, muss ich einen Stern abziehen.
Die Idee rund um den geheimen Masterplan des Pinguins war natürlich sehr absurd und weicht deshalb sehr von den Konzepten der Vorgänger ab. Anfangs fand ich das Ganze zwar trotzdem noch sehr erheiternd, aber insgesamt zieht sich dieser Teil der Geschichte zu sehr in die Länge und gegen Ende hin wird es immer absurder und unlustiger, so dass ich den Schluss richtiggehend herbeigesehnt hatte.

Fazit: Das klingt jetzt sehr negativ, ist aber natürlich immer in Relation zu den Vorgängern zu sehen. Eigentlich hätte ich dem letzten Teil auch nur 3 Sterne vergeben, habe mich dann aber für 4 entschieden, weil selbst der Humor dieses letzten Teils noch immer geistreicher ist, als der von anderen deutschen Comedians.
Keine absolute Enttäuschung, aber das kann Herr Kling definitiv besser. Und nächstes Mal bitte wieder mit der gewohnten Stimme des Kängurus!
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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