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between the lines.

(© Amazon / Blanvalet Taschenbuch Verlag)

Die Rebellin (The Black Magician Trilogy #1)
von Trudi Canavan

Bewertung: ★★★☆☆

High Fantasy, 544 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. März 2009
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag


Lange lag dieses Buch auf meinem SuB, bis ich es im Zuge einer Challenge lesen musste. Und obwohl es mich nicht vollends begeistern konnte, bin ich nun doch froh, es endlich gelesen zu haben, selbst wenn ich die Reihe wahrscheinlich nicht weiter verfolgen werde.

Inhaltsangabe:
Aber fangen wir von vorne an: Die Geschichte handelt von dem jungen Mädchen Sonea, das eines Tages überraschend ihre ungeahnten magischen Fähigkeiten freisetzt und dadurch einige Leute in Gefahr bringt. Durch dieses Ereignis wird die Gilde der Magier auf sie aufmerksam, so dass sich ranghohe Magier auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mädchen machen. Dadurch fühlt sich Sonea in Gefahr versetzt, denn sie weiss nicht wirklich, was die Magier mit ihr vor haben. Mit Hilfe ihres Freundes Cery versucht sie sich deshalb vor ihnen zu verstecken und nimmt dabei u. a. auch die Hilfe der städtischen Diebe an.

Meine Meinung:
Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und im ganzen ersten Teil geht es hauptsächlich um die Suche nach Sonea. Die Autorin hat einen ganz wunderbaren Schreibstil, so dass es einem als Leser sehr leicht fällt, sich in die Welt der Gilde der schwarzen Magier einzulassen und sich das Ganze vorzustellen.
Leider zieht sich aber vor allem dieser erste Teil so unglaublich in die Länge, dass ich den zweiten Teil sehnlichst erwartet hatte. Das hat auch dazu geführt, dass mich die Geschichte bis zur Hälfte etwas verloren hatte und ich mich letztendlich nicht mehr ganz auf den zweiten, eigentlich spannenderen Teil einlassen konnte.
Dort befindet sich Sonea nun endlich im Kreise der Magier und lässt sich von dem Altmagier und Lehrer Rothen, in die Geschichte und die Regeln der Magier einführen. Anfangs habe ich diese Erklärungen noch ziemlich interessant gefunden, aber leider zieht sich dann auch dieser Teil irgendwann sehr in die Länge und man hofft erneut, dass doch endlich mal ein wenig Action passieren möge.
Am Ende wäre es dann tatsächlich so weit, doch leider hatte mich die Geschichte bei ungefähr 80% fast gänzlich verloren, so dass ich den Schlussteil nur noch quer gelesen habe.

Alles in allem hat die Autorin mit "Die Rebellin" sicher eine sehr durchdachte und schön beschriebene Welt der Magier geschaffen. Es fällt einem leicht, den Erklärungen und Beschreibungen zu folgen, gerade weil sie sich so viel Zeit dafür nimmt und der Protagonistin alles Stück für Stück näher gebracht wird. Meiner Meinung nach verlief die Handlung dadurch leider viel zu schleppend, so dass ich mich meistens richtig dazu zwingen musste, weiterzulesen. Für Fantasyfans, die auf Magie und eine gut durchdachte Welt stehen, sollte das Buch aber genau das richtige sein.
Für mich ist an dieser Stelle aber Schluss, denn mich konnte die Geschichte rund um Sonea zu wenig fesseln, als dass ich unbedingt weiterlesen müsste.
Keine Kommentare
(© Amazon)

The Law of Moses
von Amy Harmon

Bewertung: ★★★★★

YA Romance, 359 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. November 2014


Meine Meinung:
-- Achtung enthält massive Spoiler --

Ich weiss gar nicht, wie ich dieses Buch beschreiben soll, ohne etwas von der Handlung vorneweg zu nehmen. Am besten spart man sich jegliche Rezensionen und lässt sich einfach auf die Geschichte ein, ohne genau zu wissen, was einen erwartet - denn genauso habe ich es gemacht und gerade deshalb hat mich die Story wahrscheinlich so überrascht und berührt.

Ich kann auch gar nicht sagen, in welches Genre ich "The Law of Moses" einordnen würde. Grundsätzlich ist es ein Roman. Es ist aber auch ein Drama, eine Liebesgeschichte und hat mystische und thrillerartige Elemente. Kurzum: Das Buch steckt voller Überraschungen und man kann es spätestens nach dem ersten Drittel nicht mehr aus der Hand legen.

Aber worum geht es eigentlich? Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei Perspektiven erzählt: Einmal aus der Sicht von Georgia und einmal aus der Sicht von Moses. Georgia und Moses sind zu Beginn beide Teenager, deren Familien nebeneinander wohnen. Georgias Eltern betreiben einen Hof mit Pferden, mit denen vor allem Kinder und Jugendliche therapiert werden. Moses dagegen ist das Kind einer drogenabhängigen Mutter, die ihn als Baby ausgesetzt hat und eines ihm unbekannten Vaters, mit afroamerikanischen Wurzeln. Moses wird ständig als "Crack-Baby" bezeichnet und benimmt sich dementsprechend nicht immer so, wie es die Gesellschaft vielleicht erwarten würde. Aber genau das macht ihn so faszinierend für Georgia, die ständig seine Nähe sucht.
Moses hat Schwierigkeiten sich auszudrücken und Gefühle zu zeigen und seine grösste Leidenschaft ist das Malen. Immer wieder malt er ihm fremde Personen, die vor einiger Zeit verschwunden sind und/oder später tot aufgefunden werden. Das macht die Menschen um ihn herum natürlich noch misstrauischer, so dass Georgia und seine Grossmutter - die ihn aufgezogen hat - die einzigen beiden Personen sind, die sich richtig mit ihm auseinander setzen.
Irgendwann schafft es Georgia tatsächlich Moses Herz ein wenig zu erweichen und die kommen sich näher - selbst wenn Moses stets betont, dass er keinerlei Gefühle gegenüber Georgia hätte. Trotzdem gibt sie nicht auf und irgendwann schlafen die beiden miteinander. Das ist auch das letzte Ereignis, bevor sich das Leben von Georgia und Moses für immer verändern soll. Am darauffolgenden Morgen kehrt Moses nach Hause zurück und findet seine Grossmutter tot in der Küche vor. Statt in Panik auszubrechen und um Hilfe zu rufen, beginnt er zu malen. Er malt und malt, bis Georgia sich irgendwann auf die Suche nach ihm macht und Moses und seine verstorbene Grossmutter in deren Zuhause auffindet. Sie ruft daraufhin einen Krankenwagen, der nicht nur Moses' Grossmutter abholt, sondern auch Moses mitnimmt und ihn in eine psychiatrische Klinik überweist. Was Georgia in diesem Moment noch nicht weiss: Es ist das letzte Mal für viele Jahre, dass sie Moses gesehen hat.

An dieser Stelle möchte ich nicht noch mehr verraten, denn das war genau der Punkt, an dem mich die Geschichte richtig gepackt hatte. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn danach passiert so einiges, das mich als Leser hat lächeln, weinen und mitfühlen lassen.


Ich kann abschliessend auch nicht mehr sagen, als dass ich das Buch jedem wärmstens empfehlen kann, der gerne gefühlvolle Geschichten liest.
Keine Kommentare
(© Amazon / Blanvalet Taschenbuch Verlag)

Blutrote Küsse Cat & Bones #1
von Jeaniene Frost

Bewertung: ★★★☆☆

Paranormal, 417 Seiten
Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2011
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag


Inhalt:
Die 22-jährige Cathy ist halb Mensch und halb Vampir und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jagd auf letzteres zu machen. Ihr Vater war ein Vampir und hatte ihre Mutter damals vergewaltigt und geschwängert, so dass Cathy einen unstillbaren Hass auf diese Wesen hat und nicht eher ruhen möchte, bis sie ihren Vater gefunden und zur Strecke gebracht hat.
Eines Abends geht sie mal wieder ihrer gewohnten Tätigkeit nach und hofft in einem Club auf einen Vampir zu treffen, den sie kurze Zeit später töten kann. Ihre Taktik ist dabei jedes Mal, sich den Vampiren an den Hals zu werfen und sie dann umzubringen, sobald sie mit ihnen alleine ist. Auch in jener Nacht scheint sie Glück zu haben und trifft den Vampir Bones. Als sie mit ihm kurze Zeit später zur Sache gehen will, lässt dieser sich aber nicht wie geplant überwältigen, so dass Cathy wohl oder übel ihren Plan zugeben muss. Es stellt sich heraus, dass Bones ein Kopfgeldjäger ist und ein ganz ähnliches Ziel verfolgt. Er bietet Cathy daraufhin an, ihr bei der Suche nach ihrem Vater zu helfen und sie in die Welt der Vampire einzuführen. Cathy nimmt diesen Deal schliesslich an - wenn auch etwas widerwillig - und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Meine Meinung:
Was weiter passiert möchte ich nicht im Detail preisgeben, es stellt sich aber sehr bald heraus, dass Bones und Cathy nicht nur freundschaftliche Gefühle gegenüber haben, so dass sie recht schnell miteinander in der Kiste landen. Mir ging das ehrlich gesagt ein bisschen zu schnell, gerade weil direkt das Stichwort "Liebe" gefallen war. Ausserdem ging mir Cathy mit ihrer Art manchmal mächtig auf den Keks und ich musste mich immer wieder fragen, was Bones eigentlich an ihr findet ;)
Die Geschichte entwickelt sich dann sehr vorhersehbar weiter. Bones und Cathy machen Jagd auf Vampire und geraten dabei immer wieder in brenzlige Situationen. Das war zu Beginn noch spannend, aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl, dass sich die Situationen immer wieder wiederholen.
Ein letzter Kritikpunkt war der Schreibstil bzw. die übertrieben obszöne Sprache. Ich bin alles andere als prüde, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es Leute gibt, die den ganzen Tag nur derartige Sprüche vom Stapel lassen. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin damit überdeutlich klar machen wollte, dass es sich hier nicht um ein Jugendbuch handelt, sondern um ein Fantasybuch für (junge) Erwachsene. Das macht sie auch immer wieder deutlich, indem Cathy und Bones in gefühlt jedem Kapitel übereinander her fallen.

Die Geschichte hat mich trotz der vielen Kritikpunkte gut unterhalten und meine Bewertung schwankte immer wieder zwischen 3 und 4 Sternen. Da die Reihe aber scheinbar noch etliche Folgebände hat, habe ich mich letztendlich für 3 Sterne entschieden, da definitiv noch viel Luft nach oben bleibt. Ausserdem bin ich gespannt, wie die Autorin die Geschichte über so viele Bücher aufrechterhalten konnte, denn dieser erste Band bot meiner Meinung nach eigentlich nicht so viel Stoff, den man unendlich lange vertiefen könnte. Ich bin mir deshalb auch noch unsicher, ob ich mit der Reihe fortfahren soll oder ob ich sie an dieser Stelle beenden werde.
Keine Kommentare
(© Amazon / Knaur)

Albertos verlorener Geburtstag
von Diana Rosie

Bewertung: ★★★★☆

Fiction, 334 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2016
Verlag: Knaur


Inhalt:
Die Geschichte beginnt damit, dass der in die Jahre gekommene Mann Alberto, auf seinen Enkel Tino aufpassen muss, nachdem dessen Vater aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus liegt. Bei einem Gespräch erfährt Tino, dass sein Grossvater Alberto bis heute nicht weiss, wann er eigentlich geboren wurde. Diese Tatsache erschüttert den kleinen Tino zutiefst, denn seiner Meinung nach sollte jeder Mensch seinen Geburtstag kennen. Und genau deshalb beschliessen die beiden, sich auf die Suche nach Albertos Geburtstag zu machen.

Meine Meinung:
Die Kapitel sind dabei abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Zeiten beschrieben. Die Gegenwart wechselt sich dabei regelmässig mit Geschehnissen aus den 1930er Jahren ab, so dass man als Leser nach und nach mehr über Albertos Vergangenheit erfährt. Ich fand diese Erzählweise sehr interessant und abwechslungsreich. Ausserdem musste man nicht bis zuletzt warten, um dann alles auf einen Schlag zu erfahren.

Während dem Lesen lernt man verschiedene Charaktere kennen, die eine grosse Rolle in Albertos Vergangenheit gespielt haben. Dabei wird deutlich, dass die meisten Wegbegleiter Albertos früher oder später ein schlimmes Schicksal erfahren haben. Was genau passiert ist, möchte ich an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten.

Das Buch ist kurzweilig und weiss durchaus zu unterhalten. Man kann es kaum aus der Hand legen, weil man unbedingt mehr über Albertos Vergangenheit erfahren möchte. Die Autorin hat einen sehr angenehmen und bildhaften Schreibstil, so dass man sich richtig in das spanische Ambiente einfühlen kann. Ausserdem merkt man, dass sie sich viele Gedanken um Albertos Vergangenheit gemacht hat, denn am Ende des Buches schliesst sich der Kreis und die verschiedenen Erzählungen werden zu einem Ganzen.

Da mir aber noch das gewisse Etwas gefehlt hat, damit ich das Buch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählen könnte, vergebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen.
Keine Kommentare
(© Amazon / Verlag Friedrich Oetinger)

Forbidden
von Tabitha Suzuma

Bewertung: ★★★★☆

Contemporary Romance, 447 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. August 2011
Verlag: Verlag Friedrich Oetinger


Inhalt:
Die Geschichte wird jeweils abwechselnd aus der Perspektive der beiden Geschwister Maya (17) und Lochan (18) erzählt, die sich gemeinsam um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Die Mutter der Familie ist Alkoholikerin und hat seit kurzem einen neuen Freund, weshalb sie eher mit Abwesenheit glänzt und nur ab und zu vorbeischaut. Maya und Lochan haben sich über die Zeit gut arrangiert und halten die Familie so gut es geht zusammen. Da sie selbst noch Teenager sind, ist die Situation allerdings nicht immer ganz einfach.

Nachdem Maya eines Tages ein Date mit einem ihrer Mitschüler hatte und nach Hause kommt, ist Lochan ausser sich. Maya kann sich dieses Verhalten nicht erklären, bis sie allmählich merkt, dass Lochan eifersüchtig ist. Da sie selbst seit einiger Zeit Gefühle gegenüber Lochan verspürt hatte, die weit über die normale Geschwisterliebe hinaus gehen, gibt sie sich dem Moment hin und die beiden küssen sich, wohl wissend, dass es falsch ist, was sie da gerade tun.

In den darauffolgenden Wochen sind die beiden hin und her gerissen. Einerseits sind sie froh, endlich ihre Gefühle dem anderen gegenüber gestanden zu haben, andererseits dürfen sie sich genau diesen Gefühlen nicht hingeben, weil Inzest gesetzlich verboten ist.

Gegen Ende des Buches eskaliert die Situation schliesslich - was genau passiert, will ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

Meine Meinung:
Ich habe die Inhaltsangabe gar nicht so genau durchgelesen und war dementsprechend überrascht über diese gewagte Thematik. Geschwisterliebe bzw. Inzest ist ein Tabuthema, das hier offen thematisiert und beschrieben wird. Ich fand es bewundernswert, wie die Autorin es geschafft hat, diese Thematik vorurteilslos und von einer ganz neuen Perspektive zu beleuchten. Sie heisst Inzest nicht gut, hat es aber dennoch geschafft, dass man als Leser mit den Protagonisten mitfühlt.

Einzig das Ende konnte mich leider nicht wirklich überzeugen und war mir dann einen Tick zu dramatisch. Und das, obwohl ich sehr darauf gespannt war, wie die Autorin die Geschichte enden lassen will. Natürlich erwartet man kein Happy End, aber irgendwie überschlugen sich die Ereignisse im Schlussteil und haben für mich nicht so richtig zum restlichen Erzählstil gepasst. Ich bin mir sicher, das hätte man noch besser hingekriegt.

Aufgrund dieser Kritik vergebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und kann es nur jedem wärmstens weiterempfehlen. Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil und schaffte es, ein Tabuthema von einer interessanten Perspektive her zu beleuchten.
Keine Kommentare
(© Amazon / Indigo)

Shimmer (The Rephaim #3)
von Paula Weston

Bewertung: ★★★★★

YA Paranormal, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 3. Juli 2014

Verlag: Indigo


Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

Ich muss gestehen, meine Bewertung hat während dem Lesen erheblich geschwankt. Für die erste Hälfte würde ich diesem Band gerade mal 3 Sterne vergeben, doch das Ende war das dann wieder so vielversprechend, dass ich mich letztendlich doch für 4,5 Sterne entschieden habe. Trotzdem muss ich ganz allgemein sagen: Dieser Band war irgendwie unnötig und überflüssig.

Warum? Ganz einfach: Vor allem während der ersten Hälfte passiert nichts Nennenswertes. Nachdem Rafa am Ende des 2. Bandes entführt wurde, haben sich die Rephaim (gemeinsam mit den "Verbannten") in der Zufluchtsstätte der Rephaim in Italien niedergelassen. Die "ausgestossenen" Rephaim möchten Rafa so schnell wie möglich retten und deswegen nach Iowa reisen, um dort das Farmhaus, in dem er gefangen gehalten wird, dem Erdboden gleich zu machen. Nathaniel ist gegen diese impulsive Rettungsaktion und fürchtet, dass das eine Falle der Dämonen sein könnte, die letztendlich allen Rephaim das Leben kosten wird. Deshalb möchte er sich zuerst mit dem höher gestellten Rat besprechen und ihre Entscheidung abwarten.
Das führt dazu, dass Gaby während der gesamten ersten Hälfte in diesem Kloster in Italien rumhängt und wartet, bis eine Entscheidung gefällt wird. Ansonsten passiert gefühlt gar nichts.

Zu Beginn der zweiten Hälfte überschlagen sich die Ereignisse dann plötzlich. Die ausgestossenen Rephaim (inklusive Gaby und Jude) haben die Schnauze voll und teleportieren sich nun doch auf eigene Faust nach Iowa, um Rafa zu retten. Das alles passiert ziemlich schnell und zu meiner Überraschung, geht ihr Plan auf.
Rafa ist zwar schwer verletzt, hat aber überlebt, so dass er und Gaby sich endlich wieder in die Arme schliessen können.
Natürlich sind die übriggebliebene Dämonen von dieser Rettungsaktion alles andere als begeistert und durch eine Prophezeiung erfahren die Rephaim, dass die Dämonen auf dem Weg nach Pan Beach sind, um dort Unruhe zu stiften und womöglich unschuldige Menschen zu töten.
Den Rephaim bleibt also nichts anderes übrig, als ebenfalls dorthin zu gehen und dem Ganzen ein Ende zu setzen. Gaby teleportiert sich das erste Mal selbst und während sie das tut, geschieht etwas Merkwürdiges. In Pan Beach angekommen, merkt sie auch was: Sie hat ihre Erinnerungen zurück bekommen und weiss nun was in der Vergangenheit alles geschehen ist...

Und damit endet dieser Band in einer unglaublich spannenden Wendung. Gaby kann sich nun also an alles erinnern und das betrifft nicht nur die vermeintlich schlimme Vergangenheit mit Rafa, sondern hoffentlich auch das, was Jude und ihr zugestossen ist.
Als Leser hat man nun so lange darauf gewartet, dass Gabys Erinnerungen zurück kommen, dass man einfach weiterlesen MUSS. Ausserdem kam diese Wendung für mich dann doch sehr überraschend und lässt mich darüber hinweg sehen, dass zuvor kaum etwas Nennenswertes geschehen ist.
Vermutlich hätte es die Autorin einfach bei einer Trilogie belassen und die Handlung aus Band 2 und 3 (natürlich deutlich gekürzt) in ein einzelnes Buch packen sollen.

Trotz all der Kritik freue ich mich bereits auf das Finale und vor allem darauf endlich zu erfahren, was Gaby und Jude vor einem Jahr zugestossen ist.
Keine Kommentare
(© Amazon / Text Publishing)

Burn (The Rephaim #4)
von Paula Weston

Bewertung: ★★★★★

YA Paranormal, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2015

Verlag: Text Publishing

Meine Meinung:
Der vierte und letzte Band der Rephaim-Reihe war wieder deutlich spannender und ereignisreicher als die beiden Vorgänger. Nachdem Gaby und ihr Zwillingsbruder Jude am Ende des letzten Buches ihre Erinnerungen zurück gekriegt haben, ist Gaby zu Beginn verständlicherweise komplett überfordert mit dem ganzen "neuen" Wissen - vor allem was ihre Gefühle gegenüber Rafa angeht.
Sie zieht sich zurück und lässt die Erinnerungen nach und nach zurückkommen, so dass man als Leser endlich erfährt, was vor zehn Jahren geschehen ist, als sie sich mit Rafa und Jude zerstritten hatte.
Auch die Frage, was ihr und Jude vor einem Jahr zugestossen ist, wird zum grossen Teil (um im Verlaufe der restlichen Geschichte dann noch komplett) geklärt.
Die Geschehnisse wirken alle stimmig, wenn auch wenig überraschend. Es wurden in den vorherigen Bänden bereits einige Vermutungen angestellt, die gar nicht so weit entfernt von der Wahrheit waren. Ich hätte hier, ehrlich gesagt, noch irgendeine schockierende Enthüllung erwartet.
Wie auch schon am Ende des letzten Bandes angekündigt, steht dann noch der grosse Endkampf mit den Dämonen bevor. Die Rephaim bereiten sich so gut es geht darauf vor, auch wenn sie letztendlich dennoch von der Anzahl der Dämonen überrascht werden.
Wie das Ganze im Detail ausgeht, möchte ich natürlich nicht verraten. Nur so viel sei gesagt: Irgendwie war mir das dann doch alles zu perfekt und ich hatte den Eindruck, dass die Autorin mehr Risiken hätte eingehen und einige "Schocker" hätte einbauen sollen.

Die Rephaim Reihe ist sicher nicht perfekt und hat ihre Schwächen, allerdings kann sie durch ihre äusserst sympathische Charaktere (allen voran Rafa!) und der damit zusammenhängenden (Liebes-)Geschichte zwischen Gaby und Rafa punkten. Ich bin froh über die Entwicklung, die die beiden durchgemacht haben und auch darüber, wie die Autorin das Ganze abgeschlossen hat.

Für diesen letzten Band vergebe ich noch einmal wohlwollend 5 Sterne.
Keine Kommentare
(© Amazon / Tundra Books)

Haze (The Rephaim #2)
von Paula Weston

Bewertung: ★★★★★

YA Paranormal, 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 9. September 2014
Verlag: Tundra Books


Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

Über die Handlung kann ich dieses Mal gar nicht viel sagen, denn es passiert vergleichsweise wenig zu Band 1. Man muss hier aber der Autorin zugutehalten, dass sie keinen Hehl daraus gemacht hat, dass sie in Band 2 Zeit schindet, denn sie erwähnt das im Laufe der Geschichte immer wieder aus der Perspektive von Gaby ;-)

Rafa und Gaby sind zu Beginn des zweiten Bandes nach wie vor in Pan Beach. Rafa möchte sich endlich auf die Suche nach Jude machen und das setzt voraus, dass sie nach Melbourne reisen. Doch Gaby sträubt sich dagegen und findet immer wieder Ausreden, die Reise hinauszuzögern.
Die erste Ausrede war - wie auch schon in Band 1 - dass ihre beste Freundin Maggie nicht sicher ist und nach wie vor entführt werden kann. Glücklicherweise gibt Jason zu, dass es jahrelang Kontakt zu einer Art Glaubensgemeinschaft von Menschen hatte, die sich in der Welt der Dämonen und Engel bestens auskennen und einen Weg wissen, wie sie Maggie schützen können. Rafa, Gaby und Jason reisen daraufhin nach Iowa in den Vereinigten Staaten und suchen das Farmhaus der Glaubensgemeinschaft auf. Das Vorhaben läuft allerdings nicht nach Plan und Rafa und Gaby müssen letztendlich von ihrem Rephaim-Freunden gerettet werden.
Auf diesem Weg lernen sie Mya kennen - Rafas vermeintliche Ex-Freundin. Obwohl Gaby sie auf Anhieb nicht ausstehen kann, schafft Mya es, Gaby dazu zu bringen, sie für einen "Job" zu engagieren. Und das ist gleichzeitig auch die zweite Ausrede für Gaby, damit sie nicht nach Melbourne reisen kann.
Rafa steht Gaby während der ganzen Zeit zur Seite, wird aber immer ungeduldiger. Die beiden wechseln ständig zwischen heftigen Streitereien und wildem Rumgeknutsche. Irgendwann gibt Gaby dann schliesslich zu, weshalb sie Zeit schindet: Sie hat Angst, dass Jude sie vielleicht nicht mehr mögen wird, und die alte "Gabe" zurückhaben will.
Nachdem sie das zugegeben hat, kann Rafa sie beruhigen, so dass sie in der zweiten Hälfte des Buches endlich nach Melbourne reisen. Dort angekommen, erfahren sie in einem Krankenhaus, dass Jude tatsächlich noch am Leben ist und es dauert nicht lange, bis sie ihn ausfindig machen können.
Am Ende wird es noch einmal richtig spannend, allerdings ähnelt der "Showdown" schon sehr dem aus Band 1, lässt aber wiederum viele Fragen offen, so dass man einfach weiterlesen muss.

Ja, das ist jetzt doch mehr geworden, als ich erwartet habe. Ich fand Band 2 aber deutlich schwächer als der Vorgänger, gerade weil Gaby so viel Zeit schindet und die Handlung dadurch einfach nicht voran geht. Ich hätte das Ganze noch eher nachvollziehen können, wenn ihre Sorge gewesen wäre, dass Jude womöglich doch nicht mehr am Leben ist und sie sich dann erneut mit seinem Tod auseinander setzen muss. Die Begründung, die die Autorin gewählt hatte, war für mich deshalb nicht richtig nachvollziehbar. Gaby hat mich deshalb auch stellenweise sehr genervt. An Rafas Stelle wäre ich auch öfter ausgerastet ;-)

Einen Punkt, den ich an dieser Stelle noch erwähnen möchte, betrifft Jason und Jude. Die beiden sind mir irgendwie nicht geheuer. Jason ist nach wie vor sehr zurückhaltend, was seine Vergangenheit angeht und bringt Gaby und Rafa immer wieder in Gefahr. Er selbst ist davon aber nie betroffen. Ich frage mich, ob das tatsächlich noch Zufall ist. Irgendwie traue ich ihm nicht und es würde mich nicht überraschen, wenn sich am Ende herausstellt, dass er einer der Bösen ist.
Auch bei Jude hatte ich ständig ein ungutes Gefühl. Er findet sich ziemlich schnell mit der Tatsache ab, dass er kein Mensch ist und kennt sich überraschend gut mit einigen Dingen aus, die die Welt der Rephaim betrifft. Auch hier frage ich mich, ob er womöglich von der bösen Seite "bekehrt" wurde, oder ob die Autorin einfach Zeit sparen wollte, in dem ihm nicht auch nochmal alles so ausführlich erklärt werden muss, wie Gaby damals. (Das wäre für den Leser ja nicht sonderlich interessant).

Das Ende war aber wiederum vielversprechend, so dass ich gespannt bin, wie es in Band 3 weitergeht.
Keine Kommentare
(© Amazon / Tundra Books)

Shadows (The Rephaim #1)
von Paula Weston

Bewertung: ★★★★★

Ya Paranormal, 400 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. September 2013
Verlag: Tundra Books


Inhalt:
Gaby Winters lebt im sonnigen Pandanus Beach und scheint das perfekte Leben zu führen. Doch es zeigt sich sehr bald, dass dieser Schein trügt, denn vor einem Jahr hat sie ihren Zwillingsbruder Jude bei einem Autounfall verloren und wird seither jede Nacht von Albträumen heimgesucht.

Eines Tages taucht ein junger Mann in ihrer Stadt auf: Rafa. Gaby fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, nicht zuletzt dadurch, da es sich bei Rafa um den Jungen handelt, der jede Nacht in ihren Träumen erscheint.

Durch eine Reihe von Umständen erfährt Gaby schliesslich von Rafa, dass sie kein Mensch ist. Sie ist ein Rephaim: Das Kind eines Menschen und eines (gefallenen) Engels. Und wie sich herausstellt, ist ihr Bruder Jude auch gar nicht bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Was genau passiert ist, weiss allerdings keiner, denn es stellt sich heraus, dass irgendjemand falsche Erinnerungen in Gabys Kopf gepflanzt hat - und sie war vermutlich die Einzige, die in dieser schicksalshaften Nacht dabei war.

Es werden schliesslich Vermutungen laut, dass Jude und Gaby damals die gefallenen Engel gefunden hatten. Sollte das wahr sein, dann ist diese Information für eine Reihe von ihren ehemaligen Rephaim-Freunden sehr wertvoll. Die haben es sich nämlich zur Mission gemacht, die gefallenen Engel auszuliefern, um so den schlechten Ruf der Rephaim ein für alle mal loszuwerden.

Mit diesem Plan im Hinterkopf, entführen die Rephaim Gabys beste Freundin und bringen sie so dazu, sich freiwillig in die Zufluchtsstätte der Rephaim zu begeben. Dort wird sie schliesslich gefoltert, in der Hoffnung, dass ihre Erinnerungen so schneller zurückkommen. Rephaim können nämlich nur sterben, wenn ihnen der Kopf abgetrennt wird, so dass ein bisschen Folter Gaby nicht umbringen wird. Der Einzige, der sie noch aus der Situation retten könnte, ist Rafa. Doch ob auf ihn Verlass ist?

Meine Meinung:
Das Buch hat meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung gekriegt und es ist definitiv eine der besseren Engel-Geschichten. Am Anfang war ich etwas skeptisch, denn bereits nach den ersten 5% des ebooks knutschen Rafa und Gaby heftig rum. Da habe ich mich für einen Moment doch gefragt: War's das schon?

Als ich dann weitergelesen habe und sich nach und nach rausstellt, was Gaby eigentlich ist und dass sich Rafa schon seit Jahrzehnten kennen, hat das Ganze immer mehr Sinn gemacht und man konnte der Autorin den etwas holprigen Start verzeihen.

Bei den Rephaim handelt es sich eigentlich um nichts anderes als Nephilim, die man schon aus zahlreichen anderen Fantasyromanen mit Engeln kennt. Die Rephaim wollen allerdings nicht mehr so genannt werden, da der Name Nephilim in ihren Augen (oder Ohren ;-)) negativ behaftet ist. Die Hintergrundgeschichte der Engel und ihren Nachkommen ist aber ähnlich, wie man sie bereits aus Fantasyromanen kennt. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch.

Ich fand die Idee mit Gabys Gedächtnisverlust ausserdem sehr geschickt, denn dadurch erfährt man als Leser nur häppchenweise etwas aus ihrer Vergangenheit. Das hilft zum einen, damit man nicht von Informationen überschüttet wird und den Überblick verliert, zum anderen möchte man natürlich unbedingt wissen, was bei Judes vermeintlichem Unfall wirklich passiert ist und ob er sogar noch am Leben ist.

Diese Frage bleibt aber selbst nach dem Ende des ersten Bandes offen, so dass man gezwungen ist, weiterzulesen. Und das werde ich auch definitiv tun. Band 2 liegt schon bereit.

5 von 5 Sternen für diesen tollen Engel-Fantasyroman, der mich schnell in seinen Bann gezogen hatte und den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Keine Kommentare
(© Amazon / Kensington)

Storm (Elemental #1)
von Brigid Kemmerer

Bewertung: ★★★★☆

Supernatural, 432 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. April 2012
Verlag: Kensington


Inhalt:
Das Leben von Becca ändert sich eines Tages schlagartig, als sie länger in der Schule bleibt, um einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen. Als der Kurs zuende ist, beobachtet wie, wie ein Junge - der sich kurz darauf als Chris Merrick entpuppt - auf übelste Weise auf dem Schulparkplatz zusammengeschlagen wird. Ohne lange zu überlegen, eilt Becca ihm zu Hilfe und es gelingt ihr tatsächlich, Chris vor den Schlägertypen zu retten und ihn schwer verletzt nach Hause zu fahren.
Dort angekommen, lernt sie Chris' Brüder kennen, die trotz der spontanen Rettungsaktion, ganz und gar nicht begeistert von Becca zu sein scheinen. Vor allem der älteste Bruder und Vormund der Familie - Michael - begegnet ihr distanziert und unfreundlich.
Nach diesem Abend ist das Kapitel Chris Merrick aber noch lange nicht beendet. In den darauffolgenden Wochen verstrickt sich Becca immer wieder in gefährliche Situationen und trifft dabei auf die Merrick Brüder. Wie sich rausstellt, haben es die Schlägertypen weiterhin auf Chris und seine Brüder abgesehen und durch vermeintlich dumme Zufälle, gerät auch Becca dabei jedes Mal in Gefahr.
Durch diese Geschehnisse wird Becca bewusst, dass an Chris irgendetwas anders ist. Und wie sich herausstellt, lag sie mit dieser Vermutung nicht ganz falsch: Chris und seine Brüder sind sogenannte "Elementals". D.h. sie können jeweils eines der vier Elemente steuern und ihre Kräfte für sich nutzen.
Mit dieser Enthüllung erfährt Becca aber auch, dass es Guides gibt, die in der Welt der Elementals für Recht und Ordnung sorgen und die Elementals aus dem Verkehr ziehen, wenn sie Ärger machen und/oder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und genau einer dieser Guides ist nun auch hinter den Merrick Brüdern her, so dass sie alle in grosser Gefahr schweben.
Neben diesem Hauptplot lernt Becca ausserdem Hunter kennen, einen neuen Schüler an ihrer Schule. Hunter scheint grosses Interesse an ihr zu haben und bandelt allmählich mit ihr an, was Chris überhaupt nicht passt. Damit ist das fast schon obligatorische Liebesdreieck in Paranormal Romance Geschichten vorprogrammiert ;-)

Meine Meinung:
Ich kannte die Idee mit den Elementals bisher nicht und fand sie deshalb nach all den typischen und klischeehaften Vampirromanen wirklich interessant und erfrischend. Das Buch hat einige gute Ansätze, allerdings war die Umsetzung davon nicht immer ganz so gelungen und vor allem das Ende hat mich etwas frustriert zurückgelassen, da es doch in einer Art Cliffhanger endet. Die Story ist zudem nicht durchweg gleich spannend und hat deshalb hin und wieder ihre Längen.
Ich werde die Reihe auch nicht weiterlesen, da die Folgebände jeweils aus der Perspektive eines anderen Merrick-Bruders geschrieben ist und somit nur wenig mit diesem ersten Buch gemeinsam haben. Gerade weil das Ende so abrupt kam und einige Fragen offen lässt, finde ich das etwas enttäuschend.
Ein weiterer Kritikpunkt waren für mich die Charaktere. Obwohl sie Geschwister sind, waren mir die Merrick Brüder schon fast zu ähnlich und auch allesamt unsympathisch. Auch mit Becca erging es mir nicht anders, obwohl sie gegen Ende des Buches noch einige Sympathiepunkte einfahren konnte, als sie eine schlimme Geschichte aus ihrer Vergangenheit enthüllt und sie damit ihr teilweise zickiges Verhalten in der Gegenwart etwas nachvollziehbarer macht.

Ich vergebe dem Buch insgesamt 3.5 Sterne, die ich aufgrund der tollen Idee auf 4 aufrunde. Jeder, der die üblichen Fantasygestalten satt hat, sollte hier mal einen Blick reinwerfen. Man sollte aber darauf gefasst sein, dass das Ende einen etwas frustriert zurücklassen könnte.
Keine Kommentare
(© Amazon / HarperTeen)

Sweet Temptation (Sweet #4)
von Wendy Higgins

Bewertung: ★★★★★

YA Paranormal, 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. September 2015

Verlag: HarperTeen

Meine Meinung:
Zum Inhalt will ich diesmal gar nicht so viel schreiben, denn bei "Sweet Temptation" handelt es sich um die kompakte Version der Sweet Trilogie, deren Inhalt ich schon ausführlich bei den einzelnen Bänden beschrieben habe. Was diesmal anders ist: Man erlebt die Geschichte aus Kaidans Perspektive.

Normalerweise bin ich nicht ein Fan davon, wenn Autoren dieselbe Geschichte 1:1 "recyclen" und bloss die Pronomen ändern. Da ich Kaidan aber schon in der ursprünglichen Sweet Trilogie unglaublich toll fand, MUSSTE ich die Story noch einmal aus seiner Perspektive lesen. Und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht! Es handelt sich nicht bloss um einen Abklatsch der ursprünglichen Geschichte, die Autorin hat tatsächlich auch ein paar Szenen eingefügt, die in Annas Abwesenheit passiert sind und so neu für mich waren. Ausserdem war es unglaublich interessant und auch irgendwie süss, endlich Kais Gedankengänge zu erfahren. Man merkt als Leser richtig, wie sich Kai allmählich in Anna verliebt - selbst wenn er sich das eine lange Zeit nicht eingestehen wollte.
In 512 Seiten konnte die Autorin ausserdem natürlich nicht die ganze Sweet Trilogie noch einmal ausführlich beschreiben, so dass sie hier und da einige Szenen abgekürzt oder sogar ganz weggelassen hatte. Und ich muss zugeben, dass hat der Geschichte mehr genützt, als geschadet. Ich hatte bei den vorherigen Bänden aus Annas Sicht ja schon mehrfach angemerkt, dass die Storys hin und wieder etwas zäh und langatmig waren- das war hier absolut nicht der Fall. Obwohl ich wusste, was passiert, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Kaidans Sicht hat dem Ganzen den nötigen Pepp verliehen, denn seine Gedanken sind absolut nicht so unschuldig und prüde, wie die von Anna. Damit konnte ich mich auch schon eher mit ihm identifizieren und fand ihn sogar um einiges sympathisch.

Wer die Sweet Trilogie und vor allem Kaidan genauso liebt wie ich, sollte dieses Buch also unbedingt lesen! Diesmal gibt es dafür auch 5 von 5 Sternen.
Keine Kommentare
(© Amazon / HarperTeen)

Sweet Reckoning (Sweet #3)
von Wendy Higgins

Bewertung: ★★★★★

YA Paranormal, 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 29. April 2014

Verlag: HarperTeen

Meine Meinung:
-- Achtung enthält Spoiler --

Das Buch beginnt da, wo der letzte Band aufgehört hat: Kais Vater Pharzuph hat von der Prophezeiung erfahren, die besagt, dass Anna diejenige sein soll, die die Dämonenfürsten von immer von der Erde erlösen soll. Damit schwebt Anna in noch grösserer Gefahr als ohnehin schon und sie muss sich weiterhin von Kaidan fernhalten. Nun, da sich die beiden ihre Liebe gestanden haben, fällt den beiden das natürlich noch schwerer als früher.
Trotz des Verbots taucht Kai eines Tages vor Annas Hoteltür auf, in dem sie sich gerade versteckt. Sein Vater hat ihm den Auftrag gegeben, Anna zu entjungfern, so dass sie die Prophezeiung nicht mehr erfüllen kann, da das "Schwert der Gerechtigkeit" nur von jemandem benutzt werden kann, der ganz und gar rein ist.
Mit viel Glück schaffen sie es, dieses Vorhaben nicht durchführen zu müssen. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Sollte Pharzuph erfahren, dass Anna immer noch Jungfrau ist und sie damit tatsächlich die Auserwählte aus der Prophezeiung ist, wird er alles daran setzen sie zu töten. Deshalb haben die beiden keine andere Wahl als zu heiraten, damit Anna die Chance kriegt, die Dämonenfürsten ein für alle Mal von der Erde zu vertreiben.

Der letzte Band hat zwar einige Schwächen und weist nicht durchgehend eine Spannung auf, die einen fesselt, aber er konnte mich trotz allem gut unterhalten. Das lag aber nicht zuletzt - wie bereits bei den Vorgängern - an Kaidan. Kai landet damit für mich definitiv in der Riege der "best book-boyfriends ever" :D Ich bin froh, dass die Autorin diesmal genügend Raum für Anna und Kaidan eingeräumt hatte, so dass man als Fan dieses Pairings sicher nicht enttäuscht wird.
Über die Sache mit der Jungfräulichkeit muss man einfach hinweg sehen, sonst wird man das Buch sicher nicht mögen. Ich habe bereits bei der Rezension zu Band 1 erwähnt, dass ich mit Religion und vor allem den damit zusammenhängenden total veralteten Ansichten nicht viel anfangen kann. Da hier in der Geschichte aber Engel eine Rolle spielen, kann man da meiner Meinung nach mal ein Auge zudrücken. Ausserdem haben Anna und Kai nach ihrer Hochzeit so oft Sex miteinander, dass ich dann doch nicht den Eindruck hatte, dass die Autorin tatsächlich prüde ist. (Und für die, die kritisieren, dass es in diesem Buch zu oft um Sex ging: Man muss auch bedenken, dass Kais Vater der Dämon der Wollust ist und Kai deshalb öfter mal als der "Otto Normalverbraucher" an Sex denkt ;) Ausserdem sind die beiden Teenager, seit kurzem verheiratet und mussten sich echt lange zurückhalten. Für mich hat das also schon Sinn gemacht und in diesem Kontext auch absolut nicht gestört. Ich fand es sogar sehr süss, wie sich die beiden nicht zurückhalten konnten ;D)

Die Sweet Trilogie ist sicher kein literarisches Meisterwerk und hat ihre Schwächen - allerdings fand ich die Idee und die meisten Charaktere so sympathisch, dass man darüber hinwegsehen kann.
Für den letzten Band vergebe ich deshalb wiederum grosszügig 4.5 Sterne.
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Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

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