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between the lines.

(© Amazon)

Augenblicklich ewig
von Nicole Neuberger

Bewertung: ★★★☆☆

Romance, Fantasy, 330 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2014
Verkauf durch: Amazon


Meine Meinung:
Zugegeben, als ich mit dem Lesen des Buches begonnen hatte, dachte ich, dass dies wieder eine Liebesgeschichte wird, wie man sie in jeder zweiten Chick-Lit lesen kann. Aber der anfängliche Schein trügt und es verbirgt sich tatsächlich mehr hinter der Story, als man anfangs vermuten würde.

Zu Beginn lernen wir die Protagonistin Polly kennen, die durch ihren Beruf als Journalistin den attraktiven Fotografen Sam kennenlernt. Sie findet ihn auf Anhieb attraktiv und fühlt sich in seiner Gegenwart geborgen. Ein wenig überrascht ist sie aber schon, als Sam ihr eröffnet, dass ER darauf bestanden hatte, mit ihr zusammenzuarbeiten. Noch verwunderter ist sie aber über die Frage von Sam, ob Polly sich denn nicht an ihn erinnern würde, denn schliesslich ist sie ihm bei besagtem Arbeitsauftrag zum ersten Mal begegnet, auch wenn auf Anhieb eine gewisse Vertrautheit zwischen den beiden geherrscht hat. Ausserdem scheint dieser Sam partout darauf zu achten, dass er nicht mit ihr in Berührung kommt und das obwohl er augenscheinlich Interesse an ihr zeigt. Diese widersprüchlichen Signale klären sich dann allmählich auf, indem Sam Polly zeigt, woher sie sich kennen. Und Polly hätte wohl mit vielem, aber nicht mit der ihr präsentierten Wahrheit gerechnet.

An dieser Stelle möchte ich natürlich nicht mehr verraten, denn in meinen Augen liegt genau in dieser "Auflösung" der Charme des Buches. Es handelt sich sicher nicht um einen literarischen Bestseller, aber für ein paar nette und kurzweilige Lesestunden zwischendurch kann ich das Buch weiterempfehlen.
Keine Kommentare
(© Amazon / Ullstein eBooks)

Für immer und eh nicht
von Heike Wanner

Bewertung: ★★☆☆☆

Chick-Lit, 324 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. Juni 2011
Verlag: Ullstein eBooks


Inhalt:
Die Geschichte beginnt damit, dass einige bekannte Namen aus der Bibel eine Sitzung im Himmel abhalten. Dabei kriegen sich Adam und Eva in die Haare, denn die beiden haben jeweils ganz andere Ansichten in Bezug auf die Frage, ob es den einen Traummann für eine Frau gibt, der einen voll und ganz glücklich machen kann. Aufgrund dieser Auseinandersetzung, beschliessen die beiden eine Wette einzugehen.
"Opfer" der Wette wird Theresa, eine Apothekerin aus Deutschland, die sich gerade auf dem Weg nach Kapstadt befindet, um dort Urlaub zu machen. Noch im Flugzeug träumt sie von ihrem Traummann, so dass Eva dies zum Anlass nimmt, den Engel Raphael genau nach Theresas Wünschen anzupassen.
Das Experiment beginnt damit, dass Raphael in Kapstadt auftauchen und dort auf Theresa treffen soll. Dabei stehen Raphaels himmlische Begleiter in ständigem SMS-Kontakt mit ihm, um ihm beratend zur Seite zu stehen. Doch nach einer Weile verläuft nicht alles so, wie es ursprünglich geplant war...

Meine Meinung:
Bereits während des Prologs hatte ich meine Zweifel, ob das Buch das richtige für mich ist. Ich muss gestehen, dass ich absolut nichts mit Religion am Hut habe und deshalb die Augen verdreht habe, als Adam, Eva, Petrus und wie sie alle heissen, in eine hitzige Diskussion über den einen Traummann geraten sind. Ich selbst glaube zwar nicht an die Bibel, fand es aber dennoch überflüssig und ein wenig unpassend, diese bekannten biblischen Vertreter für so eine seichte Unterhaltung zu missbrauchen. Das hätte man auch ganz ohne diese lächerliche Hintergrundstory hinkriegen können.
Aber auch die Hauptstory um Theresa und Raphael war zu keinem Zeitpunkt wirklich spannend und absolut vorhersehbar. Es gab nicht eine Wendung, die mich im geringsten überrascht hätte.
Zudem fehlt es den Charakteren, sowie eigentlich auch der kompletten Geschichte, an Tiefe. Man erfährt kaum etwas über Theresa oder die Leute in ihrem Leben, obwohl es einige gute Ansätze gegeben hätte.
Alles in allem würde ich das Buch nicht weiterempfehlen und vergebe ihm deshalb magere 1,5 Sterne.
Keine Kommentare
(© Amazon / Piper ebooks)

Lieblingsmomente
von Adriana Popescu

Bewertung: ★★★★☆

Contemporary Romance, 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2013
Verlag: Piper ebooks


Inhalt:
Layla ist Partyfotografin und lebt seit fünf Jahren in einer Beziehung, die inzwischen allerdings ein wenig festgefahren ist. Auf einem Event lernt Layla den gutaussehenden Tristan kennen, den sie auf Anhieb anziehend findet. Da sie jedoch nicht erwartet ihn jemals wieder zu sehen, schenkt sie dieser kleinen Schwärmerei wenig Beachtung. Dabei ahnt sie nicht, dass sie Tristan schon sehr bald wiedersehen wird und er ihr Leben gehörig auf den Kopf stellen wird - beruflich und gefühlsmässig. Er bringt sie dazu, viele Aspekte in ihrem Leben neu zu überdenken und ihre Träume zu leben.

Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich zauberhaft und sehr unterhaltsam. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und musste einfach wissen, wie sich die Sache mit Layla und Tristan entwickelt. Nur fand ich Layla etwas schwer von Begriff, denn es gab eine Sache, die sich erst gegen Ende hin aufklärt, die für mich als Leser aber bereits bei der ersten Andeutung offensichtlich war und mich dementsprechend kaum überraschen konnte. Der gewünschte "Aha"-Effekt blieb deshalb leider aus.
Alles in allem kann ich das Buch aber jedem empfehlen, der auf typische Liebesromane steht ;)
Keine Kommentare
(© Amazon / Goldmann)

Ein Geschenk zum Verlieben
von Karen Swan

Bewertung: ★★☆☆☆

Romance, Chick-Lit, 545 Seiten
Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2013
Verlag: Goldmann Verlag


Meine Meinung:
Nachdem ich erst vor kurzem ein anderes Werk der Autorin ("Ein Geschenk von Tiffany") gelesen hatte und ich die Geschichte eigentlich ganz gut fand, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an dieses Buch. Leider konnte mich "Ein Geschenk zum Verlieben" überhaupt nicht überzeugen und ich habe gegen Ende hin ständig ganze Seiten übersprungen bzw. den letzten Drittel nur mehr quer gelesen.

Die Story war für mich nicht richtig ausgefeilt und es hatte für mich eher den Anschein, als hätte die Autorin einfach mal drauf losgeschrieben, ohne ein richtiges Konzept vor Augen zu haben. Es gab zwar ein paar gute Ansätze, die aber alle nicht richtig ausgearbeitet wurden und den Verlauf ein wenig planlos haben erscheinen lassen. Ich wusste am Ende nicht wirklich, was ich da nun eigentlich gelesen hatte, aber als Liebesgeschichte würde ich es eher nicht bezeichnen, denn bis auf den Epilog, standen eher Themen wie Freundschaft und Familie im Vordergrund.

Bis zum Ende hin sind mir zudem fast alle Charaktere unsympathisch geworden und waren meiner Meinung nach zu oberflächlich. Man erfährt zwar viel über das künftige Geburtstagskind Cat, für die eine Kette gebastelt werden soll, aber alle anderen Charaktere waren mir zu blass. Eine kleinere Anzahl an auftauchenden Charakteren und dafür mehr Tiefe wären in meinen Augen besser gewesen. Letztendlich dienten die meisten bloss zur Darstellung für Cat, hatten aber selbst kaum eine eigene Rolle darzustellen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die schlechte Recherche der Autorin. Das hat mich wirklich überrascht, denn bei ihrem anderen Buch schien sie sich sehr mit den Schauplätzen befasst zu haben. Die Story spielt u.A. in dem Schweizer Skiort Verbier. Dort haben zwei der Charaktere ein Ferienhäuschen, das sie nicht zum ersten Mal aufsuchen. Und trotzdem wird zu Beginn darüber gesprochen, dass sie bald Ferien in Frankreich machen, wo sie später auch mit Euro bezahlen, obwohl es in der Schweiz bekanntermassen eine andere Währung gibt. In späteren Gesprächen wird dann aber doch plötzlich von der Schweiz gesprochen, so dass ich mich gefragt habe, wozu es überhaupt Lektoren gibt? (Falls ich da irgendwas überlesen haben sollte, tut es mir natürlich leid und ich nehme diesen Kritikpunkt zurück.)

Grundsätzlich kann ich nur sagen, dass das Buch seine Längen hat und deutlich hätte gekürzt werden sollen. Einmal wird bspw. über mehrere Seiten lang beschrieben, wie die Charaktere Scharade spielen. Das mag ja in einem Film lustig sein, aber in einem Buch funktioniert sowas einfach nicht und war für mich einfach langweilig und überflüssig. Ich erspare mir hier jetzt weitere Beispiele zu nennen, doch es gab zahlreiche Szenen, die für mich ähnlich überflüssig waren und kaum etwas zur Geschichte beigetragen haben.

Ich hoffe deshalb, dass das ein einmaliger Ausrutscher war und das nächste Buch der Autorin wieder besser wird. Aber dieses Buch würde ich definitiv nicht weiterempfehlen.
Keine Kommentare
(© Amazon / Goldmann)

Ein Geschenk von Tiffany
von Karen Swan

Bewertung: ★★★★☆

Chick-Lit, 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 17. September 2012
Verlag: Goldmann


Meine Meinung:

-- Achtung enthält Spoiler --

Eigentlich fand ich die Geschichte rund um Cassie, die an ihrem 10. Hochzeitstag erfährt, dass ihr Ehemann eine Affäre und sogar ein uneheliches Kind hat, ziemlich interessant.
Cassie war noch sehr jung, als sie geheiratet hat und steht mit Anfang 30 vor den Scherben ihrer Ehe. Glücklicherweise hat sie drei Freundinnen, die ihr zur Seite stehen und ihr wieder zurück ins Leben helfen wollen. Die drei Freundinnen wohnen in unterschiedlichen Städten: New York, Paris und London. Und in genau diesen Städten soll sie die nächsten Monate verbringen. Nebenbei trifft sie kurz nach der Trennung noch ihren alten Freund Henry, der sie bei ihrem Vorhaben unterstützen will und ihr für jede Stadt eine to-do Liste anfertigt.

Der erste Drittel der Geschichte befasst sich mit New York. Dort kommt Cassie bei ihrer Freundin Kelly unter und nimmt ein Job in deren Mode-PR-Agentur an. Die Idee mit dem Tapetenwechsel fand ich eigentlich sehr gut. Nur ist Kelly absolut oberflächlich und die Message, die dem Leser vermittelt wird, finde ich absurd. Kelly trimmt Cassie zu einer Art Modepüppchen: Jeden Morgen geht es in aller Frühe zum Joggen, damit Cassie bald in die berühmte berüchtigte Size Zero passt. Kohlehydrate sind strikt verboten und Kelly achtet penibel darauf, dass Cassie nicht gegen dieses Gebot verstösst. (Als würde man nach einer solchen Trennung noch nicht genug leiden...) Und da der natürliche Look - laut Kelly - eine Katastrophe ist, schleppt sie Cassie auch gleich noch zum Frisör, zum Bikiniwaxing und zum Botox-Doc. Das I-Tüpfelchen sind dann überteuerte Markenkleider und Accessoires, die natürlich ein must-have sind. Sonst kriegt man natürlich keinen Kerl ab... Ist doch logisch... NICHT.
Der einzige Lichtblick in diesem Abschnitt ist Cassies Jugendfreund Henry, der der einzig "normale" in dieser verrückten New Yorker Modewelt zu sein scheint. Auch er ist von Cassies äusserer Veränderung nicht begeistert und beteuert, dass sie auch vorher gut ausgesehen hat.

Im zweiten Drittel geht es dann in Paris weiter. Dort wohnt Cassie bei ihrer Freundin Anouk, die genauso oberflächlich zu sein scheint, wie Kelly. Da Anouks Meinung nach Cassies Style zu amerikanisch ist, kriegt diese erneut ein Make-Over. Cassie geht wieder zum Frisör und wird schliesslich noch in ein Spa geschickt, in dem ihr durch eine spezielle Maschine Fettpolster "weggelasert" werden sollen. Hier war das I-Tüpfelchen, dass Anouk Cassie sagt, dass kein Mann eine Frau küssen will, die keine (farblich) zusammenpassende Unterwäsche trägt... Einmal erneut eine Meinung, bei der ich einfach nur den Kopf schütteln musste.
Auch hier trifft Cassie Henry wieder, der ihr erneut beteuert, dass ihr jetziges Aussehen nicht sie selbst ist. Mit ihm verbringt sie schliesslich auch ein spontanes Wochenende in Venedig, das so einige Überraschungen bereit hält.

Der letzte Drittel handelt von London und fällt etwas kürzer aus. Nach einem tragischen Todesfall und einem schockierenden Geständnis ihrer Freundin Anouk, kommt Cassie in London schliesslich bei ihrer Freundin Suzy unter, die gleichzeitig auch die Schwester von Henry ist. Suzy scheint sich nicht viel aus teuren Klamotten und sonstigem Schnick-Schnack zu machen und akzeptiert Cassie so wie sie ist. Anders als ihre anderen Freundinnen, schreibt sie Cassie nicht vor, wie sie sich zu verhalten hat. Und genau deshalb war sie mir auch die sympathischste der drei Freundinnen.
Das Ende hält doch noch einmal ein paar Wendungen bereit, die man als aufmerksamer Leser bereits vorherahnen konnte ;)

Grundsätzlich ist das Buch aber ziemlich unterhaltsam und lädt zum Schwärmen ein. Der einzig grosse Minuspunkt war für mich aber das schockierende Frauenbild, das eine weibliche Autorin hier vermittelt.
Keine Kommentare
(© Amazon / Piper ebooks)

Die Frau meines Lebens
von Nicolas Barreau

Bewertung: ★★★☆☆

Romance, 144 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2012
Verlag: Piper ebooks


Inhalt:
Die Geschichte beginnt damit, dass wir den Buchhändler Antoine kennenlernen, der in seinem Lieblingscafé in Paris sitzt und dort die vermeintliche Liebe seines Lebens trifft. Die junge Frau ist zwar in Begleitung dort, aber Antoine scheint sich durch einen männlichen Rivalen nicht einschüchtern zu lassen. Er wirft ihr immer wieder verheissungsvolle Blicke zu, doch die mögliche Romanze scheint ein jähes Ende zu nehmen, als die Frau das Café verlassen will. Überraschenderweise steckt sie Antoine beim Vorbeigehen eine Karte mit ihrer Telefonnummer und der Aufforderung zu, sie in ein paar Stunden anzurufen. Durch ein dummes Missgeschick wird die letzte Ziffer allerdings unleserlich, so dass Antoine zehn verschiedene Ziffern ausprobieren muss, bis er seine Isabelle erreicht. Das klingt jedoch einfacher, als es letztendlich ist...

Meine Meinung:
Das Buch ist eher kurz, weiss aber durchaus zu unterhalten. Es gibt einige amüsante Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, allen voran die einzelnen Telefongespräche, die Antoine führen muss, um die Frau seines Lebens zu finden. Ich hätte nicht erwartet, was man mit einem einzigen Telefonanruf alles verursachen kann. Wobei man dazu sagen muss, dass Antoine sich auch nicht immer sonderlich geschickt anstellt und sich bei diesen Anrufen kaum Freunde gemacht hat.
Der bildhafte Schreibstil des Autors mochte ich sehr, auch wenn der Protagonist, für meinen Geschmack, das ein oder andere Mal zu theatralisch reagiert hat. Aber wer weiss schon, was im Kopf eines Mannes vor sich geht, der sich über beide Ohren verknallt hat. Dass man hier gleich von der einzig wahren Liebe reden kann, muss man hier wohl mit einem Augenzwinkern sehen.

Alles in allem ist die Geschichte ganz nett und die 142 Seiten kann man gut in einem Rutsch lesen. Aber als must-read würde ich das Buch sicher nicht bezeichnen.
Keine Kommentare
(© Amazon)

Zuckersüßes Chaos (Teil #1)
von Miranda J. Fox

Bewertung: ★★★★★

New Adult, 354 Seiten
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2014
Verkauf durch: Amazon


Inhalt:
Die Geschichte ist aus der Sicht von Claire, einer jungen Studentin, geschrieben, die seit kurzem in der Villa ihrer Cousine Vicky lebt. Im Gegensatz zu Vicky ist Claire eher zurückhaltend, wird aber von ihrer Cousine gleich zu Beginn von einer Studentenparty zur nächsten geschleppt.
An einer Strandparty lernt sie den gutaussehenden Footballspieler Taylor und den nicht weniger attraktiven, aber weitaus düsteren Jason kennen. Taylor ist ein Mädchenschwarm, wie er im Buche steht und obwohl Claire sich keine Chancen bei ihm ausmalt, scheint er sich doch für sie zu interessieren.
Auf der anderen Seite lernt sie auch Jason näher kennen, der sie seit der ersten Begegnung zur Weissglut treibt. Einerseits ist er überaus arrogant und manchmal sogar etwas unverschämt, andererseits macht ihn genau das auch anziehend und interessant. Niemals hätte Claire sich erträumt, dass sie Jason gegenüber etwas anderes als Hass und Abneigung empfinden könnte, doch dann kommt alles anders, als sie denkt...

Meine Meinung:
Ich habe das Buch ziemlich unvoreingenommen begonnen und war verblüfft, wie leicht mich die Geschichte fesseln konnte. Bei dem Titel und dem kitschigen rosa Buchcover, hatte ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet und wurde positiv überrascht. Weder der Titel, noch das Cover haben wirklich etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun.

Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und verliert sich nicht in Details, so dass ich die ganze Story innerhalb von zwei Stunden zu Ende gelesen hatte. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, denn die Neugier darüber, ob und was mit Jason und Claire passiert, treibt einen dazu, immer weiterzulesen. Obwohl Taylor aus Sicht seiner Beschreibung die viel bessere Partie war, habe ich ständig mit Jason mitgefiebert. Die Chemie zwischen den Protagonisten stimmt einfach und es fällt einem leicht, die Charaktere lieb zu gewinnen. Ausserdem gibt es einige amüsante Szenen, bei denen ich schmunzeln musste.

Das abrupte Ende hat mich aber dann doch etwas überrascht zurückgelassen, denn die Autorin hört mitten in der Erzählung auf und lässt einen als Leser etwas frustiert zurück. Prinzipiell habe ich nichts gegen Fortsetzungen, aber eine halbwegs in sich geschlossene Story pro Band wäre doch wünschenswert. Das war hier leider nicht der Fall. Deshalb würde ich dem Buch 4,5 Sterne geben.
Fans von "A Beautiful Disaster" kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, denn die Story weist einige Ähnlichkeiten auf, auch wenn mir Jason viel sympathischer war als Travis. ;-)
Keine Kommentare
(© Amazon / Goldmann Verlag)

Die 5. Welle (The 5th Wave #1)
von Rick Yancey

Bewertung: ★★★★★

Sci-Fi, 481 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. April 2014
Verlag: Goldmann Verlag


Inhaltsangabe:
"Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem!" (© Amazon / Goldmann Verlag)

Die Geschichte beginnt aus der Sicht von Cassie: Ein 16-Jähriges Mädchen, das ihre Familie verloren hat und nun auf sich selbst gestellt ist. Sie versucht mit allen Mitteln die gegenwärtige 4. Welle zu überleben. Dabei handelt es sich um sogenannte "Silencer" - Aliens im Körper von Menschen - die Jagd auf die "richtigen" Menschen machen und sie töten wollen.
Eines Tages gelingt das einem Silencer fast und er schiesst Cassie ins Bein. Sie wird dabei jedoch nicht getötet und wacht einige Tage später im Haus eines Fremden auf. Dort lernt sie den jungen und gutaussehenden Evan Walker kennen, der sie gesund gepflegt hat. Doch Cassie wird das Gefühl nicht los, dass Evan anders ist, als er vorzugeben scheint ...

Meine Meinung:
"Die 5. Welle" ist ein Science-Fiction Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und zügig; damit verliert sich der Autor nicht in Details, allerdings hätte ich das ein oder andere Mal gerne noch mehr über einige Charaktere erfahren.
Das Buch hält viele spannende und überraschende Wendungen bereit, so dass man es einfach nicht aus der Hand legen kann. Das Ganze gipfelt darin, dass man gegen Ende erfährt, was die 5. Welle ist bzw. sein wird.

"Wenn du mich noch mal küsst, ramme ich dir mein Knie in die Eier." (Zitat aus Buch, Seite unbekannt da Ebook) (© Rick Yancey / Goldmann Verlag)

Cassie und Evan habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Selten hat eine Beziehung so unromantisch und amüsant begonnen. Der Autor verzichtet hier auf Kitsch und ständige Liebesbezeugungen, so dass tatsächlich die Apokalypse im Fokus der Story steht und allfällige Liebesbeziehungen nur einen kleinen Teil einnehmen.

Fazit:

Ich finde den Hype um das Buch durchaus berechtigt und kann es nur jedem wärmstens empfehlen, der Endzeit-Romane und Dystopien liebt!
Keine Kommentare
(© Amazon / Margaret K. McElderry Books)

City of Heavenly Fire (The Mortal Instruments #6) 
von Cassandra Clare

Bewertung: ★★☆☆☆

YA Fantasy, 733 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2014

Verlag: Margaret K. McElderry Books
 
Meine Meinung:

-- Achtung enthält massive Spoiler --

Vor wenigen Minuten habe ich den letzten Band der Mortal Instruments Reihe zu Ende gelesen und mein erster Gedanke war: Was war DAS denn?!
Eigentlich bin ich ein grosser Fan der Mortal Instruments Serie, vor allem die ersten 3 Bücher habe ich regelrecht verschlungen und sie gehören zu meinen Lieblingsbüchern. Band 5 und 6 haben in ihrer Qualität bereits ein wenig nachgelassen, aber dieses letzte Buch war weitaus das enttäuschendste der ganzen Reihe.

Der ganz grosse Minuspunkt lässt sich einfach erklären: Das Buch hat eigentlich gar keinen richtigen Plot. Nach dem - mehr oder weniger - spannenden Ende in City of Lost Souls habe ich die Fortsetzung sehnlichst erwartet... So sehr, dass ich nicht einmal auf die deutsche Übersetzung warten konnte. Was mir präsentiert wurde, war eine Story die über hunderte von Seiten nur so vor sich hinplätschert und das ganze Buch - in meinen Augen - total überflüssig macht.

Was passiert?
Nachdem es den Schattenjägern im letzten Buch nicht gelungen ist, Sebastian zu besiegen, schart der nun eine Armee von "Endarkened Shadowhunters" um sich und überfällt zahlreiche Schattenjäger-Institute. Sein grosser Traum ist es, Herrscher über die Dämonenwelt zu werden. Und Clary soll dabei an seiner Seite sein.
Natürlich wollen die richtigen Schattenjäger diesen Plan vereiteln und man kann sich schon zu Beginn denken, dass es am Ende zu einer grossen Schlacht kommen wird...

Denkste!

Was tatsächlich passiert:
Wie bereits erwähnt: Eigentlich gar nichts. Ich habe vor einigen Monaten gelesen, dass in diesem letzten Buch zahlreiche (um genau zu sein 6) Leute sterben werden, deren Namen wir kennen. Mit dieser Ankündigung habe ich ein ziemlich düsteres Ende mit einer Schlacht erwartet, in der viel Blut vergossen wird. (Wer diese mir bekannten Personen sein sollen, ist mir noch schleierhaft. Benennen könnte ich auf Anhieb nur drei davon und deren Tode sind mir nicht sonderlich nahe gegangen...)

Tatsächlich kann man nur über hunderte Seiten (zum Teil langweilige) Gespräche über Gespräche und Liebesbezeugungen lesen, die einem am Ende zum Hals heraushängen. Die Story zwischen Clary und Jace war schon immer ein wenig kitschig, das gebe ich zu, aber in City of Heavenly Fire steht nicht nur diese Beziehung, sondern auch die von Izzy & Simon und Alec & Magnus im Fokus. Und damit häuft sich das Gesülze ins Unermessliche...

Den Grossteil der Geschichte verbringen unsere Protagonisten in Alicante. Hin und wieder wird zu der Werwölfin Maia geswitcht, die in der Vergangenheit eine nicht ganz unerhebliche Rolle gespielt hat. In diesem Buch war sie aber einfach nur überflüssig und hat (bis auf einen warnenden Brief) nichts Nennenswertes zu der "Story" beigetragen. Zu allem Überfluss wurde gleich zu Beginn ihr Freund Jordan getötet - weiss der Geier warum. Maia schien darüber aber ganz froh zu sein, denn statt zu trauern, hat sie bloss zugegeben, dass sie ohnehin Schluss machen wollte. (Das hat Maia leider unglaublich unsympathisch gemacht und war in meinen Augen einfach unnötig...)

Ein weiterer Nebenplot bildet die Geschichte um ein paar Schattenjäger-Kinder, die man im Prolog kennenlernt. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was das soll, bis ich am Ende erfahren habe, dass sich Cassandra Clares neustes Werk um diese jungen Schattenjäger im Institut von Los Angeles drehen soll. Und mich beschleicht immer mehr das Gefühl, dass diese Nebenstory nur eine Promotion für ihr neues Buch werden sollte, das 2015 erscheinen wird.

Kommen wir aber nun endlich zu den eigentlichen Protagonisten:
Wie bereits erwähnt, beschränkt sich die Handlung in Alicante vor allem auf seitenweise (sich dauernd in der Thematik wiederholende) Gespräche und Liebesbekundungen.

Erst als Jocelyn, Luke, Magnus und Raphael von Sebastian entführt werden, scheint die Handlung ein wenig an Fahrt aufzunehmen. Statt nur noch in Alicante rumzulungern und nichts anderes zu machen, als gefühlte hundert Sitzungen abzuhalten, machen sich Clary und ihre Freunde auf den Weg, ihre Liebsten zu retten. Durch Emma (eine der besagten Kinder des Los Angeles-Clans) konnten sie rausfinden, dass Sebastian Jocelyn & Co im Königreich der Dämonen festhält.
Dort angekommen geht das "Dahingeplätschere" der vermeintlichen Story aber weiter. Jace, Clary, Isabelle, Alec und Simon wandern eine gefühlte Ewigkeit durch die Dämonenwelt und verschanzen sich irgendwann in einer Höhle. Dort geht aber leider das "sich-gegenseitig-die-Liebe-gestehen", Geknutsche und Reden über Reden weiter.

Als dann angekündigt wird, dass Sebastian am darauffolgenden Tag endlich Alicante angreifen wird, weiss man, dass der Showdown kurz bevor steht. Die Protagonisten machen sich auf in die Dämonenstadt, in der Sebastian die Gefangenen versteckt. Statt einer grossen Schlacht, wird der Fokus auf Jace und Clary gelegt, die Sebastian sehr schnell Auge in Auge gegenüberstehen. Clary verfolgt einen heimlichen Plan, der - natürlich - aufgeht und die Welt ist gerettet. Das alles passiert schnell und fast ohne Blutvergiessen. Die Hauptcharaktere bleiben alle unverletzt.

Um wieder zurück in die richtige Welt zu gelangen, müssen Clary & Co schliesslich einen Deal mit einem Dämon abschliessen. Und diese Stelle erwähne ich besonders, weil es die einzige ist, die mich wirklich berührt hat und bei der ich beinahe ein paar Tränchen verdrückt habe: Sebastian gibt seine ganzen Erinnerungen und sein Vampirdasein auf, damit sie wieder zurückkehren können. Er wird sich an keine einzige Person mehr erinnern - nicht einmal an Clary.
Das fand ich gut, weil es einfach zu kitschig war, dass alle Protagonisten unversehrt überlebt haben. Doch Cassandra Clare wäre nicht Cassandra Clare, wenn sie ein paar Kapitel später diese Idee nicht wieder über den Haufen wirft, so dass sich Simon - natürlich - am Ende doch wieder an das meiste erinnern kann... Damit hat jeder sein Happy-End gekriegt.


Fazit:

Die Story war meiner Meinung nach enttäuschend und ziemlich belanglos. Es ist nichts passiert, dass dem Buch einen Sinn gegeben hätte. Die Story hätte genauso gut nach City of Lost Souls enden können. Viele Charaktere sind mir sehr verändert vorgekommen und wirken eher schwach und zurückhaltend. Am meisten haben mir die sarkastisch-narzisstischen Sprüche von Jace gefehlt, die mich bisher immer zum Schmunzeln gebracht haben.
Man hätte viel mehr aus der anfänglichen Idee von Sebastian und seiner Armee von Endarkened Shadowhunters herausholen können oder zumindest die jetzige "Story" um Längen kürzen können.

Ich werde die Mortal Instruments Reihe trotzdem positiv in Erinnerung behalten, denn bis auf diesen letzten Band, hat sie mich sehr gut unterhalten.
Keine Kommentare
(© Amazon / Feelings)

Uni Sex: Studium emotionale
von Lina Barold

Bewertung: ★★★★☆

New Adult, 411 Seiten
Erscheinungsdatum: 2014
Verlag: Feelings


Inhalt: 
Die Geschichte dreht sich um die junge Germanistik-Studentin Sira, die ein Seminar bei einem renommierten Professor besuchen will. Dieser sagt kurzfristig ab, so dass ein Gastprofessor – Silvan Heinrich von Lengenfeld – das Seminar übernimmt. Siras beste Freundin Vicka, die ebenfalls das Seminar besucht, wirft gleich zu Beginn ein Auge auf Lengenfeld, blitzt aber ständig bei ihm ab. Überraschenderweise zeigt dieser eher Interesse an Sira und ehe sie realisiert, was um sie herum passiert, hat sie plötzlich eine geheime Affäre mit ihrem Gastprofessor…

Meine Meinung:
Dieser Grundplot hat mir sehr gut gefallen. Die Autorinnen wissen mit ihrem Wortwitz und Sprachstil zu unterhalten. Die zahlreichen Anspielungen auf viele bekannte Filme und Bücher waren dabei das besondere i-Tüpfelchen. (Von Herr der Ringe bis hin zu Goethe ist alles dabei!) Da die Protagonistin Germanistik studiert, spielt letzterer – sowie viele andere bekannte deutsche Schriftsteller – eine besonders grosse Rolle in der Geschichte. Immer wieder finden wir Hinweise und Bemerkungen zu alten bekannten Werken, die mir vor allem als gelbe Reclam-Bücher in Erinnerung geblieben sind. Ich selbst musste damals „Die Leiden des jungen Werthers“ nicht lesen und habe fast alles aus „Emilia Galeotti“ vergessen, fand es aber trotzdem schön, dass die Autorinnen durch die regelmässige Verknüpfung dieser Werke, die Geschichte abgerundet haben. (Selbst wenn ich durch mein Unwissen nicht alle Anspielungen verstanden habe ;-))

Was die Charaktere angeht, so waren einige doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es ist aber das erste Mal so gewesen, dass sich meine Sympathien im Verlaufe der Geschichte total verschoben haben. Zum einen gibt es selbstverständlich die Protagonistin Sira, aus deren Sicht wir die Geschichte lesen. Sie wirkt am Anfang – im Gegensatz zu ihren besten Freundinnen Vicka und Ama – etwas farblos und langweilig, doch spätestens seit dem Beginn der Affäre merkt man, wie sehr man sie doch unterschätzt hat. Sie ist einerseits ausgesprochen klug und wortgewandt (ihre Gedankengänge haben mich oft zum Schmunzeln gebracht), doch andererseits auch manchmal etwas naiv und zu zurückhaltend. Was hätte ich mich doch gefreut, wenn sie nur einmal ihre Gedanken in Bezug auf Silvan laut ausgesprochen hätte. Doch leider hat sie sich ihm (meiner Meinung nach) viel zu sehr unterworfen und das, obwohl sie es nicht nötig gehabt hätte. Aber genau deshalb war ich gegen Ende hin nicht mehr ganz so angetan von ihr, wie es zu Beginn des Buches war.
Anders ging es mir hingegen bei den besagten besten Freundinnen. Vicka ist ganz anders als Sira: offen, direkt und ein bisschen zu aufdringlich. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und wirkt am Anfang beinahe etwas kindisch. Geht es nicht nach ihrem Willen, kann sie ganz schön trotzig und beleidigt reagieren, in dem sie ihre Freundinnen mit Schweigen straft. Zu Beginn hatte ich fast schon eine Abneigung gegen diese Frau entwickelt, doch gegen Ende hin konnte ich sie dann doch noch in mein Herz schliessen. Das lag allein daran, dass sie – wider Erwarten – auf ein Geständnis von Sira doch nicht so reagiert hatte, wie ich befürchtet hatte und damit doch noch eine gewisse Reife gezeigt hat.
Zu Ama kann ich gar nicht so viel sagen: Ich fand sie durchweg sympathisch und damit war sie eigentlich auch mein Lieblingscharakter.

Und natürlich darf bei meiner Aufzählung Silvan Heinrich von Lengenfeld nicht fehlen! ;-) Über ihn erfährt man zu Beginn der Story nicht wirklich viel, abgesehen davon, dass er ziemlich gut aussehen muss. Das Ganze hat ihn aber geheimnisvoll und faszinierend gemacht, so dass man gut nachvollziehen konnte, weshalb sich Sira von ihm angezogen gefühlt hat…
Und jetzt folgt leider das grosse Aber: Ich hatte mir an dieser Stelle mehr Charakterentwicklung gewünscht. Dieses Unwissen über Silvan bezieht sich letztendlich nicht nur auf den Anfang der Geschichte, sondern leider auch auf den Rest und man weiss am Ende (fast!) genauso wenig über ihn, wie es zu Beginn der Fall war. Was am Anfang noch einladend und attraktiv gewirkt hat, war am Ende einfach nur noch nervig und unsympathisch. So richtig bewusst wurde mir das vor allem, als Sira einen anderen Typen kennenlernt, der auf Anhieb offen, ehrlich, witzig und damit das komplette Gegenteil von Silvan war.
Es gibt zwar eine Enthüllung im letzten Teil der Geschichte, doch wirklich mehr wissen wir dadurch über Silvan nicht. So richtig vom Hocker gehauen hat mich diese „Auflösung“ damit leider nicht. (An dieser Stelle spare ich mir eine genauere Ausführung, damit ich niemandem das Lesevergnügen durch einen Spoiler nehme ;-)). Auch das offene Ende hat leider meine Begeisterung geschmälert, nicht zuletzt dadurch, dass die Option offen bleibt, dass Sira die (in meinen Augen!) denkbar falscheste Entscheidung treffen wird.

Alles in allem war die Geschichte aber für ein einmaliges Lesevergnügen sehr unterhaltsam und man ist praktisch gezwungen, Teil 2 zu lesen. Bei der Fortsetzung erhoffe ich mir dann aber ein bisschen mehr Charaktertiefe und vielleicht werden mir dann einige der Charaktere auch wieder sympathischer.

Von mir gibt’s also 4 Sterne! Die überaus sympathischen Autorinnen hätten aber glatte 5 Sterne verdient, denn sie haben sich aktiv in die Leserunde eingebracht und sind innerhalb kürzester Zeit auf Fragen und Eindrücke der Leser eingegangen. Dafür möchte ich mich noch einmal bedanken. Es hat sehr viel Spass gemacht!
Keine Kommentare
(© Amazon / Fischer E-Books)

Gone Girl: Das perfekte Opfer
von Gillian Flynn

Bewertung: ★★★★☆

Mystery, 576 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. August 2013
Verlag: Fischer E-Books


Meine Meinung:

-- Achtung enthält Spoiler --

Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll. Es war ganz anders als ich es erwartet hatte und ich wusste anfangs nicht, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist. Da mir die Story selbst über Nacht nicht aus dem Kopf gegangen ist, habe ich mich für ersteres entschieden. Ich kann aber trotzdem nachvollziehen, weshalb viele Leser enttäuscht waren.

Die Story beginnt recht vielversprechend, auch wenn die Einleitung sich etwas hinzieht und seine Längen hat. Dabei lernen wir das Ehepaar Nick und Amy Dunne kennen und erfahren auch einige Geschehnisse aus ihrer Vergangenheit. Die Kapitel sind dabei (und auch während der restlichen Geschichte) abwechselnd aus Nick und Amys Sicht geschrieben.

Die eigentliche Story beginnt aber erst später, als Nick eines Tages nach Hause kommt und seine Frau verschwunden ist. Zurückgeblieben sind bloss ein paar umgestossene Möbel, die auf einen Kampf hinweisen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hat mich die Story richtig mitgerissen, denn schliesslich will man als Leser unbedingt erfahren, was vorgefallen ist.
Bald einmal wird klar, dass Amy entführt wurde. Die Polizei wird eingeschaltet und untersucht den Fall. Durch diverse Umstände gerät Nick in den Fokus der Ermittlungen. Ich muss gestehen, dass ich darüber gar nicht so überrascht war, denn wie man nach und nach erfährt, war Nick alles andere als der perfekte, liebende Ehemann. Ausserdem machte er während den Ermittlungen nicht unbedingt den Eindruck, als würde ihn das Verschwinden seiner Frau sonderlich mitnehmen.

Bis zur Hälfte des Buches werden immer mehr Indizien aufgedeckt und man wird als Leser immer gespannter. Dann steht plötzlich in grossen Lettern "Teil 2" auf der Seite und die Geschichte nimmt eine sehr überraschende und total unerwartete Wendung. Das klingt eigentlich ganz vielversprechend, aber durch diese Wendung erfährt man auch gleichzeitig wer der Täter ist und die Spannung ist dahin.

Ich war darüber zuerst ein wenig enttäuscht, doch die Story geht dann weniger krimi- und vielmehr psychothriller-artig weiter, so dass ich das Buch dann trotzdem nicht aus der Hand legen konnte. Vermutlich ist aber genau das der Grund, weshalb viele Leser enttäuscht waren, die auf einen spannenden, kniffligen Aufbau gehofft hatten, der in einem grossen Showdown enden sollte, in dem der Täter letztendlich enthüllt wird.
Was einem hier geboten wird, sind aber Einsichten in eine gestörte Soziopathen-Gedankenwelt, die einen auf eine schockierende Weise faszinieren (können). (Zumindest ging es mir so, aber ich weiss nicht, ob ich mich aufgrund meines Studiums so sehr für die psychischen Aspekte der Protagonisten interessiert habe ;D)

Ein grosser Minuspunkt - und da muss ich leider vielen Lesern zustimmen - war dann das etwas absurde Ende. Hier hätte man sicherlich mehr herausholen können.

(Ausserdem hat mich ein "Detail" in der Story gestört: Nick und Amy sind bekanntermassen pleite, wie konnte sich Nick einen Star-Anwalt mit 100.000$ Vorschuss leisten? Das hat dann irgendwie nicht zu der Vorgeschichte gepasst...)


Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn es zwischenzeitlich seine Längen hatte. Wer Lust auf einen Psychothriller hat, der wird hier sicher nicht enttäuscht sein. Fans von spannenden Fällen mit überraschenden Auflösungen würde ich aber eher abraten, das Buch zu lesen, denn dann könnte die Enttäuschung aufgrund von falschen Erwartungen gross sein!
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(© Amazon / Fischer E-Books)

Das Rosie-Projekt (Don Tillman #1)
von Graeme Simsion

Bewertung: ★★★★★

Contemporary Fiction, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 16. Dezember 2013
Verlag: Fischer E-Books


Inhalt:
Die Story dreht sich um den Protagonisten Don Tillman, der durch einen selbst konstruierten Fragebogen die für ihn perfekte Frau finden will. Sein sogenanntes Ehefrau-Projekt läuft aber nicht ganz nach Plan, denn die Frau, die ihn letztendlich interessiert, passt eigentlich so gar nicht in sein gewünschtes Schema. Diese Frau, Rosie, wiederum, weiss ursprünglich auch gar nichts von dem Ehefrau-Projekt und trifft sich in erster Linie mit Don , weil er Professor für Genetik ist und sie mit seiner Hilfe ihren biologischen Vater finden will. Gemeinsam machen sie sich also auf die Suche nach der DNA von Rosies potentiellem Vater. Und da hier zwei grundlegend verschiedene Persönlichkeiten aufeinander treffen, ist das Chaos quasi vorprogrammiert.

Meine Meinung:
Die Story ist sehr amüsant und überaus unterhaltsam. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und war sehr traurig, wie schnell ich mit dem Buch durch war.
Die beiden Protagonisten Don und Rosie sind durch ganz individuelle Charakterzüge sehr liebenswert und ich habe beide (auch unabhängig voneinander) sehr schnell ins Herz geschlossen. Aber auch Nebencharaktere wie Dons beste Freunde Gene und Claudia, die Don - mehr oder weniger - beratend zur Seite stehen, runden die ganze Story ab und machen sie in meinen Augen glaubhaft.

Wer die ganzen kitschigen Nicholas Sparks Romane satt hat (wie ich ;-)), der sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es ist schön zu sehen, dass Liebesgeschichten auch ohne Klischees und seitenlange Liebesbekundungen funktionieren können.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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