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between the lines.

(© C. Bertelsmann)

Kleine große Schritte*
von Jodi Picoult

Bewertung: ★★★★★

Contemporary Fiction, 592 Seiten
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2017
Verlag: C. Bertelsmann


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag.

Inhaltsangabe:
Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist … (© C. Bertelsmann)

Meine Meinung:

Ich habe die Geschichte völlig unvoreingenommen begonnen - ja ich habe sogar vorher nicht mal die Inhaltsangabe gelesen. Das Einzige, das mir vor dem Lesen bekannt war, war der Umstand, dass das Buch auf Goodreads überdurchschnittlich gute Bewertungen hat. Das war für mich Grund genug herausfinden zu wollen, woran das lag. Und eines kann ich schon mal vorneweg verraten: Ich teile die vielen begeisterten Stimmen zum Buch und war positiv überrascht, wie nachdenklich mich das Buch immer wieder gestimmt hat. Bei dem Cover hätte ich eher mit einer seichten Chick-Lit Lektüre gerechnet, aber tatsächlich gelesen habe ich eine tiefgreifende, emotionale Story, die sich mit vielen Facetten von Rassismus befasst.

Zu Beginn lernen wir die afroamerikanische Hebamme Ruth bei ihrer Arbeit im Krankenhaus kennen. Seit Jahren hilft sie hier tagtäglich gebärenden Frauen ihre Kinder in Empfang zu nehmen. Sie arbeitet seit Jahren in ihrem Beruf und ist sehr erfahren in dem, was sie tut. Doch das soll keine Rolle spielen, als sie eines Tages mit Turk und Brit Bauer - einem rechtsextremen Ehepaar - konfrontiert wird, die ihr jeglichen Kontakt mit ihrem neugeborenen Sohn Davis untersagen. Sie wollen nicht, dass ihr Neugeborenes von einer afroamerikanischen Hebamme untersucht oder behandelt wird, denn das würde ihrer Ideologie widersprechen. Und sie machen keinen Hehl daraus, dies auch genauso zu kommunizieren.
Ihrem Wunsch wird nachgekommen, was den Bauers letztendlich zum Verhängnis wird. Davis gerät einige Zeit später in eine Notsituation und da es Ruth untersagt ist, das Neugeborene überhaupt anzufassen, zögert sie, als es um die notwendigen Wiederbelebungsmassnahmen geht. Obwohl kurze Zeit später weitere Leute aus dem Behandlungsteam eintreffen und Ruth eindeutige Anweisungen geben, das Kind durch eine Herzdruckmassage wiederzubeleben, kommt die Hilfe zu spät und Davis stirbt. Für das Ehepaar Bauer ist klar: Ruth hat Schuld am Tod des Kindes. Und sie setzen alles daran, um dies auch vor Gericht zu beweisen.

In den darauffolgenden Monaten erwartet Ruth einen nervenaufreibenden Gerichtsprozess. Unterstützt wird sie dabei von der Pflichtverteidigerin Kennedy, die ein besonderes Interesse an dem Fall entwickelt. Was anfänglich eine professionelle Arbeitsbeziehung ist, entwickelt sich mit der Zeit mehr und mehr zu einer tiefergehenden Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Kennedy will den Fall strikt von rassistischen Hintergründen trennen, denn sie ist überzeugt davon, dass dies zum Nachteil von Ruth ausgelegt werden kann und sie den Fall so verlieren würden.
Doch nach und nach muss sie feststellen, dass Rassismus sich nicht nur in einer einzigen, aktiven Form (wie bei Turk und Brit Bauer) äussert, sondern ganz viele Facetten haben kann und sich nicht einfach so von Ruths Geschichte abtrennen lässt. Sie muss sich eingestehen, dass Ruth nicht nur bei ihrem Aufeinandertreffen mit den Bauers, sondern in tagtäglichen Situationen mit Vorurteilen und Ablehnung konfrontiert ist, selbst wenn dies manchmal nur unterschwellig wahrnehmbar ist.
Immer wieder beginnt sie ihre eigenen Einstellungen zu überdenken und sieht den Fall bis zum Schluss in einem ganz anderen Licht. Die neugewonnene Freundschaft verhilft ihr so zu einer neuen Perspektive zu gelangen, von der sie bisher gar nicht angenommen hatte, dass sie bei ihr verborgen war.

Zuletzt überschlagen sich die Ereignisse und im Fall von Ruth wird ein überraschendes Urteil gefällt, mit dem sie – und auch ich als Leser – wahrscheinlich nicht gerechnet hätte.

Den Verlauf der Geschichte fand ich sehr gut und nachvollziehbar aufgebaut. Ich habe mit Ruth emotional mitgelitten und sehr viel Mitgefühl für sie entwickelt. Während sich die Geschichte sehr gemächlich entwickelt, war mir das Ende dann im Vergleich etwas zu schnell abgehandelt. Bevor man weiss was passiert, ist das Urteil plötzlich gefällt und man wird gleichzeitig noch mit Enthüllungen aus dem Leben der Bauers überhäuft, die für mich etwas zu viel des Guten waren und auch ein wenig unglaubwürdig wirkten. Für mich hätte die Geschichte auch ohne diese Entwicklungen in den letzten Kapiteln funktioniert und es wirkte  für meinen Geschmack teilweise etwas zu konstruiert, was sich die Autorin da noch alles ausgedacht hat, was die Schicksale von Britt und Turk Bauer angeht. Deshalb würde ich dem Buch letztendlich „nur“ 4.5 Sterne vergeben.

Fazit:

Eine eher ruhige und trotzdem emotional aufwühlende Geschichte über eine afroamerikanische Frau, deren Geschichte sinnbildlich für ganz viele Schicksale aus den USA steht, die tagtäglich mit Rassismus konfrontiert sind. Mich konnte Ruths Geschichte von Anfang an packen und ich habe bis zuletzt emotional mitgelitten. Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
4 Kommentare
(© Amazon / Planet!)

Cat & Cole: Die letzte Generation* (This Mortal Coil #1)
von Emily Suvada

Bewertung: ★★★☆☆

Dystopia, 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2018
Verlag: Planet!


*Rezensionsexemplar von Netgalley

Inhalt:

Das Buch beginnt sehr vielversprechend und beschreibt das Leben in einer dystopischen Zukunft, die einerseits durch Technik modernisiert wurde und andererseits durch ein tödliches Virus dem Ende geweiht ist. Mittendrin kämpft die Protagonistin Cat um ihr Überleben. Sie ist nicht nur die Tochter der Person, die an der Entstehung des Virus massgeblich beteiligt war, sondern gleichzeitig auch ein ausgefuchstes Hacker-Genie.

Dank einem kurzen Rückblick zu Beginn der Geschichte erfährt man, wie ihr Vater vor rund zwei Jahren von der Firma „Cartaxus“ abgeholt wird und Cat zur Flucht zwingt. So wird sie nicht nur von ihrem Vater, sondern auch von ihrem damaligen Jugendfreund Dax getrennt.

Jetzt, zwei Jahre später ist Cat noch immer auf sich alleine gestellt. Sie hat es geschafft, auf eigene Faust zu überleben. Doch neben dem tödlichen Virus, wird sie eines Tages von einer anderen Gefahr heimgesucht: Der Soldat Cole spürt sie auf und erklärt ihr, dass Cats Vater gestorben ist und er für ihn gearbeitet hat. Cat ist die einzige Person, die den Impfstoff entschlüsseln kann und somit die Menschheit retten kann. Sie kann also gar nicht anders, als mit Cole mitzugehen, nichtsahnend, dass sie schon bald Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit auf die Spur kommt, von denen sie niemals zu träumen gewagt hätte…

Meine Meinung:

Der Beginn der Story, den ich oben beschrieben habe, ist sehr packend geschrieben. Es fiel mir am Anfang relativ leicht, mich von der Handlung mitreissen zu lassen und fortlaufend zu erfahren, um was für eine dystopische Zukunft es sich handelt. Und das ist leider gar nicht so einfach zu verstehen, wie es den Anschein macht. Durch den ganzen technischen Schnickschnack in der Zukunft, hat es für mich relativ lange gedauert, bis ich halbwegs einen Überblick darüber hatte, wie dieses Hightech-Zeug im menschlichen Körper funktioniert. Erschwerend kommt hinzu, dass die ganzen Neuerungen sehr ähnlich klingen: Heilkit und Genkit sind nur zwei Begriffe, die immer wieder auftauchen. Ich finde es zwar schön, dass sich die Autorin ganz viele innovative Entwicklungen hat einfallen lassen, aber angesichts der Tatsache, dass sie immer wieder seitenweise Erläuterungen für die ganzen Techniken liefern muss, macht das Lesen auf Dauer schwerfällig. Und das war schliesslich auch der Hauptgrund dafür, dass mich die Story um die Mitte herum allmählich verloren hat. Ich hätte mir insgesamt mehr Handlung, dafür weniger Technik-Blabla gewünscht. Vielleicht hätte sich die Autorin hier ein etwas weniger komplexes System ausdenken sollen, denn irgendwann hatte ich gar keine Lust mehr verstehen zu wollen, was denn nun schon wieder mit Cats Körper vor sich geht. Das ist auch der Hauptkritikpunkt, weshalb ich dem Buch letztendlich nur 3 Sterne vergeben konnte – denn die eigentliche Hauptstory kam für mich viel zu kurz.

Neben dieser Kritik möchte ich aber auch die positiven Aspekte hervorheben: Cat ist eine starke, weibliche Protagonistin, die sehr viel auf dem Kasten hat. Ich fand es grossartig, dass sie nicht auf die Hilfe von irgendeinem Kerl angewiesen war. Es war viel mehr umgekehrt: Die beiden Herren Dax und Cole, die um ihre Gunst buhlen, waren vielmehr auf Cats technischen Knowhow angewiesen.
Positiv war auch, dass Cole zwar der typische, gutaussehende männliche „Book-Boyfriend“ ist, aber nicht mit einer Bad Boy Attitüde auskommen muss, damit man ihn sexy findet. Und das schien auch Cat so zu sehen. Zwischen den beiden herrscht von Anfang an eine knisternde Anziehungskraft, die man als Leser regelrecht zu spüren bekommt.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle auch eine überraschende Enthüllung am Ende des Buches, die ein ganz neues Licht auf die Beziehung zwischen Cat und Cole wirft, da man etwas aus Cats Vergangenheit erfährt, das ich so niemals erwartet hatte. Diese Enthüllung wirkte sehr durchdacht von der Autorin und dem Leser wird eine plausible Erklärung dafür geliefert, warum es zwischen den beiden eine besondere Verbindung gibt.

Neben dieser Enthüllung passiert im Schlussteil noch eine weitere Wendung, die vermutlich DEN grossen Plot Twist darstellen sollte, mich aber leider nicht vom Hocker hauen konnte. Es wird dabei die Identität des Bösewichts offenbart, der die ganze Zeit einen perfiden Plan verfolgt hat und mit Cats Handlungsbogen verstrickt ist. Ich habe diese Lunte schon relativ früh gerochen und vermutet, dass diese bestimmte Person hinter dem Ganzen steckt. Mehr als ein müdes ‚Ich hab’s von Anfang an gewusst‘ konnte die Autorin deshalb nicht bei mir bewirken, was ich schade fand. Sie hat hier meiner Meinung nach einen sehr vorhersehbaren Weg gewählt, den man sicher anders hätte lösen können.

Fazit:

Eine Reihenauftakt, in dem sich viel Potential verbirgt. Die Story wäre anfangs sehr packend gewesen, sie wird jedoch durch zu lange und ausführliche technische Erläuterungen getrübt. Für Band 2 bleibt noch Luft nach oben, aber die Grundsteine für eine spannende Fortsetzung wurden definitiv gelegt.
10 Kommentare
(© Amazon / Der Hörverlag)

Der letzte Stern (The 5th Wave #3)
von Rick Yancey

Bewertung: ★★☆☆☆

Dystopia, Audiobook
Spieldauer: 11 Std. und 10 Min.
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2016
Verlag: Der Hörverlag


Inhaltsangabe:
Sie kamen, um uns zu vernichten: die ›Anderen‹, eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ... (© Amazon / Der Hörverlag)

Meine Meinung:

„Der letzte Stern“ ist der Abschlussband der „Die 5. Welle“-Trilogie von Rick Yancey. Ich habe im November 2016 bereits schon einmal den Versuch gewagt, diesen dritten Teil zu lesen, bin aber kläglich gescheitert, weil ich einfach nicht mehr in die Geschichte reingefunden habe. Damals habe ich zu meinem Abbruch geschrieben: „So verwirrend, dass es keinen Spass mehr gemacht hat und ich das Buch nach der Hälfte abbrechen musste. Schade :/“
Jetzt, knapp anderthalb Jahre später, wollte ich dem Abschlussband noch einmal als Hörbuch eine zweite Chance geben, da ich es schade fand, die Reihe unvollendet zu lassen – erst recht, nachdem mich der erste Band damals so begeistert hatte.
Ich habe mir noch einmal eine Zusammenfassung des zweiten Bandes durchgelesen, bevor ich mit „Der letzte Stern“ begonnen hatte und war schon dann überrascht, wie wenig mir in Erinnerung geblieben ist. Trotzdem wollte ich mich davon nicht entmutigen lassen und habe munter darauf losgehört.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und ist in 4 Teile eingeteilt – jeder Teil entspricht dabei einem Tag, bevor die Menschheit endgültig von der 5. Welle vernichtet werden soll. Perspektivenwechsel finde ich normalerweise sehr aufschlussreich, um verschiedene Sichtweisen zu erleben und somit Dinge zu erfahren, die eine Person allein gar nicht wissen oder miterleben kann. Obwohl die Sprecher sich abwechseln und zu Beginn von jedem Kapitel der Namen des Charakters genannt wird, aus dessen Perspektive gerade erzählt wird, hatte ich bis zuletzt Mühe, den Überblick zu behalten und nicht den Faden zu verlieren. Erschwert wurde das Ganze durch den Umstand, dass ein und derselbe Charakter manchmal zwei verschiedene Namen hat. Einmal wird beispielsweise aus der Sicht von „Nugget“ erzählt, aber von seiner Schwester wird er weiterhin als „Sam“ angesprochen. Ich kann den Grund dafür nachvollziehen, denn für sie, ist er trotz des Weltuntergangsszenarios immer noch „ihr“ Bruder Sam, aber trotzdem hat es das Zuhören erheblich erschwert.

Irgendwann kam es dann, wie es kommen musste: Ich habe komplett den Faden verloren. Die Erzählweise von Rick Yancey war in diesem Buch einfach viel zu verwirrend und leserunfreundlich gewählt… oder vielleicht passiert auch gefühlt gar nichts und das war der Grund, weshalb ich mit meinen Gedanken nicht bei der Handlung bleiben konnte. So oder so: Ich konnte einfach keinen Zugang zu Cassie und ihren Freunden finden.

Der Schlussteil ist dann zwar wieder packender und endlich passiert das, worauf man solange gewartet hat – und dabei geht Yancey nicht zimperlich mit seinen Hauptcharakteren um – aber für mich war es schon zu spät, um der Story noch etwas abgewinnen zu können. Ich musste am Ende sogar noch einmal eine komplette Zusammenfassung des Buches auf Wikipedia lesen, um durchzublicken, was da während des gesamten Buches alles passiert ist. Und selbst dann fand ich die Handlung (bis auf den Schluss) nicht überzeugend.

Fazit:

Leider ein sehr enttäuschendes Ende für eine Trilogie, die so vielversprechend begonnen hat. Die Grundidee mit der 5. Welle bzw. der Zerstörung der gesamten Menschheit durch Aliens wäre sehr vielversprechend gewesen. Aber leider verliert sich Yancey nach dem ersten Band irgendwo selbst in seinen Visionen und Ideen, was es für den Leser sehr anstrengend macht, der Handlung zu folgen. Das hätte deutlich spannender umgesetzt werden können. Und auch wenn ich das (Hör-)Buch dieses Mal immerhin (mehr oder weniger) zu Ende gehört habe, bleibe ich bei meiner Bewertung von 2 Sternen. 
Keine Kommentare
(© cbj)

Der Tag, an dem Cooper starb*
von Rebecca James

Bewertung: ★★★★☆

YA Contemporary, 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 9. Juli 2018
Verlag: cbj


*Rezensionsexemplar

Inhaltsangabe:
Als Coopers Leiche am Fuß der Klippen gefunden wird, lautet die offizielle Version: Selbstmord. Doch Libby, Coopers Freundin, kann das nicht glauben – Cooper und sie waren doch glücklich, es war die ganz große Liebe. Warum sollte er sich das Leben nehmen? Auf der Suche nach Antworten stößt Libby auf ein Netz von Lügen und Täuschung. Während die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, beginnt Libby zu ahnen, dass hinter Coopers Tod ein abgründiges Geheimnis steckt ... (© cbj)

Meine Meinung:

Eigentlich kann man bei diesem Buch gar nicht Spoilern, denn sowohl der Titel des Buches als auch die Inhaltsangabe verraten bereits worum es geht: Cooper Bartholomew ist verstorben und lässt nicht nur seine Familie, sondern auch seine feste Freundin und sein Freundeskreis geschockt zurück. Keiner weiss, wie es dazu gekommen ist. Da Cooper gerade erst im jungen Erwachsenenalter war, liegt die Vermutung nach einem Suizid nahe. Doch ausgerechnet Coopers Freundin, Libby, hat Schwierigkeiten damit, an diese Theorie zu glauben. Sie kann nicht fassen, dass ihr Freund, mit dem sie sich eine Zukunft ausgemalt hat, sich umgebracht haben soll.

Und bevor wir erfahren, was tatsächlich mit Cooper passiert ist, wird die Zeit zurückgedreht und gezeigt, wie – mehr oder weniger – enge Freunde ihn in den vergangenen Monaten in verschiedenen Situationen erlebt haben, nichtsahnend, dass einer ihrer besten Freunde schon bald sterben wird. Der Hauptfokus wird dabei natürlich auf die Kennenlerngeschichte zwischen Libby und Cooper gelegt. In verschiedenen Kapiteln erzählt sie, wie sie sich in ihn verliebt hat und wie glücklich die beiden bis zuletzt waren.
Neben dieser Liebesgeschichte kommen auch Claire und Sebastian zu Wort. Dabei sorgt vor allem Claire durch ihre Sichtweise für Ärger, denn sie war nicht nur eifersüchtig auf die neu entstandene Liebe zwischen Libby und Cooper, sondern hat dies Libby gegenüber auch immer wieder spüren lassen.

Während die Kapitel so dahinfliegen, fragt man sich als Leser natürlich zunehmend, was die verschiedenen Personen wohl mit Coopers Tod zu tun haben oder ob letztendlich sogar einer von ihnen dafür verantwortlich ist. Angespornt durch diese Spannung, konnte ich das Ende kaum herbeisehnen. Und als es endlich da war, wird man nicht enttäuscht. Das Buch endet zwar nicht mit einem unvorhergesehenen Plot Twist, aber die Story wird ordentlich abgerundet und offene Fäden werden zusammengeführt, so dass man mit dem Ende zufrieden sein kann. Ich hätte mir aber dann doch irgendwie gewünscht, dass mich die Enthüllung um die Umstände von Coopers Tod mehr von den Socken hauen würden. Deshalb kann ich auch nicht die vollen 5 Sterne vergeben.

Fazit:

Eine Story, die Fragen aufwirft und mich als Leser packen konnte. Nachdem man Cooper und sein Umfeld mit jedem Kapitel besser kennenlernen kann, will man unbedingt wissen, was denn nun zu seinem Tod geführt hat. Alles in allem ein kurzweiliger und doch fesselnder Young Adult Roman, den ich empfehlen kann.
Keine Kommentare

Juni 2018

Ein halbes Jahr ist nun schon rum und ich habe das mal zum Anlass genommen, mit einem Rückblick auf meinen Lesemonat Juni 2018 ins zweite Halbjahr zu starten. Mein Ziel ist es, dies nun regelmässig zu Beginn jeden Monats zu machen. Mal sehen, ob ich es tatsächlich auch schaffe.

Mein Juni war vor allem durch viele Rezensionsexemplare geprägt, deshalb ist es mit meinem SuB-Abbau nicht so richtig vorangegangen.

★★★★★

© Hörbuch Hamburg
Der Anfang macht diesmal der 2. Band der Känguru-Chroniken als Hörbuchversion. Das Hörbuch habe ich zum dritten Mal als "Reread" (oder nennt man das dann "Reheard"? :D) gehört, da im Herbst ein neuer Teil aus noch unerzählten Geschichten erscheint. 2016, als ich das Hörbuch zum ersten Mal gehört habe, habe ich dazu geschrieben: "Steht dem Vorgänger in nichts nach. Nur schon die Idee mit den falsch zugeordneten Zitaten hat 5 Sterne verdient! Ich habe Tränen gelacht :D" Und das kann ich auch heute noch nach wie vor so unterschreiben!


© Pottermore
Ebenfalls ein "Reread" mit 5 Sternen war der 3. Teil der Harry Potter Reihe. Ich habe mir vorgenommen 2018 alle Bücher als Hörbücher zu hören. Und erst kürzlich habe ich erfahren, dass die Harry Potter Reihe schon 20 Jahre alt wird! Wahnsinn. Ich kann selbst nach dem gefühlten 20. Reread noch immer in die Geschichte eintauchen und mich wortwörtlich verzaubern lassen. Rufus Beck macht seine Sache als Erzähler ausgezeichnet. (Review auf Goodreads)




★★★★☆ 

© HarperCollins
Weiter geht es mit 4 Sternen für "Dein Leben gegen meins", das ich freundlicherweise vom HarperCollins Verlag als Rezensionsexemplar erhalten habe. Dazu habe ich geschrieben: "Eine schockierende Geschichte, die mich spätestens ab dem 2. Teil nicht mehr losgelassen hat. Die Story entwickelt sich in eine Richtung, die ich so anfangs nicht erwartet hätte. Und mit einer überraschenden Wendung konnten die Autorinnen definitiv bei mir punkten. Nur für das Ende, bei dem es die Autorinnen etwas zu gut gemeint haben, muss ich einen Stern abziehen. Ansonsten kann ich diesen fesselnden Thriller aber definitiv weiterempfehlen!"  (Vollständige Rezension)



© Diana
Ebenfalls 4 Sterne hat von mir das Buch "Emmas Herz" erhalten, das ich vom Diana-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt gekriegt habe. Das Buch ist mir anfangs vor allem durch das wunderschöne Cover ins Auge gestochen, aber auch die eigentliche Story hat es dann geschafft, mich zu unterhalten. Mein Fazit lautete wie folgt: "Ein kurzweiliger Chick-Lit Roman mit einem wunderschönen Cover und einer Geschichte, die mal etwas ausgefallener ist, als der typische 0815-Frauenroman. Man findet hier eine ordentliche Dröhnung Gefühle, die aber durch die rasanten Entwicklungen am Ende etwas an Glaubwürdigkeit verlieren. Von mir gibt es 3.5 Sterne für diesen Roman, den ich vor allem als leichte Sommerlektüre empfehlen kann." (Vollständige Rezension)

© Carlsen
Dieses Buch habe ich als Ebook auf Netgalley vom Carlsen-Verlag erhalten, im Austausch für eine ehrliche Rezension. Neugierig hat mich vor allem die Ankündigung gemacht, dass das Buch etwas für Fans von "Gossip Girl" sein sollte. Das hat sich für mich zwar nicht bewahrheitet, aber trotzdem fand ich die Story sehr empfehlenswert:
Mein Fazit lautete: "Eine packende, dramatische und trotz allem authentische Geschichte über eine junge Frau, die leider viel zu früh in die Fänge von Drogen geraten ist und nun dazu gezwungen wird, abstinent zu werden. Schonungslos ehrlich schreibt Juno Dawson hier über das Schicksal einer Drogensüchtigen, die überraschend realistisch dargestellt wird. Ein schockierendes Buch, das ich sehr weiterempfehlen kann."  (Vollständige Rezension)


© Audible
KEIN Rezensionsexemplar war das Hörbuch "Darkes Powers - Schattenstunde". Ein Reihenauftakt, der mich überraschend gut unterhalten hat, obwohl ich augenscheinlich nicht (mehr) zu der Zielgruppe gehöre. Das Buch erinnert zwar an die Shadow Falls Reihe, ich fand "Schattenstunde" im Vergleich aber spannender. (Review auf Goodreads)







★★★☆☆ 

© Goldmann
"Ohne ein einziges Wort" wurde mir wiederum als Rezensionsexemplar vom Goldmann-Verlag zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zu den anderen Reziexemplaren, war das hier aber leider das enttäuschendste. Ich habe dazu geschrieben: "Das Buch ist nicht schlecht und für einen Debütroman ganz okay. Man merkt, dass einige gute Ansätze vorhanden wären, aber an der Umsetzung sollte noch gefeilt werden. Für mich hat sich das Buch stellenweise sehr holprig gelesen und ich fand die Enthüllungen dann eher unspektakulär. Dadurch sind bei mir auch kaum Gefühle rübergekommen, die mich mit Sarahs Geschichte hätten mitfiebern lassen. Als Sommerlektüre kann man sich das Buch sicher zu Gemüte führen, aber als must-read würde ich es definitiv nicht bezeichnen." (Vollständige Rezension)


★★☆☆☆ 

© audio media verlag
Der Abschluss macht diesmal das Hörbuch "Pretty Girls" von Karin Slaughter. Ich habe es 2016 schon mal mit der Buchversion versucht und bin kläglich gescheitert und musste es abbrechen. Diesmal habe ich einen neuen Versuch gestartet und es immerhin zuende gehört, aber insgesamt fand ich es dennoch enttäuschend. Ich weiss nicht woran es liegt, aber Slaughter konnte mich bislang noch mit keinem ihrer Bücher so richtig vom Hocker hauen. Leider. (Review auf Goodreads)


 

Statistik:

Gelesene Bücher im Juni: 8
Davon Hörbücher: 4
Abgebrochen: 0
SuB: 377


Wie sah euer Lesemonat aus? Ihr dürft mir gerne einen Link hinterlassen und ich statte euch einen Besuch ab :)
12 Kommentare
(© Netgalley / Carlsen)

Clean*
von Juno Dawson

Bewertung: ★★★★☆

YA Contemporary Fiction, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2018
Verlag: Carlsen


*Rezensionsexemplar von Netgalley

Inhaltsangabe:
Lexi ist reich, cool, ein It-Girl – und heroinsüchtig. Nach einer Überdosis landet sie in der Clarity-Klinik. Ihr Entzug ist hart, die Therapie schier unerträglich, vor allem die Treffen mit den „Mitinsassen“: Aufputschmittel-Junkie Saif, Trans-Mädchen Kendall, Guy mit der Zwangsneurose, Bulimikerin Ruby, Ex-Kinderstar Brady. Doch ausgerechnet diese fünf werden zu echten Freunden. Und Brady vielleicht mehr. Lexi öffnet sich vorsichtig, beginnt ihr zerstörerisches Leben zu hinterfragen. Aber ist ein anderer Weg überhaupt möglich? (© Netgalley / Carlsen)

Meine Meinung:

Das Buch wurde als Young Adult Roman u.a. für Fans der Gossip Girl Reihe beworben und hat mich neugierig gemacht. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich aber zugeben, dass ich keinerlei Ähnlichkeiten feststellen konnte, bis vielleicht auf den Umstand, dass es sich um reiche, verwöhnte Teenager handelt. Ansonsten schlägt Clean aber einen viel anderen, raueren Ton an, der nicht vergleichbar mit der Scheinwelt in Gossip Girl ist. Und genau das hat mich beeindruckt.

An dieser Stelle muss ich kurz einfügen, dass ich selbst in der Suchttherapie arbeite, deshalb war ich voreingenommen und sehr skeptisch, was uns die Autorin da wohl an Märchen auftischen wird. Doch siehe da: Das hat sie gar nicht - im Gegenteil! Die Autorin scheint ihre Hausaufgaben gemacht und sich nicht nur mit der Therapie von Suchterkrankungen, sondern auch mit dem Innenleben und dem Verhalten von Süchtigen auseinander gesetzt zu haben. Es gab sehr viele Situationen, die ich in ähnlicher Form in der Realität erlebt, oder von PatientInnen subjektiv berichtet gekriegt habe. Und dafür gibt es einen ganz fetten Pluspunkt von mir, denn die Geschichte von Lexi und ihren MitpatientInnen wurde sehr authentisch dargestellt.

Die Autorin hat einen sehr umgangsprachlichen, jugendlichen Schreibstil gewählt, der nichts beschönigt, sehr direkt und manchmal sogar ein bisschen vulgär ist. Daran musste ich mich am Anfang gewöhnen, aber nach ein paar Seiten war es mir gelungen, dadurch eine emotionale Verbindung zu der Protagonistin herzustellen. Dadurch, dass man Lexis Weg aus ihren Augen mitverfolgt, kann man ihre Verhaltensweisen und das anfängliche Verleugnen ihrer Suchterkrankung besser nachvollziehen und man sieht auch, welchem Leidensdruck sie ausgesetzt ist. Im Verlauf der Geschichte schafft Lexi es schliesslich, sich mehr und mehr ihrem Psychiater gegenüber zu öffnen und so kriegt man auch als Leser mit, wie sie denn überhaupt zum Drogenkonsum gekommen ist.

Neben Lexis Therapiefortschritten werden auch ihre MitpatientInnen etwas genauer beleuchtet. Und obwohl einige Szenen sehr krass sind, entsprechen sie trotz allem der Realität.

Nachdem das Buch bis zum Schlussteil gut und nachvollziehbar aufgebaut wurde, ging es mir mit Lexis Prozess und ihrer Krankheitseinsicht viel zu schnell. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass Patienten den Absprung schaffen, aber so einfach wie es hier in diesem Buch dargestellt wurde, ist es im wahren Leben leider nicht. Das war mir dann schon fast zu sehr auf "Happy End" getrimmt und auch der Grund dafür, dass ich letztendlich nicht volle fünf Sterne vergeben konnte.

Fazit:

Eine packende, dramatische und trotz allem authentische Geschichte über eine junge Frau, die leider viel zu früh in die Fänge von Drogen geraten ist und nun dazu gezwungen wird, abstinent zu werden. Schonungslos ehrlich schreibt Juno Dawson hier über das Schicksal einer Drogensüchtigen, die überraschend realistisch dargestellt wird. Ein schockierendes Buch, das ich sehr weiterempfehlen kann.
2 Kommentare
(© Diana)

Emmas Herz*
von Taylor Jenkins Reid

Bewertung: ★★★★☆

Contemporary Romance, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. Juni 2018
Verlag: Diana


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Diana Verlag.

Inhaltsangabe:
Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag erreicht Emma eine schreckliche Nachricht: Der Hubschrauber ihres Mannes Jesse ist bei einem Filmdreh über dem Pazifik abgestürzt. Jesse wird nicht gefunden und bald für tot erklärt. Emmas Herz beginnt erst dann zu heilen, als sie Sam wiedertrifft und sich in den Jugendfreund verliebt. Mit ihm fängt sie ein neues, ganz anderes Leben an. Doch kurz nach ihrer Verlobung mit Sam bekommt sie einen Anruf, der ihre Welt erneut erschüttert... (© Diana)

Meine Meinung:

"Emmas Herz" ist mir nicht nur das aussergewöhnlich schöne Cover aufgefallen, sondern auch aufgrund der Autorin. Ich habe vor einiger Zeit bereits ihr Buch "Zwei auf Umwegen" gelesen, das ich gerade aufgrund der Realitätsnähe sehr gelobt habe. Bei "Emmas Herz" hat Reid einen ganz anderen Weg eingeschlagen, denn die Geschichte wirkte auf mich teilweise an den Haaren herbeigezogen - auch wenn das in diesem Fall jetzt gar nicht durchweg kritisch gemeint ist. Ein Chick-Lit Roman muss für mich nicht immer die Wirklichkeit abbilden, sondern darf ruhig auch mal zum Träumen einladen. Und das ist hier passiert.

Der Storyverlauf wird durch die offizielle Inhaltsangabe eigentlich schon grob zusammengefasst. Im ersten Drittel des Buches erfährt man, wie sich Emma damals in Jesse verliebt hat und wie es letztendlich zu seinem Verschwinden gekommen ist. Im zweiten Drittel erscheint dann Sam auf der Bildfläche, den Emma bereits seit ihrer Jugend kennt. Hier muss ich hinzufügen, dass mir Sam viel sympathischer war als Jesse und ich ständig das Gefühl hatte, dass die beiden eigentlich schon seit Anfang an viel mehr auf einer Wellenlänge gewesen sind, als es Jesse und Emma jemals waren.

Im letzten Drittel kehrt dann der totgeglaubte Jesse wieder in Emmas Leben zurück. Und an diesem Punkt begann die Story für mich etwas absurd zu werden. Man erfährt nur relativ knapp, was mit Jesse passiert ist und wie er während mehreren Jahren überlebt hat. Und was sich die Autorin da ausgedacht hat, fand ich etwas unglaubwürdig. Vielleicht aber auch nur deshalb, weil die Erklärung so kurz ausfiel. Das wirkte dann etwas lieblos dahingeklatscht.
Im Schlussteil werden dann so viele Gefühle und Entscheidungen in ein paar wenige Kapitel zusammengequetscht, dass mir das alles viel zu schnell ging. Während es mir zuvor relativ leichtfiel, Emmas Gefühlswelt zu verstehen, konnte ich im letzten Drittel keinen Zugang mehr zu ihr finden. Das alles wirkte auf mich sehr gehetzt und letztendlich auch "zu schön, um wahr zu sein". Wie gesagt: Ein Chick-Lit darf für mich kitschig sein - und das geht mit einem Happy-End nun mal am besten. Aber hier passierte am Ende alles so unerwartet schnell, so als ob die Autorin die Geschichte möglichst abrupt hätte beenden müssen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn sie sich dafür etwas mehr Zeit genommen hätte, dann hätte man Emmas Entscheidungsfindung sicher (noch) besser nachvollziehen können.

Fazit:

Ein kurzweiliger Chick-Lit Roman mit einem wunderschönen Cover und einer Geschichte, die mal etwas ausgefallener ist, als der typische 0815-Frauenroman. Man findet hier eine ordentliche Dröhnung Gefühle, die aber durch die rasanten Entwicklungen am Ende etwas an Glaubwürdigkeit verlieren. Von mir gibt es 3.5 Sterne für diesen Roman, den ich vor allem als leichte Sommerlektüre empfehlen kann.
2 Kommentare
(© Amazon / HarperCollins )

Dein Leben gegen meins*
von Liv Constantine

Bewertung: ★★★★☆

Thriller, 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 5. März 2018
Verlag: HarperCollins 


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den HarperCollins Verlag.

Inhaltsangabe:
Amber hat es satt, unsichtbar zu sein. Sie will Daphnes perfektes Leben, ihr Geld, ihre Häuser, doch vor allem will sie ihren Mann: den attraktiven und extrem erfolgreichen Jackson Parrish.
Und sie wird nicht ruhen, bis sie Daphnes Platz eingenommen hat.
Daphne hatte nicht immer Angst vor ihrem Mann. Doch seit Langem ist Daphnes Leben die Hölle. Bis sie eine neue Freundin findet: Amber.  (© Amazon / HarperCollins )

Meine Meinung:

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, wobei vor allem die ersten beiden den Hauptanteil ausmachen, der jeweils aus den beiden Perspektiven von Amber und Daphne erzählt wird. Der letzte, deutlich kürzere Teil, entspricht dem fulminanten Schluss, der beide Perspektiven miteinander vereint. Dieser Aufbau fand ich sehr gelungen, denn man hat gemerkt, wie sich die beiden Autorinnen Gedanken um den Handlungsbogen gemacht haben, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Dafür gibt es von mir einen grossen Pluspunkt.

Der erste Teil wird aus Ambers Sicht erzählt, die es sich zum Ziel gemacht hat, sich in Daphnes Familie einzuschleichen und ihren Mann zu verführen - und keine Angst, das ist kein Spoiler. Ambers Motiv wird bereits in den ersten Kapiteln offengelegt, da es in der Geschichte mal nicht darum geht, den heimtückischen Plan von Amber zu durchschauen, sondern vielmehr darum zu schauen, wie die einzelnen Charaktere damit umgehen. Das fand ich eine sehr innovative, erfrischende Idee. Auch wenn ich anfangs befürchtet hatte, dass der Plot damit zu durchschaubar wird.

Doch was habe ich mich getäuscht.

Während der erste Teil für meinen Geschmack etwas zu einfach und glatt ablief und dadurch stellenweise fast schon konstruiert wirkte, erwartet einen als Leser gleich zu Beginn des zweiten Teils eine überraschende Wendung, die ich so nicht vorhergesehen hätte. Und genau ab diesem Zeitpunkt hat mich die Story so richtig gepackt und in ihren Bann gezogen.
Man lernt Daphne etwas besser kennen und merkt, dass sie gar nicht so naiv ist, wie sie anfänglich den Anschein gemacht hat. Im Klappentext wird ja bereits vage darauf hingewiesen, dass ihr Mann ihr Leben zur Hölle macht - und was das genau bedeutet, wird im zweiten Teil sehr ausführlich und mit aller Grausamkeit geschildert. Details dazu möchte ich nicht verraten, denn das würde einem die Spannung wegnehmen. Ich kann nur so viel verraten: Ich habe mit Daphne und ihren Kindern emotional mitgelitten.

Im letzten Teil überschlagen sich die Ereignisse und der Kreis schliesst sich. Den positiven Aspekt des roten Fadens hatte ich ja schon erwähnt. Trotzdem gab es im letzten Abschnitt für mich auch einer der wenigen Kritikpunkte, die erwähnt werden müssen: Neben dem eigentlich Hauptplot werden noch jede Menge andere Vorkommnisse eingebaut, die in meinen Augen für den kurzen Schlussteil einfach too much waren und vor allem mit Daphnes Genugtuung zusammenhängen. Hier wäre meiner Meinung nach weniger mehr gewesen.

Fazit:

Eine schockierende Geschichte, die mich spätestens ab dem 2. Teil nicht mehr losgelassen hat. Die Story entwickelt sich in eine Richtung, die ich so anfangs nicht erwartet hätte. Und mit einer überraschenden Wendung konnten die Autorinnen definitiv bei mir punkten. Nur für das Ende, bei dem es die Autorinnen etwas zu gut gemeint haben, muss ich einen Stern abziehen. Ansonsten kann ich diesen fesselnden Thriller aber definitiv weiterempfehlen!
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Die Aktion "Top Ten Thursday" wird von Weltenwanderer durchgeführt. Vielen Dank an dieser Stelle für die Mühe und die tolle Idee. Eine ausführliche Erklärung zur Idee findet ihr, wenn ihr dem Link folgt. Kurz zusammengefasst geht es darum, zu einem sich wöchentlichen wechselnden, vorgegeben Thema eine Auswahl an 10 Büchern auszusuchen.

Diese Woche geht es um das folgende Thema:

10 deiner liebsten Bücher, deren Titel aus nur einem Wort bestehen

Am Anfang habe ich befürchtet, dass ich nicht 10 Titel zusammenbekommen werde. Am Schluss, musste ich sogar einige Bücher weglassen, die ich auch noch gerne mit auf die Liste genommen habe :D

Dieses Mal ist Neal Shusterman gleich mit zwei Reihenauftakten bei mir vertreten, beide Bücher stammen aus dem Dystopie-Genre und der Mann scheint einfach eine Begabung für gute Ideen in diesem Bereich zu haben. Die Vollendet-Reihe (Rezension) habe ich erst im vergangenen Jahr im Rahmen einer Leserunde kennengelernt und ich habe sie verschlungen. Die Reihe war auch der Grund dafür, dass ich Scythe (Rezension) gleich nach dem Erscheinungstermin auf Englisch lesen musste, denn ich wollte sehen, ob Shusterman die Qualität seiner vorherigen Reihe halten konnte - und das konnte er definitiv! Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass er sich selbst übertroffen hat. Damit hat er es mehr als verdient, auf dieser Liste zu landen.

Ein weiteres sehr empfehlenswertes Buch ist Wunder. Das Buch ist herzerwärmend geschrieben und ich habe erst vor ein paar Wochen die dazugehörige Verfilmung mit Julia Roberts gesehen, die wirklich sehr gelungen ist. Wer das Buch noch nicht kennt, sollte es unbedingt lesen!

Mit Disruption (Rezension) und Escape sind noch gleich zwei weitere Dystopien-Reihenauftakte auf meiner Liste gelandet, die ich sehr weiterempfehlen kann.

Ein ganz besonderes Buch ist auch Eins (Rezension). Die Autorin wagt sich hier an die Thematik von zwei siamesischen Zwillingen, die sie wirklich sehr berührend und authentisch umgesetzt hat.

Eine ganz besondere Empfehlung gilt auch Shadows (Rezension), dem Reihenauftakt einer sehr fesselnden Urban Fantasy Geschichte um das Schicksal einiger gefallener Engel, die ich ebenfalls innerhalb weniger Tage verschlungen habe.


 

Liste:

  • Verblendung - Stieg Larsson
  • Shadows - Paula Weston (Rezension)
  • Tschick - Wolfang Herrndorf
  • Vollendet - Neal Shusterman (Rezension)
  • Wunder - R. J. Palacio
  • Disruption - Jessica Shirvington (Rezension)
  • Escape - Jennifer Rush
  • Scythe - Neal Shusterman (Rezension)
  • Caraval - Stephanie Garber
  • Eins - Sarah Crossan (Rezension)

Welche Ein-Wort-Titel könnt ihr besonders empfehlen? Und habt ihr bereits ein Buch von meiner Top Ten gelesen und seid genauso begeistert wie ich davon?

Die Cover wurden alle von Amazon abgespeichert. Die Rechte liegen bei den nachfolgenden Verlagen: Fischer Verlag, Tundra Books, HarperCollins, Carl Hanser Verlag, Loewe Verlag, Heyne, Simon & Schuster Books for Young Readers, Piper ebooks, Mixtvision, Rowohlt Digitalbuch
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(© Goldmann)

Ohne ein einziges Wort*
von Rosie Walsh

Bewertung: ★★★☆☆

Contemporary Romance, 528 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2018
Verlag: Goldmann


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Goldmann Verlag.

Inhaltsangabe:
Stell dir vor, du begegnest einem Mann, einem wundervollen Mann, und verbringst sieben Tage mit ihm. Am Ende dieser Woche bist du dir sicher: Das ist die große Liebe, und es geht ihm ganz genauso. Zweifellos. Dann muss er verreisen und verspricht dir, er meldet sich auf dem Weg zum Flughafen. Aber er ruft nicht an. Er meldet sich gar nicht mehr. Deine Freunde raten dir, ihn zu vergessen, doch du weißt, sie irren sich. Irgendetwas muss passiert sein, es muss einen Grund für sein Verschwinden geben. Und nun stell dir vor, du hast recht. Es gibt einen Grund, aber du kannst ihn nicht ändern. Denn der Grund bist du. (© Goldmann)

Meine Meinung:

Ich habe das Buch relativ unvoreingenommen begonnen und wusste nicht wirklich, worauf ich mich einlasse. Und vielleicht war das ein Fehler, denn es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich in die Geschichte hineingefunden hatte. Was mir den Zugang deutlich erschwert hatte, war die etwas verwirrende Erzählweise, die die Autorin gewählt hatte. Statt chronologisch vorzugehen, springt man zwischen den Kapiteln immer wieder zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her. Das kann funktionieren, hat mir aber in diesem Fall den Lesefluss immer wieder unterbrochen.
Erst nach und nach konnte ich mir einen Reim auf das Ganze machen – und ich musste dann etwas enttäuscht feststellen, dass es gar nicht so viel zu verstehen gibt: Die beiden Protagonisten Sarah und Eddie haben sich vor ein paar Monaten kurzzeitig ineinander verliebt und seit ihrer Verabschiedung am Flughafen konnte Sarah ihn nicht wieder erreichen. Sie kann sich sein Verhalten nicht erklären und versucht ihn immer wieder zu erreichen – erfolglos. Und mehr passiert in der ersten Hälfte des Buches nicht.

Erst in der zweiten Hälfte erhält Sarah dann endlich ein Lebenszeichen von Eddie. Und das war das erste Mal, an dem mich die Geschichte vorübergehend packen konnte. Nachdem die Spannung über hunderte Seiten aufgebaut wurde und man als Leser auch endlich erfahren will, was denn nun mit Eddie passiert ist, erhält man nun endlich die Antwort auf all die Fragen, rund um Eddies Verschwinden. Und leider fällt die Auflösung sehr ernüchternd aus. Man merkt zwar, dass sich die Autorin Gedanken um den Handlungsbogen gemacht hat und sie durch diese Enthüllung versucht, einen Kreis zu schliessen, aber ich hatte mir dann doch etwas mehr erhofft. Und rückblickend muss ich sagen, hätte ich den Grund für Eddies Verhalten eigentlich schon viel früher erraten können.

Bis dahin hatte die Geschichte mich zwar nicht so umgehauen, wie ich nach all den positiven Bewertungen erwartet hätte, aber für einen Debütroman war es ganz okay. Leider versucht die Autorin im dritten und letzten Teil noch einen drauf zu legen und bringt eine neue Entwicklung in Spiel, die für noch mehr Dramatik sorgt. Ich will an dieser Stelle auf Spoiler verzichten und erwähne nicht worum es geht. Nur so viel sei dazu gesagt: Es war mir für meinen Geschmack etwas zu viel künstliches Drama.

Ein weiterer Kritikpunkt gilt den beiden Protagonisten. Soweit ich mich an den Anfang des Buches erinnern kann, sind die beiden Ende Dreissig. Beim Lesen hatte ich aber ständig das Gefühl, dass es sich um Teenager handelt. Der Storyverlauf und die Einmischung von Eddies Mutter in die Beziehung seines Sohnes passte für mich einfach nicht zu zwei erwachsenen Menschen. Zwar versucht die Autorin auch hier mit einem Ereignis aus der Vergangenheit eine Erklärung für das teilweise kindische Verhalten der Charaktere zu liefern, aber selbst damit, wirkten die Charaktere auf mich nicht ihrem Alter entsprechend.


Fazit: 

Das Buch ist nicht schlecht und für einen Debütroman ganz okay. Man merkt, dass einige gute Ansätze vorhanden wären, aber an der Umsetzung sollte noch gefeilt werden. Für mich hat sich das Buch stellenweise sehr holprig gelesen und ich fand die Enthüllungen dann eher unspektakulär. Dadurch sind bei mir auch kaum Gefühle rübergekommen, die mich mit Sarahs Geschichte hätten mitfiebern lassen. Als Sommerlektüre kann man sich das Buch sicher zu Gemüte führen, aber als must-read würde ich es definitiv nicht bezeichnen.
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Weiter geht's in die dritte Runde der "Aktion Stempeln" von Damaris liest. Das Ziel der Aktion ist es, einen Blick auf die gelesenen Bücher zu werfen, die man im selben Monat vor ein, zwei oder auch mehreren Jahren gelesen hat. Anschliessend soll man beurteilen, welche Bücher davon einem im Kopf geblieben sind und welche einem nicht mehr präsent sind.

Dieses Mal möchte ich einen Rückblick auf den Juni 2014 werfen. 

 

Dieses Mal kann ich mich ganz streng genommen nur an den Inhalt zweier Bücher im Detail erinnern, die ich vor vier Jahren gelesen habe.

Das erste Buch ist City of Heavenly Fire von Cassandra Clare, das ich damals kurz nach dem Erscheinungstermin auf Englisch gelesen hatte, weil es der lang ersehnte Abschlussband der "The Mortal Instruments" Reihe war. Mit dementsprechend hohen Erwartungen habe ich ein emotionsgeladenes und fulminantes Finale erwartet, die letzten Endes leider nicht erfüllt werden konnten. Das Buch war stellenweise zäh wie Kaugummi und die vorgängig angekündigten Tode waren eher Schall und Rauch. Meine Enttäuschung habe ich damals auch in einer sehr ausführlichen Rezension beschrieben, die ihr unter diesem Link findet - aber Achtung: Grosse Spoilergefahr! Und weil ich so enttäuscht war, habe ich den Inhalt des Buches bis heute noch gut in Erinnerung, auch wenn ich mir manchmal wünschte, es wäre anders ;)

Das zweite Buch auf meiner Liste ist Die 5. Welle von Rick Yancey. Damals war ich regelrecht im Dystopien- und Science-Fiction-Wahn und habe nahezu jedes Buch verschlungen, das in diesem Genre erschienen ist. Die 5. Welle hat mich dabei sehr positiv überrascht, auch wenn die Folgebände die Begeisterung dann leider nicht mehr halten konnten und die Story zunehmend wirrer wurde. Nichtsdestotrotz finde ich die Idee zum ersten Band bis heute sehr gelungen. Was mir am Buch gut gefallen hat, könnt ihr in meiner Rezension nachlesen, die ich damals dazu geschrieben habe. Ihr findet sie, wenn ihr diesem Link folgt.



 



Der fehlende Erinnerungsgrad an die Bücher, die mir nicht mehr so präsent sind, variiert dieses Mal sehr stark.

An Morgen kommt ein neuer Himmel kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Weder den Inhalt noch meine Meinung oder Bewertung des Buches sind mir noch präsent. Das Buch ist wirklich vollkommen aus meiner Erinnerung entschwunden.

Bei den anderen drei Büchern kann ich mich dagegen noch grob an die Handlungen erinnern, ich habe sie aber trotzdem in die "nicht mehr präsent" Kategorie mit reingenommen, weil ich die Storyverläufe im Vergleich zu den Büchern oben, nicht mehr im Detail erinnern kann.

Bei Das unerhörte Leben des Alex Woods kann ich mich noch daran erinnern, dass es um einen Jungen ging, der sich mit einem älteren Herrn aus der Nachbarschaft anfreundet. Was aber dann passiert, weiss ich nicht mehr, erst das Ende ist mir durch die Dramatik und die Ähnlichkeit zu einem Buch von Jojo Moyes noch sehr präsent.

Die beiden Bände zur Zuckersüsses Chaos-Trilogie sind mir auch nur noch im Groben in Erinnerung - und das, obwohl ich zumindest vom ersten Teil sehr begeistert gewesen war. Vermutlich liegt das aber einfach am Genre, denn New Adult Romane laufen i. d. R. sehr ähnlich ab, was es einem schwierig macht, sie nach ein paar Jahren noch voneinander unterscheiden zu können. Ich weiss aber immerhin noch, dass ich Jason - der Love Interest der Protagonistin - sehr mochte und er zum grossen Teil dazu beigetragen hat, dass ich von der Story so positiv überrascht war. Zum ersten Band habe ich damals auch eine Rezension geschrieben, die ihr hier findet.

Kennt ihr eines der Bücher von meiner Liste? Und wenn ja: Was ist eure Meinung dazu?


Die Cover wurden von Amazon bezogen. Die Rechte liegen bei den jeweiligen Verlagen: Limes Verlag, Goldmann Verlag, Fischer Verlag, Margaret K. McElderry Books
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Die Aktion "Top Ten Thursday" wird von Weltenwanderer durchgeführt. Vielen Dank an dieser Stelle für die Mühe und die tolle Idee. Eine ausführliche Erklärung zur Idee findet ihr, wenn ihr dem Link folgt. Kurz zusammengefasst geht es darum, zu einem sich wöchentlichen wechselnden, vorgegeben Thema eine Auswahl an 10 Büchern auszusuchen.

Diese Woche geht es um das folgende Thema:

10 Bücher, die in verschiedenen Ländern spielen

Ich habe bestimmt viele Bücher übersehen oder vergessen, die auf diese Liste gehören würden; wer weiss denn schliesslich Jahre später noch, wo welches Buch gespielt hat :D. Und trotzdem ist es mir gelungen, 10 Bücher zu finden, die ich toll fand und die alle in verschiedenen Ländern spielen. Ich habe mit Absicht auf ein Buch, das in den USA spielt verzichtet, denn darunter fällt der Grosssteil meiner gelesenen Bücher und ich könnte mich niemals auf ein Buch festlegen, das die USA repräsentiert.

Zugegeben, Wie Monde so silbern spielt in einem zukünftigen, fiktiven Peking ("New Beijing"), aber ich habe es trotzdem mit auf die Liste genommen, damit ich den asiatischen Raum abgedeckt habe. Ich weiss nicht, ob das Land im Buch immer noch China hiess, deshalb habe ich die Bezeichnung unten in der Liste mal allgemein bei "Asien" belassen. Das Buch spielt zwar nicht nur in New Beijing, aber es ist trotzdem ein wichtiger Schauplatz für das Buch.

Das Rosie-Projekt habe ich ohne grosse Erwartungen gelesen und war begeistert. Das Buch sollte ursprünglich verfilmt werden, aber ich nehme an, dass das Projekt im Sande verlaufen ist. Eigentlich schade, denn die Story würde sich wunderbar für eine Verfilmung eignen, schliesslich war die ursprüngliche Fassung auch als Drehbuch geplant.

Herzklopfen auf Französisch hat ein sehr kitschiges (und hässliches) Cover, aber die Geschichte ist zuckersüss. Der Schauplatz Paris eignet sich natürlich wunderbar für eine Liebesgeschichte und die ist in diesem Fall gelungen. Wenn man selbst schon in Paris war, kann man sich die verschiedenen Orte und Plätze noch besser vorstellen.

Harry Potter durfte auf meiner Liste natürlich nicht fehlen. Dazu gibt es eigentlich nichts zu sagen... Ausser: Es ist Harry Potter ♥

P.S. Ich liebe dich war damals der Durchbruch für die Autorin Cecelia Ahern. Ihre nachfolgenden Werke konnten mich leider nicht mehr ganz so begeistern. Dafür wird mir die tragisch-schöne Geschichte aus diesem Buch für immer in Erinnerung bleiben.

Herr der Diebe spielt in Venedig. Ich war noch nie dort und konnte mir den Schauplatz deshalb nur vom Hörensagen und Bildern aus dem Internet vorstellen. Ich habe das Buch erst vor ein paar Jahren gelesen. Eine wirklich schöne Kindergeschichte, die ich vermutlich vor 15 Jahren geliebt hätte.

Das Tagebuch der Anne Frank sollte wahrscheinlich allen ein Begriff sein. Ich war erst vor ein paar Wochen zum ersten Mal in Amsterdam und durfte das Hinterhaus, in dem Anne Frank gelebt hatte, besichtigen. Dadurch ist die ohnehin schon beklemmende Geschichte für mich noch eindrücklicher geworden. Ein Buch, das jeder Mal gelesen haben sollte.

Verblendung von Stieg Larsson ist der erste Band der Millenium-Trilogie und meiner Meinung nach auch der Beste. Das Buch spielt, wie so viele Krimis oder Thriller, in Schweden. Den meisten sollte die Story wahrscheinlich bekannt sein, denn das Buch wurde bereits zweimal verfilmt - zuletzt in Hollywood. 

An den Inhalt von Kuss des Tigers kann ich mich nur mehr vage erinnern. Ich weiss, das die Geschichte zumindest teilweise in Indien spielt und die Protagonistin zwei Brüder kennenlern, die sich durch einen Fluch für mehrere Stunden (oder Tage?) in einen Tiger verwandeln. Wie der erste Band ausging, weiss ich aber nicht mehr so genau. Ich hatte nach dem Ende auch nicht das Bedürfnis, die Reihe weiterzuverfolgen, obwohl ich den ersten Band ganz gut fand.

Die Bücherdiebin habe ich Anfang Jahr als Hörbuch gehört. Es spielt in Deutschland zum Zeitpunkt des zweiten Weltkrieges. An dieser Stelle hätte ich auch noch ein paar andere Bücher einfügen können, z.B. Der Junge im gestreiften Pyjama, das ich ebenfalls sehr überzeugend fand.




Liste:

  • Wie Monde so silbern - Marissa Meyer » Asien (China?) (New Bejing, fiktiv)
  • Das Rosie-Projekt - Graeme Simsion » Australien (Melbourne) » Hier geht's zur Rezension
  • Herzklopfen auf Französisch - Stephanie Perkins » Frankreich (Paris)
  • Harry Potter und der Stein der Weisen - J. K. Rowling » England (u.a. London)
  • P.S. Ich liebe dich - Cecelia Ahern » Irland
  • Herr der Diebe - Cornelia Funke » Italien (Venedig)
  • Das Tagebuch der Anne Frank - Anne Frank » Holland (Amsterdam)
  • Verblendung - Stieg Larsson » Schweden (Stockholm)
  • Kuss des Tigers - Colleen Houck » Indien
  • Die Bücherdiebin - Markus Zusak » Deutschland

Jetzt bin ich aber gespannt welche 10 Schauplätze ihr euch ausgesucht habt? Und ist es bei euch auch so, dass die meisten eurer gelesenen Bücher in den USA spielen?

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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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