• Home
  • Über mich
    • Contact
    • To-Read Liste
  • Rezensionen
  • Challenges
    • Challengeübersicht
    • SuB-Senioren Challenge
  • Blogger Aktionen
    • Top & Flop of the month
    • Waiting on Wednesday
    • Top Ten Thursday
    • Cover Theme Day
    • Aktion Stempeln
  • Impressum
  • Datenschutz
Instagram Bloglovin rss Goodreads Email Facebook

between the lines.

(© Swoon Reads)

Cemetery Boys
von Aiden Thomas

Bewertung: ★★★★☆

YA Fantasy, 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 01. September 2020
Verlag: Swoon Reads


Inhalt:

Yadriel lebt in einer LatinX-Gemeinschaft von Brujas und Brujos, in der die weiblichen Mitglieder Heilkräfte besitzen und die männlichen Mitglieder Verstorbene ins Jenseits entlassen können. Diese Mächte werden ihnen von der Lady of Death vergeben. Da Yadriel jedoch transgender ist, wurde bei ihm bisher nicht das Ritual durchgeführt, dass notwendig ist, damit er die Macht erhält, Geister ins Jenseits zu entlassen.
Als eines Tages plötzlich sein Cousin stirbt, beschliesst Yadriel deshalb auf eigene Faust das Ritual durchzuführen. Dadurch will er nicht nur den Geist seines verstorbenen Cousins ausfindig machen und herausfinden, was passiert ist, sondern auch beweisen, dass er ein echter Brujo ist.
Der Geist der beim Ritual auf dem Friedhof erscheint, stellt sich jedoch nicht als Yadriels Cousin heraus, sondern als Julian Diaz - ein Junge, mit dem er gemeinsam zur High School gegangen ist. Julian weigert sich jedoch, ins Jenseits abzutreten und stellt als Bedingung, dass er zuerst herausfinden will, was mit ihm geschehen ist, bevor er geht. Da Yadriel nichts anderes übrig bleibt, erklärt er sich bereit Julian zu helfen, damit er ihn am Ende ins Jenseits entlassen kann. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto weniger will er ihn gehen lassen...

Meine Meinung:

Dieses Buch ist bislang nur auf Englisch erschienen und stand aufgrund des Hypes auf Goodreads schon seit dem Erscheinungstag auf meiner to-read Liste. Im Zug meiner queeren Lesechallenge bin ich nun endlich dazu gekommen, es zu lesen. (Ergänzung: Ich habe gerade gesehen, dass das Buch im Juni 2022 unter dem Titel "Yadriel und Julian. Cemetery Boys" beim Dragonfly Verlag erscheint, falls es sich jemand vormerken möchte. (Tut es!))

Man wird zu Beginn des Buches direkt in die Handlung hineingeworfen, denn die erste Szene beginnt gleich damit, dass Yadriel mit seiner besten Freundin Maritza auf dem Friedhof versucht das Ritual durchzuführen, das ihm die Macht eines Brujos verleiht, jedoch zur Folge hat, dass er Julian Diaz beschwört. Ich fand es einerseits sehr toll, dass Aiden Thomas keine Zeit unnötige Zeit für eine Einleitung verliert, habe aber ein paar Kapitel gebraucht, bis ich verstanden habe, wie die LatinX-Gemeinschaft lebt und was es mit ihren Kräften auf sich hat. Zu meinem Glück war Julian genauso ratlos wie ich, sodass Yadriel sich die Zeit genommen hat, ihm all das zu erklären, wodurch bei mir die meisten offenen Fragen geklärt werden konnten.

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um das Rätsel von Miguels und Julians Tod - ohne dass klar ist, ob diese beiden Tode zusammenhängen, denn Miguels Geist scheint irgendwo gefangen zu sein, weshalb Yadriel und seine Familie bis zum Tag der Toten warten müssen, an dem viele verstorbene Familienmitglieder für einige Tage in das Land der Lebenden zurückkehren können, und Miguel dadurch hoffentlich erzählen kann, was mit ihm geschehen ist.
Bis es so weit ist, versucht Yadriel in Begleitung Julians Geist das Rätsel um dessen Tod zu entschlüsseln, und erfährt dabei immer mehr über Julians Vergangenheit, die ihn in einem ganz anderen Licht darstellen lassen, als es ich Yadriel vorgestellt hätte.

Neben dem spannenden Plot um die beiden Todesfälle, die mich von Anfang an sehr gefesselt haben, lebt das Buch vor allem auch durch seine Charaktere. Julian hat sich mit Abstand am schnellsten in mein Herz geschlichen, denn sein sarkastischer und trockener Humor, haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Ausserdem ist es Thomas gut gelungen, mit jeder weiteren Enthüllung über Julians Vergangenheit dafür zu sorgen, dass er vielschichtiger ist, als man anfangs angenommen hat. Und genau das Gleiche gilt auch für den Protagonisten Yadriel. Aiden Thomas ist selbst trans und es ist ihm wahrscheinlich gerade dadurch auf sehr authentische Weise gelungen, das Thema Transgender in die Geschichte mit einfliessen zu lassen. Immer wieder begegnen wir Szenen, in denen Yadriel als trans Mann Herausforderungen begegnet, wie etwa der Angst vor der fehlenden Akzeptanz innerhalb seiner Familie oder auch einer eher alltäglichen Situation, in der er vor der Entscheidung steht, ob er die Jungs oder Mädchentoilette benutzen soll. Die Szenen haben mich immer wieder beeindruckt und begeistert, weil Thomas es so gut hingekriegt, Yadriels Gefühle und innere Konflikte in den entsprechenden Situationen an uns Leser:innen zu vermitteln. Das Thema bestimmt nicht den Hauptfokus des Buches, nimmt aber gerade so viel Raum ein, dass es genau passend ist. Hier hat Thomas absolut das richtige Mass zwischen dem eigentlichen Plot und dem Thema Transgender gewählt. In dieser Hinsicht übernimmt auch Julian eine ganz besondere Rolle und er entpuppt sich als grosse Unterstützung für Yadriel. (Was meine Begeisterung für ihn nur noch grösser hat werden lassen).
Im Buch treten auch einige Nebencharaktere in Erscheinung, wie etwa Julians beste Freundin Maritza oder Freunde aus Julians Clique. Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, auf jede:n Einzelne:n einzugehen, aber ich möchte wenigstens erwähnen, dass ich auch all die Nebencharaktere sehr toll gefunden und (zumindest die meisten von ihnen) ebenfalls schnell ins Herz geschlossen habe.

Hätte ich das Buch bis zu diesem Punkt bewerten müssen, hätte es vermutlich 5 Sterne erhalten. Leider ist dann aber noch der Schlussteil dazugekommen, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Auf der einen Seite wird mir die Enthüllung des Grundes für die beiden Todesfälle zu schnell abgehandelt und auf der anderen Seite endet das Buch leider verhältnismässig schnell und war für meinen Geschmack zu sehr auf Happy End getrimmt. Das fand ich - ja selbst in einer Welt mit Geistern und Magie ;) - einfach ziemlich konstruiert und hat für mich die Geschichte leider nicht so schön abgerundet, wie ich es mir erhofft hatte. Ich kann das Ende verstehen und hatte nach vielen Andeutungen schon fast befürchtet, dass es ein Fan-Service am Ende gibt, aber bis zuletzt hatte ich auf ein anderes Ende gehofft, das mir vermutlich auch länger in Erinnerung geblieben wäre. Denn das sind meistens die Enden, die eben nicht "and they lived happily ever after" verliefen, sondern mich geschockt, traurig und mit einem gebrochenen Herzen zurückgelassen haben. Aber letztendlich ist das Geschmackssache und Thomas hat sicher vielen Leser:innen eine Freude bereitet mit dem Ende, das es letztendlich ins Buch geschafft hat.

Fazit:

"Cemetery Boys" ist ein Young Adult Fantasy Roman, der von der Geschichte eines Jungen handelt, der transgender ist und als Brujo in seiner LatinX-Gemeinschaft akzeptiert werden möchte. Leider funktioniert ein von ihm geplantes Ritual nicht so wie gedacht, und er wird kurzerhand in ein magisches Rätsel-Abenteuer katapultiert, in dem er gemeinsam mit dem Geist eines verstorbenen Jungen herausfinden möchte, wie besagter Junge verstorben ist. Die Handlung ist nicht nur spannend, sondern beinhaltet auch viele emotionale Momente - auch solche, die mich immer wieder zum Lachen gebracht haben. Einzig das Ende konnte mich nicht richtig überzeugen, sodass ich zwar eine Leseempfehlung, aber nicht die volle Sternezahl vergeben kann. Insgesamt handelt es sich aber um eine sehr humorvolle, spannende, queere Fantasygeschichte, die mich (bis auf den Schluss) absolut begeistert hat!
4 Kommentare
(© Beltz)

Therapie-Tools: Schlafstörungen*
von Ralf Binder, Florian Schöller & Hans-Günter Weeß

Bewertung: ★★★★★

Nonfiction, Psychology, 292 Seiten
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2020
Verlag: Beltz


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Beltz Verlag.

Inhaltsangabe:
Schlafstörungen sind dramatisch weit verbreitet: 4,8 Millionen Deutsche leiden an chronischen Schlafstörungen. Ein Drittel der Arbeitnehmer fühlt sich regelmäßig erschöpft und klagt über verringertes Leistungsvermögen. Doch finden die Betroffenen den Weg in eine Psychotherapie, können schon einfache Maßnahmen die Schlafqualität deutlich bessern. Das Tools-Buch stellt Therapeut_innen Arbeitsmaterial für eine umfangreiche Diagnostik zur Verfügung. Wichtige Bausteine der Therapie sind die Psychoedukation der Betroffenen, klassische verhaltenstherapeutische und kognitive Verfahren. Erweitert wird das Konzept um emotionsbasierte Ansätze und Entspannungsverfahren. Auch der Medikation ist ein Kapitel gewidmet – sowie der Frage, was nicht hilft.

Meine Meinung:

Die Therapie-Tools Reihe ist eine Sammlung an Fachbüchern zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die jeweils themenspezifisch Arbeits- und Infoblätter zur (psychotherapeutischen) Behandlung enthalten und somit ein kleiner Rettungsanker für mich darstellen.

Schlafstörungen können einerseits eigenständige Störungsbilder darstellen, aber auch oft als Begleiterscheinung von anderen psychischen Erkrankungen auftreten, sodass jede:r Psychotherapeut:in früher oder später in ihrem Arbeitsalltag mit dem potenziellen Problembereich Schlaf konfrontiert werden kann und man deshalb entsprechende Interventionsmöglichkeiten zur Hand haben sollte. Und genau dafür sorgt dieses Buch.

Der Inhalt des Buches folgt einer logischen Reihenfolge, sodass wir zunächst etwas über die verschiedenen Störungsbilder und die Diagnostik im Bereich der Schlafstörungen erhalten. Anschliessend folgen zwei grössere Kapitel, die sich mit der Psychoedukation befassen. In diesen Kapiteln erfährt man nicht nur auf sehr verständliche Weise, was es alles Wissenswertes über (gesunden) Schlaf zu erfahren gibt, sondern auch wie Schlafstörungen entstehen und welche - meist konditionierten (also erlernten) - Prozesse dabei im Vordergrund stehen.
Und eben diese Prozesse werden in einem weiteren Kapitel anhand von Erklärungsmodellen vertieft, die nicht nur hilfreich für ein Hintergrundwissen für den:die behandelnde:n Psychotherapeut:in sind, sondern auch für die Patienten selbst. Zu verstehen, welche auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren Einfluss auf die Schlafproblematik hat, stellt damit der erste, grosse und meiner Meinung nach wichtigste Behandlungsschritt dar. Um den Patient:innen ihre Schlafproblematik auf nachvollziehbare Weise näherzubringen, liefern die Autoren in diesem Buch ein breites Repertoire an hilfreichen Info- und Arbeitsblättern, die zur Unterstützung herbeigezogen werden können. Ich konnte einige der psychoedukativen Infoblätter bereits selbst in der Praxis austesten und bin ein grosser Fan der Vermittlung des Wachsystems, das anhand von einer anschaulichen evolutionsbiologischen Bärenmetapher erläutert werden kann, bei dem aufgezeigt wird, wieso Angst und Schlaf sich gegenseitig ausschliessen.

Nach dem sehr ausführlichen Wissensteil, folgen natürlich auch konkrete, praxisnahe Interventionen zur Behandlung von Schlafstörungen, die sich besonders auf die Methoden der Stimuluskontrolle und der Bettzeitrestriktion fokussiert. Ergänzt werden diese beide wissenschaftlich nachweislich wirksamen Methoden durch kognitive und emotionsfokussierte Interventionen, die ebenfalls wichtige Behandlungsbausteine bei Schlafstörungen darstellen. Zuletzt folgt schliesslich noch eine umfassende Sammlung an Entspannungsübungen und Übungen aus dem autogenen Training, die ebenfalls wichtige Tools zu den o.g. Interventionen darstellen.

Fazit:

Alles in allem haben die Autoren hier wirklich ein sehr umfangreiches, breit gefächertes und vor allem praxisnahes Buch geschaffen, das nicht nur jede Menge Wissenswertes zum Thema Schlaf(-störungen) beinhaltet, sondern tatsächlich auch umsetzbare psychotherapeutische Interventionen an die Hand gibt, die sich direkt in der Arbeit als Psychotherapeut:in umsetzen lassen. Das Buch enthält damit die perfekte Mischung an Theorie (die Voraussetzung für die Vermittlung der psychotherapeutischen Interventionen sind), sowie praxisrelevanten Übungen und Arbeitsblättern. Für mich enthält dieses Buch damit alles, was wichtig zur Behandlung von Schlafstörungen ist, sodass die Anschaffung weiterer Fachliteratur zum Thema in meinen Augen absolut unnötig geworden ist - und damit haben die Autoren alles richtig gemacht! Das Buch ist eines der besten Bücher, das ich bisher aus der Therapie-Tool-Reihe gelesen habe und ich kann es absolut weiterempfehlen!
4 Kommentare
(© btb)

In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet
von Irvin D. Yalom

Bewertung: ★★☆☆☆

Nonfiction, 273 Seiten
Erscheinungsdatum: 11. März 2009
Verlag: btb


Inhaltsangabe:
Die größte Herausforderung für den Menschen ist es, seiner eigenen Sterblichkeit ins Auge zu blicken. Die Angst vor dem Tod unterscheidet den Menschen vom Tier: Jede Religion, jede Kulturleistung ist ein Versuch, sich das Undenkbare begreiflich zu machen. Der amerikanische Psychoanalytiker und Bestsellerautor Irvin D. Yalom nähert sich in diesem Buch einer der größten Fragen der Menschheit sowohl auf der professionellen wie auch auf einer zutiefst persönlichen Ebene. „Auch ich fürchte den Tod wie jeder Mensch“, schreibt Yalom, „er ist unser düsterer Schatten, der sich nicht abschütteln lässt.“ In seiner praktischen Arbeit hat er andererseits erfahren, wie sehr das Wissen um den nahen Tod bei vielen seiner Patienten zu einer vollkommenen Neuorientierung, ja Bereicherung führte. Wie sie auf einmal in der Lage waren, Entscheidungen zu treffen, die ihnen wirklich am Herzen lagen. „In die Sonne schauen“ ist deshalb nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens, sondern auch ein Plädoyer für ein bewusstes Leben.

Meine Meinung:

Yaloms Bücher wurden mir während meiner Psychotherapieausbildung von mehreren Kommiliton:innen empfohlen und endlich habe ich es mal geschafft, eines davon zu lesen. Auslöser dafür war, dass ich vor kurzem ein psychologisches Fachbuch zum Thema Sterben und Tod für meine Arbeit gelesen habe und Yaloms existentieller Ansatz im Buch nicht nur erwähnt, sondern auch als weiterführende Literatur empfohlen wurde.

Von dem Buch habe ich mir vorgängig einerseits hilfreiche (fachliche und praxisrelevante) Inputs für meine Arbeit mit Patient:innen mit terminalen Erkrankungen erhofft, die auf Yaloms Erfahrungen seiner langjährigen psychotherapeutischen Tätigkeit beruhen. Andererseits hatte ich auch erwartet, dass sich das Buch vielleicht als Empfehlung zur Selbsthilfe für meine Patient:innen eignen würde.

Zunächst muss gesagt werden, dass Yalom zweifellos ein sehr kluger Mensch ist, der einen grossen Erfahrungsschatz in der Psychotherapie mitbringt. Sein Wissen reduziert sich aber nicht allein auf die Psychologie, sondern auch auf weltbekannte Literatur und Philosophie. Und diese Themenbereiche verknüpft er auch in seiner Arbeit als Psychotherapeut, was auch sehr stark in dem vorliegenden Buch zum Ausdruck kommt. Yalom präsentiert im Buch einige philosophische Ansätze in Bezug auf das Sterben und den Tod und stellt dadurch alternative, hilfreiche Sichtweisen zur Verfügung, die nicht so angstbesetzt sind, wie die Ungewissheit, die mit diesen Themen einhergeht. Am ansprechendsten fand ich davon die Vorstellung, dass jeder Mensch einen Welleneffekt auf seine Mitmenschen und Generationen nach ihm hinterlässt, die einem vielleicht nicht direkt bewusst sind und sich oftmals auch noch viele Jahre nach dem eigenen Tod zeigen. Diese Perspektive verschafft dem eigenen Dasein eine Bedeutung und wirkt beruhigender, als die angstbesetzte Vorstellung, vergessen zu werden.
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch vor allem Leser:innen anspricht, die empfänglich für philosophische Ansätze sind, es aber vermutlich auch Menschen gibt, die mit Yaloms Erklärungsansätzen nichts anfangen können.

Neben diesen positiven Aspekten, die leider nicht eine so grossen Teil des Buches ausmachen, wie es erwartet hätte, gab es aber auch viele Punkte, die mich nicht begeistern konnten. Zum einen fand ich den Erzählstil des Buches etwas unstrukturiert und teilweise auch ohne ersichtlichen roten Faden, selbst wenn der Autor versucht hat, seine Erzählungen in spezifische Kapitel zu gliedern. Yalom mischt oben genannte Erklärungsansätze und Zitate bekannter Schriftsteller:innen mit vielen Erfahrungsberichten von Patient:innen, mit denen er zusammengearbeitet hat, sowie auch seiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Tod. Gerade die Berichte von Patient:innen haben für meinen Geschmack einen etwas zu grossen Teil eingenommen. Es war zwar interessant zu lesen, welche Entwicklungen seine Patienten:innen (in Zusammenhang mit ihren Ängsten vor dem Tod) machen konnten, aber letztendlich konnte ich daraus nur wenig für meine eigene Arbeit mitnehmen. Viele Erfahrungsberichte beruhen auf Träumen, die Yaloms Patient:innen hatten und in der Therapie symbolisch aufgearbeitet wurden. Nur decken sich diese Erfahrungsberichte für mich ehrlich gesagt wenig mit meinem Arbeitsalltag, in denen es bisher kein einziges Mal vorgekommen ist, dass praktischerweise ein Traum vorgekommen wäre, den ich dazu nutzen konnte den Patient:innen zu helfen, ihre Todesängste zu überwinden. Ich befürchte, dass sich das Buch deshalb auch nicht unbedingt als Literaturempfehlung für meine Patient:innen eignen würde, da ich nicht den Eindruck hatte, dass sie sich darin wiedererkennen würden.
Und das führt mich zum nächsten Kritikpunkt: Yalom möchte mit seinem Buch bewusst ein breites Publikum ansprechen. Es soll für Fachpersonen, sowie auch für Betroffene oder einfach interessierte Leser:innen eignen. Das hört sich in der Theorie schön und gut an, hat aber beim Lesen zu Verwirrung geführt, da nicht jedes Kapitel jede Zielgruppe anspricht, sodass das Buch für mich letztendlich nichts Halbes und nichts Ganzes war. Egal ob das Buch für Fachpersonen oder Betroffene geschrieben worden wäre, ich hatte den Eindruck, dass es für beide zu wenig Fleisch am Knochen hatte. Yaloms Gedankengänge sind zwar interessant zu lesen, aber wirklich konkret mitnehmen konnte ich weder für mich, noch für meine Patient:innen etwas Handfestes. Selbst am Ende des Buches, als Yalom verspricht, dass nun einige hilfreiche Inputs zur Arbeit als Psychotherapeut folgen würden, folgte wieder nur eine eher allgemeine Feststellung, wie wichtig die Therapiebeziehung für den Therapieprozess ist - etwas, das die Wissenschaft unlängst in zahlreichen Studien nachweisen konnte und somit nicht neu sein sollte, wenn man Psychologie studiert hat.

Alles in allem muss ich abschliessend sagen, dass meine oben erwähnten vorgängigen Erwartungen leider nicht annähernd erfüllt werden konnten. Für mich hält das Buch leider nicht das, was es im Untertitel verspricht, denn Strategien, wie man die Angst vor dem Tod überwindet, findet man hier definitiv zu wenig. Und deshalb hat mich das Buch letztendlich enttäuscht zurückgelassen.

Fazit:

Yalom ist zweifellos ein kluger und erfahrener Psychotherapeut, der sein Wissen und seine Erfahrungen aus langjähriger Arbeitstätigkeit im vorliegenden Buch zum Ausdruck bringt. Leider bleibt es vor allem bei Erfahrungsberichten seiner eigenen Patient:innen und man erhält nicht - wie im Untertitel des Buches versprochen - praxisrelevante oder umsetzbare Strategien, die einem helfen, die Angst vor dem Tod zu überwinden. Einige Denkansätze sind zwar hilfreich als Diskussionsgrundlage mit Patienten über den Tod, aber insgesamt war mir das Buch dann doch zu unstrukturiert und letztendlich auch zu nichtssagend. Wer sich gerne mit philosophischen Denkansätzen auseinandersetzt, ist hier richtig. Für Fachpersonen oder Betroffene, die hilfreiche Inputs für den Umgang mit Todesangst erwarten, ist es eher nicht zu empfehlen.
4 Kommentare
(© Lübbe Audio)

In all seinen Farben
von George Lester
Gelesen von Dirk Petrick

Bewertung: ★★★☆☆

YA Contemporary 
Spieldauer: 10 Stunden 8 Minuten
Erscheinungsdatum: 25. Juni 2021

Verlag: Lübbe Audio

Inhaltsangabe:
In Robin Coopers Leben läuft gerade nichts, wie es sollte: Während sich alle anderen schon aufs College vorbereiten, häufen sich bei ihm die Absagen. Für Robin bricht eine Welt zusammen, als sein grosser Traum von der Schauspielschule zerplatzt und er plötzlich ohne Plan für die Zukunft dasteht. Und dann ist da auch noch die Sache mit seinem Freund Connor, der sich nicht offen zu ihm bekennt. Alles ganz schön kompliziert! Doch als ihn seine Clique an seinem 18. Geburtstag in eine Drag-Queen-Show schleppt, realisiert Robin, dass das Leben manchmal ganz eigene Pläne macht ...

Meine Meinung:

Dieses Buch ist mir auf einigen Buchblogs begegnet und als ich das Hörbuch zufällig auf Spotify entdeckt hatte, habe ich mich aufgrund der positiven Rezensionen entschieden, es mir für meine Queere Lesechallenge anzuhören.

Ich finde es toll, dass in Bücher aus dem Young Adult Genre immer mehr Diversität vertreten ist. In diesem Buch hier geht es um Drag Queens - ein Thema, das mir bisher zum ersten Mal überhaupt in einem Jugendbuch begegnet ist und deshalb positiv hervorgehoben werden muss.
Doch leider war es das dann auch schon fast mit den positiven Aspekten, denn abgesehen vom Thema hat mich weder die Handlung, noch die Charaktere so wirklich vom Hocker gehauen.

Ich finde queere Charaktere wichtig und toll, nur trägt das allein für mich noch kein ganzes Buch. Ich hatte den Eindruck, dass die Story mehrheitlich vor sich hinplätschert und es - bis auf ein, zwei kleinere Teeniedramas - an Spannung fehlt.
Auch die Drag Queen Shows haben leider gar nicht einen so grossen Teil eingenommen, wie ich es mir erhofft hätte und das meiste bestand gefühlt daraus, dass der Autor beschreibt, welches Make-Up Robin aufträgt. Das ist vielleicht etwas, was als Youtube-Schmink-Tutorial interessant anzusehen ist, aber für mich in (Hör-)Buchform einfach nicht funktioniert hat, weil es einfach uninteressant für mich war zu lesen, wie viel Contouring Robin aufträgt. Ich gehe mal davon aus, dass das Auftreten als Drag Queen aus mehr besteht, als bloss ein bisschen Schminke. Und genau dieser ganze emotionale Teil hat mir gefehlt. Es wird zwar angedeutet, dass Robin durch sein neues Hobby an mehr Selbstbewusstsein gewinnt, aber die Beschreibungen haben nur an der Oberfläche gekratzt und der Autor hat das Potenzial des Themas in meinen Augen nicht annähernd genutzt. Und das war sehr überraschend, denn laut der Autorenbio auf Goodreads, handelt es sich um ein Own Voice Roman, bei dem ich etwas tiefere Einblicke in die Thematik erwartet hätte.
Die Oberflächlichkeit ist leider etwas, das sich durch das ganze Buch durchzieht. Die Charaktere sind allesamt ziemlich eindimensional und stereotyp und auch die kleinen Teeniedramen haben auf mich sehr konstruiert gewirkt.

Leider konnte mich dieses Mal auch der Hörbuchsprecher nicht überzeugen. Und das lag hauptsächlich an seiner individuellen Interpretation der einzelnen Charaktere. Immer wenn jemand anderes als Robin spricht, verstellt er seine Stimme und gerade bei den weiblichen Charakteren war das eine Zumutung für meine Ohren. Petrick versucht absichtlich höher zu sprechen, was dazu führt, dass man das Gesprochene kaum ernst nehmen kann, weil es sich so anhört, als würde jemand die Sätze vorlesen, um sich über das Gesagte lustig zu machen. Jedes Mal, wenn Robins Mutter ihre ernst gemeinte Sorge gegenüber ihrem Sohn ausdrücken möchte, macht der Sprecher mit seiner verstellten Stimme den Anschein, als ob er sie damit ins Lächerliche ziehen möchte, obwohl ihre Aussagen ernst gemeint sind. Ich weiss nicht, was der Sprecher sich dabei gedacht hat, aber von einem männlichen Erzähler erwarte ich nicht, dass seine Stimme bei weiblichen Charakteren wie eine Frau klingen muss. Und der Versuch, dies zu erreichen, war alles andere als angenehm zum Zuhören.

Insgesamt hat mich das Buch also leider nicht so begeistert, wie ich es mir bei einem Own Voice Roman erhofft habe.

Fazit:

"In all seinen Farben" widmet sich dem Thema Drag Queens, was anfangs sehr vielversprechend geklungen hat. Obwohl es sich um einen Own Voice Roman handelt, musste ich dann aber leider sehr bald feststellen, dass die Handlung nicht so richtig in die Gänge kommen will und das Thema nur sehr oberflächlich behandelt wird. Auch die Charaktere wirken leider ziemlich eindimensional und konnten mich nicht richtig überzeugen. Ich finde das Thema des Buches wichtig und es repräsentiert Diversität, aber ich hätte mir eine etwas tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema Drag Queen (Shows) erhofft. Und leider war auch der Sprecher teilweise eine Zumutung, sodass ich das Hörbuch leider nicht wirklich weiterempfehlen kann. Von mir gibt es deshalb 2.5 Sterne.
8 Kommentare
(© Der Hörverlag)

Die Gefährten (Der Herr der Ringe #1)*
von J.R.R. Tolkien
Gelesen von Achim Höppner 

Bewertung: ★★★★★

High Fantasy, Audiobook 
Spieldauer: 22 Stunden 24 Minuten
Erscheinungsdatum: 15. September 2006

Verlag: Der Hörverlag

* Gehört auf audioteka.com/de [Werbung]. Das erste Hörbuch ist gratis.

Inhaltsangabe:
Neun Gefährten machen sich auf eine gefährliche Reise, um die Zukunft Mittelerdes zu retten. Allen voran der Hobbit Frodo, auserwählt, den einen Ring ins Land Modor zu tragen und ihn zu vernichten. Doch die dunklen Mächte wollen die Herrschaft über Mittelerde erlangen, und ein erbitterter Kampf beginnt.

Meine Meinung:

Die "Der Herr Ringe Trilogie" ist meine ungeschlagene, absolute Lieblingsfilmreihe. Den ersten Film hab ich damals noch auf DVD gesehen und war anschliessend so begeistert, dass ich die beiden Fortsetzungen im Kino anschauen musste. Bis heute sind vor allem die epischen Schlachtszenen bei mir unvergessen. Inzwischen habe ich die Filme bestimmt über zehnmal gesehen - wobei es auch deutlich mehr sein könnte, da ich nie mitgezählt habe und es fast zur jährlichen Tradition bei mir geworden ist, die komplette Trilogie zu schauen.
Als die Filme erschienen sind, war ich vielleicht 12 Jahre alt und hatte von Tolkiens Bücher zuvor nie etwas gehört, weil ich zum damaligen Zeitpunkt eher "Teenie-Bücher" gelesen habe. Erst ein paar Jahre später, habe ich die Bücher als Komplettbox geschenkt bekommen und mich zum ersten Mal an der Buchvorlage versucht. Das Lesen ist mir nicht ganz einfach gefallen, denn Tolkien hat in dieser High Fantasy Reihe ein sehr komplexes Worldbuilding mit vielen verschiedenen Wesen geschaffen, die in ihrer Komplexität meine damals üblichen YA Fantasyreihen bei weitem überstiegen hatten. Tolkiens beschreibender Schreibstil hat mein Lesevergnügen nicht gerade leichter gemacht, denn manchmal hatte ich das Gefühl, er würde jeden Stein bis ins Detail beschreiben, an dem die Gefährten vorbeikommen.
Man spürt also bereits heraus, dass ich so meine Mühe mit der anspruchsvollen Buchvorlage meiner Lieblingsfilmreihe hatte - und doch hatte ich es über mehrere Monate hinweg geschafft, mich durch die Bücher durchzuackern, auch wenn sich das Lesen für mich stellenweise sehr zäh angefühlt hat.

Nun, mehr als ein Jahrzehnt später habe ich die Hörbücher wiederentdeckt und hatte Lust, dadurch erneut in Mittelerde abzutauchen, nachdem ich nun deutlich älter bin, als bei meinem ersten Leseversuch und sich hoffentlich auch mein Verständnis für komplexe Worldbuildings verbessert hat.

Das Erste, das mir gleich positiv aufgefallen ist, ist der leider inzwischen verstorbene Hörbuchsprecher Achim Höppner. Höppner spricht nämlich im Film die deutsche Synchronisation von Gandalf, was dazu geführt hat, dass ich beim Hören des Hörbuchs ständig das Gefühl hatte, als würde mir Gandalf höchstpersönlich das Buch vorlesen. Eine absolut vortreffliche Wahl des Sprechers!
Höppner erzählt Tolkiens komplexes Fantasywerk auch so verständlich und angenehm, dass ich beim Hörbuch (im Vergleich zur Buchvorlage) keinerlei Probleme hatte zu folgen. Die über 22 Hörstunden haben sich nicht annähernd so lange angefühlt, sie den Anschein machen.
Ich hatte die Handlung der Buchvorlage nicht mehr detailliert in Erinnerung und habe deshalb immer wieder begeistert festgestellt, wie viele Szenen (und Dialoge) fast 1:1 in den Film übernommen wurden.
Demgegenüber gab es aber auch einige längere Szenen, die wiederum im Film entweder ganz weggelassen oder stark gekürzt wurden, wie etwa der Besuch beim berühmten Tom Bombadil, für den viele Leser:innen so schwärmen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Hype nicht ganz nachvollziehen kann und die Entscheidung, ihn in der Filmreihe wegzulassen, nicht schlimm finde. Letztendlich trägt diese Begegnung eigentlich nichts Wesentliches zur eigentlichen Handlung bei.
Eigentlich musste ich insgesamt feststellen, dass die Drehbuchschreiber der Filmtrilogie einen fantastischen Job geleistet haben, denn sie haben ein richtig gutes Händchen für das richtige Erzähltempo bewiesen, das die Filme durch und durch spannend macht. Tolkien dagegen verliert sich manchmal leider etwas in Details, sodass sich auch hier im Hörbuch einige Stellen etwas langatmig angefühlt haben.

Fazit:

"Die Gefährten" ist der Reihenauftakt der "Der Herr der Ringe" Trilogie, die uns Leser:innen in die fantastische Welt von Mittelerde entführt. Tolkien hat, trotz eines sehr komplexen Worldbuildings, ein unglaublich fesselndes Fantasy-Abenteuer geschaffen, das mir meine absolute, ungeschlagene Lieblingsfilmreihe geschenkt hat! Das Hörbuch ist absolut empfehlenswert, allein schon deshalb, weil es von Achim Höppner vorgelesen wird, der die Synchronstimme von Gandalf in der Filmreihe übernommen hat. Es ist, als ob Gandalf selbst einem die Geschichte von Frodo vorlesen würde. Eine absolute Hörempfehlung, die 5 Sterne von mir bekommt!
6 Kommentare
(© Diogenes)

Das Damengambit*
von Walter Tevis

Bewertung: ★★★★☆

Fiction, 406 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2021
Verlag: Diogenes


*Digitales Rezensionsexemplar von Netgalley. Vielen Dank an den Diogenes Verlag.

Inhaltsangabe:
Mit acht entdeckt Beth Harmon im Waisenhaus zwei Möglichkeiten, der harten Realität zu entfliehen: die grünen Beruhigungspillen, die den Kindern täglich verabreicht werden. Und Schach. Das Mädchen ist ein Ausnahmetalent und gewinnt Turnier um Turnier, mit 16 spielt sie gegen lauter erwachsene Männer um die US-Meisterschaft. Ihr Weg führt steil nach oben, doch bei jedem Schritt droht der Abgrund von Sucht und Selbstzerstörung. Denn für Beth steht viel mehr auf dem Spiel als Sieg und Niederlage.

Meine Meinung:

"Das Damengambit" ist im Original als "The Queen's Gambit" bereits 1984 auf Englisch erschienen. Die deutsche Übersetzung des Buches hat dagegen bis dieses Jahr auf sich warten lassen. Der Auslöser dafür, dass das Buch Jahrzehnte später noch übersetzt wurde, liegt an der gleichnamigen Serienadaption, die 2020 auf Netflix erschienen ist und einen regelrechten Hype ausgelöst hat Ich selbst habe die Serie auch kurz nach ihrem Erscheinen gesehen und kannte Beth Harmons Werdegang damit bereits bevor ich das Buch nun gelesen habe. Die Serie war auch bei mir - wie vermutlich bei vielen anderen auch - erst der Grund dafür, dass ich überhaupt Interesse daran hatte, das Buch zu lesen.

Wie die offizielle Inhaltsangabe vermuten lässt, dreht sich das Buch hauptsächlich um Schach. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Protagonistin Beth Harmon, die wir zunächst noch als Kind in einem Waisenhaus kennenlernen, in dem sie erstmals dank des Hausmeisters in Berührung mit dem Schachspiel kommt, was ihr Leben für immer verändert. Im weiteren Verlauf können wir Beth dabei begleiten, wie sie nicht nur allmählich erwachsen wird, sondern auch, wie sie zu einer fast unschlagbaren Schachmeisterin ist und sich dadurch einen Namen auf der ganzen Welt macht.

Ich war (positiv) überrascht, wie sehr sich die Serienadaption an die Buchvorlage hält. Bis auf einige kleinere Veränderungen, habe ich beim Lesen nahezu jedes Mal die entsprechenden Szenen aus der Serie vor den Augen. Das hat einerseits natürlich zu einigen schönen Erinnerungen an die Serie geführt, andererseits hielt die Handlung dadurch für mich verständlicherweise keinerlei Überraschungen parat, da ich schon wusste, welche Charaktere auftauchen und ob es Beth bis zum Schluss gelingt, ihren grössten russischen Schachgegner endlich zu besiegen.

Der Schreibstil ist sehr nüchtern und emotionslos gehalten. Vermutlich hätte ich damit Mühe gehabt, wenn ich zuvor nicht die Serie gesehen hätte, denn dadurch wusste ich, dass der Erzählstil einfach absolut zu Beths Charakter passt. Durch die kurzen und einfachen Sätze liest sich das Buch sehr kurzweilig und man schreitet schnell in Beths Leben voran, das immer wieder von schweren Schicksalsschlägen und ihrer Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln (und später einem auch einem anderen Suchtmittel als Ersatz dafür) geprägt ist. Viele Szenen widmet sich natürlich auch dem Schachspiel, die manchmal sehr detailliert geschildert werden, sodass man über mehrere Abschnitte zu lesen bekommt, welche Figuren in Beths Spielen auf welches Feld gerückt werden. Als absoluter Schach-Laie konnte ich mir darunter natürlich nicht wirklich etwas bildlich darunter vorstellen, sodass die Szenen für mich persönlich eher überflüssig waren, aber gleichzeitig natürlich auch für die notwendige Authentizität gesorgt haben.

Als Kritikpunkt bleibt zu erwähnen, dass mir manchmal etwas die Tiefe gefehlt hat, denn der Autor geht über viele emotional schwierige Momente ziemlich schnell hinweg. Ich hätte mir anstelle der vielen Beschreibungen der Schachspiele manchmal etwas mehr emotionalen Tiefgang gewünscht. Das war dann auch der Grund, weshalb ich letztendlich nicht die volle Sternanzahl vergeben konnte. Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten.

Fazit:

"Das Damengambit" ist die Buchvorlage der gleichnamigen Netflix-Serie, die ich mir vor einigen Monaten begeistert angesehen habe. Die Serienadaption hält sich sehr stark an die Handlung im Buch, weshalb grosse Überraschungen beim Lesen natürlich ausgeblieben sind. Wie der Titel des Buches vermuten lässt, dreht sich die Handlung hauptsächlich um das Schachspielen, was aber durch private Momente aus dem Leben der Schach-spielenden Protagonistin dennoch interessant zum Verfolgen ist. Mir hat nur manchmal durch den eher einfachen und emotionslosen Schreibstil die Tiefe bei emotionalen schwierigen Szenen gefehlt. Aber insgesamt eine empfehlenswerte Geschichte. Die Serie hat mir aber noch einen Tick besser gefallen.
14 Kommentare
(© Kösel)

Stress bewältigen mit Achtsamkeit: Zu innerer Ruhe kommen durch MBSR
von Linda Lehrhaupt & Petra Meibert

Bewertung: ★★★☆☆

Self Help, 160 Seiten
Erscheinungsdatum: 24. Mai 2010
Verlag: Kösel


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Kösel Verlag.

Inhaltsangabe:
Stressbewältigung durch Achtsamkeit, auch bekannt als MBSR Mindfulness-Based Stress Reduction, ist ein ganzheitlicher Ansatz, der praktische, achtsamkeitsbasierte Übungen zur Stressreduktion vermittelt. Die eindrucksvollen Effekte in Bezug auf körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden sind wissenschaftlich belegt. In diesem Buch wird die von Jon Kabat-Zinn entwickelte 8-Wochen-Methode praxisnah vermittelt. Zwei der bekanntesten Lehrerinnen im deutschsprachigen Raum beantworten die wichtigsten Fragen und zeigen, wie man MBSR lernen und üben kann. Geeignet für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Übende.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat bereits mehr als zehn Jahre auf dem Buckel, hat aber mit seinem achtsamkeitsbasierten Stressbewältigungsansatz nicht an Aktualität eingebüsst. MBSR (= Mindfulness-Based Stress Reduction) ist ein Begriff bzw. ein Programm, das vor vielen Jahrzehnten von Jon-Krabat Zinn eingeführt wurde und nach wie vor als Methode in bei der (psycho-)therapeutischen Arbeit angewendet wird. Es gibt zahlreiche Bücher für Fachpersonen und Anwender:innen zu diesem Thema und da ich immer auf der Suche nach empfehlenswerten (Selbsthilfe-)Büchern bin, die das MBSR-Programm verständlich erläutern und zusammenfassen, habe ich dieses Buch beim Verlag angefragt.

Die beiden Autorinnen Lehrhaupt und Meibert haben ein moderndes, ansprechendes und übersichtliches Design für ihr Buch gewählt, was das Lesen sehr angenehm gestaltet hat. Bevor sie das eigentliche 8-wöchige MBSR-Programm erläutern, liefern sie als Einstieg in drei Kapiteln einige Basics zum Programm, wie etwa "Was MSBR ist und für wen es sich eignet", "Was Achtsamkeit ist" und einige sonstige wissenswerten Aspekte wie eine Stressreaktion abläuft, welche Ebenen Stress umfasst und inwiefern Achtsamkeit mit Stressbewältigung zusammenhängt.
 
Der Schreibstil ist eher einfach und sehr verständlich gehalten, sodass sich das Buch gut für Einsteiger:innen in das Thema MBSR eignet. Neben theoretischen Inputs, findet man im Buch auch einige Anleitungen für Achtsamkeitsübungen, die man selbst ausprobieren kann und auch Teil des MBSR-Programms sind. Ergänzt wird das ganze aus Erfahrungsberichten von ehemaligen Teilnehmer:innen, die einen MBSR-Kurs bereits hinter sich haben. 
 
Einerseits lässt sich damit positiv hervorheben, dass das Buch abwechslungsreich gestaltet ist und die es den Autorinnen gelingt, das Thema Achtsamkeit nicht auf allzu trockene Art und Weise zu vermitteln. Auf der anderen Seite war mir gerade durch diese Abwechslung bis zuletzt nicht ganz klar, an wen sich das Buch eigentlich richtet. Auf den ersten Blick macht das Buch den Anschein, als würde es sich für Anfänger:innen eigenen, die einen MBSR-Kurs in Eigenregie durchführen möchten. Doch spätestens als das Acht-Wochen-Programm vorgestellt wird (das den Hauptfokus des Buches darstellt), war ich mir dessen nicht mehr so sicher, denn das liest sich eher wie ein Manual, das sich eher an Kursleiter:innen richtet. Es wird grob erläutert, wie der Kurs normalerweise in der Praxis durchgeführt wird, jedoch teilweise sehr oberflächlich, ohne dass jede Übung eine konkrete Anleitung erhält. Die Wirksamkeit des Ablaufs wird durch Erfahrungsberichte von Kursteilnehmer:innen ergänzt, die einerseits Rückmeldung zu den einzelnen Übungen liefern, andererseits wohl auch die Wirksamkeit anhand von konkreten Erfahrungsbeispielen aufzeigen soll.
Das ist alles schön und gut, hat für mich aber letztendlich wie nichts Halbes und nichts Ganzes gewirkt. Sowohl für Selbstanwender:innen, als auch für Fachpersonen ist das Buch nicht detailliert genug, da viele Übungen nur grob erläutert werden. Das ist irgendwo auch nachvollziehbar, denn ein 160 Seiten dünnes Büchlein kann natürlich nicht einen intensiven 8-wöchigen MBSR-Kurs ersetzen, aber dann stellt sich mir doch abschliessend erneut die Frage: Wofür soll dieses Buch denn gut sein? Letztendlich ist es wohl nichts anderes als ein Werbemittel, um Leute zu animieren, irgendwann tatsächlich einen MBSR-Kurs zu besuchen (dessen Wirksamkeit wissenschaftlich unbestreitbar ist!), aber dafür muss meiner Meinung nach zuvor nicht unbedingt dieses Buch gelesen werden.

Fazit:

Obwohl die Idee hinter diesem Buch sehr lobenswert ist und viele Menschen von MBSR und insgesamt regelmässigen Achtsamkeitsübungen profitieren können, bleibt die Zielgruppe dieses Buches etwas unklar. Es gibt zwar einen guten Überblick über einen MBSR-Kurs, aber zur Selbstanwendung (oder auch als Manual für Fachpersonen) werden die einzelnen Übungen und Abläufe dann doch zu rudimentär geschildert, als das ich dieses Buch empfehlen könnte, selbst wenn die Aufmachung sehr ansprechend gestaltet ist. Ich empfehle dann doch eher direkt einen MBSR-Kurs zu besuchen.
2 Kommentare
(© cbj)

Blackout- Liebe leuchtet auch im Dunkeln*

von Dhonielle Clayton, Tiffany D. Jackson, Nic Stone, Angie Thomas, Ashley Woodfolk, Nicola Yoon

Bewertung: ★★★★☆

YA Contemporary Romance, 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Juli 2021
Verlag: cbj


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den cbj Verlag.

Inhaltsangabe:
New York. Eine Hitzewelle legt die Stadt lahm und während Manhattan in Dunkelheit versinkt, kommen überraschende Wahrheiten ans Licht, aus Freundschaft entsteht Liebe und alles scheint plötzlich möglich: 1. Ein Ex-Pärchen tut sich zusammen, um von Manhattan nach Brooklyn zu gelangen. 2. Zwei Mädchen auf der Suche nach einem Foto finden etwas ganz Anderes. 3. Zwei Highschool-Jungs stecken in der U-Bahn fest und stellen sich ihren Gefühlen. 4. Zwei beste Freunde reden sich in der New York Public Library die Köpfe heiß über die Liebe. 5. Drei Teens unterwegs auf Klassenfahrt in New York – das Liebesdreieck ist vorprogrammiert. 6. Zwei Fremde kommen sich näher bei einer hitzigen Diskussion über Identität und Liebe.

Meine Meinung:

Für dieses Buch habe ich mich spontan entschieden, da mich nicht nur die vielen Namen bekannter Autorinnen angesprochen haben, sondern auch die Idee, die hinter dem Buch steckt. Ich lese normalerweise kaum Anthologien, deshalb war ich sehr gespannt, wie mir diese Sammlung von Kurzgeschichten gefallen wird.

Die sechs Kurzgeschichten wurden allesamt von unterschiedlichen, namenhaften POC-Autorinnen geschrieben. Die Ausgangslage, die alle Geschichten gemeinsam haben, ist ein Stromausfall in New York, aus der jede Autorin schliesslich ihre ganz eigene Story kreiert hat. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht darin, dass es sich bei jeder Story um eine Liebesgeschichte mit POC-Charakteren handelt.

Von den insgesamt sechs Autorinnen, kannte ich fünf der Namen bereits und insbesondere Nicola Yoon, Angie Thomas und Nic Stone haben Bücher geschrieben, die mich sehr beeindruckt haben und mitunter ein Grund gewesen sind, weshalb ich "Blackout" überhaupt lesen wollte. Ashley Woodfolk war die einzige Autorin, die ich noch gar nicht gekannt habe und interessanterweise hat mir ihre Kurzgeschichte am wenigsten gefallen, weil ich nicht mit ihrem sehr umgangssprachlichen Schreibstil warm geworden bin.

Wie es bei sechs Autorinnen zu erwarten ist, sind die sechs Kurzgeschichten natürlich sehr unterschiedlich ausgefallen und besonders gut hat mir gefallen, dass jede Autorin ganz unverkennbar ihren eigenen (Schreib-)Stil beibehalten hat, was natürlich auch dazu geführt hat, dass mir die eine oder andere Geschichte besser gefallen hat, als die andere. Jacksons Kurzgeschichte sticht im Buch besonders hervor, denn sie ist die einzige, die über mehrere Akte erzählt wird und immer wieder von einer Kurzgeschichte einer anderen Autorin unterbrochen wird. Dadurch erhält man als Leser:in die Gelegenheit, die beiden Hauptcharaktere etwas länger zu begleiten, was zur Folge hatte, dass ich zu den beiden Protagonisten bis zum Schluss den besten Zugang gefunden habe.

Die sechs Liebesgeschichten waren sehr kurzweilig zu lesen und besonders eine der queeren Stories konnte mich am meisten begeistern. Dennoch wirken die Handlungen durch die Kürze aber auch ziemlich konstruiert, da eine Kurzgeschichte natürlich nicht sehr viel Spielraum lässt, den Charakteren und ihren Gefühlen genügend Zeit für ihre Entwicklung zu geben. Und das hat die einzelnen Geschichten ziemlich vorhersehbar gemacht.
Man darf also nicht mit der Erwartung an diese Anthologie herangehen, dass man besonders tiefgründig oder emotional gut ausgearbeitete Geschichten präsentiert bekommt, die einem länger in Erinnerung bleiben, sondern sollte eher bezaubernde Liebesgeschichten erwarten, die sich leicht lesen und einen Alltag für einen Moment vergessen lassen, dann wird man an dieser Kurzgeschichtensammlung seine Freude finden.

Fazit:

"Blackout" ist eine Kurzgeschichtensammlung von sechs namenhaften POC-Autorinnen, die sechs unterschiedliche Liebesgeschichten mit POC-Charakteren erzählen. Die gemeinsame Ausgangslage jeder Story ist ein Stromausfall in New York, aus der jede Autorin mit ihrem jeweils individuellen und unverkennbaren Stil etwas ganz Eigenes kreiert hat. Die Geschichten lesen sich durch ihre Kürze einerseits zwar sehr kurzweilig, andererseits wirken sie dadurch aber auch eher konstruiert und vorhersehbar. Um dem Alltag für ein paar wenige Stunden zu entfliehen, kann ich diese romantischen Kurzgeschichten aber dennoch empfehlen.
9 Kommentare

Neuerscheinungen im September 2021

Lange ist es her, seit meinem letzten Neuerscheinungspost, doch nun habe ich endlich mal wieder die Gelegenheit gefunden, in den kommenden Büchern zu stöbern und euch eine Auswahl zu präsentieren, die für mich interessant klang.


(© Claassen)

Schöne Welt, wo bist du - Sally Rooney

Alice trifft Felix. Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, er arbeitet entfremdet in einer Lagerhalle. Sie begehren einander, doch können sie einander auch trauen? Alice' beste Freundin Eileen hat eine schmerzvolle Trennung hinter sich und fühlt sich aufs Neue zu Simon hingezogen, mit dem sie seit ihrer Kindheit eng verbunden ist. Sie lieben sich, doch ist der Versuch der Liebe den möglichen Verlust ihrer Freundschaft wert?

Erscheint am 07. September 2021
 

(© Fischer)

Vergissmeinnicht - Kerstin Gier

Quinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …

Erscheint am 29. September 2021


(© Goldmann)

Eine ganz dumme Idee - Frederik Backman

Eine Kleinstadt in Schweden, kurz vor dem Jahreswechsel: An einem grauen Tag findet sich eine Gruppe von Fremden zu einer Wohnungsbesichtigung zusammen. Sie alle stehen an einem Wendepunkt, sie alle wollen einen Neuanfang wagen. Doch dieser Neuanfang verläuft turbulenter als gedacht. Denn wegen der ziemlich dummen Idee eines stümperhaften Bankräubers werden auf einmal alle Beteiligten zu Geiseln. Auch wenn davon niemand überraschter ist als der Geiselnehmer selbst. Es folgt ein Tag voller verrückter Wendungen und ungeahnter Ereignisse, der die Pläne aller auf den Kopf stellt – und ihnen zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist …

Erscheint am 20. September 2021


(© cbj)

KNIGHTS - Ein gefährliches Vermächtnis - Lena Kiefer

Die 18-jährige Charlotte Stuart tut alles dafür, ihre einzigartige Gabe geheim zu halten. Denn sie weiß: Wenn ihre Fähigkeiten in die falschen Hände geraten, könnte das den Untergang der Welt bedeuten. Doch dann macht plötzlich jemand unerbittlich Jagd auf Charlotte und sie muss so schnell wie möglich aus London verschwinden. Auf ihrer Flucht läuft sie ausgerechnet der Organisation in die Arme, vor der sie sich jahrelang versteckt hat: den Knights of the Round Table. Die Nachfahren der Ritter der Tafelrunde verfügen selbst über besondere Gaben und Charlotte misstraut ihnen zutiefst. Dennoch bleibt ihr keine andere Wahl, als sich mit den Knights zu verbünden, um ihren übermächtigen Gegner zu stoppen. Unterstützung erhält sie dabei allen voran von Noel Mayfield, einem Lancelot-Erben, der in ihr unerwartete Gefühle weckt und mit dem sie ein gefährliches Schicksal verbindet …

Erscheint am 13. September 2021


(© Piper)

Queen of Magic - Das Zeichen der Königin - Liane Mars

Seit Jahren rätselt die Waise Shay, was das unheimliche Tattoo auf ihrem Arm bedeutet – eine Zahl, die sich verändert und herunterzählt. Was wird passieren, wenn sie die Eins erreicht hat? Als zwei fremde junge Männer auftauchen, erfährt Shay endlich die Wahrheit: Die Zahl stellt dar, an welcher Stelle sie in der Thronfolge einer magischen Welt steht. Doch wer tötet ihre Konkurrentinnen im Rennen um die Krone? Und ab wann muss Shay ums Überleben kämpfen? Ein rasanter Fantasyroman um eine Heldin, die ganz schnell ein Magietraining braucht ...

Erscheint am 30. September 2021


(© dtv)

Finding Perfect - Colleen Hoover

Daniel und Six verbindet eine große Liebe – und eine perfekte Beziehung … fast: Denn das Wissen, dass sie ihr Baby zur Adoption freigegeben hat, frisst Six beinahe auf. Ihr Leid ist so groß, dass Daniel alles auf eine Karte setzt und versucht, zu den Adoptiveltern des Kindes Kontakt aufzunehmen …

Erscheint am 17. September 2021



(© Piper)

Das schwarze Herz des Winters: Unholy - Emily A. Duncan

Eine junge Frau, die mit den Göttern sprechen kann, muss ihr Volk retten, ohne sich selbst zu zerstören.
Ein Thronfolger in Gefahr muss entscheiden, wem er trauen soll.
Ein Rebell mit dunklen Kräften wartet auf seine Gelegenheit.

In einem Jahrhunderte währenden Krieg verflechten sich die Pfade der drei, und eine verbotene Liebe droht, die Balance zwischen Licht und Dunkel zu kippen …

 Erscheint am 30. September 2021

 

 Wie klingen diese Neuerscheinungen für euch? Ist etwas dabei, das ebenfalls auf eurer Wunschliste steht?



8 Kommentare
(© cbj)

Nur fast am Boden zerstört*
von Sophie Gonzales

Bewertung: ★★★★☆

YA Contemporary Romance, 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 26. Juli 2021
Verlag: cbj


*Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den cbj Verlag.

Inhaltsangabe:
Will Tavares ist der perfekte Sommerflirt – witzig, attraktiv und liebevoll – aber gerade als Ollie denkt, er hätte sein Happy End gefunden, enden die Sommerferien und Will antwortet nicht mehr auf seine Nachrichten. Um die Sache noch schwieriger zu machen, muss Ollie wegen eines Familiennotfalls ans andere Ende der USA ziehen. Was ihm deutlich weniger ausmacht, als er herausfindet, dass er von jetzt an auf dieselbe Schule wie Will geht – nur dass dieser Will nichts mit dem Jungen zu tun hat, mit dem Ollie seinen Sommer verbracht hat. Dieser Will ist ein Basketball-Crack, bekennt sich nicht zu seiner Sexualität und ist obendrein ein ziemlicher Idiot. Ollie denkt nicht daran, Will hinterherzutrauern. Doch dann taucht Will „zufällig“ ständig in Ollies Nähe auf: vom Cafeteria-Tisch bis hin zu Ollies Musikkurs. Und Ollies Entschluss gerät gehörig ins Wanken …

Meine Meinung:

Ich weiss gar nicht mehr so genau, wie dieses Buch auf meiner Leseliste gelandet ist, aber vermutlich ist (mal wieder) Goodreads mit seinen Yound Adult Bücher-Empfehlungen Schuld daran. Da ich in letzter Zeit einige Jugendbücher gelesen habe, die mich eher enttäuscht zurückgelassen habe, war ich hin- und hergerissen, ob ich es mit Gonzales Buch versuchen soll. Letztendlich hat mir dann das wunderschöne und ansprechende Cover den letzten Schubs gegeben, mich für ein Leseexemplar zu bewerben. Und ich bin froh, dass ich es getan habe.

Der offizielle Klappentext fasst die Ausgangslage eigentlich sehr gut zusammen. Wir erleben das Buch aus der Sicht von Ollie, der einen romantischen Sommerflirt mit Will erlebt hat, im Glauben, dass sie sich nach dem Sommer nie wieder sehen werden. Doch dann kommt alles anders als erwartet: Ollies Tante leidet seit längerem an Krebs und ihre Krankheit ist nun so weit fortgeschritten, dass sich seine Eltern sich dazu entschliessen, auch nach dem Sommer bei ihrer Tante zu bleiben, um sie mit ihren beiden kleinen Kindern zu unterstützen. Das bedeutet wiederum, dass Ollie das nächste Schuljahr ausgerechnet an der Highschool verbringt, an der auch Will zur Schule geht. Und bereits an seinem ersten Tag muss er feststellen, dass Will nicht ganz ehrlich zu ihm gewesen ist, denn an der Schule weiss keiner davon, dass Will auch auf Jungs steht und Ollie wird schnell klar, dass es nicht zu so einem romantischen Wiedersehen mit seiner Sommerliebe kommt, wie er es sich erhofft hatte...

Wer sich jetzt denkt, dass die Story sich gar nicht so originell anhört, dem muss ich zunächst zustimmen. Gonzales hat mit der Handlung ihres Buches sicher nicht das Rad neu erfunden, aber das Buch lebt auch weniger von seiner innovativen Idee, als vielmehr von den vielen liebenswerten Charakteren. Angefangen natürlich bei Protagonist Ollie, der offen seine Homosexualität auslebt und sich durch seinen humorvollen Sarkasmus sehr schnell in mein Herz geschlichen hat. Auch Will konnte mich überzeugen und ich finde, dass ihm der deutsche Klappentext nicht gerecht wird. Ja, Will hat sich noch nicht geoutet und hat deshalb Mühe, seine Gefühle gegenüber Ollie offen zu zeigen, aber er ist deshalb in meinen Augen kein Idiot, sondern eher jemand, der sich aufgrund seiner Ängste etwas ungeschickt anstellt und dadurch - leider - auch Ollie immer wieder unabsichtlich verletzt. Ich konnte Wills Verhaltensweisen sehr gut nachempfinden und finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, sowohl Ollies, als auch Wills Gedanken, Gefühle und Verhaltensweise auf authentische, nachvollziehbare und vor allem altersentsprechende Weise darzustellen. Und das ist ein grosser Pluspunkt dieses Buches!
Auch die vielen Nebencharaktere, die vor allem aus Ollies neu gewonnen Freundinnen an der Highschool bestehen, sind gelungen und Gonzales schafft es auch hier, kleinere Teeniedramen einzubauen, sodass die Nebencharaktere nicht nur wie Statisten wirken.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, passt aber zur Handlung des Buches und liest sich sehr flüssig und angenehm. Ich bin sprichwörtlich durch die Seiten geflogen und habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt - selbst wenn ich nicht mehr zur Zielgruppe des Buches gehöre.

Neben den Themen Freundschaft, erste Liebe und dem Coming-out, befasst sich das Buch auch mit dem Thema Krebs, was dem Buch der doch eher locker-leichten Geschichte immer wieder einen emotionalen, ernsten Unterton vergibt, ohne sich aber zu sehr darin zu verlieren. Die Abhandlung des Themas wirkt dadurch zwar am Ende etwas zu einfach und oberflächlich, aber es passt zur Stimmung des Buches, das in meinen Augen in erster Linie ein Feel-Good Roman für den Sommer sein möchte. Und das ist der Autorin definitiv gelungen.

Fazit:

"Nur fast am Boden zerstört" erzählt eine LGBTQ*-Liebesgeschichte zwischen zwei Teenager Jungen, die sich an ganz unterschiedlichen Punkten hinsichtlich der Offenheit über ihre sexuelle Orientierung befinden, was die junge Romanze der beiden immer wieder vor Herausforderungen stellt. Gonzales hat mit diesem Buch einen unterhaltsamen, lockeren Feel-Good Roman für den Sommer geschaffen, der zwar bei einigen Themen etwas oberflächlich bleibt, mir dafür immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat. Ich kann das Buch besonders für Fans von Becky Albertalli oder Alice Oseman empfehlen, da der Stil des Buches sehr vergleichbar ist. Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung für all diejenigen, die auf der Suche nach einer liebenswerten LGBTQ*-Liebesgeschichte sind.
4 Kommentare
(© ‎ Hodder & Stoughton)

Kingdom of the Wicked (Kingdom of the Wicked #1)
von Kerri Maniscalco

Bewertung: ★★★☆☆

YA Fantasy, 360 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. Oktober 2020
Verlag: ‎ Hodder & Stoughton


Inhalt:

Emilia und ihre Zwillingsschwester Vittoria stammen aus einer Ahnenreihe von Hexen, die versteckt unter den Menschen leben, um nicht aufgrund ihrer Fähigkeiten entdeckt und verfolgt zu werden.
Als Vittoria eines Tages ein gemeinsames Abendessen im familieneigenen sizilianischen Familienrestaurant verpasst, macht sich Emilia grosse Sorgen um ihre Schwester - zurecht, wie sie später herausfinden muss, als sie ihre Schwester tot auffindet.
Emilia schwört sich, nicht nur den Tod ihrer Schwester aufzuklären, sondern auch Rache am Mörder zu üben. Damit ihr dies gelingt, muss sie allerdings ihre Hexenmagie anwenden und tritt durch einen Zauber ausgerechnet mit Wrath - einem Prinzen der Hölle - in Kontakt, vor der sie ihre Grossmutter immer gewarnt hatte. Entgegen Emilias Erwartung, macht Wrath ihr klar, dass er keine Bedrohung für sie darstellt. Er will sich mit ihr Verbünden, um den Tod mehrerer Mädchen auf der sizilianischen Insel aufzuklären, zu denen auch Vittoria gehört. Und obwohl Emilia Wrath nicht vollends vertraut, stellt sie fest, dass sie auf seine Hilfe angewiesen ist und muss somit wortwörtlich einen Pakt mit dem Teufel eingehen...

Meine Meinung:

Wie die Inhaltsangabe bereits verrät, handelt es sich bei "Kingdom of the Wicked" um einen Reihenauftakt im Young Adult Fantasy Genre, das sich um Hexen dreht. Das Buch ist bislang nur auf Englisch erschienen, und ich habe es im Zuge einer Leserunde gelesen.

Der Einstieg in die Geschichte rund um die Aufklärung um Vittorias Mord, klang sehr vielversprechend und hat mich sehr neugierig gemacht, obwohl die Idee einer Mischung aus Fantasy und Crime nicht ganz neu ist.
Man erfährt vorgängig nicht sehr viel über das Worldbuilding, sondern wird direkt in die Handlung hineingeworfen, indem man Emilia auf ihrer Suche nach dem Mörder ihrer Zwillingsschwester begleitet. Als schliesslich Wrath als attraktiver Dämon aufgetaucht ist, der nicht auf den Mund gefallen ist, hatte sich bei mir kurzzeitig die Befürchtung eingestellt, dass wir hier erneut einen "Bad Boy - Schrägstrich - Arschloch"-Charakter präsentiert bekommen würden, der uns weiblichen Leserinnen noch dazu als sexy verkauft werden will. Doch diese Befürchtung hat sich zum Glück nicht bestätigt, denn Wrath ist zwar ein Dämon aus der Hölle und tritt sehr selbstbewusst auf, aber es nicht so, dass jeder seiner Sätze einen anzüglichen Spruch gegenüber Emilia enthält oder er ihr sogar einen Haustier-Namen vergibt, wie es etwa Jennifer L. Armentrout in ihren Büchern immer macht. Und darüber war ich wirklich froh. Obwohl mir Wrath insgesamt als Charakter ganz gut gefallen hat, erfährt man in diesem Buch leider relativ wenig über ihn. Es ist zwar einerseits nachvollziehbar, dass er sich bedeckt halten will und seine Motive nicht offenlegen möchte (denn das macht auch ein Teil der Spannung aus), aber gleichzeitig bleibt er dadurch ziemlich unnahbar. Emilia dagegen fand ich für eine 18-jährige ziemlich naiv und kindisch und sie ist mir mit ihrer Art ziemlich auf den Keks gegangen.

Leider ist es der Autorin auch die Ausarbeitung der anderen Charaktere nicht wirklich gut gelungen. Es gibt nur eine Handvoll Charaktere, die eine wichtigere Rolle im Buch spielen, und selbst zu diesen erhält man relativ wenig Informationen. Das hat einerseits dazu geführt, dass mir bei den Charakteren die Tiefe gefehlt hat und sie viel zu blass geblieben sind. Auf der anderen Seite hat es die Liste der Verdächtigen, die hinter Vittorias Tod stecken könnten, auch sehr reduziert, denn es war klar, dass es einer der Personen sein muss, die irgendwann in der Handlung auftauchen oder erwähnt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich zu Beginn des Buches auch die inflationäre Verwendung italienischer Wörter und Speisen. Ich fand es toll, dass die Autorin Sizilien als Schauplatz für ihr Buch gewählt hat, da die meisten anderen YA Fantasyreihen in den USA spielen. Aber ich hatte den Eindruck, dass sie es am Anfang übertrieben hat, das italienische Setting an uns Leser:innen zu vermitteln. Gefühlt jeder zweite Satz enthält eine italienische Speise und auf ganz Sizilien scheint es nach Pecorino, Pomodori und Olivenöl zu duften. Die typisch italienische Atmosphäre hätte man sicher auch etwas subtiler und weniger klischeehaft vermitteln können.

Neben den schwächelnden Charakteren, konnte mich letztendlich leider auch der Plot nicht ganz überzeugen. Obwohl es einen Mordfall aufzuklären gibt und Emilia die Wege mehrerer Prinzen aus der Hölle kreuzt, bleibt die Handlung die meiste Zeit über eher spannungsarm und unspektakulär. Gerade im Mittelteil des Buches schien die Story nicht wesentlich voranzukommen und erst der Schluss des Buches bringt dann endlich die lang ersehnte Spannung zutage, die ich mir bereits früher erhofft hätte. Das Ende hat es dafür in sich. Obwohl die Enthüllung des:der Mörder:in nicht so überraschend und schockierend war, wie ich es mir erhofft hatte, schlägt die Autorin am Ende eine Richtung ein, die verspricht, dass der zweite Band nicht nur ganz anders werden könnte, sondern, dass wir auch mehr über die Prinzen der Hölle erfahren werden. Und obwohl mich dieser Reihenauftakt nicht vollends packen und überzeugen konnte, hat Maniscalco es doch geschafft, mein Interesse für die Fortsetzung zu wecken. Für den zweiten Band ist aber auf jeden Fall noch viel Luft nach oben vorhanden!

Fazit:

"Kingdom of the Wicked" ist ein Reihenauftakt einer neuen Reihe von Kerri Maniscalco, der eine Mischung aus Fantasy und Crime darstellt. Trotz der interessanten Idee, war der Plot dann leider nicht so spannend wie erhofft und auch die Ausarbeitung der Charaktere ist mir leider zu oberflächlich geblieben. Doch obwohl mich das Buch nicht durchweg überzeugen konnte, hat mich das Ende des Buches dennoch sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht - für die besteht aber noch viel Luft nach oben.
8 Kommentare
(© Impress)

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne*
von Johanna Danninger

Bewertung: ★★☆☆☆

Dystopia, 384 Seiten
Erscheinungsdatum: 03. September 2021
Verlag: Impress


*Digitales Rezensionsexemplar von Netgalley. Vielen Dank an den Impress Verlag.

Inhaltsangabe:
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt. Er ist ihr Nordstern in der Dunkelheit. Doch die Finsternis macht auch vor dem Licht der Liebe nicht halt. Es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …

Meine Meinung:

Kurz vor der Zielgeraden der Netgalley Challenge, habe ich noch ein weiteres Rezensionsexemplar geschafft, das mich endlich über die 80% Feedback-Rate bringt, die es in der Challenge zu erreichen gilt. Wobei dieses letzte Buch eigentlich ein bisschen geschummelt ist, denn ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich es ab der Hälfte nur noch überflogen habe.

Fangen wir aber mit dem Positiven an und das ist in diesem Fall definitiv das ansprechende und tolle Buchcover. Ich mag solche minimalistischen Sujets, das in Verbindung mit der Farbkombination für mich einfach wunderschön anzusehen ist. Für die Coverwahl hat der Impressverlag auf jeden Fall ein richtig gutes Händchen. 
Auch die Ausgangslage dieser Dystopie konnte mich überzeugen und der Einstieg in die Geschichte hat mich richtig neugierig gemacht - unter anderem natürlich auch deshalb, weil Dystopien zu meinen Lieblingsgenres gehören. Danniger hat das Rad mit ihrer Idee nicht neu erfunden, aber die düstere Atmosphäre, die im Klappentext beschrieben wird und auch zu Beginn des Buches spürbar war, war vielversprechend.

Leider verlief dieses anfänglich positive Gefühl sehr schnell im Sande, denn statt eines spannenden, actiongeladenen Plots in einem dystopischen Setting, stand plötzlich vielmehr die Instaliebe zwischen der Protagonistin Mila und einem jungen Mann im Vordergrund, der ihre Wege kreuzt. Und ich dachte wirklich, dass ich schon viele Instalieben gesehen habe, aber hier schafft es die Autorin tatsächlich, dass sich die Charaktere nach einem Drittel des Buches (also bei fast genu 33% des Ebooks) gegenseitig ihre Liebe gestehen - und sie meinen das absolut ernst, obwohl sich die beiden erst kurze Zeit vorher zum ersten Mal kennengelernt haben. Ab diesem Punkt hat mich die Geschichte allmählich verloren, denn dieser Liebeskitsch war nicht nur etwas, das nicht erwartet hatte, ich empfand ihn auch als absolut unglaubwürdig.
Kurze Zeit später kommt es dann zu einem ersten Showdown, mit dem die Autorin vermutlich Spannung erzeugen wollte. Nur leider folgt dann kurz nach diesen Ereignissen nach etwas weniger als der Hälfte des Buches ein plötzlicher Zeitsprung von mehreren Monaten, der mich komplett aus der Handlung gerissen hatte und in meinen Augen überhaupt nicht gut gewählt war. Und das war schliesslich auch der Punkt, an dem mich die Autorin komplett als Leserin verloren hat.
Die zweite Hälfte des Buches habe ich nur noch mit Desinteresse überflogen. Insgesamt hat sich die zweite Buchhälfte wie ein Abklatsch bekannter Dystopien aus den 2010er Jahren gelesen - am ehesten hat mich die Handlung an die Legend-Reihe erinnert.

Abgesehen von der wenig überzeugenden Story, fand ich auch die Ausarbeitung der Charaktere leider auch nicht gelungen. Bis zuletzt ist es mir nicht gelungen, zu einem der Personen aus dem Buch einen Zugang zu finden und alle Charaktere sind irgendwie gesichtslos und unterinteressant geblieben.

Den Schreibstil fand ich anfangs noch okay, bis ich in einer anderen Rezension gelesen habe, dass er eigentlich nur aus Hauptsätzen mit zahlreichen Adjektiven besteht. Und das trifft tatsächlich zu, sodass ich diese Entdeckung leider nicht mehr ausblenden konnte und mich letztendlich auch der sehr simpel gehaltene Schreibstil enttäuscht hatte.

Fazit:

"Blue Sky Black" verspricht mit seinem Klappentext eine düstere, fesselnde Dystopie, die es letztendlich nicht ist. Stattdessen bekommt man eine klischeehafte Instaliebe präsentiert, die in einen Plot verpackt wird, der mich sehr an einen Abklatsch aus bekannten Dystopie-Bestsellern aus den 2010er Jahren erinnert hat. Für mich war das Buch eine grosse Enttäuschung, denn man bekommt nicht annähernd das geliefert, was die Inhaltsangabe verspricht. Für mich ist es deshalb leider kein Buch, das ich weiterempfehlen kann.
3 Kommentare
Newer Posts
Older Posts

About me

About Me
Schweizerin. Liebt Bücher. Bevorzugte Genres: Young Adult, (Urban) Fantasy, Dystopia, Thriller, (Historical) Fiction.

100 Rezensionen 80% Rezensionen veröffentlicht Professioneller Leser NetGalleyDE Challenge 2019 NetGalleyDE Challenge 2020 NetGalleyDE Challenge 2021 NetGalleyDE Challenge 2022 NetGalleyDE Challenge 2023 NetGalley Challenge 2024

Follow Me

  • Instagram
  • Goodreads
  • Bloglovin
  • Email
  • rss

Follower

Blog Archive

  • ▼  2025 (7)
    • ▼  Oktober (1)
      • [Rezension] Der Kaiser der Freude
    • ►  August (2)
    • ►  März (2)
    • ►  Februar (1)
    • ►  Januar (1)
  • ►  2024 (24)
    • ►  Dezember (1)
    • ►  November (2)
    • ►  Oktober (2)
    • ►  September (1)
    • ►  August (5)
    • ►  Juni (2)
    • ►  Mai (1)
    • ►  April (2)
    • ►  März (3)
    • ►  Februar (1)
    • ►  Januar (4)
  • ►  2023 (44)
    • ►  Dezember (2)
    • ►  November (7)
    • ►  Oktober (1)
    • ►  September (3)
    • ►  August (3)
    • ►  Juli (3)
    • ►  Juni (5)
    • ►  Mai (3)
    • ►  April (5)
    • ►  März (6)
    • ►  Februar (3)
    • ►  Januar (3)
  • ►  2022 (32)
    • ►  Dezember (4)
    • ►  November (2)
    • ►  Oktober (1)
    • ►  September (2)
    • ►  August (6)
    • ►  Juli (2)
    • ►  Juni (4)
    • ►  Mai (7)
    • ►  April (3)
    • ►  Februar (1)
  • ►  2021 (69)
    • ►  Dezember (1)
    • ►  November (5)
    • ►  Oktober (5)
    • ►  September (4)
    • ►  August (9)
    • ►  Juli (7)
    • ►  Juni (6)
    • ►  Mai (5)
    • ►  April (6)
    • ►  März (2)
    • ►  Februar (8)
    • ►  Januar (11)
  • ►  2020 (136)
    • ►  Dezember (10)
    • ►  November (9)
    • ►  Oktober (11)
    • ►  September (14)
    • ►  August (14)
    • ►  Juli (10)
    • ►  Juni (5)
    • ►  Mai (10)
    • ►  April (14)
    • ►  März (13)
    • ►  Februar (11)
    • ►  Januar (15)
  • ►  2019 (132)
    • ►  Dezember (13)
    • ►  November (12)
    • ►  Oktober (11)
    • ►  September (11)
    • ►  August (11)
    • ►  Juli (10)
    • ►  Juni (11)
    • ►  Mai (11)
    • ►  April (10)
    • ►  März (10)
    • ►  Februar (8)
    • ►  Januar (14)
  • ►  2018 (100)
    • ►  Dezember (15)
    • ►  November (8)
    • ►  Oktober (11)
    • ►  September (10)
    • ►  August (14)
    • ►  Juli (10)
    • ►  Juni (7)
    • ►  Mai (7)
    • ►  April (7)
    • ►  März (3)
    • ►  Februar (1)
    • ►  Januar (7)
  • ►  2017 (34)
    • ►  Dezember (2)
    • ►  November (1)
    • ►  Oktober (1)
    • ►  September (3)
    • ►  August (2)
    • ►  Juli (5)
    • ►  Juni (3)
    • ►  Mai (1)
    • ►  April (2)
    • ►  März (3)
    • ►  Februar (4)
    • ►  Januar (7)
  • ►  2016 (42)
    • ►  Dezember (4)
    • ►  November (2)
    • ►  September (2)
    • ►  August (3)
    • ►  Juli (6)
    • ►  Juni (11)
    • ►  März (1)
    • ►  Februar (3)
    • ►  Januar (10)
  • ►  2015 (13)
    • ►  Dezember (1)
    • ►  Oktober (2)
    • ►  September (1)
    • ►  Mai (1)
    • ►  April (3)
    • ►  Februar (3)
    • ►  Januar (2)
  • ►  2014 (27)
    • ►  Oktober (1)
    • ►  September (5)
    • ►  August (2)
    • ►  Juli (4)
    • ►  Juni (3)
    • ►  Mai (4)
    • ►  April (1)
    • ►  März (2)
    • ►  Februar (3)
    • ►  Januar (2)
  • ►  2012 (2)
    • ►  Dezember (2)
Powered by Blogger.

Empfohlener Beitrag

[Rezension] Der Kaiser der Freude

(© Hörbuch Hamburg) Der Kaiser der Freude *  von Ocean Vuong Gelesen von Fabian Busch   Bewertung: ★★★☆☆  Contemporary Fiction, Audiobook ...

Diesen Blog durchsuchen

Popular

  • SuB-Leichen-Abbau 2019
    SuB-Leichen-Abbau 2019
    (© Jennys Bücherkiste) Jenny von Jennys Bücherkiste hat die SuB-Leichen-Abbau Challenge 2019 ins Leben gerufen, nachdem sie entdeck...
  • [Challenge] SuB-Senioren-Challenge 2023
    [Challenge] SuB-Senioren-Challenge 2023
    Nachdem ich 2022 mit Lesechallenges pausiert habe und ich 2023 wieder an Challenges teilnehmen möchte, habe ich mit grosser Freu...
  • [Rezension] Gallant
    [Rezension] Gallant
    (© Argon Verlag) Gallant* von V.E. Schwab Gelesen von Jana Kozewa Bewertung: ★★☆☆☆ YA Fantasy, Audiobook  Spieldauer: 9 Stunden und 9 Min...

Hier lese ich gerne

  • Weltenwanderer
    In welchen Buchtiteln finden wir Berufe?
  • Der Duft von Büchern und Kaffee
    Lesesnack: Brown-Butter-Pumpkin-Creme-Coffee
  • Seductive Books
    Footnotes of Fairytales – Merit Niemeitz
  • oceanloveR
    {Rezensionen} Mit Walen tanzen und Haien schwimmen
  • Ge(h)Schichten
    Zurückge(h)blickt August 2023
  • Buchklappe
    [Rezension | Buchtipp] Rabenprinz von Margaret Rogerson
  • Die Welt ist wie ein Buch
    [Lesestatistik] Februar 2023
  • Das Kaminzimmer
5 anzeigen Alle anzeigen

Lesechallenge

2023 Reading Challenge

2023 Reading Challenge
paperlove has read 2 books toward her goal of 75 books.
hide
2 of 75 (2%)
view books

Tags

Young Adult Audiobook Fantasy Nonfiction Contemporary Romance Romance Fiction Contemporary Fiction Science Fiction Chick-Lit Dystopia Thriller Paranormal Historical Fiction Cookbook Mystery LGBT New Adult Psychology Urban Fantasy Magic Retellings Realistic Fiction Humor Crime Memoir Classics Childrens Middle Grade Romantasy Mental Illness Christmas High Fantasy Holocaust Biography Psychological Thriller Feminism Horror Adventure Mythology Post Apocalyptic Epic Fantasy

Gesamtzahl der Seitenaufrufe

FOLLOW ME @INSTAGRAM

Created with by ThemeXpose | Distributed By Gooyaabi Templates